PR 2792
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Perry Rhodan Nr. 2792: Finsterfieber

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Atlan und Bostich leiten unabhängig voneinander ablaufende Kommandounternehmen im Baagsystem. Zur Verschleierung des wahren Zieles der Galaktiker (Eroberung der CHUVANC) nutzen Bostich und die vier Proto-Hetosten seines Teams die persönlichen Überrangcodes des Imperators, um das auf dem Mond Kaokish stehende Flaggschiff GOS'TUSSAN II unbemerkt zu infiltrieren und in den Verschlusszustand zu versetzen. Bostich aktiviert eingelagerte Katsugo-Kampfroboter, um die 516 an Bord befindlichen Onryonen und einen Tolocesten zusammenzutreiben und zu entwaffnen. Um die Besatzer in Angst und Schrecken zu versetzen, zwingt Bostich deren Kommandanten Vlenccen Scoy zu einem Zweikampf. Der Arkonide stellt sich dem mit einem Strahler ausgestatteten Onryonen unbewaffnet, doch Scoy hat keine Chance. Bostich ist übermenschlich reaktionsschnell, weicht dem Strahlschuss aus und tötet Scoy mit bloßen Händen. Anschließend inszeniert er einen Angriff mit EPPRIK-Robotraumern auf den Flottenstützpunkt. Für die Schergen des Atopischen Tribunals muss es so aussehen, als fliehe die GOS'TUSSAN II vor den Angreifern ins All. Der Schwindel wird jedoch schnell durchschaut. Verfolger bringen die GOS'TUSSAN II in Bedrängnis. Bostich muss erkennen, dass es ihm nicht gelingen wird, das Baagsystem zu verlassen. Er ist fest entschlossen, sich nicht noch einmal in Gefangenschaft zu begeben, lieber will er sterben.

Die Umwandlung des Planeten Arkon III in einen Atopischen Konduktor, der dieselbe Funktion hat wie die Kosmogloben in Larhatoon, ist abgeschlossen. Atlan ist entsetzt, doch der nächste Schritt wird wie geplant in Angriff genommen. Atlans Team landet auf dem Planeten Naat. Dort zeigt Eldhoverd Krankheitssymptome, die vermuten lassen, dass er sich bei den beiden geretteten Onryonen mit dem Finsterfieber angesteckt hat. Es geht dem Kelosker so schlecht, dass die Gruppe Hals über Kopf zur SIMILDE zurückkehren muss. Atlan hätte sich die Aktion sparen können: Die Krankheitserreger können isoliert werden. Gholdorodyn bringt sie mit dem Kran in die CHUVANC. Er schaut sich dort noch ein wenig um und erfährt, dass das Atopenschiff von sieben Geniferen gesteuert wird. Ihr Sprecher heißt Horgal Voccoryc. Zwei Geniferen besitzen Parafähigkeiten und werden als Para-Pioniere bezeichnet. Aufgrund der kurzen Inkubationszeit des Finsterfiebers werden wie von Atlan erwartet schon bald die ersten Onryonen aus der CHUVANC gebracht. Sein getarntes Team sorgt in der Quarantänestation für Verwirrung und entführt eine Onryonin. Doch der mit Choulynger vereinbarte Zeitpunkt zur Rückkehr in die Überschwerenwalze ist längst verstrichen. Wie also soll die SIMILDE nun aus dem Baagsystem entkommen?

In dieser Situation rafft sich der im Sterben liegende Eldhoverd noch einmal auf. Er bleibt in der SIMILDE zurück und lenkt die Onryonen ab, indem er Kurs auf Luna nimmt, während sich die restliche Besatzung vom Kran in die GOS'TUSSAN II versetzen lässt. Mit dem Kran feuert Eldhoverd Störimpulse ab. Der Atopische Konduktor wehrt sich, indem er eine Art Schwarzen Blitz aussendet, der die Bordrechner aller Raumschiffe im weiten Umkreis beeinträchtigt. Das LAURIN-Schiff explodiert, doch kurz zuvor erscheint der Kran im Doppelkhasurnraumer - ohne den Kelosker. Die GOS'TUSSAN II verlässt das System durch eine Strukturschleuse im Repulsor-Wall. Bostich beabsichtigt nun, sich in der Imperatrice-Ariga-Akademie auf Dondorkon eine neue Besatzung für sein Flaggschiff zu beschaffen, eine Flotte zusammenzustellen und sich um das Neue Tamanium zu kümmern. Am 1. August 1517 NGZ veranstalten Eldhoverds Freunde eine Trauerfeier. Sie ehren den Kelosker, der sich für sie geopfert hat, indem sie die zwischen M13 und der Milchstraße gelegene Singularität 77/3 auf den Namen "Eldhoverds Endlosigkeit" taufen.

