PR 2799
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Perry Rhodan Nr. 2799: Zur letzten Grenze

Autoren: Oliver Fröhlich / Christian Montillon

Inhalt

Perry Rhodans Team hat die CHUVANC eingenommen. Rhodan wurde als Kommandant anerkannt und Chuv ist unter Kontrolle, aber noch hat niemand außerhalb des Atopenschiffes etwas davon bemerkt. Die onryonische Besatzung wird mit einem Beiboot ausgeschleust, das erst in einigen Tagen die Möglichkeit haben wird, jemanden über die Kaperung der CHUVANC zu informieren. Nur die Parapioniere Tropor und Gillipor Latta sowie die Tolocesten bleiben an Bord. Die drei Pseudo-Geniferen arbeiten sich rasch in die Steuerung ein. Die RAS TSCHUBAI wird in eine Synkaverne versetzt und kann somit die Reise in die Jenzeitigen Lande mitmachen. Doch dem stehen drei Hindernisse entgegen. Yuunüs Phörn befindet sich ebenfalls in den Synkavernen und stellt einen Unsicherheitsfaktor dar, die CHUVANC muss ins Baagsystem zurückkehren, um über den Atopischen Konduktor in die Synchronie einfliegen zu können, und Sichu Dorksteigers Kampfgruppe befindet sich noch immer im Land Collthark.

Während die Versetzung der CHUVANC durch das Transmitterportal im Naatasystem vorbereitet wird, bilden Gucky und Pey-Ceyan einen Parablock, um Phörn aufzuspüren und auszuschalten. Guckys Parafähigkeiten haben sich durch den Kontakt mit dem Repulsorwall der CHUVANC-Zentrale erneut verändert. Es gelingt ihm, mit der Larin und Gholdorodyn in die Synkavernen einzudringen. Doch mit seinem Rüstungshalb ist Phörn seinen Gegnern überlegen, außerdem kennt er alle Geheimnisse der CHUVANC. So kann Gucky nicht verhindern, dass Phörn den Atopen von der Synkaverne aus angreift und ihm lebensgefährliche Wunden beibringt. Gucky nimmt mentalen Kontakt mit den Tolocesten auf und macht ihnen klar, dass Phörn dabei ist, die CHUVANC zu zerstören, denn das ANC des Schiffes und der Richter bilden quasi eine Einheit. Mit Hilfe der Tolocesten gelingt es Gucky, sich in Phörns Rüstungshalb zu versetzen und ihn aus den Synkavernen zu drängen. Danach fühlt sich der Mausbiber ausgebrannt, so als habe er alle Parafähigkeiten verloren. Phörn materialisiert in der Zentrale und beschädigt den Medoroboter, der sich um Chuv kümmert. Nun ist das Schicksal des Atopen besiegelt - er stirbt. Somit existiert die CHUVANC nicht mehr. Das ANC bestimmt Atlan zu seinem neuen Lebensteil. Das Schiff ist jetzt die ATLANC und es betrachtet die Rückkehr in die Jenzeitigen Lande als seine neue Mission.

Phörn flieht. Rhodan verfolgt ihn, zerrt ihm das Rüstungshalb vom Körper und ist schließlich gezwungen, den Sekretär zu erschießen. Inzwischen ist die ATLANC im Baagsystem angekommen. Matan Addaru Jabarim lässt sich nicht täuschen und greift die ATLANC mit der 233-COLPCOR an. Samu Battashee, der die Waffensysteme kontrolliert, stellt fest, dass sich die ATLANC weigert, mit voller Kraft auf ein anderes Richterschiff zu feuern. Die 233-COLPCOR hat keine solchen Hemmnisse. In dieser Situation erweist sich Attilar Leccore alias Boyton Holtorrec als Zünglein an der Waage. Er ruft alle onryonischen Einheiten auf, die vermeintliche CHUVANC zu schützen, denn die 233-COLPCOR sei von den Terranern erobert worden. Er übermittelt der ATLANC einen Koordinatensatz. An der bezeichneten Stelle befindet sich Dorksteigers Gruppe. Gholdorodyn holt sie mit dem Kran in die ATLANC. Nun wird der Atopische Konduktor angeflogen. YLA meldet sich und aktiviert das Atopische Portal. Dorksteigers Team hat Bostichs Überrangcodes eingesetzt, um vier im Land Collthark geparkte Fragmentraumer zu aktivieren, die für weitere Verwirrung sorgen. Doch die Zeit reicht trotz allem nicht. Die 233-COLPCOR beschießt die ATLANC mit Hyperkaskaden, gegen die selbst der Repulsorwall keinen dauerhaften Schutz bietet. Matan Addaru Jabarim geht absolut rücksichtslos vor. Einige Onryonenschiffe sowie der Planet Zhusha werden vernichtet. Im letzten Moment erweitert sich der Portalring und saugt die ATLANC buchstäblich auf, so dass sie von den Hyperkaskaden nicht mehr erreicht werden kann.

