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Perry Rhodan Nr. 2790: Faktor IV

Autorin: Michelle Stern

Inhalt

Die Statue Zeno Kortins wird vom Raumschiff LAHMU zum tefrodischen Geheimplaneten Connoort transportiert. Das Gebilde aus PEW-Metall steht in einem bestens abgesicherten Bereich, so dass Gucky, Monkey und Vazquarion, die unbemerkt in das Schiff gelangt sind, nicht zu ihm vordringen können. Immerhin gelingt es Vazquarion, insgeheim ein Signal abzusetzen, das es der YART FULGEN ermöglicht, der LAHMU zu folgen. Vetris-Molaud weilt persönlich in der Stelzenstadt Bhutefor, der einzigen Ansiedlung auf der Wasserwelt. Dort soll die Statue mit vier weiteren Standbildern vereinigt werden, und auf diese Weise soll der ehemalige Meister der Insel ins Leben zurückkehren. Vetris-Molaud hofft, dass Faktor IV ihm bei der Ausdehnung des Neuen Tamaniums über die Milchstraße und Andromeda helfen wird. Diese Vision verkündet der Maghan in einer flammenden Rede vor begeistertem Publikum.

Zentrale Bedeutung bei der Wiedererweckung Zeno Kortins kommt den PEW-Substanzreaktions-Initiatoren zu, die unter der Leitung von Chefwissenschaftler Sayen Yutinod auf Connoort hergestellt werden. Diese Aggregate sollen Hyperenergie in die Statuen pumpen, wobei sie von den Para-Paladinen des Mutantenkorps unterstützt werden. Unter dem Einfluss von Hyperenergie wandelt sich PEW-Metall bekanntlich um, so dass ein frequenzbedingtes Machtbewusstsein auf verformungsmaterieller Paradox-Intelligenz entstehen kann. Monkey will dies unter allen Umständen verhindern und gleichzeitig ein Attentat auf Vetris-Molaud verüben, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Gucky hält nicht viel von diesem Plan, macht aber mit.

Am 11. Juli 1517 NGZ beginnt die Prozedur. Lan Meota und die anderen Mutanten bilden einen Parablock. Die auf einer von einem HÜ-Schirm umgebenen Plattform stehenden Statuen saugen Energie auf und beginnen sich zu verändern. Gucky und seine Gefährten legen Bomben, durch deren Explosionen der HÜ-Schirm beeinträchtigt wird. Die Statuen absorbieren dessen Energie, so dass der Prozess außer Kontrolle zu geraten droht. Während Monkey vergeblich versucht, Vetris-Molaud anzugreifen, beginnt sich die Mutantin Ejery Vyndor aufzulösen. Gucky greift ein und unterstützt die Mutanten, aber es ist zu spät. Ejery Vyndor verschwindet. Doch die fünf Meisterstatuen verschmelzen wie geplant zu einem einzigen, strahlend grünen Standbild, in dem ein Paradox-I-Komplex entsteht. Zeno Kortin wird wiedergeboren.

Im Kampf mit einem Technoskorpion erleidet Monkey eine schreckliche Brustwunde. Vazquarion und Lan Meota werden tödlich verletzt. Sowohl der Laosoor als auch der Schmerzensteleporter überlassen Gucky ihre Gaben freiwillig, obwohl sie wissen, dass dies ihren Tod bedeutet. Der Mausbiber gewinnt eine unbekannte Form der Teleportationsfähigkeit, die es ihm ermöglicht, mit Monkey zur YART FULGEN zu fliehen.

Trotz allem hat Vetris-Molaud sein Ziel erreicht. Zeno Kortin ist bei Bewusstsein, wenn auch nur eingeschränkt bewegungsfähig. Er erklärt sich bereit, den selbsternannten Maghan zu unterstützen.

Kringels Meinung:

Die Vorbereitungsphase zieht sich für meinen Geschmack zu lange hin, doch dann folgt ein spannender Showdown, der es wieder herausreißt. Man merkt aber immer deutlicher, dass der aktuelle Zyklus nicht mit Band 2799 beendet sein wird. In den letzten Romanen dieses Hunderterblocks werden nur noch die Weichen für die nächste Phase des Großzyklus gestellt. Die sich dadurch bietenden Ausblicke sind aber durchaus nicht uninteressant - und mit den Tefrodern ist sicher auch ab Band 2800 noch zu rechnen. Dagegen hätte ich nichts einzuwenden, denn Vetris-Molaud ist der stärkste und vielschichtigste Gegenspieler Perry Rhodans seit Jahren.

