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Perry Rhodan Nr. 2787: Das Labyrinth der toten Götter

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Am 20. Juni 1517 NGZ erreicht die RAS TSCHUBAI nach mehr oder weniger störungsfreiem Hypertransflug den Raumsektor der Imart-Koalition in der Milchstraße. Als ANANSI Funkkontakt mit Cai Cheung herstellt, ist die Solare Premier derart verblüfft, Perry Rhodans Holo während des Trainings vor sich zu sehen, dass sie prompt vom Laufband fällt. Nachdem man sich gegenseitig über die jüngsten Erkenntnisse und aktuellen Geschehnisse informiert hat, wird der nächste Schritt geplant. Rhodan will der alten Verbindung zwischen den Galaxien Milchstraße und Larhatoon auf den Grund gehen. Ansatzpunkt ist der Planet Olymp, denn es ist bekannt, dass Hotrenor-Taak und ein Prospektor dort im Jahre 3586 eine alte larische Station entdeckt haben. Cai Cheung lässt ihre Kontakte spielen. Sie avisiert dem olympischen Kaiserpaar Indrè Capablanca und Martynas Deborin wichtige Gäste. Diese reisen maskiert an, geben sich während der Audienz aber sofort als Perry Rhodan, Atlan, Gucky, Avestry-Pasik und Aning-Roodh (ein larischer Wissenschaftler) zu erkennen. Gucky lässt sich von der schönen Kaiserin den Nacken kraulen, sondiert ihre Gedanken und stuft sie als vertrauenswürdig ein.

Das Kaiserpaar hat beunruhigende Neuigkeiten. Auf ihrer Heimatwelt wurde eine Ordische Stele installiert und mit Billigung des für Olymp zuständigen Tesqiren Yoqort ist der tefrodische Diplomat Gillam Quentacca zu Verhandlungen angereist. Im Namen des Maghan Vetris-Molaud hat er Olymp den Übertritt zum Neuen Tamanium angeboten. Capablanca und Deborin haben bis jetzt auf Zeit gespielt, könnten sich aber vorstellen, das Angebot anzunehmen, um quasi als Spione für Rhodan tätig werden zu können. Rhodan und seine Begleiter erhalten jede benötigte Unterstützung. Durch Rückfrage bei der zentralen Positronik FÜRST ROGER II wird festgestellt, dass die Station der Laren unter der Ausweichzentrale TRAPPER am Ufer des Trap-Ozeans verborgen ist. Sie enthält verschiedene Fallensysteme und wurde seinerzeit von Anson Argyris persönlich versiegelt. Der Einstieg gelingt problemlos, doch es stellt sich heraus, dass nur Laren Zutritt zu der Anlage haben. Rhodan, Atlan und Gucky werden angegriffen und erst in Ruhe gelassen, als Aning-Roodh sie als larische Sklaven bezeichnet. Der direkt unter TRAPPER gelegene Teil der larischen Anlage ist allerdings nur eine Attrappe, komplett mit künstlich hergestellten Laren-Mumien. Der Einstieg zur echten Station ist mit Lithophalit getarnt. Dieses Material macht Naturgestein undurchlässig für die Streustrahlung dahinter verborgener Systeme.

Gucky nimmt die mentale Präsenz des Lithophalits wahr. Sie weist ihm unabsichtlich den Weg zur wahren Station der Laren. Dort befinden sich larische Roboter, die zuletzt vor 7000 bis 8000 Jahren aktiv waren, sowie Gegenstände, die mindestens fünf Millionen Jahre alt sind. Das Material erneuert sich ständig selbst, es besteht vermutlich aus Nanogenten. Die beiden Laren erinnern sich an eine Legende ihres Volkes, der zufolge die erste Laren-Zivilisation lange vor der Zeit des Hetos der Sieben einen generationenlangen (letztlich erfolgreichen) Kampf gegen einen Feind allen Lebens geführt und dabei Spionsysteme installiert hat. Möglicherweise ist Olymp ein solches System. Rhodan findet ein Bild, das eine Larin und einen Laren vor einer hölzernen Stadt zeigt. Am Himmel ist Luna zu sehen. Auch das Bild ist fünf Millionen Jahre alt. Rhodan nimmt es mit, als die Gruppe die Station fluchtartig verlassen muss. Gucky hat einen mentalen Warnruf der Kaiserin vernommen, den diese mit Hilfe ihres Symbionten Ftempar ausgesandt hat. Yoqort und der onryonische Clusterkommandant Pason Passaic sind von der Ordischen Stele gewarnt worden. Die Stele hat von einer "Alten Wunde" gesprochen, die aufgerissen zu werden drohe - damit kann nur die Laren-Station gemeint sein.

Zurück in der RAS TSCHUBAI beschließen Rhodan und seine Freunde, dass die CHUVANC erobert werden muss. Derweil entschlüsselt ANANSI Teile einer Inschrift auf dem Bild. Darin ist von einem Schoß der Sternennacht und einem Imperium der Empörer die Rede.

