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Perry Rhodan Nr. 2780: Haluts Weg

Autorin: Verena Themsen

Inhalt

Die Gruppe Sorgfalt ist eine tefrodische Geheimorganisation, die sich dem Ziel verschrieben hat, Vetris-Molauds Vision eines von Tefrodern dominierten Zweigalaxienreiches zu verwirklichen - und zwar mit noch radikaleren Mitteln als der Maghan. Peliste Vonenc, Kommandantin des Forschungsschiffes SHAPARY, und Matos Mashuu, Kommandant des Militärraumers FALANER, leiten eine Aktion ein, durch die eines von vielen Hindernissen auf dem Weg Vetris-Molauds zur absoluten Macht beseitigt werden soll: Die Haluter.

In der Verkleidung eines Mehandor namens Scertanter reist USO-Chef Monkey im April 1517 NGZ nach Halut. Er kooperiert dort mit Blo Rakane und dessen Kind Ova, um die Produktion von Librodrohnen in Gang zu setzen, mit denen die onryonischen Linearraumtorpedos wirksam bekämpft werden können. Die subplanetaren Kavernen Haluts eignen sich für dieses Vorhaben besser als die bisherigen Produktionsstätten, denn diese stehen zu sehr unter Beobachtung. Halut dagegen ist zudem durch das Hypersturmgebiet Shorial geschützt.

Monkey hat eine Agentin auf Halut, die Ferronin Tevermon, eine Technikspezialistin im Team des nexonischen Halutologen Yason Khan. Dessen tefrodischer Kollege, Wissensmeister Gidys Rykamoon, hat die Theorie entwickelt, dass in den seit dem Angriff der Blitzer unzugänglichen Höhlen Haluts noch Humidors leben. Um Lücken in der halutischen Geschichtsschreibung zu schließen, wollen die Forscher mit Billigung des greisen Archivars Stocho Henitis in diese Bereiche vordringen. Zu diesem Zweck hat Rykamoon den Akonen Watrim Zaphis angefordert. Der Atanor hat ein Such-und-Ruf-Transmittersystem entwickelt, mit dem es möglich sein soll, alte Transmitterstationen aufzuspüren und ferngesteuert zu aktivieren. Tevermon findet heraus, dass mit den dazu verwendeten Computerprogrammen etwas nicht stimmt, aber möglicherweise handelt es sich nur um einen Fall von Industriespionage.

Die Ankunft eines onryonischen Konvois wird gemeldet. Shekval Genneryc erscheint mit einer großen Zahl von Kampfschiffen, um eine Ordische Stele auf Halut zu installieren. Dabei lässt er jegliches diplomatische Feingefühl und die im Umgang mit Halutern so wichtige Höflichkeit vermissen. Blo Rakane spricht als Anwalt Aller für sein ganzes Volk und lehnt Gennerycs Ansinnen, das natürlich zu nichts anderem als der Unterdrückung der Haluter führen soll, wortgewaltig ab. Als der Onryone erwartungsgemäß mit der Vernichtung Haluts droht, gibt Rakane ihm zu verstehen, dass die Haluter keineswegs an ihrer Heimatwelt hängen. Jeder einzelne von ihnen besitzt ein jederzeit startbereites Raumschiff und würde sich lieber eine andere Heimat suchen, als auf seine Freiheit zu verzichten. Unter dem dröhnenden Gelächter der Haluter müssen die Onryonen abziehen, aber das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen.

Derweil untersucht die SHAPARY das Hypersturmgebiet Shorial. Peliste Vonenc höchstselbst leitet die Vernichtung ihres Schiffes ein. Die FALANER erscheint "zufällig", um die Überlebenden zu retten. Dass die Anzahl der Todesopfer relativ gering gehalten werden kann, ist jedoch drei Junghalutern zu verdanken, die in der Nähe unterwegs waren, um sich in der Drangwäschephase auszutoben. Dazu haben sie jetzt die beste Gelegenheit. Ohne Rücksicht auf ihr eigenes Wohlergehen stürzen sie sich immer wieder in den zerbrechenden tefrodischen Raumer und befreien Eingeschlossene. Die Haluter werden verwundet, einer von ihnen trägt eine Tote aus dem Wrack, als wäre es sein eigenes Kind, um der Tefroderin eine würdige Bestattung zu ermöglichen. Als Vonenc das sieht, gerät ihr Bild von den halutischen Bestien, die um jeden Preis ausgerottet werden müssen, ins Wanken. Das bleibt Mashuu nicht verborgen. Er erschießt Vonenc hinterrücks. Dann nimmt er via Transmitter zwei Prototypen einer neuen Waffe in Empfang, die auf weiterentwickelten terranischen SHIVA-Aufrissbomben basieren. SHIVAS FAUST soll Halut zerschmettern...

Kringels Meinung:

Kaum kehrt die Handlung in die Milchstraße zurück, da nimmt sie schon wieder Fahrt auf und wird sogar richtig spannend!

Ich glaube, ich habe es schon einmal geschrieben: Man merkt sehr deutlich, dass Verena Themsen die Völker, Personen, Orte und Eigenheiten des Perryversum genau kennt und respektiert. Das schätze ich an ihren Romanen besonders, und das aktuelle Heft macht da keine Ausnahme. So darf man sich über arrogante Onryonen amüsieren, welche sich bei der Inspektion eines Springer-Raumers vor allem über Besatzungsmitglieder aufregen, die einen kleinen Snack zwischendurch genießen. In ihrer Überheblichkeit sind sie leichte Beute für die ebenso listigen wie respektlosen Mehandor. Noch mehr Freude bereiten die Haluter, die gleichzeitig mit brachialer Wucht und sanfter Feinfühligkeit vorgehen, um die Besatzung der SHAPARY zu retten, wobei sie ihr eigenes Leben riskieren. Und am besten hat mir die Art und Weise gefallen, wie Blo Rakane den wie immer aalglatten Shekval Genneryc auflaufen lässt. Das sind herrliche Kapitel, bei denen ich aus dem Grinsen gar nicht mehr herausgekommen bin!

Allerdings finde ich es ein bisschen merkwürdig, dass sich das Bild von den Halutern als mörderische Bestien in den Köpfen der Tefroder selbst im 16. Jahrhundert NGZ noch so hartnäckig halten soll, dass die Gruppe Sorgfalt es für nötig hält, dieses Volk zu vernichten. Es ist jedoch nicht unlogisch, die Haluter zu beseitigen. Die Haluter sind wahre Kampfmaschinen, und selbst wenn ihre Militärmacht allein nicht stark genug sein mag, dass Vetris-Molaud dadurch behindert werden könnte, so gehören sie doch zu den wichtigsten Verbündeten der Terraner - neben den Posbis, gegen die Vetris-Molaud bekanntlich selbst schon einen Schlag geführt hat.

J. Kreis, 30.11.2014


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Phil (02.12.2014):

Das Angenehme bei Romanen von Verena Themsen ist, dass man beim Lesen immer das Gefühl hat, da hat sich jemand besonders Mühe gegeben: Da stimmt jeder Satz, die Dialoge sind durchdacht, es gibt keine Wiederholungen, keine Datenblätter, keine Logik- oder Anschlussfehler, keine Null- oder Füllphrasen. (Nur mit dem Aufbau der Romane habe ich so manchmal meine Probleme, aber gut, die habe ich fast immer.) Vielleicht nimmt sie sich auch einfach mehr Zeit als so manch anderer, was erklären würde, warum sie (leider) relativ wenig schreibt. Was soll ich sagen: Ich mag einfach ihren Stil.



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