Vetris-Molaud hat zwar zwei wertvolle Mitglieder seines Mutantenkorps verloren, aber mit Zeno Kortin hat er jemanden an der Hand, der das mehr als ausgleicht. Wir erfahren, dass die Tefroder vor einiger Zeit den Para-Sensibilitäts-Induktor gefunden haben. Mit diesem Gerät können Parafähigkeiten erzeugt werden (!) und es wurde auch schon zweimal reaktiviert, ist jetzt aber nicht mehr betriebsbereit. Ich wage zu behaupten, dass mindestens einer der neuen tefrodischen Mutanten seine Paragaben durch den Induktor gewonnen hat. Ich tippe auf Assan-Assoul. Zufällig (!!) war der Induktor in der Zeit der Meister der Insel eines von Zeno Kortins Projekten. Seine Aufgabe als Faktor IV hat in der Aufspürung und Nutzbarmachung xenotechnologischer Produkte bestanden. Zeno Kortin meint, er könne das Gerät reparieren. Damit wäre Vetris-Molaud in der Lage, eine ganze Mutantenarmee herzustellen… Man darf gespannt sein, ob das klappt, oder ob es den Terranern gelingt, den Induktor zu mopsen!

Apropos Mutanten. Zu Beginn des Zyklus hat es noch so ausgesehen, als solle aus Gucky etwas völlig anderes werden, aber jetzt wird es so hingebogen, dass er praktisch all seine früheren Fähigkeiten wieder besitzt, ohne sich allzu große Gewissensbisse machen zu müssen. In einer Anwandlung kaum glaubwürdiger Selbstlosigkeit lässt sich Lan Meota die Parafähigkeiten und den letzten Rest Vitalenergie absaugen. Hätte Vazquarions Fähigkeit nicht gereicht? Außerdem haben unsere Helden doch schon so etwas wie einen Teleporter, nämlich Gholdorodyns Kran. Nun, jedenfalls ist Gucky jetzt wieder Telepath, Telekinet und Teleporter - wenn auch "anders" und schwächer als früher. Man hat also lediglich den "Degrader" eingesetzt, jene Geheimwaffe der Expokraten, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn sich jemand oder etwas als zu mächtig erweist. Genau wie im Fall der Hyperimpedanz wird aber immer wieder nach Wegen gesucht, um die "Degradierung" rückgängig zu machen. Warum nur?

J. Kreis, 08.02.2015


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Gastkommentare


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Holger (28.02.2015):

