PR 2784
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Perry Rhodan Nr. 2784: Angriffsziel CHEMMA DHURGA

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Zur Eroberung der CHEMMA DHURGA entwickeln Perry Rhodan und seine Gefährten einen mehrstufigen Plan, bei dem auch die zwölf toten Proto-Hetosten eine Rolle spielen sollen. Es wurde festgestellt, dass ein ÜBSEF-Äquivalent der Ordischen Stelen mit den Laren verschmolzen ist. Gucky meint, es habe die Attentäter retten wollen. Zusammen mit der hyperphysikalischen "Verschmierung" der Leichen, so meint Rhodan, wäre dies ein geeigneter Köder für Saeqaer, die bekanntlich gern Schiffbrüchige rettet. Die zwölf Toten werden in den Schweren Kreuzer ECELLU gebracht, der bereits für den Einsatz auf 50.000 als Raumschiff der Ningen getarnt worden ist und jetzt so umgebaut wird, dass er einem Wrack gleicht, aber noch einsatzfähig ist. Zwei TARA-X-T-Kampfroboter werden in dezentralisiertem Zustand im Kreuzer versteckt. Für die Suche nach dem Atopen-Raumschiff soll das Vektorion eingesetzt werden. Rhodan geht davon aus, dass das Vektorion nicht nur den Weg zur Urheimat der Laren anzeigen wird, sondern auch die Richtung, in der sich das in der CHEMMA DHURGA aufbewahrte von dieser Welt stammende Artefakt befindet.

Entscheidende Bedeutung kommt jedoch dem von Gholdorodyn weiter perfektionierten Kran zu. Perry Rhodans Einsatzteam wird nicht an Bord der ECELLU sein, sondern soll mit dem Fiktivtransmitter direkt in Globus-1 des Richterschiffes versetzt werden, denn ein Vorbeikommen an den "Engeln der Schmiege" ist unmöglich. Gholdorodyn hat ein neues Zubehörteil konstruiert: Das Paukhestral. Dieses wie eine Kanne mit einer Wandung aus modulierten Mivelum-Hyperkristallen geformte Gerät dient als Messgerät und 6D-Hochleistungsrechner. Es wird auf paramechanischem Wege mit dem Bewusstsein des Keloskers verbunden. Zur Vervollkommnung des Paukhestrals wird ein wenig von ANANSIS Substanz benötigt. Der Rechner stellt nach kurzem Zögern die benötigte Menge aus seinem Backup-Vorrat zur Verfügung. Avestry-Pasik, dessen 75-Meter-Beiboot VERNYS-VERC in einem abgeschirmten Ringwulsthangar der RAS TSCHUBAI untergebracht wird, soll am Kaperversuch teilnehmen. In den Verhandlungen mit dem Anführer der Proto-Hetosten entwickelt sich Nonon-Kior zum Vermittler.

Nach Abschluss aller Vorbereitungen fliegt die RAS TSCHUBAI am 14. Mai 1517 NGZ zum Planeten Kaidhan. Erwartungsgemäß ist die CHEMMA DHURGA nicht mehr dort, sondern, wie das Vektorion anzeigt, im einige Dutzend Lichtjahre entfernten Sektor Terrmenott. Die ECELLU wird ausgeschleust. Wie erhofft nimmt sich die CHEMMA DHURGA der vermeintlichen Schiffbrüchigen an. Das "Wrack" wird ins Innere von Globus-2 geholt. Dort kümmern sich Struugh und dessen Schüler Woo Pi Ta Äl-Khen aus dem Volk der Atreoponten um die Neuankömmlinge. Atreoponten sind große, empathisch veranlagte Schlangenwesen aus Stätte Nullnullacht. Sie haben schon vor langer Zeit von Saeqaer den Auftrag erhalten, alle neuen Schiffbrüchigen zu untersuchen und Empfehlungen darüber abzugeben, wie weiter mit ihnen verfahren werden soll. Währenddessen werden Perry Rhodan, Atlan, Gholdorodyn, Sichu Dorksteiger, Gucky und Avestry-Pasik mitsamt dem Kran in den anderen Globus versetzt. Der Transfer erfolgt nicht in Nullzeit, stattdessen hängen die Passagiere in einer undefinierbaren Umgebung fest, können sich kaum noch bewegen und unterliegen einem Einfluss, der alle Nicht-Zellaktivatorträger das Bewusstsein verlieren lässt. Nur Atlan nimmt schließlich so etwas wie einen Pfad wahr und kann seine Gefährten ans Ziel führen.

Dort stehen sie plötzlich einem seltsamen Wesen gegenüber, das wie eine Mischung aus Baum und Krake aussieht. Zahlreiche pyramidenförmige Kampfroboter kommen hinzu. Atlan gibt sich zu erkennen und tut seinen Wunsch kund, als Pilot des Richterschiffes zu fungieren. Seine Ritteraura bleibt nicht unbemerkt. Das Fremdwesen ist bereit, den Arkoniden in die Steuerzentrale zu führen. Atlan und seine Begleiter ahnen nicht, dass das merkwürdige Wesen der Weiße Bacctou ist und mit Saeqaer in ständigem Kontakt steht. Die Richterin und ihr ungeborenes Kind meinen, Atlan könne ein Geschenk sein, das von der CHEMMA DHURGA bereits erwartet wurde...

