PR 2796
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Perry Rhodan Nr. 2796: Ultima Margo

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Das Atopische Tribunal scheint unbesiegbar zu sein. Die Hilfsvölker der Atopen können auf unbegrenzten Nachschub zurückgreifen und sind zu technischen Leistungen fähig, von denen die Galaktiker nur träumen können. Die Atopen selbst sind unangreifbare, mächtige Individuen mit Raumschiffen, gegen die die stärksten Einheiten und größten Flotten der Terraner und Arkoniden nichts ausrichten können. Selbst in Trainingskämpfen, die zurzeit in der Baustelle von Neo-Ganymed stattfinden, wo Teile der CHUVANC nachgebildet wurden, scheitern die Terraner kläglich.

Aber so stark ein Gegner auch sein mag - manchmal hat er doch eine Achillesferse. Im Falle des atopischen Richters Chuv sind das die Naats. Chuv hat eine Schwäche für dieses Volk, möglicherweise nicht zuletzt deshalb, weil er selbst zum Teil ein Naat ist. Im Oktober 1517 NGZ gibt er Shekval Genneryc den Auftrag, im Naatasystem ein Ferntransmitterportal zu errichten, mit dem den dort siedelnden Naats die Rückkehr in ihre Urheimat, das Baagsystem, ermöglicht werden soll. Das Naatasystem gehört zur Naat-Föderation, Hauptwelt ist Naatsdraan. Dort wurden sieben Ordische Stelen errichtet. In der Hauptstadt Pattnaat sind die TLD-Agenten Kleif Hannsen und Lisher Vincallen tätig. Hannsen ist ein strafversetzter Terraner, Vincallen ein arkonidischer Überläufer, der früher für die Tu-Ra-Cel gearbeitet hat. Beide mögen also nicht zur ersten Garde des TLD gehören, liefern Perry Rhodan und Atlan aber wichtige Hinweise zu den aktuellen Geschehnissen im Naatasystem. Dabei arbeiten sie mit dem Naat Kulgneeck zusammen, einem verkrachten Wissenschaftler, der auf die schiefe Bahn geraten ist und Schwierigkeiten mit zwei verfeindeten Extremistengruppen bekommen hat. Die Anführer der Arkontreuen und der Pagedi sind hinter ihm her. Hannsen und Vincallen sind seine einzige Hoffnung auf Rettung. Die TLD-Agenten sichern ihre Hilfe zu und haben den Naat somit vorerst in der Hand. Mit seiner Hilfe bringen sie in Erfahrung, dass das Transmitterportal eine hypermaterielle Schleuse im ansonsten undurchdringlichen Kristallschirm/Repulsorwall nutzt, der das Baagsystem abriegelt. Die naatschen Zuwanderer werden auf Zhusha ankommen, dem 18. Planeten des Baagsystems, und zwar im Land Collthark, einem ehemaligen arkonidischen Flottenstützpunkt, der zu einem Empfangszentrum umfunktioniert wird.

Die Informationen aus dem Naatasystem sind die letzten Puzzleteile, die zur Vollendung des Projekts Ultima Margo ("Letzte Grenze") noch benötigt werden. So bezeichnen Perry Rhodan und Atlan einen vierstufigen Plan, dessen Endziel im Vordringen in die Jenzeitigen Lande besteht. Zur Erreichung dieses Ziels müssen die Galaktiker die Kontrolle über die CHUVANC gewinnen und Chuv für ihre Zwecke instrumentalisieren. Gleichzeitig soll ein Unterstützungskommando über den Ferntransmitter aus dem Naatasystem via Collthark ins Baagsystem eingeschleust werden. Punkt eins des Planes besteht darin, Chuv aus dem Baagsystem herauszulocken. Bostich, von dem Rhodan Überrangcodes für das Land Collthark erhält, wird dies übernehmen. Eine kombinierte Flotte der Terraner und Posbis sowie des Neuen Galaktikums wird die Stelen auf Naatsdraan angreifen. Damit der Angriff glaubwürdig wirkt, besteht Bostich auf dem Einsatz des Teslym-Geschosses. Der erste Prototyp dieser Waffe, deren Vernichtungskraft die einer SHIVA-Aufrissbombe noch in den Schatten stellt, soll gegen Naatsdraan abgefeuert werden - Gerüchte über die Existenz der Waffe müssen natürlich zuvor die Runde machen. Das Geschoss kann sich nur mit Unterlichtgeschwindigkeit bewegen. Bostich geht deshalb davon aus, dass die CHUVANC das Geschoss rechtzeitig abfangen wird. Damit zerstreut er Rhodans Bedenken. Außerdem erhält der Arkonide einige Librodrohnen für seine Flotte. Was Chuv angeht, sind Rhodan und seine Freunde auf die Hilfe des Mantar-Heilers Zheobitt angewiesen. Der Ara lässt sich bei den Verhandlungen durch seinen "Sohn" (in Wahrheit ein Klon) Zhardang vertreten und hat schon eine Idee. Er entwickelt den Optogenetischen Agenten, ein Proteinkonstrukt, das über ein Trägervirus in den Körper des Atopen eindringen soll. Anschließend kann der OptAg durch Lichtsignale gesteuert werden und Chuvs Gehirn manipulieren. Zheobitts Preis besteht in der Aufrüstung der ZENTRIFUGE II mit Hawk-IV-Konvertern und der Preisgabe der letzten bekannten Koordinaten Wanderers.

