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Perry Rhodan Nr. 2791: Die Hasardeure von Arkon

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Am 24. Juli 1517 NGZ findet ein Rendezvous der RAS TSCHUBAI mit der YART FULGEN statt. Informationen werden ausgetauscht und die RAS TSCHUBAI übernimmt 10 LTPs sowie 100 Exemplare der auf Halut in Massenproduktion hergestellten Librodrohnen. Perry Rhodan, Atlan und Bostich sind geteilter Ansicht über das Ausmaß der vom Neuen Tamanium ausgehenden Bedrohung, aber es besteht Einigkeit darüber, dass die Eroberung eines Atopenschiffes oberste Priorität hat. Die Wahl fällt auf die im abgeriegelten Baagsystem operierende CHUVANC. Um unbemerkt Informationen sammeln zu können, planen die Galaktiker ein Ablenkungsmanöver. Bostich hat ohnehin vor, ein Fanal zu entzünden, das deutlich machen soll, dass sich die Arkoniden nicht geschlagen geben. Ein von Bostich angeführtes Kommandounternehmen, für das er vier Proto-Hetosten auswählt, soll das imperiale Flaggschiff GOS'TUSSAN II zurückerobern. Ein zweites Team, bestehend aus Atlan, Gucky, den beiden Keloskern sowie den drei menschlichen Mitgliedern des Venus-Teams, soll Besatzungsmitglieder der CHUVANC entführen.

Beide Gruppen nutzen Space-Jets der LAURIN-Staffel und haben TARA-Kampfroboter sowie als Onryonen "verkleidete" Daniel-Roboter dabei. Einer von letzteren ist der Preis, den der Überschweren-Patriarch und TLD-Agent Choulynger dafür verlangt, dass er die Teams mit seiner CHOULYNGERS HEIMSTATT, die den Repulsorwall schon mehrfach durchqueren durfte, zum Einsatzort bringt. Im Baagsystem löst Bostich das "Stille Läuten" aus, ein Geheimsignal, mit dem der Imperator seine Rückkehr ankündigt. Die Besatzung der GOS'TUSSAN II musste das Schiff bereits verlassen. Von Gilden da Voshett, der auf das Stille Läuten reagiert, erhält Bostich die Information, dass sein Flaggschiff vollständig von den Onryonen übernommen wurde und auf dem Flottenstützpunkt Kaokish geparkt wurde, einem Mond des Gasriesen Flaon.

Derweil landet Atlans Gruppe auf Tynoon, dem 7. Planeten des Baagsystems. Atlan spricht mit einigen Arkoniden, die ihn erkennen und berichten, dass die CHUVANC auf dem ehemaligen Handelsraumhafen Theter auf Naat steht. Luna befindet sich im Orbit dieses Planeten und soll zu einer Steuerwelt werden. Von den Arkoniden erfährt Atlan, dass bei den im Baagsystem stationierten Onryonen zurzeit das Finsterfieber grassiert, eine hoch ansteckende Krankheit, die zur Erblindung und zum Tod führen kann. Die Sublimierung von Arkon III, so wissen die Arkoniden zu berichten, steht unmittelbar bevor. Sie wissen jedoch nicht, was das zu bedeuten hat. Das finden Atlan und Gucky heraus, als sie jugendliche onryonische Camper überraschen und ihnen ein Komgerät abnehmen, über das sie Zugang zum internen Netz der Besatzer erhalten. Es wird klar, dass Arkon III zum Atopischen Konduktor umgeformt werden soll. Dieser soll eine direkte Verbindung zwischen GA-Yomaad und der Synchronie herstellen. Atlan hat nun vor, sich das Finsterfieber-Virus zu beschaffen und die Besatzung der CHUVANC zu infizieren. Er geht davon aus, dass die Erkrankten aus der CHUVANC entfernt werden, so dass er sie ergreifen kann.

Atlan will sich die Sublimierung vor Ort anschauen und beobachtet, wie mehrere hundert Robotraumer der EPPRIK-Klasse einen sinnlosen Angriff gegen das rund um Arkon III aufmarschierte massive Raumvater-Aufgebot sowie auf den vollständig vom Technogeflecht überwucherten Planeten fliegen. Die Sublimierung von Arkon III durch tt-Progenitoren kann nicht aufgehalten werden, aber ein kleines onryonisches Beiboot gerät zwischen die Fronten und droht vernichtet zu werden. Darin befinden sich die Onryonen Kov Goydoracc (der Vertraute des militärischen Oberbefehlshabers des Baagsystems) und Tymca Lousc, eine Geniferin. Beide sind gegen das Finsterfieber immun. Goyddoracc sollte die Sublimierung anstelle seines erblindeten Vorgesetzten Ceerval Sdynnoc beobachten, um ihm aus erster Hand berichten zu können. Gucky nutzt seine neue Teleporterfähigkeit, um die beiden zu retten, kurz bevor ihr Schiff explodiert. Am 28. Juli 1517 NGZ ist die Sublimierung abgeschlossen. Arkon III und die Tolocesten, die den Prozess vor Ort gesteuert haben, existieren nicht mehr. Der Atopische Konduktor ist entstanden.

