PR 2793
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Perry Rhodan Nr. 2793: Die Weltenbaumeister

Autor: Oliver Fröhlich

Inhalt

Perry Rhodan kehrt ins Solsystem zurück, allerdings erfahren nur wenige Menschen außer der Solaren Premier Cai Cheung davon. Die drei gefangenen Geniferen werden im Para-Bunker auf dem Saturnmond Mimas untergebracht. Vayden Cenneroyd, die Onryonin aus der CHUVANC, zeigt sich kooperationsbereit. Es wird klar, dass Geniferen sehr ähnlich arbeiten wie Emotionauten. ANANSI, LAOTSE und OTHERWISE kommen zu dem Ergebnis, dass nur vier im Solsystem weilende Personen innerhalb von zwei bis drei Monaten soweit sein können, die Plätze von Geniferen im Atopenschiff einzunehmen: Der Nosmoner Samu Battashee (ein möglicherweise nicht ganz zuverlässiger Student der Flottenakademie Terrania), Tauro Lacobacci (der erste Pilot der RAS TSCHUBAI), Farye Sepheroa und Avan Tacrol. Sie alle sind bereit, mit der Ausbildung zu beginnen.

Von Andrasch Mikael, dem stellvertretenden Direktor des TLD, erfährt Rhodan, dass niemand weiß, wie viele Jaj sich noch im Solsystem verstecken. Orion Desch leitet die Suche nach den Gestaltwandlern des Atopischen Tribunals, konnte bisher aber keine Erfolge verbuchen. Immerhin verhalten sich die Onryonen des bei Sol operierenden Raumvaters ZAATRO ruhig. Auch dort hat Mikael einen Verbindungsmann, sein Name ist Torin Khambatta. Da Rhodan nicht riskieren kann, dass die Jaj seine Pläne ausspionieren, beteiligt er sich persönlich an der Jagd. Er legt eine Maske an und wird zu Orion Deschs neuem Partner. Die beiden sichten Meldungen über ungewöhnliche Vorfälle und werden dabei auf den Tod eines gewissen Ivar Colorti aufmerksam. Der TLD hatte den Mann schon einmal im Visier, denn er hat sich für eine Gruppe von Holosionisten eingesetzt, die auf sein Betreiben hin die Erlaubnis erhalten haben, ihre interaktiven Kunstwerke im Holo-Museum der Solaren Residenz zu präsentieren. Desch und Rhodan verdächtigen nun die Holosionisten, etwas mit dem möglichen Mord an Colorti zu tun zu haben.

In Wahrheit steckt der tefrodische Geheimdienst hinter der Sache. Lipata Dhezeb hat sich unter dem Decknamen Liya Debbouze an den Holosionisten Fernand Beaujean herangemacht. Blind vor Liebe hat der junge Mann es der Agentin und ihrem Partner Orgon Pernell ermöglicht, die synaptischen Stimulatoren zu manipulieren. Diese Geräte vermitteln Sinneseindrücke, so dass die Hologramme völlig real wirken. Ihre Impulse wurden so verstärkt, dass sie den Museumsbesuchern Schaden zufügen. Liya Debbouze ist vor Ort. Nachdem sie ihren Liebhaber und all seine Kollegen ermordet hat, verlässt sie die Residenz unbemerkt. Dort bricht Panik aus. Desch und Rhodan versuchen zu helfen. Zur Schadensbegrenzung muss die Energiezufuhr abgeschaltet werden. Dabei werden aber auch die Sicherheitssysteme lahmgelegt. Rhodan veranlasst die Absenkung der Residenz in das Futteral. Damit spielt er Pernell in die Hände, der eine Bombe im Residenzsee deponiert hat. Die gelandete Residenz wird von einer Explosion erschüttert, Pernell dringt ein.

