PR 2805
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Perry Rhodan Nr. 2805: Para-Patrouille

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Beim Angriff auf Larinvhar fällt Tnoxa Yaff. Poxvorr Karrok übernimmt das Kommando über die Einsatzgruppe, was von seinen Kameraden klaglos akzeptiert wird, da er seit Erreichen der Inhörigkeit besser kämpft als alle anderen. Die Tiuphoren foltern Bürgermeisterin Rovshin-Aam zu Tode und bringen auf diese Weise in Erfahrung, wer die Hüter der Zeiten sind und wo sie sich befinden. Der größte Teil der Tiuphoren kehrt mit dem eroberten rayonischen Raumschiff zur TOIPOTAI zurück, um diese Informationen an Tomcca-Caradocc Xacalu Yolloc weiterzugeben. Karrok bleibt mit acht Freiwilligen auf Kerout. Sie schmuggeln sich an Bord eines Larenschiffes, das nach Zeedun fliegt.

Dasselbe tun auch Perry Rhodan, Farye Sepheroa und Gholdorodyn, denn aufgrund der störenden Emissionen des PEW-Metalls kommt die Nutzung des Krans nicht in Betracht. Vor seinem Tod hat Oupeg Poungari in die Obhut Rhodans gegeben. Die junge Keroutin hat sich schnell mit Rhodans Enkelin angefreundet. Poungari erhält von Rhodan einen Multikom, der es dem Terraner ermöglicht, ihre Position anzupeilen. Die Keroutin lässt sich von den Laren rekrutieren und wird zusammen mit weiteren Anwärtern vom Larenschiff HYT-48 ANGLOY nach Zeedun gebracht. Rhodan und seine Begleiter folgen ihr. Gholdorodyn spioniert ein wenig und erfährt, dass die larische Geoarchitektin Brea-Sil das Umsiedlungsprojekt leitet. Auf Zeedun wurde für die Kerouten ein unterirdischer Bereich ausgebaut, der den Namen Brea-Sils Land trägt. Das Büro der Architektin befindet sich auf dem Jupitermond Europa. Rhodan nimmt an, dass es sich hierbei um jene Kaverne handelt, die im Jahre 1512 NGZ von Viccor Bughassidow ausgegraben wurde.

Dem rayonischen Systemadmiral Evvpemer Noccosd ist klar, dass ein Großangriff der Tiuphoren bevorsteht. Gemeinsam mit den Laren wird die Evakuierung der für den Kodex so wichtigen Kerouten nach Sheheena sowie der Abbau des PEW-Metalls mit Hochdruck vorangetrieben. Auf Sheheena gibt es riesige natürliche Höhlen und einen Kavernenozean. Dieser Bereich wird von den Laren für keroutische Bedürfnisse eingerichtet. Doch die Purpur-Teufe ist nicht einsatzbereit. Sie wurde bei der fehlgeschlagenen Versetzung Zeeduns beschädigt und die Ziquama konnten die Reparaturarbeiten noch nicht abschließen. Bei all diesen Sorgen hat Noccosd für die Anfrage der lästigen Larsafer, deren Kugelraumer immer noch auf die Einreisegenehmigung wartet, überhaupt keine Zeit. Immerhin stellen die Laren zwei Sternenmissionen ab, die bei der Räumung Kerouts und Zeeduns helfen sollen. Zusätzliche rayonische Streitkräfte werden ebenfalls erwartet.

Rhodan trifft sich auf Zeedun mit Guckys Gruppe. Der Mausbiber hat herausgefunden, dass sich die LARHATOON schon dort befindet. Sie steht in der Nähe von Erweckungshalle II, einer künstlichen Plattform in einem Atoll. Dort werden Poungari und die anderen Kerouten hypnogeschult, getestet und anschließend "erweckt". Der Lare Mos-Kowish stellt fest, dass Poungari eine besondere Affinität zum PEW-Metall hat. Deshalb verkraftet sie die vom Eyleshion Nisköhner vorgenommene Erweckungsprozedur, bei der den Kerouten PEW-Metall ins Gehirn injiziert wird, viel besser als ihre Artgenossen. Zu Hütern der Zeiten werden die Kerouten erst in Verbindung mit einer Parapsychotronik, die es ihnen ermöglicht, die Sextadim-Banner tiuphorischer Sterngewerke aufzuspüren. Die neu Erweckten und einige erfahrene Hüter schließen sich zu einer Art Parablock zusammen und erzielen schon nach kurzer Zeit einen Erfolg. Sie wissen jetzt, dass in zwei Tagen ein Angriff von zehn Sterngewerken auf das Mitraiasystem erfolgen wird.

