PR 2782
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Perry Rhodan Nr. 2782: Duell auf Everblack

Autorin: Susan Schwartz

Inhalt

Die KRUSENSTERN sitzt auf Everblack fest. Getarnte Erkundungstrupps versuchen herauszufinden, was auf der Dunkelwelt eigentlich vorgeht. Die VOHRATA ist wieder abgeflogen. Die 770-Meter-Raumer BOPHON und TYAMANIS sind auf Everblack geblieben, um den Verlauf der Infektion aller Posbis mit Balpirol-Proteindirigenten zu überwachen. Oberbefehlshaber der Tefroder vor Ort ist Cascant-Bassyn. Tetoon ist noch immer in der KRUSENSTERN gefangen. Marian Yonder versucht ihn davon zu überzeugen, dass er krank ist. Zwar erwachen Zweifel in dem Posbi, doch insgeheim nimmt er Kontakt mit einem "Artgenossen" von Everblack auf und begeht mit dessen Hilfe Selbstmord. Die Posbi-Paranoia ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass sich die Erkrankten bei ihren hektischen Tätigkeiten gegenseitig behindern. Am 18. März 1517 NGZ kommt es zu einer verheerenden Explosion in einem Sektor, in dem ein terranischer Trupp unterwegs war. Viccor Bughassidow schaut dort persönlich nach dem Rechten. Er wird von Jatin, Peo Tatsanor und einigen Posbis aus der Alten Oblast begleitet. Einer davon ist Zorun, genannt "Die Festung", ein so genannter Sub-Posbi ohne Plasmaanteil. Von dem Erkundungstrupp ist nichts mehr übrig, aber ein Everblack-Posbi hat die Explosion schwer beschädigt überstanden. Bevor er endgültig den Geist aufgibt, liest Madame Ratgeber sein Gedächtnis aus. Demnach ist es zu der Explosion aufgrund der überhasteten Arbeiten an einem Librationszonen-Blendschild gekommen.

Die Terraner wussten bereits, dass sich Everblack auf die Produktion von Waffen eingestellt hat, die speziell gegen Lebewesen eingesetzt werden sollen. Außer den Blendschilden konstruieren die Posbis ÜBSEF-Disruptoren, HÜ-Inverter und Selphyr-Fataro-Katapulte. Den Terranern wird klar, dass die Situation außer Kontrolle zu geraten droht und dass Everblack von den Tefrodern nur als Testgelände für die Posbi-Seuche benutzt wird. Deren Auswirkungen werden womöglich bald irreversibel sein. Bughassidow geht davon aus, dass die Tefroder ein Gegenmittel haben müssen. Tatsanor bietet an, ihm bei der Suche danach zu helfen. Zu diesem Zweck müssen seine Parafähigkeiten durch Glasfrost verstärkt werden - und die Abhängigkeit von dieser Droge hat er gerade erst überwunden. Jatin erhält den Auftrag, eine Glasfrost-Variante ohne süchtig machende Bestandteile zu entwickeln. Am 2. Mai ist es soweit. Madame Ratgeber, in deren Innerem sich Peo Tatsanor versteckt, erhält einen Gesprächstermin bei Cascant-Bassyn. Nach einem Bluff, durch den sie gleichzeitig erfährt, dass die von den Posbis hergestellten Waffen ursprünglich gegen die Onryonen zum Einsatz hätten kommen sollen, lockt Madame Ratgeber weitere Informationen aus dem Tefroder heraus. Er weiß zwar nichts über ein Gegenmittel, aber er kennt denjenigen, der die Balpirol-Proteindirigenten erschaffen hat. Dessen Name lautet Monanjo Shatabad, und als er wie von Tatsanor suggeriert herbeigerufen wird, aber schon am 15. Mai mit dem von Dhamor-Joesse kommandierten Raumschiff OVASAPIAN VII eintrifft, liegt der Schluss nahe, dass er bereits unterwegs nach Everblack gewesen ist. Dienbacer ist ebenfalls an Bord.

Shatabad ist ein Eyleshion. Er ist fasziniert von den Vorgängen auf Everblack. Dienbacer erhält den Auftrag, die Gedanken der infizierten Posbis zu lesen. Der tefrodische Mutant nimmt die Anwesenheit eines anderen Parabegabten wahr. Tatsanor putscht sich mit immer mehr Glasfrost II auf und manipuliert Dienbacer, stößt dabei aber auf unerwartet heftigen mentalen Widerstand. Der Anti kann nicht verhindern, dass die Tefroder bei den Posbis den Bau eines Para-Detektors in Auftrag geben, mit dem Tatsanor aufgespürt werden könnte. Madame Ratgeber und einige andere Posbis, darunter Zorun, sabotieren den Bau. Zorun opfert sich und verursacht eine Explosion, die heftiger ausfällt als erwartet. Gleichzeitig dringen Bughassidow, Jatin und Tatsanor in die OVASAPIAN VII ein, um im Rechnernetzwerk nach dem Gegenmittel für die Posbi-Paranoia zu suchen. Diese Daten sowie die Koordinaten von Shatabads Heimatwelt, der Dunkelwelt Eyyo, werden in einem uralten Cheborparnerschiff gefunden, das in einem Hangar des tefrodischen Kugelraumers steht. Tatsanor gerät in einen Machtrausch. Er vernichtet das Cheborparnerschiff und versucht Dienbacer vollständig zu unterwerfen. Dabei übernimmt er sich und wird getötet.