Gerade noch rechtzeitig erkennt Rhodan, dass all diese Ereignisse nur der Ablenkung dienen sollen, und was Pernell wirklich beabsichtigt. Der Attentäter ist bereits dabei, Balpirol-Proteindirigenten in LAOTSES Versorgungssystem einzuspeisen. Mit Guckys Hilfe kann Rhodan im letzten Moment verhindern, dass die Posbi-Viren aktiv werden und den Rechner der Solaren Residenz zu einem Feind der Terraner machen können. Desch erschießt Pernell. Zufrieden will Rhodan seinem Partner sagen, wer er wirklich ist. Da erhält er eine Nachricht Guckys, der ihm dringend davon abrät.

Kringels Meinung:

Hoppla, da ist in einem der nächsten Romane aber mal eine Erklärung fällig! Denn Rhodan unterhält sich mit Avan Tacrol über die Emotionauten-Ausbildung. Sofern der junge Haluter es sich vor dem Start der FANCAN TEIK II nicht kurzfristig anders überlegt hat, der RAS TSCHUBAI nicht über die Sternenportal-Brücke nachgereist ist (was nach der Sabotage derselben allerdings kaum möglich sein dürfte) und nicht die Gelegenheit hatte, via Allerorten zu Perry Rhodans Haus in der Upper West Garnaru Road zu hüpfen, dann müsste er jetzt in der weit, weit entfernten Galaxie Larhatoon sein - siehe PR 2786. Das ist ein dicker Autorenfehler, der noch für Ärger sorgen könnte, falls schon Romane fertiggestellt wurden, in denen die Erlebnisse der bei den Laren zurückgebliebenen Gefährten Reginald Bulls beschrieben werden!

Dass der Haluter ein geeigneter Kandidat für die Emotionautenausbildung ist, klingt logisch. Aber wodurch qualifiziert sich Farye Sepheroa für den Job? Die Antwort ist wie immer einfach: Sie muss weiter mit durch die Handlung geschleppt werden, also muss ein alibimäßiger Verwendungszweck für Perrys Enkelchen herbeigezwungen werden. Zugegeben, Farye ist auch die Enkelin einer Vortex-Pilotin (siehe Das genetische Siegel). Vielleicht hat sie ja etwas von den Fähigkeiten ihrer Oma geerbt. Dann wäre es aber allmählich mal an der Zeit, dass das thematisiert wird.

Die Agentenstory ist ganz flott geschrieben, wirkt rückschauend betrachtet aber doch ziemlich naiv. Ich soll glauben, dass die Verteidigungssysteme der Solaren Residenz am selben Sicherungskasten hängen wie die Stromversorgung des Holo-Museums? In diesem wahnsinnig wichtigen Bauwerk sollen nur inkompetente Wachmänner eingesetzt sein, die sich ständig überrumpeln und von einem kleinen Bömbchen ins Bockshorn jagen lassen, aber keine TARA-IX-INSIDE-Kampfroboter, die nebenbei bemerkt nicht auf eine externe Energieversorgung angewiesen sind? Und wer auch immer für das Holo-Museum zuständig ist, soll die Verwendung potentiell gefährlicher Gerätschaften (synaptische Stimulatoren) genehmigt haben? Na ja. Aber die Idee, Tefroder im Herzen der LFT - und das ist das Solsystem immer noch, dagegen kann Maharani nicht anstinken - aktiv werden zu lassen, die hat was. Und natürlich sind da noch die Jaj. Ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, dass Orion Desch ein solcher Infiltrator ist.

J. Kreis, 28.02.2015


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Gastkommentare


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Michael (16.03.2015):

Mein Kommentar war in erster Linie dazu gedacht, meine persönliche Meinung zu den letzten Romanen - inklusive diesem Roman - abzugeben. Mir war und ist klar, dass diese Seite nicht dafür gemacht ist, eine breite Diskussion loszutreten, wie z.B. im Perry Rhodan Forum. Dennoch möchte ich gerne zu Phils Kommentar hier Stellung nehmen.