Gucky teleportiert Rhodan zur Erweckungshalle. Auch die Tiuphoren sind dorthin unterwegs, sie wollen die neu rekrutierten Hüter unschädlich machen. Gucky erfährt telepathisch, dass ein von Kniiten konstruierter Energiezellen-Strukturstabilisator (ESS), das letzte zur Umwandlung der LARHATOON in einen SVE-Raumer noch benötigte Bauteil, kurz vor der Vollendung steht. Rhodan pirscht sich näher an Kniiten, Avestry-Pasik und Pey-Ceyan heran, um alle oder zumindest den Wissenschaftler zu entführen. Er schickt Gucky zurück zu Gholdorodyn und aktiviert einen Winker. In zehn Minuten soll der Kelosker ihn mit dem Kran abholen. Mit einer Sonde belauscht Rhodan die Laren. Sie haben ein Verfahren entwickelt, das die Verschmelzung von Körpergewebe und PEW-Metall ermöglicht. Somit könnte auch ein Lare "erweckt" werden, außerdem lässt sich das veränderte Gewebe als Datenspeicher nutzen. Rhodans Rückholung schlägt fehl, denn das PEW-Metall stört den Kran. Es kommt zu sechsdimensionalen Phänomenen. Rhodan verliert das Bewusstsein. Auf Seiten der Hüter und Eyleshioni gibt es sogar Tote.

Gucky teleportiert mit Gholdorodyn, Farye Sepheroa und dem Teammitglied Flaurenz Singer direkt in die Erweckungshalle. Sie können Avestry-Pasiks "Erweckung" nicht verhindern. Der Proto-Hetoste spürt, wie sich sein Körper verändert und dass er auf riesige Datenmengen zugreifen kann. Da greifen die Tiuphoren an. Die rayonischen Sicherheitskräfte wehren sich nach Kräften, Rhodan und seine Leute greifen unerkannt in die Kämpfe ein. Es kommt zu Verlusten auf beiden Seiten. Farye bringt Poungari in Sicherheit. Die Proto-Hetosten ziehen sich in ihr Schiff zurück, aber drei von ihnen kommen dort nicht an: Gucky schnappt sich Pey-Ceyan, Avestry-Pasik und Kniiten fallen Karrok in die Hände. Das Raumschiff der Proto-Hetosten bläht sich kurz nach dem Start zu einer 500-Meter-Kugel auf. Die LARHATOON ist nun ein vollwertiger SVE-Raumer.

Rhodan ordnet den Rückzug an, obwohl in der Erweckungshalle immer noch gekämpft wird. Inzwischen hat Gholdorodyn den Kran repariert. Poungari wird in die BJO BREISKOLL mitgenommen. Pey-Ceyan erklärt ihre Kooperationsbereitschaft, zumal sie auf Rhodans Hilfe bei der Suche nach Avestry-Pasik und Kniiten angewiesen ist.

Accoshai, Caradocc der XOINATIU, meldet sich bei Xacalu Yolloc. Er teilt mit, ein Teilstück des Zeitrisses sei passierbar gemacht worden. Sein Sterngewerk und zwei Schwesterschiffe werden den Riss demnächst durchqueren und von der anderen Seite stabilisieren. Yolloc gibt den Befehl zum Angriff auf das Mitraiasystem.

Kringels Meinung:

Liebe Autoren! Ich habe so allmählich begriffen, dass die Tiuphoren böse sind. Ihr müsst das nicht in jedem Roman durch die minutiöse Beschreibung von Kämpfen, Tötungen und Folterungen verdeutlichen. Ich stehe Gewaltdarstellungen nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber. Die stereotype Wiederholung der ewig gleichen Textbausteine nervt jedoch allmählich. Ihr müsst auch nicht wieder und wieder betonen, wie sehr unsere Helden die Tiuphoren verabscheuen, wie furchtbar sie ihre Taten finden und so weiter. Man möge mich nicht falsch verstehen. Wäre ich an Perrys Stelle, dann würde ich wohl ähnlich empfinden. Ich habe auch kein Problem damit, wenn Farye Sepheroa im vorliegenden Roman hasserfüllt um sich schießt und wilde Drohungen ausstößt. Sie ist ja schließlich eine unerfahrene Zivilistin, die aus unerfindlichen Gründen immer wieder zu den riskantesten Kommandoeinsätzen mitgenommen wird. Von ihr kann man so etwas erwarten. Aber von Perry? Er findet es ganz schrecklich, dass die Tiuphoren Freude am Kampf empfinden, besonders effizient vorgehen und darin eine besondere Ästhetik sehen, ja sogar eine Kunstform daraus gemacht haben. Soso, dann findet Perry wohl auch die Samurai vergangener Zeiten oder arkonidische Dagoristas verabscheuungswürdig, was?

Auch sonst frage ich mich schon seit Wochen, ob die Expokraten/Autoren eigentlich wissen, was sie da gerade tun. Zeitreisen und mögliche Zeitparadoxa sind ja schon schlimm genug. Aber jetzt auch noch eine beidseitig nutzbare, permanent offene Verbindung zwischen Handlungsgegenwart und der 20 Millionen Jahre zurückliegenden Vergangenheit? Ich fürchte, das läuft alles aus dem Ruder. Perry überlegt lustigerweise, was wohl geschehen wird, wenn die Tiuphoren nicht dafür sorgen, dass die Kerouten vom Antlitz der Erde verschwinden. Hätte es den Homo Sapiens dann womöglich nie gegeben? Durch diese Überlegung lässt er sich natürlich nicht davon abhalten, fröhlich mitzumischen. Ich wage nicht vorherzusagen, welche Folgen dieser sorglose Umgang mit den Zeiten noch haben wird. Im schlimmsten Fall wird irgendwann der Rest-Knopf gedrückt. Vielleicht stellt Perry am Ende des Zyklus fest, dass er in einer parallelen Zeitlinie unterwegs war, die sich nicht auf "seine" Zeitlinie auswirkt? Oder er kehrt in die Gegenwart einer anderen Zeitlinie zurück? Oder es ist alles ganz egal? Ich wage übrigens mal zu spekulieren, dass der Knochen im Vektorion von Avestry-Pasik stammt. Dessen Knochen sind ja jetzt mit PEW-Metall durchsetzt...

Warum schickt Perry Gucky beim Einsatz in der Erweckungshalle zurück zu Gholdorodyn, damit der den Kran einsatzbereit macht, um Perry nach Ablauf von zehn Minuten abzuholen? Der Mausbiber teleportiert doch jetzt wieder fröhlich ungehindert umher wie in alten Zeiten, da wird der Kran gar nicht gebraucht! Außerdem hat Gholdorodyn schon vorher gesagt, dass das PEW-Metall den Kran stört. Warum wundern sich dann alle darüber, dass das Ding nicht funktioniert?

J. Kreis, 23.05.2015


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Gastkommentare


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Jonas Hoffmann (03.06.2015):

Der Roman ist ein Desaster vom Zeitablauf her. Es geschieht alles viel zu schnell. Die Laren bauen innerhalb weniger Stunden einen SVE. Die neuen Hüter werden innerhalb von Minuten ausgebildet und zum Einsatz geschickt. Keiner fragt sich was Pungari für ein Funkgerät mit sich rumträgt. Die Tiuphoren mischen alles auf, zu acht, ohne echte Gegenwehr. Die Tiuphoren machen immerhalb von Tagen den Zeitriss schiffbar, ein Ding auf den Die Terraner nicht mal gekommen sind. Was machen eigentlich die Schiffe die beim Zeitriss zurück gelassen wurden?

Was mir spontan einfiel, ist aber sicher zu einfach gedacht, könnte nicht durch den Zeitriss der Weltenbrand ausgelöst werden? Was wenn eben diese Tiuphoren nun in ihre Relativzukunft vorstoßen und dort das Teil auslösen. Dann hätte Perry letztlich diesen Sturm ausgelöst in dem er in die Vergangenheit zurückging. Und der Zeitriss ja erst aufgemacht wurde, nachdem Er von den Atopen weggesperrt worden war. Verwirrend? Nee, eigentlich nicht, denn es geschieht weil es geschah..