Matan Addaru Jabarim meldet sich bei "Holtorrec" im Raumvater CLOSSOY. Der Atope hat den Gestaltwandler durchschaut. Die Geniferin Thaivva Kholleqo hält Leccore mit einem Strahler in Schach. Das Spiel ist aus, sagt sie. Der Koda Aratier meint jedoch, es habe gerade erst begonnen...

Kringels Meinung:

Der Zyklus ab PR 2800 trägt zwar einen anderen Namen, setzt die Handlung von "Das Atopische Tribunal" aber nahtlos fort. Für mich ist das alles ein einziger Großzyklus, und aus diesem Grund spare ich mir an dieser Stelle ein Resümee. Außerdem hat Phil mir die Worte aus dem Mund genommen - seinem Gastkommentar habe ich nur wenig hinzuzufügen. Da schon lange bekannt war, dass der Zyklus mit diesem Roman nicht abgeschlossen sein würde, habe ich kein Problem damit, dass die großen Fragen, mit denen wir uns seit PR 2700 beschäftigen, immer noch nicht beantwortet wurden.

Ich finde es ganz in Ordnung, dass die Handlung nicht mit PR 2799 endet, dass nicht schon wieder der oft bemühte Reset-Knopf gedrückt wird. Das Atopische Tribunal ist als Gegner zu mächtig, die Veränderungen, die jetzt schon in der Milchstraße stattgefunden haben, sind zu tiefgreifend, als dass man einfach sagen könnte: Schwamm drüber, der Feind ist besiegt, nächste Woche machen wir einen kleinen Zeitsprung, stellen alle Uhren auf null und erzählen eine neue Geschichte. Allerdings muss ich kritisch anmerken, dass es nicht nötig gewesen wäre, die bisherige Handlung über 100 Romane hinweg zu strecken. Eine Straffung an der einen oder anderen Stelle hätte dem Teilzyklus sicher nicht geschadet. Ich denke da vor allem an die Handlungsebene "Larhatoon". Dennoch muss ich sagen, um denn doch ein ganz kleines Fazit zu bringen, dass mir der Zyklus bis jetzt viel besser gefallen hat als die beiden seit PR 2500. Und tatsächlich: Ich freue mich schon richtig auf den nächsten Teilzyklus!

Die Autoren hatten die undankbare Aufgabe, im aktuellen Roman zu beschreiben, wie die ATLANC in den Atopischen Konduktor einfliegt. Sie haben das maximal Mögliche herausgeholt, der Roman ist durchaus nicht unspannend. Mit einigen Punkten bin ich allerdings nicht so ganz zufrieden. Da wäre vor allem das auch von Phil erwähnte irreale Gedöns. Es scheint den Autoren besonderen Spaß zu machen, Gholdorodyn, die Tolocesten und andere ungereimtes Zeug von sich geben zu lassen. Guckys Gejammer über verlorene Parafähigkeiten beginnt zu nerven. Es wäre schön, wenn sich die Autoren endlich mal dazu durchringen könnten, seine Kräfte festzulegen und ihm nicht im passenden Moment immer wieder neue Begabungen anzudichten. Genau das geschieht diesmal. Die Versetzung der RAS TSCHUBAI in eine Synkaverne ist ein weiteres Beispiel für die vielen unüberlegten Handlungen, die die Autoren die Protagonisten begehen lassen, weil vermutlich im Exposee festgeschrieben ist, dass alles gut ausgehen wird. Niemand weiß, ob die Versetzung funktionieren wird und ob die Besatzung so etwas verkraften kann. Trotzdem wird's einfach mal gemacht. Außerdem frage ich mich, warum niemand auf die Idee kommt, Phörns Überrangcodes außer Kraft zu setzen. Er ist schließlich nicht der Kommandant der CHUVANC, oder?