Überraschenderweise kann ich in fast allen Punkten Phil zustimmen, speziell was sein Kommentar zu einer realistischen und "härtere(n), zwiespältigere(n), "erwachsenere(n)" Gangart, v.a. auch sprachlich" angeht. Auch ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass dieser Kokon aus "Freigabe ab 6 Jahre" endlich unterbrochen wird, Zeit dafür wäre es ja. Das, worum es mir in meinem Kommentar weiter unten geht, ist aber tatsächlich etwas anderes, auch wenn die Differenzierung nicht ganz leicht fällt.

Denn selbst wenn die Romane ein an Realismus nicht zu übertreffenden Charakter hätten - In einer fernen Zukunft, in der jeder Mensch, jeder Arkonide, nahezu jede handelnde Person in den Perry Rhodan Romanen mit Dutzenden von Lebewesen der unterschiedlichsten Völkern tagtäglich zusammentrifft und sein gesamtes Leben verbringt, wird das Äußere eines Lebewesens einfach - unwichtig. Es fällt nicht mehr ins Gewicht, wird nicht mehr wirklich wahrgenommen. Anders als in unserer heutigen Zeit. So sehe ich das zumindest oder - ich gebe es zu - ich wünsche es mir. Genauer: Ich wünsche mir, dass dieser Aspekt durch die Perry Rhodan Romane - wie in den letzten Jahrzehnten - weiterhin vermittelt wird. Gleiches gilt für die Andersartigkeit von bestimmten Verhaltensweisen die eben "anders" sind, damit aber noch lange kein Grundlage für rassistische Gedanken liefern sollten. Anderes Aussehen und andere Verhaltensweisen sind eben normal. Dass die Terraner beim Essen in Gesellschaft sein wollen, beim Stuhlgang aber eher alleine, ist eben verkehrte Welt, das ist eine ungewohnte Sicht, dass muss man halt akzeptieren. Kein Grund sich darüber aufzuregen oder auch nur blöde Bemerkungen ("Alleinscheißer") zu machen.

Also: Ein zwiespältiger und härterer sprachlicher Stil, verbunden mit weniger naiv handelnden und sich dem Gutmenschentum verpflichtenden Akteuren: ja bitte, gerne.
Unreflektierte, unpassende rassistische Äußerungen: nein danke.


Phil (13.03.2015):

