PR 2794
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Perry Rhodan Nr. 2794: Jäger der Jaj

Autorin: Michelle Stern

Inhalt

Als Gucky mit Orion Desch aus der Solaren Residenz teleportiert ist, hat er festgestellt, dass mit dem TLD-Agenten etwas nicht stimmt. Dessen Vorgesetzter Andrasch Mikael - ein Hardliner, der bei Cai Cheung auf Granit beißt, als er versucht, sämtliche Überwachungsmaßnahmen für die Suche nach den Jaj zu verschärfen, was eine Einschränkung der Persönlichkeitsrechte der Bürger mit sich bringen würde - räumt seinem Chefermittler weitgehende Zugriffsrechte auf AGENT GREY ein, den Rechner im TLD-Tower. Für die Jaj-Jagd stellt Gucky ein aus Benner, Farye Sepheroa und Gholdorodyn bestehendes Team zusammen. Der Kelosker hat wieder eine kleine Bastelei fertiggestellt: Eine nicht ortbare Spionsonde, die er Eldhoverds Auge nennt. Bei der Durchleuchtung von Orion Deschs Vergangenheit wird festgestellt, dass er im Jahre 1515 NGZ einen Gleiterunfall hatte, bei dem seine Freundin ums Leben gekommen ist. Desch wurde damals in der Paramaribo-Klinik behandelt. Guckys Team findet heraus, dass der Absturz kein Unfall war. Höchstwahrscheinlich wurde Desch damals similiert - aber an dieser Sache waren mindestens zwei Gestaltwandler beteiligt. Der zweite hat die Identität eines Studenten angenommen, dessen sterbliche Überreste auf dem Klinikgelände entdeckt werden.

Währenddessen werden im Raumvater ZAATRO zwei TLD-Agenten aktiv. Die als Kontakthistorikerin auftretende Siganesin Quella Feofee und ihr Kollege Torin Khambatta haben sich unter das terranische Wissenschaftlerteam gemischt, das TAFALLAS in Sol bestatteten Korpus untersucht. Besonderes Augenmerk wird dabei dem Siegel gewidmet, das - wie man bis jetzt angenommen hat - von ARCHETIM in der Sonne angebracht wurde. Den Onryonen sind derartige Siegel bekannt, sie bezeichnen sie als Dyznurg. Chefwissenschaftler Voyac Shedshed erklärt, das Siegel habe ARCHETIMS Korpus zwar stabilisiert und die Sonne im Zusammenspiel mit der Superintelligenzenleiche in ein sechsdimensional strahlendes Juwel verwandelt, sei aber viel älter als zwanzig Millionen Jahre. Das Siegel dient nun auch als 6D-"Fassung" für TAFALLA, doch diese Entität war keine vollwertige Superintelligenz und passt nicht zum Dyznurg. Die beiden Agenten inszenieren ein Ablenkungsmanöver, um Schadcode in den Genius des Schiffes einzuspeisen. Der Coup gelingt, und somit können die Terraner den Raumvater nun jederzeit komplett übernehmen. Khambatta stößt außerdem auf eine Information, die er aus dem Schiff schmuggelt. Sie besagt, dass der Planet Venus nach dem ursprünglichen Plan des Atopischen Tribunals in einen Atopischen Konduktor hätte umgewandelt werden sollen. Aufgrund des Sonnensiegels wurde dies verworfen. Khambatta bezahlt die Aktion mit seinem Leben.