Oh, la, la oder vielmehr solala? Der ganze Zyklus reisst mich hin und her zwischen Begeisterung und Stirnrunzeln.
Viele TV-Serien, die nach bekannten Spielfilmen gedreht werden - z.B. Sleepy Hollow, From Dusk Till Dawn - nutzen die Bekanntheit beliebter Plots und Handlungsträger. Zwar gibt es neue Konzepte, aber man hofft, den Konsumenten mit den Inhalten der alten Filme für die TV-Serie zu gewinnen.
Ähnlich wird bei Perry in der Mottenkiste gekramt. Figuren, Völker, geschichtliche Zusammenhänge aus beliebten Zeiten werden wieder hervorgekramt. Hört sich erst einmal spannend an. Der MdI-Zyklus - überschätzt, aber immer ganz oben auf der Beliebtheitsskala (auch meiner!) - hält jetzt her und liefert uns einen MdI. Laren sind auch wieder im Spiel. PEW-Metall klappert allerorten. Toll!
Was ich aber seit Band 2700 gelesen habe, bleibt dennoch überwiegend eine Aneinanderreihung von Actionromanen, die durch ein deutlich höheres Gewaltlevel glänzen, sowohl in der Beschreibung von Gewalttaten, als auch in deren Ausmaß.
Die Handlung, die Konflikte und deren Lösung wirken oft konstruiert und unglaubwürdig. Handlungsträger entscheiden häufig unlogisch.
Oft ärgern mich kleine Fehler im Detail.
Die Qualität der eBooks ist zwischenzeitlich besser geworden, in PR 2790 gab es aber wieder mehrere Rechtschreibfehler. Gerade an den dramatischen Stellen hat mich das sehr gestört.
Der Vetris spricht in dem vorliegenden Roman im Dialog mit Faktor IV von einem Fauxpas. Hmmm, ob der nationalistische Vetris wirklich ein französisches Fremdwort benutzen würde? Und wie die beiden überhaupt miteinander reden! Da erwacht ein Wesen durch ein esoterisches Ritual zu neuem Leben. Und das erste, was passiert, ist dieses Interview, welches Vetris mit dem Faktor IV führt. Was hätte man hier für Spannung erzeugen können, aber es reicht nur für ein Gespräch auf oberflächlichem Niveau.
Handwerklich ist der Roman gut geschrieben, kleine Fehler im Detail und ein völlig unglaubwürdiger Plot sind entweder der Autorin oder dem Expose gechuldet.
Ist mir aber momentan auch egal. Der Zyklus hat sich für mich persönlich sehr unbefriedigend entwickelt. Zu viele kurze Handlungsebenen, zwischen denen herumgesprungen wird, zu viele Dei Ex Machina, zu viele Detailfehler, zu viel Herumkramen in der Mottenkiste, zu viele unplausible Charaktere und Handlungen, zuviel nach immer dem gleichen Schema F.
Noch 9 weitere Bände, dann werde ich mir überlegen, ob ich mir das weiter antun möchte. Ein neuer Zyklus ist bekanntlich nicht nur zum Einsteigen, sondern auch zum Aussteigen aus einer Serie bestens geeignet.


Michael (10.02.2015):

Dass der Zyklus nicht mit Band 2799 beendet wird hatte ich gehofft und bestätigt sich immer mehr. Gut So!
Dieser Roman hat sich zum Schluss deutlich gesteigert. Zwei Dinge waren aber für mich schon absehbar: 1. Zeno Kortin erwacht zu neuem Leben. 2. Gucky bekommt eine Teleportationsfähigkeit.
Zu Zeno Kortin ist nur zu sagen, dass es sträflicher Unsinn wäre, diese Figur nicht auszubauen. Zu interessant ist es als Leser, einen echten, legendären MdI aus den Anfangstagen der PR-Serie in die laufende Handlung einzubauen. Unklar ist für mich, ob das "Endresultat" so geplant war oder ob es eine Begleiterscheinung der Beinahe-Katastrophe mit dem HÜ-Schirm ist. Hätte sich die Wiedererweckung genauso gestaltet, ohne die Sabotage von Monkeys Einsatzteam?
Womit wir bei Punkt 2 sind. Monkey und Gucky sind offenbar ursächlich am Tod von Ejery Vyndor durch die Sabotage verantwortlich. Ja, Gucky versucht die Frau zu retten, aber reicht das, um die tefrodischen Mutanten zu der Einsicht zu bewegen, die Saboteure entkommen zu lassen? Ist das nicht ein bisschen viel Gutmenschtum? Und es kommt noch besser: Lan Meota bietet Gucky großzügig seine Para-Fähigkeit an. Lan Meota ist treuer, loyaler Mitarbeiter von Vetris-Molaud, das passt einfach nicht. Oder um es mit JK Worten zu sagen: hätte die Teleportations-Fähigkeit von Vazquarion für Gucky nicht gereicht?
Und noch einen Punkt habe ich zu kritisieren. Offenbar wird Monkey von mehreren Waffenstrahlen getroffen. Es ist nicht ganz klar, ob die Schutzfunktion des Seruns noch partiell funktioniert, aber mehrere direkte Treffer aus hochenergetischen Strahlen sollte ausreichen um jeden Menschen zu töten, auch umweltangepasste Oxtorner mit Zellaktivatorchip.
Im übrigen geht mir das Jack Bauer Gehabe von Monkey ("Der Zweck heiligt die Mittel") auf den Geist, genauso wie Gucky.



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