Sehr wichtige Diskussion, die da von Michael aufgemacht wird. Aber ich muss gleich sagen: Ich stehe da (literarisch!) auf der anderen Seite, ich habe das "Rudelscheißer" mit Freuden gelesen. Um das zu erklären, muss ich vielleicht etwas weiter ausholen:
Wenn mich etwas an PR schon immer aufgeregt hat, dann war es die absolute political correctness, oder besser gesagt: die Jugendfreigabe ab 6, das nahezu klinisch Reine sowohl der Sprache als auch der Gesinnung der "Guten", die immer so gut waren, dass ich manchmal das Gähnen nicht unterdrücken konnte. Seitenlange innere Monologe des plakativen schlechten Gewissens, wenn man mal einen Feind töten musste, das ewige Darauf-Herumreiten, dass man ja nur in Notwehr gehandelt habe, das dauernde Unterstreichen der ach-so-edlen-Gesinnung der Terraner im Allgemeinen und Perry im Besonderen und eine Sprache, die auch in "Hanni und Nanni" niemand gestört hätte. Ich weiß noch, wie ich vor Freude gejauchzt habe, als ich zum ersten Mal in PR das Wort "Scheiße" lesen durfte! PR 705: Reginald Bull zu den anderen Mitgliedern der aphilischen Terra-Regierung, nachdem er plötzlich nicht-aphilisch war: "Ihr Scheißkerle!" Herrlich! (Oder hätte er sagen sollen: "Ihr bemitleidenswerten, von der Strahlung Medaillons korrumpierten, eigentlich schuldlosen Ex-Freunde"?) Insofern bin ich wahnsinnig froh, wenn hier endlich mal die Zügel gelockert werden, und das aus zwei ganz einfachen (ich wiederhole: literarischen) Gründen: a) Realismus. b) glaubwürdige Charakterzeichnungen und Dialoge.
In diesem Falle: Das "Rudelscheißer" passt wie die Faust aufs Auge, und zwar auf das von Bostich. Wäre es nicht völlig daneben, wenn ein arkonidischer Herrscher völlig political correct die Aggressoren, die sein ehemaliges Herrschaftsgebiet zerschlagen, NICHT hassen würde? Und auch ein Hoch auf Bostichs völlig unmoralische Handlung, dass er im gleichen Heft (2792) völlig unnötigerweise den onryonischen Offizier tötet! (Was mir, nebenbei gesagt, ungleich härter erscheint als das verbale "Rudelscheißer"). Was ich sagen will, ist (und jetzt wird es etwas dick, sorry): Das Unmoralische ist nun mal integraler Bestandteil jeglicher Form von Leben (ja, auch der Terraner!), und deswegen möchte ich auch Charaktere, die mal unmoralisch handeln, auch wenn sie auf der Seite der "Guten" stehen.Lasst sie "grau" sein! Denn nur dann sind sie literarische Figuren, die auch diesen Namen verdient haben, und keine bloßen Abziehbilder. (Nicht umsonst ist Perry selbst die langweiligste Figur im Perryversum, oder etwa nicht?)
Wobei ich Michael aber völlig zustimme, ist, dass es nicht schaden würde, wenn man sich damit innerhalb der Handlung kritisch auseinandersetzt. So könnte ja evtl. ein Konflikt zwischen Perry und Bostich entstehen, eine moralische Diskussion, ein handfester Konflikt über die Vorgehensweise (wie weiland etwa zwischen Atlan und Perry im Larenzyklus) oder Ähnliches.
Alles in allem aber habe ich gegen eine härtere, zwiespältigere, "erwachsenere" Gangart, v.a. auch sprachlich, nicht das Geringste einzuwenden, solange es dazu dient, Charaktere dreidimensionaler zu machen und kriegerische Konflikte als das zu zeigen, was sie eben sind: Schmutzig, widerwärtig - und unmoralisch.


Michael (12.03.2015):

Etwas, was ich bei Perry Rhodan stets sehr geschätzt habe, ist die Selbstverständlichkeit, mit der das Äußere anderer Lebewesen bzw. Rassen beschrieben wurde. Dazu gehört auch eine Toleranz der Andersartigkeit von Verhaltensmustern, auch und speziell, die so gar nicht in die (terranische) Denkweise passt. Es gab Staunen, es gab fragende Gesichter aber nie (soweit ich mich erinnere) gab es rassistische Äußerungen z.B. über das Aussehen oder über die Andersartigkeit der Kultur einer fremden Rasse.

Ich finde, die Perry Rhodan Serie war früher geradezu ein mustergültiges Beispiel für die Akzeptanz von Fremdartigkeit, seit ich begann, diese Serie zu lesen. Dieses Gefühl möchte ich nicht missen.

Seit einiger Zeit nehme ich eine Zunahme von rassistischen Äußerungen bei einigen Autoren in Perry Rhodan wahr. Mag sein, dass vornehmlich bestimmte handelnde Personen dazu auserkoren sind, z. B. Bostich, doch was soll das eigentlich? Passen rassistische Äußerungen zu einem Jahrhunderte alten Arkoniden und Vorsitzenden des Galaktikums? Und selbst wenn, störe ich mich daran, wie das in den Perry Rhodan Romanen auf solch platte Art thematisiert wird. Gut- rassistische Äußerungen über anders aussehende Menschen gehört (leider) in unsere heutige Zeit. Doch möchte man dies in den Romanen spiegeln, so erwarte ich eine kritische Auseinandersetzung mit solchen Bemerkungen. Diese kann ich aber in den betreffenden Romanen nicht finden. Deshalb kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier Fremdenhass geschürt wird, Hass auf Andersartigkeit im Aussehen und im Denken, verpackt im Mantel eines Volkes, welches als Aggressor auftritt, vielleicht um solche eine Denkweise zu "entschuldigen".