Guckys Team beobachtet mit Eldhoverds Auge, wie Orion Desch und dessen Kollege Cyrus Duru die tefrodische Attentäterin Liya Debbouze in Neu-Atlantis stellen und kaltblütig töten. In Durus Wohnung wird Jaj-Basismasse entdeckt. Telepathisch stellt Gucky fest, dass es mindestens drei Arten von Jaj gibt. Desch ist ein "Überreicher" (auch Leza Vlyoth gehört in diese Kategorie), was bedeutet, dass er aus Ur-larischen Zwillingen oder Drillingen hervorgegangen ist und seine Körpermaterie aufteilen kann. Die Jaj greifen das Team an und fliehen. Dabei wird klar, dass Gucky ihr eigentliches Ziel war - die Gestaltwandler würden den Multimutanten nur zu gern similieren, um seine Fähigkeiten übernehmen zu können. Die Jaj fliehen in den TLD-Tower, um ihren ursprünglichen Plan zu verwirklichen. Sie wollen sämtliche in AGENT GREY gespeicherten Informationen stehlen. Der Tower steht schon zum Teil unter der Kontrolle der Jaj. Es kommt zu heftigen Kämpfen, an denen sich auch Perry Rhodan beteiligt. Es zeigt sich, dass es noch einen dritten Similierer gibt. Dieser hat Andrasch Mikael getötet und dessen Gestalt angenommen. Desch wird erschossen, aber Teile seines Körpers bleiben am Leben. Sie sollen später untersucht werden. Gucky nimmt die beiden anderen Jaj, die Rhodan in Bedrängnis bringen, mit in eine Teleportation. Der Mausbiber beherrscht die neue Gabe noch nicht richtig. Diesmal findet er sich in derselben unwirklichen Landschaft wieder, die Lan Meota bei seinen Schmerzensteleportationen stets durchqueren musste. Er verliert den Kontakt mit den beiden Jaj. Diese verwehen im Nichts, zuvor erfährt Gucky aber aus ihren Gedanken, dass es keine weiteren Similierer im Solsystem gibt. Nur Gucky rematerialisiert nach mehreren Minuten.

Kringels Meinung:

Man könnte monieren, dass dies der x-te Roman in Folge ist, der keinen großen Handlungsfortschritt bringt, in dem die Hauptpersonen maskiert durch die Gegend laufen (ist nicht irgendwann Aschermittwoch?) und es mit irgendwelchen Agenten zu tun bekommen. Und dass schon wieder eine kleine Bastelei Gholdorodyns zum schnellen Erfolg führt - ohne Eldhoverds Auge wäre die Jaj-Jagd wohl nicht so glatt verlaufen. Da ich weiß, dass der Zyklus nicht mit Band 2799 abgeschlossen sein, sondern nur in die nächste Phase übergehen wird, stört mich das auf-der-Stelle-treten der vergangenen Monate nicht, erst recht nicht, weil Michelle Stern genau wie letzte Woche Oliver Fröhlich gut lesbare Unterhaltung abgeliefert hat. Einige Abschnitte wirken so, als ob sie aus einem Datenblatt oder der Perrypedia abgeschrieben worden wären. Ich finde das verzeihlich, wenn nicht der ganze Roman daraus besteht.

Mit geschickt eingestreuten Informationshäppchen hat Michelle Stern mein Interesse wach gehalten. So erfahren wir, dass die Sonnensiegel den Onryonen gut bekannt sind. Vermutlich sind aber nicht sie bzw. die Atopen diejenigen, die das Siegel in Sol deponiert haben. Von diesen Dingern war in PR 2672 und PR 2675 zu lesen. In PR 2687 haben wir erfahren, dass es bei den Sayporanern eine Gruppe von Siegelforschern gibt. Ich vermute, dass diese Siegel in der nächsten Zyklusphase noch eine größere Rolle spielen werden. Sie verhindern die Erschaffung eines Atopischen Konduktors. Wenn eine kosmische Region versiegelt wurde, kann das Atopische Tribunal also nicht mehr ganz nach Belieben von den Jenzeitigen Landen aus darauf zugreifen. Sind die Schöpfer der Siegel also Gegner des Tribunals und somit mögliche Verbündete der Terraner? Die Venus, der Nachbarplanet Terras, als Atopischer Konduktor... Das wäre mal ein Knalleffekt gewesen!

Perry geht mit seiner Enkelin einkaufen. Man entscheidet sich für eine Lampe mit Quasten. Wer von den beiden hat denn einen solch scheußlichen Geschmack? :) Faryes Dodo regt sich über die Fremden auf, die ständig bei seinem Frauchen hereinschneien. Er kann ja nicht wissen, dass er es mit Perry, Gucky und anderen maskierten Freunden zu tun hat. Der Humor kommt also auch nicht zu kurz; tatsächlich hätte ich sogar gern mehr über Perry auf Shoppingtour gelesen!

J. Kreis, 08.03.2015


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