Chaos bricht aus. Die KRUSENSTERN flieht mit knapper Not nach Alpha-Sheredado. Dies ist eine weitere Dunkelwelt der Posbis. Bughassidow gibt die auf Everblack gewonnenen Erkenntnisse weiter. Die Posbis bereiten sofort die Isolation Everblacks vor. Die KRUSENSTERN nimmt Kurs auf Eyyo.

Kringels Meinung:

Monanjo Shatabad ist ein Eyleshion wie Spälneyer, Vetris-Molauds Leibarzt. Dieses Volk lebt auf einer Dunkelwelt, womit wir zu einer Thematik zurückkehren, die zu Beginn des Zyklus groß eingeführt, dann aber weitestgehend vernachlässigt wurde. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass Eyyo mit Medusa identisch ist.

Ich habe schon viele gute Romane von Uschi Zietsch gelesen, deshalb war ich von diesem hier etwas enttäuscht. An der Handlung liegt's definitiv nicht, ganz im Gegenteil! Die gefällt mir durchaus, denn was auf Everblack geschieht, passt genau ins Gesamtbild. Vetris-Molaud geht vermutlich davon aus, dass das Atopische Tribunal seine Alleingänge nicht mehr lange dulden wird. Was liegt also näher, als die Erkenntnisse, die er durch die "Freundschaft" mit den Onryonen gewonnen hat, gegen diese einzusetzen? Die Tefroder dürften inzwischen dahintergekommen sein, auf welche Weise die Onryonen den Linearraum nutzen. Der Librationszonen-Blendschild wird dann wohl eine Waffe sein, die sich gegen genau diese Nutzung richtet. Wie es sich für einen gewieften Taktiker gehört, schlägt Vetris-Molaud zwei Fliegen mit einer Klappe: Mit den Posbis sollen die Terraner ihre wichtigsten Verbündeten verlieren, gleichzeitig sollen die Posbis ihre gewaltigen Produktionskapazitäten in den Dienst der Tefroder stellen und wirksame Waffen gegen den militärischen Arm des Tribunals entwickeln. Ich finde es richtig klasse, wie die Tefroder aus ihrem Mauerblümchendasein hervorgeholt und so sehr aufgewertet werden, dass sie zu viel glaubwürdigeren Gegnern für die Terraner werden als irgendeine aus dem Nichts hervorgezauberte Supermacht wie das Atopische Tribunal.

(Nachtrag vom 18.12.2014: Habe wg. der Waffenentwicklungen der Posbis nochmal nachgelesen. Man muss die entsprechende Romanstelle wahrscheinlich anders verstehen, nämlich so, dass die Posbis schon vor der Intervention durch die Tefroder insgeheim an Waffen gearbeitet haben, die gegen das Atopische Tribunal hätten eingesetzt werden sollen. Die Tefroder nutzen das jetzt aus, aber die Waffen sollen gegen die Terraner verwendet werden. Dennoch muss ich obigen Absatz nicht verwerfen, denn Vetris-Molaud kann immer noch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, auch wenn er die Entwicklung des Blendschilds nicht in Auftrag gegeben hat. Vielleicht hat er Wind davon bekommen, dass die Posbis an wirkungsvollen Anti-Onryonen-Waffen basteln und wollte sich diese unter den Nagel reißen. Oder er hatte wieder mal einfach nur Glück. Das wäre dann ein etwas unglaubwürdiger Zufall. Macht aber nichts, schließlich sind unsere Helden schon oft durch "Zufälle" gerettet worden. Warum sollte Fortuna nicht auch mal den Schurken hold sein?)

Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte Uschi nicht so recht gewusst, wie sie das von den Expokraten vorgegebene Handlungsgerüst mit Leben füllen sollte. Und so müssen wir lange Beschreibungen von Tatsanors Wahn ertragen. Gab es denn keine andere Möglichkeit, als einem nicht wirklich vertrauenswürdigen Gefangenen, dessen Psi-Kräfte ohnehin schon ein nicht einzuschätzendes Risiko darstellen, auch noch ein hastig entwickeltes und ungetestetes Medikament an die Hand zu geben, mit dem er diese Kräfte ins Unermessliche steigern kann? Der Gedanke, dass sich Tatsanor gegen die Besatzung der KRUSENSTERN richten könnte, soll Bughassidow nicht gekommen sein? Aber das ist ja nur ein Detail. Was mich wirklich gestört hat, ist der Stil. Allzu locker-flockig plätschert alles dahin. Auf so manche Haken, die die Handlung schlägt, bin ich in der Zusammenfassung gar nicht eingegangen. Diese Wendungen sind mir ebenso bedeutungslos vorgekommen wie der gesamte Tetoon-Subplot. Am Ende habe ich die gewonnenen Informationen mit Interesse verbucht, mich aber nicht unterhalten gefühlt.

J. Kreis, 14.12.2014


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