PR 2817
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Perry Rhodan Nr. 2817: Konterplan der Rayonen

Autor: Rainer Castor

Inhalt

Xacalu Yolloc eröffnet die Jagd auf Perry Rhodan. Poxvorr Karrok leitet eines von mehreren Teams, die den "Larsafer" zur Strecke bringen und seine Seele dem Sextadim-Banner der TOIPOTAI zuführen sollen. Aufgrund seiner Verdienste darf sich Karrok den Einsatzort aussuchen. Nach Rücksprache mit dem Orakel des Sterngewerkes entscheidet sich Karrok für den Planeten Sheheena. Dort sind bereits einige Tiuphoren unter dem Kommando von Waccnar Xexet insgeheim dabei, auf Tiauxin basierende Marker zu setzen, die von den Sextadim-Bannern geortet werden können. Auf diese Weise soll der Planet nach der Versetzung durch die Purpur-Teufe aufgespürt werden. Das Orakel weist Karrok auf eine zweite sehr interessante Person hin: Coyner Cosherryc, amtierender Waffenmeister des Rayonats und ein herausragender Waffentechniker des Kodex, weilt auf Sheheena. Getarnt als Trümmerstück eines abstürzenden rayonischen Raumschiffswracks landet Karroks Kriegskapsel unbemerkt. Xexets Gruppe hat sich eine Basis in einer weiteren Kriegskapsel eingerichtet.

Auf Sheheena treffen am 9. Dezember 1517 NGZ nach RAS TSCHUBAI - Bordzeit auch Perry Rhodan, Farye Sepheroa, Sichu Dorksteiger, Gucky, Goyro Shaccner und Poungari ein. Zuvor hat Rhodan mit Hascannar-Baan gesprochen und zugesichert, Avestry-Pasik und Kniiten zu befreien. Die beiden Proto-Hetosten sollen am 1. Januar auf Ferrol übergeben werden. Auf diese Weise hat Rhodan etwas Zeit gewonnen, allerdings muss er Pey-Ceyan auf Verlangen Hascannar-Baans bei allen Einsätzen mitnehmen. Somit nimmt die Lebenslichte auch an der Erkundung Sheheenas teil. Rhodan weiß, dass die Tiuphoren schon am 10. Dezember erneut angreifen werden. Ihm ist außerdem klar, dass sie die Purpur-Teufe übernehmen oder die zugrunde liegende Technologie stehlen wollen. Mit der Behauptung, er wisse, dass die Tiuphoren bereits auf Sheheena aktiv sind, gelingt es ihm, bei Systemadmiral Evvpemer Noccosd Landeerlaubnis für die BJO BREISKOLL zu erwirken.

Oyccu Phascen, der kleinwüchsige Sicherheitsbeauftragte vor Ort, bringt Rhodan und dessen Begleiter zur Kavernenwelt, in der die Kerouten angesiedelt wurden. Dort trifft sich der Terraner mit der Larin Brea-Sil. Die Geoarchitektin erklärt, dass das riesige Höhlensystem durch eine natürliche Kristallfeldintensivierung stabil gehalten wird: Hyperkristalle sind in die Kavernenwände eingebettet. Während sich Farye um die verängstigte Poungari kümmert, hören sich Gucky und Pey-Ceyan telepathisch um. Der Mausbiber entdeckt die beiden Kriegskapseln. Rhodan erfährt, dass sich Cosherryc beim Ziquama Zolquort aufhält. Der Weltenpräparator ist ganz auf die Fertigstellung der Purpur-Teufe konzentriert und ahnt nicht, dass Cosherryc einige Bestandteile der Teufe so verändert hat, dass die ganze Anlage zu einer Waffe wird. Auch Phascen wusste nichts davon, lässt Cosherryc jetzt jedoch festnehmen. So wird der Konterplan der Rayonen enthüllt. Der mit dem Transport des Planeten verbundene, ein Lichtjahr weit wirksame sechsdimensionale Schock wird alle auf höherdimensionaler Basis arbeitenden Systeme lahmlegen. Die Strahlung hat eine Nebenwirkung. Sie wird zu Mutationen bei allen Lebewesen im Sonnensystem führen. Die Kerouten werden innerhalb weniger Generationen aussterben. Andere Arten werden dagegen einen Evolutionsschub erleben. Rhodan begreift, dass der Konterplan aufgehen muss, denn nur dann werden sich die Primaten Kerouts in den nächsten Jahrmillionen unter dem Einfluss der 6D-Strahlung zum Homo Sapiens entwickeln!

Mit Phascens Hilfe führt Rhodan einen Angriff auf Xexets Gruppe. Der Sicherheitsbeauftragte wird von einem großen Kampfroboter namens Schild begleitet, der die Brünnen der Tiuphoren mit speziellen Energieemissionen stören kann. Alle Tiuphoren fallen. Die Tiauxin-Marker werden vernichtet und die auf Sheheena verteilten Indoktrinatoren werden in Passivhaltung versetzt. Viele zerstören sich sogar selbst. Doch Karroks Team ist bereits in Neu-Kerout eingetroffen. Rhodan und seine Begleiter eilen dorthin zurück und greifen in die Kämpfe ein. Phascen kommt dabei ums Leben, Schild explodiert. Die Tiuphoren erleiden zwar Verluste und fliehen per Transmitter, bringen die Verteidiger zuvor aber in so schwere Bedrängnis, dass sie von Gholdorodyn mit dem Kran in Sicherheit gebracht werden müssen. Anstelle von Pey-Ceyan kommt Karrok auf der Kranplattform an - im Kampfgetümmel hat er der Larin den Winker abgenommen. Der Tiuphore wird gefangen genommen, aber jetzt befinden sich drei Proto-Hetosten in der Gewalt des Feindes. Poungari, die von Schrapnellen verletzt wurde, will bei Farye bleiben. Es gefällt ihr nicht in Neu-Kerout.

