PR 2778
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Perry Rhodan Nr. 2778: Der Weg nach Wanderer

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Quick Silver handelt mit Omwayd, dem nicht besonders freundlichen Kommandanten des Apukamuy-Handelsschiffes RYTRALL, Bedingungen für eine Passage nach Wanderer aus. Die Zeit drängt, denn ein Jäger des Protokolls Defensive der Stadt Allerorten namens Toidha Zyonaro und sein Trupp aus dem Volk der Yothoy haben die Breviatur Tanns bereits durchquert. Zu spät stellen Bull und Toio Zindher fest, dass sie über den Tisch gezogen wurden. Als Lohn für die Suche nach der Kunstwelt der Superintelligenz ES hat Quick Silver die Tefroderin an den Apukamuy verkauft. Mehrere hundert Laameres wurden bereits als Sklaven an Bord genommen. Bull kann vorerst nichts gegen all dies unternehmen und muss sich widerwillig fügen.

Nach zweiwöchiger Reise erreicht die RYTRALL Wanderer am 25. März 1517 NGZ. Bull und Zindher können es kaum erwarten, das völlig verdreckte und chaotische Apukamuy-Schiff hinter sich zu lassen. Quick Silver erklärt, dass der ausgehandelte Preis nicht gezahlt wird. Eine Bombe, die er in einer Fäkaliengrube platziert hat, in der Omwayds Weibchen unablässig Nachwuchs produzieren, dient als Druckmittel. Der Apukamuy würde sich auch mit einem Zellaktivator zufrieden geben, während sich Quick Silver für das Physiotron interessiert. Doch es gibt ein anderes Problem. Homunk, der die Ankömmlinge freundlich - aber sichtlich verwirrt - begrüßt und an Bord kommt, verweigert Bull wegen des "umgedrehten" Zellaktivators den Zutritt auf der Scheibenwelt. Der Chip muss entfernt und auf der RYTRALL zurückgelassen werden. Als Faustpfand nehmen Bull und seine Begleiter Omwayds aufmüpfigen Sohn Ossoyr mit.

Während Homunk seine Gäste durch die seltsam verändert wirkenden Landschaften Wanderers und die neuerdings wuchernde Maschinenstadt Ambur-Karbush führt, treffen auch die Yothoy bei Wanderer ein. Sie nutzen ein mächtiges biomechanisches und von einer Entität namens "Geist" beseeltes Schiff, das sie als Mini-Kog bezeichnen. Toidha Zyonaro presst aus Omwayd alles Wissenswerte heraus und schickt sich an, auf Wanderer zu landen. Dort haben Bull und seine Begleiter inzwischen erfahren, dass ES noch immer unter der Abspaltung TALINS leidet und nicht handlungsfähig ist. Homunk ist infolge der Verwirrung der Superintelligenz vorübergehend erblindet. Es wird noch lange dauern, bis die mentalen Wunden verheilt sind. Atlan ist aus diesem Grund unabkömmlich. Der Arkonide hält sich in den "subklusiven Regionen" unter der Oberfläche auf. Bull und seine Begleiter sind die ersten Menschen, die diesen Bereich betreten. Ihre Führerin ist die in ES aufgegangene und nun körperlich gewordene Suzan Betty Rhodan. Perry Rhodans erste Tochter scheint jedoch nicht ganz sie selbst zu sein.

Da greifen die Yothoy an. Geist - in Wahrheit der Bewusstseinsinhalt einer Raumsphäre, die aus dem Besitz eines Chaotarchen stammt - will Wanderer vernichten und stellt sich deshalb sogar gegen Toidha Zyonaro. Da ES nicht eingreifen kann, bleibt es Bull und seinen Begleitern überlassen, den Angriff zurückzuschlagen.

Homunk unterrichtet Atlan von Bulls Ankunft. Der Arkonide soll dem Terraner erklären, welches Dilemma ihn erwartet. Atlan soll Bull sagen, dass er Suzan Betty Rhodan töten muss.

Kringels Meinung:

Atlan ist zurück! Das ist die gute Nachricht. Der Rest? Na ja.