J. Kreis, 12.04.2015


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Gastkommentare


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"grenzdebiler Asozialer" (12.04.2015):

Bei prinzipiell interessantem Umbau des Perryversums laut den letzten 100 Heften und den Leseproben der nächsten Romane ist aus meiner Sicht zu kritisieren:

Zu viele Erweiterungen des Perryversums, von denen wir erfahrungsgemäß lange nichts mehr lesen werden.

Zu viele Handlungsstränge.

Deus ex machinas.

Unglaubwürdige Zufälle wie der Zugang zu Allerorten in Perrys Haus.

Massenhaft Himmelfahrtunternehmen ohne Verluste.

Problemlose Beseitigung eines der als unbesiegbar aufgebauten Richter und ebenso problemlose Übernahme eines Richterschiffs.

Unzählige kleinere Inkonsistenzen.

Offenbar schlampiges Lektorat.

Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, die ursprüngliche Planung wurde irgendwann nach 2700 verändert, auch wenn einer der Exposeautoren dies im Verlagsforum immer wieder bestreitet.

Statt eines 200 oder 300 Romane umfassenden Großzyklus besser kurze Zyklen von 50 und 100 Romanen.'


Phil (11.04.2015):

Seltsamer letzter Roman dieses seltsamen Zyklus: Auf der einen Seite war 2799 dermaßen spannend, dass ich ihn an einem Stück durchlesen MUSSTE (etwas, was mir bei Perry eigentlich fast nie passiert), auf der anderen Seite gab es so viele Schludrigkeiten, dass ich mehrmals stinkwütend wurde. Rein stilistisch wären da wieder einmal eine Menge Montillonismen zu nennen (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass sie CM und nicht OF zuzuschreiben sind, wäre natürlich peinlich, wenn es nicht so wäre, aber das Risiko gehe ich ein), also wiederholte Plattitüden wie "Ein eiskalter Schreck durchfuhr ihn" oder "er hatte Besseres zu tun". Und inhaltlich nervten merkwürdige Technik-Sorglosigkeiten (Wie ist es möglich, einfach einen Serun an einen Richter-Körper zu "koppeln"?) und (seit langer Zeit mal wieder) dieses Psi-Gedöns (ich hoffe verdammt noch mal schwerstens, dass es in der Synchronie nicht so zugeht wie bei Guckys Umherirren in den Synkavernen, guter Gott, das hält ja kein Mensch aus, im wahrsten Sinne des Wortes). Und wie mit dem Richter umgegangen wurde, fand ich... sagen wir: dermaßen INHUMAN, dass es mir fast die Sprache verschlug. Auf der einen Seite plädiere ich zwar immer für eine härtere Gangart, aber das... Himmel, das war, glaube ich, das erste Mal, dass ich die Terraner wirklich als die "Bösen" wahrnahm, dass ich wirklich Mitleid verspürte mit einem Gegner, ja regelrecht wütend wurde auf unsere ach so edlen Helden. Die, wähernd der arme blaue Elefant vor sich hin litt, auch noch Witzchen machten! Armer Richter. Möge er in Frieden ruhen.

Noch ein paar Sätze zum Zyklus allgemein: Selten so ein Auf-und Ab erlebt. "Oben" war für mich der Anfang bis etwa 2724, "unten" der gesamte Aufenthalt in der Larengalaxis, irgendwann hattte ich von maskierten Kommandounternehmen dermaßen den Kanal voll, dass ich fast wünschte, alle würden gefangen genommen und schnellstens auf irgendeinen Gefängnisplaneten verfrachtet . (Bitte, bitte, weniger Masken oder Serun-Vorspiegelungen oder Kokons o.ä., bitte!). Höhepunkte waren 2722-2724, wie immer alle WV-Romane, alle Herren-Romane (v.a. 2756!), wenngleich es leider von beiden viel zu wenig gab. Super waren auch die beiden Gastromane zur Lebensgeschichte von Vetris Molaud (v.a. der Kinkel-Roman!), wobei ich Vetris Molaud überhaupt als Glücks-Idee sehe. Ich hoffe, dass er die Milchstraße noch lange und nachhaltig aufmischt, über ihn zu lesen, macht wirklich Spaß. VT wird immer besser, OF hatte einen tollen Start. Alles in allem also und abgesehen von einem leichten dramaturgischen Durchhänger zwischen 2760 und 2780: VIEL besserer Zyklus als die beiden vorher, die große Linie fesselt, ich kann sagen, ich bin so neugierig wie selten, wie es weitergeht. In diesem Sinne: Thanks, CM und WV, good job.



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