Am 10. Dezember meldet sich Noccosd bei Rhodan und empfiehlt ihm, das Mitraiasystem zu verlassen. Die Purpur-Teufe ist einsatzbereit.

Kringels Meinung:

Auf Romane von Rainer Castor muss ich mich auf eine bestimmte Weise vorbereiten. Ich muss mir vornehmen, den durch Erklärungswut geprägten Text trotz aller Abschweifungen aufmerksam und in Ruhe durchzulesen und mich nicht über die ständige Unterbrechung der Story durch heruntergerasselte Daten zu ärgern. Das ist mir diesmal wieder ganz gut gelungen. Umso überraschter war ich, dass ich zu Beginn gar nicht das Gefühl hatte, ein Datenblatt zu lesen, sondern einen "richtigen" Roman. Dann kamen sie aber doch, die mit technischen Details, Beschreibungen und dergleichen vollgestopften Dialoge - meine Güte, so redet doch niemand außerhalb eines Lehrsaals! Bekannte Fakten aus den bisherigen Romanen dieses Zyklus sowie aus länger zurückliegenden Handlungsphasen wurden lang und breit rekapituliert, zwischendurch war Gucky dafür zuständig, ein bisschen "Einsatz-Blödelei" einfließen zu lassen. Wer's mag...

Jedenfalls fand ich den Roman bei weitem nicht so unlesbar wie frühere Werke Castors. Spannend ist die Story allerdings nicht. Wie soll denn auch Spannung entstehen, wenn Perry und die Seinen von Anfang an wissen, was der Feind will und wo er ist? Wenn die Allzweckwaffe Gucky problemlos alles herausfindet, was Perry wissen muss, um die Tiuphoren matt zu setzen? Der arme Poxvorr Karrok schafft es somit nicht, irgendwie bedrohlich zu wirken. Jetzt ist er auch noch den Terranern in die Hände gefallen - lebendig! Das ist womöglich eine Premiere, da sich die Tiuphoren ja lieber selbst entleiben als sich gefangen nehmen zu lassen. Zweifellos wird er den Terranern viele interessante Informationen geben, egal ob freiwillig oder unfreiwillig.

Zu guter Letzt erfahren wir, dass die Rayonen die Geburtshelfer der Frühmenschen waren, aus denen später durch Vermischung mit diversen anderen Humanoiden die Lemurer und somit auch die Terraner hervorgegangen sind! Das wirft ein ganz neues Licht auf die terranisch-onryonischen Beziehungen der Handlungsgegenwart. Der Konterplan der Rayonen kommt mir ansonsten nicht sehr aufregend vor. Gut, wenn die Tiuphoren so dumm sein sollten, das Mitraiasystem anzugreifen, dann werden sie eine böse Überraschung überleben. Mir ist nicht klar geworden, ob sie jetzt über den Plan im Bilde sein müssten oder nicht. Kann sein, dass nur Karrok Bescheid weiß. Aber die Waffe wirkt genau einmal. Sollten die Tiuphoren danach immer noch Interesse am Mitraiasystem haben, wird man sie nicht mehr aufhalten können.

J. Kreis, 16.08.2015


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Gastkommentare


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BerndK (23.08.2015):

Seit vielen Jahren liegt jeden Freitag der neue Perry bei mir im Briefkasten, i.d.R. ist das aktuelle Heft dann bis Sonntag gelesen. So auch dieses von Castor, allerdings war es der Sonntag danach . . . m.E. sind die "Castor-Romane" schlicht unlesbar. Daher werde ich in Zukunft auch auf "dieses Vergnügen" verzichten und mich hier mit der Zusammenfassung begnügen.
BerndK


OLD MAN Helmut (17.08.2015):

Ja...,man hat so sein Leid mit dem lieben Rainer. Sein Schreibstil bringt mich sehr oft aus dem "Leserythmus".
Für seine Werke braucht man halt mehr Lesezeit als die der anderen Autoren. Ansonsten finde ich es nicht schlecht, daß er (ich zitiere Dich) länger zurück liegende Handlungs-phasen lang und breit rekapituliert. Da hat man dann schon mal ein "Aha - Erlebnis", wenn Zusammenhänge nicht so ganz klar geworden sind. Er packt halt alles rein in seinen Werken, meint, daß alles erklären zu müssen, was Mitautoren aus seiner Sicht versäumt hatten zu beschreiben. Bei ca. 60 Seiten Romanumfang wirds dann eben holperig...., so wie im vorliegenden Roman..und der war bei weitem nicht der schlechteste.
17.08.2015



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