Die Art, wie beispielsweise über die schwarze Hautfarbe der Onryonen hergezogen wird - ja dass diese überhaupt explizit negativ Erwähnung findet (z.B. PR 2792 "hässlich lackschwarz glänzende Finger") - ist für mich schlicht nicht akzeptabel.

Anderes Beispiel: Selbst Perry Rhodan reduziert die Onryonen auf ein äußerliches Merkmal (wie in diesem Heft) und spricht von "spitzohrige Herren", das passt nicht zu der Figur die ich kenne.

Mag sein dass es Leser gibt, die vielleicht meinen, dass ich hier übertreibe. Ich kann dem nur entgegnen "Wehret den Anfängen".

Sollten diese "Ausreißer" anhalten oder gar zunehmen, ist die Perry Rhodan Serie für mich gestorben ohne wenn und aber.


Holger (10.03.2015):

Der Roman schwächelt an mehreren Stellen. Der Logikfehler der Anwesenheit von Avan Tacrol wurde bereits genannt.

Zudem wird wieder einmal gemordet, was das Zeug hält. Genicke brechen im Sekundentakt, verbranntes Fleisch umsäumt wiederholt Einschusslöcher, Menschen verbrennen. Leider zieht sich viel anspruchslose Action, wie ich sie bei Perry Rhodan nicht lesen will, durch den ansonsten gut geschriebenen Roman - das ist natürlich nur mein persönlicher Geschmack.

Als die Sicherheitsanlage ausgetrickst wurde, war es Perry und Co. klar, dass jemand eingeschleust werden sollte. Man spricht sogar von einem Kerl. Hmmm, woraus folgt denn jetzt, dass es sich nur um eine Person handelt? Es hätten doch auch mehrere sein können. Und warum wird hier von einem "Kerl" gesprochen? Es hätte sich doch auch um eine Frau handeln können.

Gucky schwächelt bei der Teleportation, in dem Roman zuvor teleportierte er dagegen problemlos so häufig, dass er schon fast als Transportmittel durchgegangen wäre. Ich finde das inkonsistent.

Ich bin jetzt pingelig, aber jemand wie Rhodan würde ein fremdes Volk nicht einfach auf äußerliche Merkmale reduzieren: " ... die (Jaj, die) nur darauf warten, ihre spitzohrigen Herren ..." Er hätte von Onryonen gesprochen, Feind hin oder her. Verunglimpfende und rassistische Äußerungen wie Rudelscheisser etc. sind eher etwas für jemanden wie Bostich.

Im Abspann der Redaktion steht: "Die Weltenbaumeister erwiesen sich als inspirierte, aber machtlose Gruppe, die den Feinden Terras in die Hände spielte ..." Die Weltenbaumeister waren aber nicht die feindlichen Agenten, sondern deren Opfer. Insofern habe ich den Sinn dieses Satzes nicht verstanden. Aber es war ja auch schon spät, als ich das gelesen habe und der Autor kann sowieso nichts dafür, was nach dem ENDE kommt. ;)

Ich weiss, ich bin gerade sehr kritisch. Vielleicht äußert sich hier auch meine Unzufriedenheit über die letzten 100 Bände. Es gab einige Highlights, überwiegend von MMT und WV geschrieben, es gab gute Gastromane, gute neue Einstiegsromane von talentierten Autoren, es gab Mut zu neuen thematischen Ansätzen. Aber es gab auch viele Logikbrüche, unglaubwürdige Lösungen von Handlungsfäden, Heftchen-Action, unglaublich schlechte Romane (wie sie gottseidank selten bei Rhodan sind). Der Verlag sparte zudem immer wieder beim Korrektorat. Hefte mit ärgerlichen Schreibfehlern waren und sind leider keine Seltenheit. Im Einzelnen kann ich sicher mit der einen oder anderen beanstandeten Sache leben, aber es ist nunmal die Summe der vielen Teile, die mich aktuell sehr stört.