Wie zu erwarten war, verwendet (oder sollte ich noch ein s, ein c und ein h in das Wort einfügen?) viele Seiten für die Beschreibung der Apukamuy, ihrer abstoßenden Eigenschaften und ihres widerlichen Raumschiffes. Schräge Typen wie diese Sklavenhändler sind quasi unverzichtbarer Bestandteil von MMTs Romanen und ich lese diese ebenso phantasievollen wie amüsanten Kapitel ja durchaus gern. Ich habe auch überhaupt nichts dagegen, dass MMT manchmal übers Ziel hinausschießt, denn so ernst nehme ich die PR-Serie nun auch wieder nicht. Ich würde mir nur wünschen, dass all diese Ideen etwas mehr Bedeutung für die Kerngeschichte hätten, denn die kommt bei dem zwar netten, im Grunde aber irrelevanten Beiwerk manchmal zu kurz. Oder sollen Tann bzw. die Apukamuy im laufenden Zyklus noch irgendwelche wichtigen Rollen spielen? Ich bezweifle es. Jedenfalls gleicht die Reise nach Wanderer einem Spaziergang. Die Zeiten, in denen die Route der Scheibenwelt ein wohl gehütetes Geheimnis war, sind anscheinend vorbei. Jetzt kann jeder Hinz und Kunz da mal so eben hinfliegen, sogar ein Produkt der Chaotarchen, das auf unbekannte Weise in den Fundus der Stadt Allerorten gelangt ist und sich aus unbekannten Gründen als Raumschiff benutzen lässt, bis es sich offenbar an seine Herkunft erinnert und durchdreht. Ich glaube, ich habe schon oft genug geschrieben, was ich von derartigen aus dem Nichts herbeigezauberten Wundertüten halte.

Nun ist Bully also auf Wanderer angekommen, und wieder geschieht genau das, was zu erwarten war: Von ES ist keine Hilfe zu erwarten. Der Alte von Wanderer laboriert noch an der Aufspaltung, deren Sinn sich mir bis heute nicht wirklich erschlossen hat: Wenn sich ES sowieso nicht wirklich um seine Mächtigkeitsballungen kümmert (und nennt mir bitte ein konkretes Beispiel aus den letzten Jahren dafür, dass er das doch je getan hätte), wieso muss er dann in beiden gleichzeitig präsent sein? Die Gründe, die hierfür geliefert wurden, sind mir immer recht fadenscheinig vorgekommen. Wie dem auch sei - ES ist wieder mal verwirrt und braucht zum x-ten Mal die Hilfe seiner Lieblings-Hilfsvölker. Atlan scheint die Aufgabe zu haben, den Splittern der Superintelligenz Mentalenergie aus seinem Zellaktivator zu spenden und sie somit zu heilen. Warum er meint, Bull müsse Suzan töten, ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich ist das aber nicht wörtlich zu nehmen, Rhodans Tochter ist ja schließlich schon tot. Es kommt mir so vor, als ob hier irgendeine ganz merkwürdige Geschichte liefe. Hat Homunk nicht behauptet, er wisse nicht, wo Atlan sei? Nun, am Roman-Ende besucht er ihn persönlich!

Atlan ist unabkömmlich? Stimmt nicht. Nur sein Zellaktivator wird gebraucht. Na, dann wird ihn wohl ein anderer Unsterblicher ablösen müssen! Bully kommt nicht in Betracht, denn dessen ZAC ist auf Wanderer nicht willkommen. Außerdem ist Bullys ZAC noch immer im Besitz Omwayds, sofern Toidha Zyonaro das Ding nicht an sich genommen hat...

J. Kreis, 16.11.2014


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Gastkommentare


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Michael (25.11.2014):

Wieso erklärt Bully Homunk nicht, warum sein ZA umgeprägt ist und fragt ihn, ob er ihn wiederum nochmals umprägen kann? Mag sein, dass es aufgrund der Verwirrung von ES (gähn....) nicht möglich ist, das entsprechende Gerät in der Werkzeugkiste zu finden, aber zumindest könnte er ihn doch FRAGEN. Stattdessen gibt Bully seinen ZA an Omwayd, einem skrupellosen Händler der lügt und betrügt. Na wenn das keine brilliante Idee ist ...


Jürgen Hopf (22.11.2014):

Ich fand bisher beide Romane von MMT gut zu lesen - was ja im letzten Zyklus nicht unbedingt selbstvertsändlich war.
Den dritten Roman habe ich noch nicht gelesen, daher kein abschließendes Urteil.
ich bin im Übrigen nicht der Meinung, dass Atlans ZA-Chip benötigt wird, sondern seine Ritteraura. Gegen Ende des Stardust-Zyklus wurde ja gesagt, dass die Aura zur Teilung von ES notwendig ist, warum also auch nicht zu dessen "Gesundung"?


hairybird (20.11.2014):

Chapeau, Peter !!
Seit 1 Woche geht mir dieses Wort nicht mehr aus dem Kopf!! Schwurbiversum mit Schwurbnesskonstante -1.
Warum kann Atlan verdammt nochmal nicht einfach Bull ANRUFEN, oder was konkretes ausrichten lassen?? Wegen des zunehmenden Schwurbs! Gute alte Science-Fiction, komm bald wieder, es fing doch so hoffnungsvoll an in diesem Zyklus...


Peter Glasmacher (18.11.2014):

Selbst wenn es zum Unwort im Perry Rhodan Universum wird: Nix als MMT Geschwurbel. Selbst bei sehr freier Interpretation weit weg von Science fiction.
Ich hab einen Hals wie eine Mannesmannröhreß...



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