Phil (24.05.2015):

Ich denke mal, dass diese wiederholte Schilderung der Grausamkeit der Tiuphoren auch einfach der Zyklusdramaturgie geschuldet ist: Zunächst werden sie in ihrer unfassbaren Brutalität und Verachtung allen Lebens in einer 20 Millionen Jahre entfernten Vergangenheit geschildert, und dann werden sie auf "unsere" Gegenwart losgelassen. Was bewirken soll, dass wir alle feuchte Hände kriegen, wenn sie plötzlich durch den Zeitriss in der Jetztzeit auftauchen und Welten wie Olymp und Swoofon angreifen. Und verdammt: Es funktioniert! Ich mache mir tatsächlich schon ein wenig in den Serun, wenn ich die Titel-Vorschauen betrachte...
Abgesehen davon habe ich nichts dagegen, diese Abscheu in Perry und den anderen zu spüren; ist für mich - Achtung, großes Wort - nur menschlich, und das war Perry in den letzten Zyklen viel zu wenig.
Über diese Sorglosigkeit mit evtl. Zeitparadoxa ärgere ich mich allerdings auch. Wenn es wenigstens mal ANGESPROCHEN würde, wäre ich ja schon zufrieden, aber offenbar denken unsere Helden ja nicht einmal darüber nach.
Aber gut, irgendwie habe ich den sehr angenehmen Eindruck, dass die Expokraten zur Zeit einen echten PLAN haben, und deswegen lehne ich mich erst einmal zurück und lasse alles mit selten großer Neugierde auf mich zukommen ...


"Grenzdebiler Asozialer" (23.05.2015):

Ja, der den Tiuphoren in den letzten Heften gewidmete Platz haette groesstenteils anders gefuellt werden koennen. :( Beispielsweise waere mehr Lokalkolorit aus dem Sonnensystem lesenswert gewesen. Charaktere verhalten sich ihren Rollen entsprechend unlogisch. :( Die Herren Exposeautoren scheinen nicht zur Entwicklung eines schluessigen Kanons und zu dessen Einhaltung in der Lage zu sein. :( Ein Teil der Titelbilder in Kuerze folgender Hefte verheisst nichts Gutes. Bin gespannt, ob die Herren Exposeautoren in knapp 2 oder 4 Jahren einen Reset wie nach dem unseligen Neuroversumszyklus halbwegs schluessig vermeiden koennen. Statt eines verschwurbelten Grosszyklus von 200 oder 300 Heften waeren ueberschaubare Zyklen a 100 oder 50 Hefte lesefreundlicher gewesen.


Fred (23.05.2015):

Die Tiuphoren erscheinen einzigartig. Ihre Gefährlichkeit ergibt sich nicht nur aus einem religiös motivierten Kriegskult sondern auch aus ihrer vollkommenen Ortsungebundenheit. Die Gefahr kann nicht fixiert werden, sie kann nur entweder "neutralisiert" oder ausgestanden werden.
Das angesprochene "zeitliche Durcheinander" könnte sich durchaus logisch auflösen. Die Handlungen in der Vergangenheit sind Voraussetzung für die Gegenwart. Sprich die Tiuphoren gehen kollektiv oder zum größten Teil durch den Zeitriß in die Gegenwart. Damit ist die Vergangenheit gerettet und alles kann so passieren wie es im PR-Universum beschrieben war. In der Gegenwart hat man dafür plötzlich das Tiuphoren-Problem.
Und nicht zu vergessen die Atopen. Die haben vermutlich eine Menge damit zu tun.


Jörg Scheffler (23.05.2015):

Wenn mich etwas am aktuellen Handlungsverlauf stört ist es die Ähnlichkeit zur Handlungsebene SOL zu Beginn des 2000er Zyklus (Nur Gute im chancenlosen Kampf gegen grenzenlos böse Oberfieslinge). Ansonsten finde ich die Handlung ab 2800 (eben erst in einem Stück durchgelesen) so mitreißend, dass das Warten auf die Fortführung für mich quälend ist (Erlösung vom Cliffhanger frühestens mit Heft 2812). Wenn der Zyklus das aktuelle Niveau hält wäre ich sehr zufrieden. Aber ohne schlechte Romane kann es keine guten geben, wobei es im lfd. Zyklus noch keinen schlechten Roman gab.



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