Schauen wir mal, wie es sich entwickelt.


Karl Eisner (01.03.2015):

»Ja, der Fehler mit Avan Tacrol ist schon ein dicker Hund. Wobei ich nicht denke, dass das ein Lapsus von Oliver Fröhlich oder Uwe Anton ist (2786), denn die Frage, wer die Piloten des Richterschiffs sind, ist wohl eindeutig Exposé-abhängig.«

Ich finde es immer wieder putzig, wie ein Exposé von außen beurteilt werden kann. Was, wenn das Exposé lautet: "Farye, Tauro und Samu werden Piloten. Der Autor darf sich noch weitere Kandidaten ausdenken, die dann aber doch nicht ausgewählt werden." Wessen Fehler wäre es dann?
Fazit: was in einem Exposé steht, kann man nur wissen, wenn man es gelesen hat.
Hat einer eigentlich Kov Goydoracc und Tymca Lousc wundergeheilt, so dass plötzlich auf deren Wissen zugegriffen werden kann? Oder wie darf ich den Satz "Aber momentan befinden sich an Bord der RAS TSCHUBAI zwei gefangene onryonische Geniferen namens Tymca Lousc und Vayden Cenneroyd, deren Gedächtnis wir auslesen wollen" verstehen? Woher kommt diese Information? Zuletzt hatte ich die beiden im Tiefschlaf gesehen.


Phil (01.03.2015):

Ja, der Fehler mit Avan Tacrol ist schon ein dicker Hund. Wobei ich nicht denke, dass das ein Lapsus von Oliver Fröhlich oder Uwe Anton ist (2786), denn die Frage, wer die Piloten des Richterschiffs sind, ist wohl eindeutig Exposé-abhängig. Abgesehen davon fand ich den Roman richtig gut; so wie ich das sehe, ist Oliver Fröhlich ein echter Gewinn. Schon 2730 und vor allem 2768 waren echte Kracher. Er besitzt einen ausgefeilten Stil, kann Spannung erzeugen und gibt sich Mühe, richtige "Romane" zu schreiben, also in sich abgeschlossene Geschichten und nicht nur Hefte, die irgendwie die Handlung von einer Nummer zur nächsten tragen. Freut mich, dass er an Bord ist.

Und was die Endphase des Zyklus angeht: Auch ich gehöre zu denjenigen, die es sehr begrüßen, dass es einen weichen Übergang gibt, dass ein Komplett-Kehraus bei der 99er-Nummer vermieden wird. Und dass damit die Umwälzungen in der Milchstraße tatsächlich tiefergehend sein dürften. Die epische Breite, die dadurch erzeugt wird, steht einer Space-Opera mit Rhodanīschem Ausmaß gut; viel besser als eine Aufeinanderfolge von mehr oder weniger großen Bedrohungen, die sich nach 100 Bänden schmerzfrei die Klinke in die Hand geben. Und auch die Handlung an sich fesselt mich nach Rhodans Rückkehr in die Milchstraße wieder. Nach all den Schema-F-Romanen in der Larengalaxis hatte ich schon befürchtet, dass der so gut begonnene Zyklus in sich zusammenfällt wie ein Soufflé an der kalten Luft. Nun aber klettert das Niveau wieder, das Big Picture scheint tatsächlich wieder groß... Mal sehen wie der Übergang wird - und der Jubelband (Ich persönlich hätte ja Verena Themsen lieber als Autorin gesehen als Michelle Stern, aber sehen wir einfach mal). Ich bin gespannt.



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