Kringels Meinung:

Zu Beginn des Romans nimmt sich Uwe Anton die Zeit, uns Einblicke in Bostichs Innenleben zu geben. Wir lernen einiges über die zumindest mir bis jetzt nicht bekannt gewesene arkonidische Bogen-Kampfkunst Khasargo, in der es Bostich zur Meisterschaft gebracht hat. Und wir erfahren mehr darüber, wie der Ex-Imperator mit der fortschreitenden Verwandlung seines Körpers umgeht. Das aus halutischem Erbgut hervorgegangene "Neuronalrhizom" breitet sich immer weiter aus und beschert ihm nicht nur luzide Momente, in denen all seine Sinne geschärft sind, sondern auch eine veränderte Zeitwahrnehmung. Ähnlich wie die Haluter (wenn auch längst noch nicht so extrem) kann er manchmal alles um sich herum wie in Zeitlupe sehen. Das empfindet er zwar als nützlich, aber er muss sich fragen, ob er überhaupt noch er selbst ist. Dieses Kapitel finde ich gut gelungen und man darf gespannt sein, was die Autoren mit Bostich wohl noch vorhaben.

Dann folgt das x-te Kommandounternehmen in Folge, d.h. diesmal sind es sogar gleich zwei. Über die Sinnhaftigkeit des Ablenkungsmanövers darf man geteilter Meinung sein, aber wenigstens spricht Perry selbst aus, was ich denke: Selbst wenn die Eroberung der GOS'TUSSAN Erfolg haben sollte, erbringt Bostich womöglich ein überflüssiges Opfer und wird in den Tod gehen. Denn was soll er mit dem Schiffchen denn gegen wer weiß wie viele Onryonencluster ausrichten? Aus dem Baagsystem kann er damit nicht entkommen, denn da ist ja noch der Repulsorwall. Auch Atlans Idee, das Finsterfieber-Virus in die CHUVANC einzuschleusen, um die Erkrankten gefangen nehmen zu können, kommt mir merkwürdig vor. Aber das ist ja jetzt gar nicht mehr nötig. Ceerval Sdynnoc ist der Stellvertreter des onryonischen Oberbefehlshabers und dürfte wohl alle für die Galaktiker interessanten Informationen haben. Gucky, der übrigens offensichtlich wieder völlig problemlos teleportieren kann, muss sie nur noch aus seinen Gedanken herauslesen. Wieder so ein gerade zur rechten Zeit eintretender "Zufall", der unseren Helden in die Hände spielt. Ohne geht's in dieser Serie wohl nicht.

In der Übergangsphase zum nächsten Zyklus sind Paukenschläge nicht ausgeschlossen, wie man diese Woche sieht. Arkon III vernichtet bzw. zum Atopischen Konduktor umgewandelt! Das ist ein weiterer Tiefschlag für die Arkoniden. Sollte das Atopische Tribunal je vertrieben werden können und sollten die Arkoniden dann in ihre Heimat zurückkehren dürfen, so werden sie noch einige Zeit daran zu knabbern haben. Das sollte dann nicht einfach so unter den Tisch fallen. Jedenfalls dürfte jetzt klar sein, wie die Handlung weitergeht. Natürlich wird die CHUVANC erobert, und dann muss sich Perry nicht mal die Mühe machen, damit nach Larhatoon zu fliegen. Er kann über den Atopischen Konduktor direkt in die Synchronie und somit in die Jenzeitigen Lande vordringen.

J. Kreis, 15.02.2015


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Michael (22.02.2015):

Gucky kann wieder teleportieren. Was für eine Teleportationsfähigkeit ist das denn jetzt genau, ist alles so wie "früher", welche Einschränkungen gibt es und vor allem, wie fühlt sich Gucky jetzt, nachdem er von Lan Meota und Vazquarion das Psi-Potential geraubt und sie damit getötet hat? Ist er jetzt wieder glücklich, teleportieren zu können oder macht ihm sein Gewissen zu schaffen? DAS will ich in einer gewissen Ausführlichkeit lesen und nicht, wie er im Rahmen einer Kommandomission von Atlan wie in alten Tagen als bequemes Transportmittel benutzt wird. Also wirklich enttäuschend, da hätte ich mehr erwartet, nachdem in den letzten rund 70 Romanen Gucky mehr oder weniger häufig als Trauerkloß beschrieben wurde, der um den Verlust seiner alten Fähigkeiten hadert.
Gut hingegen die Beschreibung von Bostich und seinen körperlichen und geistigen Veränderungen. Wäre eine Interessante Idee gewesen, die grundlegenden Veränderungen von zwei Personen (hier Gucky und Bostich) in einem Roman gegenüber zu stellen und ihre Auswirkung auf ihren jeweiligen Gemütszustand.



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