Rhodan und Atlan legen Masken an, um persönlich auf Naatsdraan aktiv werden zu können. Sie erreichen den Planeten am 26. Oktober mit der SAMY GOLDSTEIN, einem Schlachtkreuzer der RAS TSCHUBAI. Mit an Bord ist Shiona Varmdalen, die neue Botschafterin der LFT in der Naat-Föderation. Durch einen geschickten Schachzug lenkt die Oxtornerin die Aufmerksamkeit Shekval Gennerycs von der SAMY GOLDSTEIN ab. Schon am 28. Oktober wird das Transmitterportal erstmals aktiviert. Die Rücksiedler reisen mit Barkassen, ellipsoiden Flugkörpern aus Patronit, die Platz für je 100 Personen bieten und von innen nicht steuerbar sind. Kulgneeck gehört zu den ersten Naats, die ins Baagsystem versetzt werden und sich dort umsehen dürfen. Als er am Folgetag zurückkehrt, kann er berichten, dass keine Hypertechnik mit in die Barkassen genommen werden darf. Es gilt also, ein solches Gefährt zu kapern. Kulgneeck muss den Terranern hierbei ein weiteres Mal helfen und 99 vertrauenswürdige Naats finden. Jeder soll ein Teil eines von Sichu Dorksteiger konstruierten Geräts mit in die Barkasse nehmen, das im Inneren zusammengesetzt wird. Damit kann die Fernsteuerung der Barkasse gestört werden. Als Zhardang am 2. November fünf Dispenser mit der fertigen Genwaffe überreicht, sind alle Vorbereitungen abgeschlossen. Flottenverbände sammeln sich in der Nähe des Naatasystems. Der 14. November, an dem der Angriff auf die Stelen beginnen soll, rückt näher. Am Vorabend des entscheidenden Termins nimmt Atlan einer Empfehlung Guckys folgend die Dienste der Proto-Hetostin Pey-Ceyan in Anspruch. Die Larin ist eine Lebenslichte und besitzt die Gabe, ihren Klienten Entspannung und eine Art seelsorgerischen Beistand zu spenden. So gestärkt ist Atlan bereit, den Höhepunkt der ersten Phase von Ultima Margo in Angriff zu nehmen.

Kringels Meinung:

Mit den Zielen des Planes Ultima Margo ist der Fahrplan für die letzten Hefte des Zyklus "Das Atopische Tribunal" festgelegt. Es steht zwar nicht fest, dass der Plan in allen Punkten zum Erfolg führen wird, aber den bisherigen Ankündigungen für Band 2800 zufolge werden Perry Rhodan und seine Getreuen wohl in die Jenzeitigen Lande vorstoßen, deren Namen die nächste Phase des Großzyklus trägt, der sich vermutlich bis PR 2899 erstreckt. Der aktuelle Roman ist somit nicht nur der Auftakt zu einem Doppelband, sondern zu einem Vierteiler. Deshalb verzeihe ich Leo Lukas eine gewisse Langatmigkeit, die vor allem dadurch entsteht, dass er ziemlich viele gar nicht so kurze Textpassagen einbaut, die sich wie abgeschriebene Datenblätter lesen.

Wir befinden uns also in der Vorbereitungsphase von Ultima Margo. Die Schachfiguren müssen in die Ausgangspositionen gebracht werden, man muss dem Leser erklären, was als nächstes geschehen soll. Spannung will dabei nicht so recht aufkommen. Leo Lukas reißt es mit amüsanten Nebenhandlungen und einigen abgedrehten Situationen wieder raus. Die Patrioten gegen Diskriminierung sind natürlich ein Seitenhieb auf die Pegida, Kleif Hannsen dürfte eine Hommage an Hanns Kneifel sein und die Vorstellung eines Naats in voller Drag-Queen-Montur hat mir, auch wenn das dann doch eine etwas allzu übertriebene Idee ist, ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Dann noch ein unter Hormonstau leidender Atlan, der nicht nur die Damenwelt der RAS TSCHUBAI beglückt - herrlich.

Allerdings darf man den Sinn des Ultima-Margo-Planes nicht in Frage stellen, wenn man sich den Lesespaß nicht verderben will. Ich befürchte nämlich, dass zu viele Zufälle und herbeigezwungene Lösungen erforderlich sein werden, damit alles funktioniert wie gewünscht. Die Sache mit der Rückführung aller Naats zum genau passenden Zeitpunkt ist ja schon ein solcher Zufall. Es gibt einfach zu viele offene Fragen. Wird sich Chuv wirklich aus dem Baagsystem herauslocken lassen und wird es anschließend möglich sein, in die CHUVANC einzudringen, die dortigen Verteidigungsanlagen zu deaktivieren und Chuv den OptAg zu verabreichen? Dass Chuv sich die Mühe machen soll, in einem ganz anderen Sonnensystem nach dem Rechten zu sehen, kann ich noch akzeptieren. Das im Naatasystem stationierte Raumrudel dürfte gegen eine große und mit den neuesten Waffen ausgestattete Flotte schnell ins Hintertreffen geraten, außerdem muss man Chuvs Schwäche für die Naats berücksichtigen.

Die anderen Punkte? Ich weiß nicht. Gut: Gholdorodyns Kran oder eine neue Bastelei wird wahrscheinlich ausreichen, um Atlan und Perry in die CHUVANC zu bringen. Aber dass Chuv es den Galaktikern dort so leicht machen wird wie Saeqaer in der CHEMMA DHURGA (was an sich auch schon unglaubwürdig war, siehe PR 2784/2785), wage ich zu bezweifeln. Zudem wurde die Funktionsfähigkeit des OptAg nicht getestet. Wie denn auch? Es könnte gut sein, dass das Zeug völlig unwirksam ist. Wie so oft preschen unsere Helden einfach mal voran, machen sich keine allzu großen Gedanken über den weiteren Verlauf und hoffen, dass schon alles so gut gehen wird, wie es im Exposé festgeschrieben ist...

J. Kreis, 21.03.2015


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