Kringels Meinung:

Hatte die CHEMMA DHURGA bisher keinen gescheiten Piloten, oder warum freut sie sich auf Atlans Ankunft? Welche Beziehung gibt es zwischen Schwarzem und Weißem Bacctou? Ist das Kraken-Baum-Wesen die Quelle für Rohlinge wie den, aus dem Bacctou-Rhodan entstanden ist? Warum konnte nur Atlan die Spur finden, die es dem Einsatzteam ermöglicht hat, aus dem Dauer-Transfer zu entkommen - weil er schon einmal hinter den Materiequellen war? Welchen Sinn hat das Ablenkungsmanöver mit den zwölf toten Proto-Hetosten? Gut, der Kreuzer dient als Trojanisches Pferd für die beiden TARA-X-T-Kampfroboter, aber man darf angesichts der Tatsache, dass sie erst einmal an den Engeln der Schmiege vorbeikommen müssten, doch bezweifeln, dass es ihnen möglich sein wird, Perry und seinen Freunden zu helfen. Was ist das für eine ominöse ANANSI-Substanz, die man mal eben mit einer Kanne buchstäblich abschöpfen kann? Und welche Wunderwaffen wird Gholdorodyn wohl noch für seine neuen Freunde aus dem Ärmel schütteln? Ich fürchte, nicht alle Fragen werden in der zweiten Hälfte des aktuellen Doppelbandes beantwortet werden. Das größte Fragezeichen ist der Kaperversuch selbst. Perry und Gefolgschaft sind drin, aber was jetzt? Saeqaer weiß Bescheid und es kommt mir nicht so vor, als sei die CHEMMA DHURGA in Gefahr, bald den Besitzer zu wechseln!

Ein Großteil des Romans besteht aus einer amüsanten Nebenhandlung, in der Woo Pi Ta Äl-Khen seine Lehrstelle bei Struugh antritt und dann so einiges durchmachen muss, bis er erkennt, dass sein Meister gar nicht der Soziopath ist, für den er ihn gehalten hat. Auf einer Art Jahrmarkt begegnet er Kharingo (siehe PR 2756), die ihm von Perry erzählt. Witzig: Je mehr sich ein Atreopont in für sein Volk wertvollen Disziplinen auszeichnet, desto mehr wird sein ursprünglich aus vielen Silben bestehender Name abgekürzt. Je einsilbiger, desto angesehener, könnte man also sagen! Struugh berichtet, Saeqaer trete nur bei wichtigen Anlässen persönlich in Erscheinung. Zuletzt habe er direkt mit ihr gesprochen, als es um die Bergung des in der Akkretionsscheibe eines Schwarzen Loches gestrandeten Virenraumschiffes CADDFAYER gegangen sei. Oha! Von einem Virenraumer mit diesem Namen wissen weder ich noch die Perrypedia etwas. Vielleicht liest ja jemand von euch gerade den Zyklus "Die Gänger des Netzes" und kann sagen, ob die CADDFAYER dort erwähnt wird? Ich glaube allerdings nicht, dass dies für den aktuellen Zyklus noch von Bedeutung sein wird. Außerdem erfahren wir, dass Saeqaer aus dem Infinitum stammt, einer 70 Milliarden Jahre entfernten Zukunft, in der sich Larhatoon in eine Chronosingularität verwandelt haben wird. Das ist wieder so eine ominöse Angabe wie fast alle anderen, die wir im Zusammenhang mit den Atopen bisher erhalten haben. Damit kann ich wenig anfangen.

Zwischendurch erzählt Atlan jemandem (wer das ist, werden wir wohl im nächsten Heft erfahren) aus seiner bewegten Vergangenheit. Das ist für Neuleser, die gar nicht wissen, was an diesem Typen so toll sein soll, sicher nicht schlecht. Sein Wiedereinstieg in die aktuelle Handlung war ja bis jetzt alles andere als spektakulär und geleistet hat er noch kaum etwas. Allerdings kratzt Leo Lukas hier natürlich nur an der Oberfläche. Mehr wäre aber auch zu viel gewesen.

Übrigens: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der echte Rhodan mit in den Einsatz gegangen ist...

J. Kreis, 27.12.2014


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Claus (31.12.2014):

Ich finde es unverschämt Rhodan den Status eines Ritters der Tiefe abzusprechen. Ritter ist ein Titel, verliehen von den Kosmokraten. Die Ritteraura ist nichts weiter als ein Ausweis oder Werkzeug. Ein König der seine Krone bei einem Gebäudeeinsturz unter den Trümmern verliert ist dennoch weiterhin der König.
Lukas und die Expokraten sollen die Finger von diesem Status lassen.



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