Kringels Meinung:

Bostich hat sein Flaggschiff zurück und kann nun darangehen, im Untergrund gegen das Atopische Tribunal zu wirken. Er verändert sich zusehends. Es sieht so aus, als existiere sein Extrasinn gar nicht mehr. So als sei er irgendwie vom Neuronalrhizom in etwas anderes verwandelt worden. Arkoniden unterhalten sich ja auch mit ihrem Extrasinn so, als stecke eine zweite Persönlichkeit in ihrem Kopf, aber Bostichs jetziger Gesprächspartner wirkt noch fremder - und er scheint einen bestimmten Plan zu haben. Jedenfalls ist Bostich wohl wirklich nicht mehr der Mann, der er einmal war. Hätte der alte Bostich - und ich meine jetzt den Vorsitzenden des Neuen Galaktikums, nicht den Imperator, der das Solsystem erobert hat - den onryonischen Kommandanten so grausam getötet? Hm! Aber wenn man den Beelzebub braucht, um den Teufel (Vetris-Molaud) auszutreiben, kann könnte der "neue" Bostich genau der richtige Kandidat sein...

So weit, so gut. Aber ich muss mich wirklich fragen, was mit Atlans Kommandounternehmen eigentlich erreicht wurde. Ich bezweifle, dass die gefangene Onryonin ausgerechnet jene Geheimnisse der CHUVANC kennt, die man bräuchte, um diese im Grunde uneinnehmbare Festung erobern zu können. Vielleicht ist sie ja Reinigungskraft, Sous-Chefin in der Bordkantine, Lagerverwalterin oder so etwas? Aber wir kennen ja das Glück unserer Helden. Wahrscheinlich ist die Gefangene eine Geniferin und Para-Pionierin, kennt alle Geheimcodes und so weiter... Aber im Ernst: Selbst dem minderbemitteltsten Onryonen sollte doch nach der jetzt abgelaufenen Aktion klar sein, dass Feinde im Baagsystem sind oder waren. Wäre es da nicht logisch, dass die Strukturschleuse im Repulsor-Wall geschlossen wird, dass alle Sicherheitsmaßnahmen extrem verschärft werden und dass Perry somit keine Chance mehr hätte, an die CHUVANC heranzukommen? Ich verstehe es nicht.

Außerdem sind mir ein paar Ungereimtheiten aufgefallen. Im Roman der letzten Woche wurde ausdrücklich gesagt, dass Kov Goydoracc das Finsterfieber überstanden hat, dagegen immun ist und es somit nicht mehr übertragen kann. Auch Tymca Lousc ist immun, für sie muss also dasselbe gelten. Trotzdem soll sich Eldhoverd bei einem der beiden das Finsterfieber geholt haben? Letzte Woche wurde beiläufig erwähnt, dass Baucis Fender zu Atlans Team gehört. Hat der Autor vergessen, dass sie jüngst erst als nicht vertrauenswürdig betrachtet wurde, weil man nicht weiß, ob wirklich die echte Baucis Fender vom Kristallinen Richter quasi aus dem Jenseits zurückgeholt wurde? Welchen Sinn hatte die ganze Geschichte? Ich hatte gedacht, dass jetzt noch etwas kommen würde im Sinne von "Baucis als Schläferin des Atopischen Tribunals sorgt für Ärger beim Kommandoeinsatz auf Naat" oder so. Fehlanzeige! Vielmehr scheint Baucis nur noch Ballast zu sein, der mit durch die Handlung geschleppt wird. Für ihre Bedeutungslosigkeit spricht, dass Anton sogar ihren Namen vergessen hat. Er nennt sie in diesem Roman "Fender Baucis".

J. Kreis, 22.02.2015


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