Kringels Meinung:

Und damit hätten wir es, das Stichwort, mit dem verschiedene Zusammenhänge hergestellt, um nicht zu sagen herbeigezwungen werden: Das "Imperium der Empörer" wurde in PR 2728 erwähnt. Shanda Sarmotte hatte mentalen Kontakt mit dem Kustos der Gravo-Architekten im Dhalaam-System. Dieser sagte, das System befinde sich in den Alten Sternenlanden (also in der Milchstraßen-Southside), der Rest der Galaxie sei das "Imperium der Empörer". Die Gravo-Architekten waren auf dieses Imperium offenbar nicht gut zu sprechen. Die Gravo-Architekten existieren schon seit mindestens 20 Millionen Jahren in den Alten Sternenlanden und haben noch nicht mitbekommen, dass es das Imperium der Empörer nicht mehr gibt... Jetzt findet sich dieser Begriff auf einem fünf Millionen Jahre alten Bild, angefertigt wohl von jemandem aus der ersten Larenzivilisation, auf dem auch Luna zu sehen ist. Damals haben die Ur-Laren angeblich einen gar schröcklichen Feind bekämpft und besiegt. Die Alten Sternenlande sind auch dem Atopischen Tribunal bekannt, siehe PR 2770. Dort heißt es, dass die Onryonen den Plänen des Tesqiren Dhayqe zufolge eine eigene Domäne in den Alten Sternenlanden erhalten sollen.

Es gibt noch viel ältere Quellen. Die Entdeckung der alten Larenstation durch Hotrenor-Taak und den Prospektor (Pyon Arzachena) wird in PR 865 / PR 866 geschildert. Seit damals steht fest, dass die Laren schon lange vor dem Einmarsch des Hetos der Sieben in der Milchstraße aktiv gewesen sind. Was sie damals dort getan haben, wurde meines Wissens nie geklärt. Die Gys-Voolbeerah waren seinerzeit mit im Spiel. Tja, und aus Ur-Laren können Gestaltwandler werden. Klingelt da etwas? Wenn man nun noch bedenkt, dass in der Larenstation auf Olymp Nanogenten zum Einsatz kommen, also jene Wunderwerke der Stadt Aures, aus denen Pazuzu besteht...

Wie das alles zusammenpasst, ist mir noch nicht klar, ebensowenig, was ich mir unter einem "Feind allen Lebens" vorstellen soll. Die Abruse vielleicht? Jedenfalls wird der Erdmond, der in diesem Zyklus ja ein wenig in Vergessenheit geraten ist, wahrscheinlich bald wieder ins Zentrum des Geschehens rücken.

Da der Roman viel Futter für Spekulationen bietet, habe ich ihn gern gelesen. Ansonsten... na ja. Die aus Sicht des Kaiserpaares geschilderten Kapitel haben mir noch am besten gefallen. Die beiden sind interessante Figuren, von denen ich gern mehr lesen würde. Leider werden viele Seiten mit der Wiederholung längst bekannter Fakten, Fehlern (u.a.: ein Mentalstabilisierter wie die Kaiserin hat keinen "mentalen Schild", den er senken könnte, damit Gucky aktiv werden kann. Das vergisst Montillon regelmäßig) und überflüssigen Details gefüllt. So drehen während des Hypertransfluges der RAS TSCHUBAI einige Roboter der Proto-Hetosten durch, richten aber keinen Schaden an und können abgeschaltet werden. Welchen Sinn diese Episode haben sollte, hat sich mir nicht erschlossen, deshalb habe ich sie in der Handlungszusammenfassung nicht erwähnt.

Ich finde es übrigens witzig, wie die Autoren mit ihren eigenen Wundertüten umgehen, zum Beispiel mit Gholdorodyns Kran. Der kommt immer nur dann zum Einsatz, wenn dem jeweiligen Autor keine schlauere oder zumindest glaubwürdigere Möglichkeit einfällt, die Protagonisten von A nach B zu bringen. Wenn sich dagegen die Möglichkeit bietet, Perry Rhodan in eine Maske zu stecken, dann wird die garantiert genutzt. Dabei wäre es doch so einfach gewesen. Gholdo hätte Perry und Begleitung mit dem Kran in den Kaiserpalast bringen und zurück in die RAS TSCHUBAI springen können, immerhin wurde die Kran-Reichweite drastisch erhöht. Perrys Gruppe hätte nur mit Winkern ausgestattet werden müssen, dann wäre es jederzeit möglich gewesen, sie von jedem beliebigen Punkt aus in Nullzeit abzuholen. Dann hätte man sich das riskante Manöver mit einem als Frachtraumer getarnten und von Farye Sepheroa auf Olymp gelandeten Schweren Kreuzer sowie die lächerliche Maskerade sparen können. Vom psi-begabten Symbionten der Kaiserin ganz zu schweigen.

J. Kreis, 17.01.2015


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