PR 2777
© Pabel-Moewig
Verlag GmbH,
Rastatt



Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2776 «
» PR 2778 »
Perry Rhodan Nr. 2777: Flucht aus Allerorten

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Quick Silver führt Reginald Bull und Toio Zindher durch die Breviatur von Sigolatwelt in die Stadt Allerorten. Khuferchosdd ist froh, die ungebetenen Gäste loszuwerden. Der Terraner und die Tefroderin sind in Pha Gashapar nicht willkommen, ihre SERUNS werden von den Intotroniken der Stadt fast komplett lahmgelegt, damit sie keine Geheimnisse ausspionieren können. Quick Silvers Ruf als Artefaktsammler hat in letzter Zeit ziemlich gelitten. Sie alle sollen vom Protokoll Defensive verhört werden. Es gilt also, rasch weiterzureisen. Bull will ohnehin nicht lange in der Stadt verweilen, denn er muss so schnell wie möglich zur Kunstwelt Wanderer gelangen, dem Sitz der Superintelligenz ES, um dort Atlan zu kontaktieren. Quick Silver nutzt seine Möglichkeiten, um das PD zu täuschen und Zeit zu gewinnen.

Das Trio kann sich nun mehr oder weniger frei bewegen. Sie statten einem alten Bekannten Quick Silvers namens Stapax-Neutau einen Besuch ab - ein Parasit, der im sterbenden Körper des von ihm gänzlich übernommenen Wirts festsitzt - der sie zu einer gewissen Corna Miche führt. Die eiförmige Dame interessiert sich offenbar besonders für das Familienleben der Kosmokraten, denn als Bull ihr von Taurecs Sohn Monos erzählt, gibt sie ihm die für die Weiterreise nach Wanderer benötigten Informationen: Man muss sich zur Breviatur des Planeten Tann in Andro-Gamma begeben und von dort aus weiterreisen. Obwohl die Zeit drängt, erklärt sich Bull auf Bitten Quick Silvers bereit, nach dem Weißen Raum zu sehen. Dieser wird zurzeit ergebnislos von Wissenschaftlern Pha Gashapars untersucht. Als sich Bull dem Weißen Raum nähert, reagiert der prompt auf den umgeprägten Zellaktivator. Eine Art Abwehrmechanismus aktiviert sich und zieht die gesamte Umgebung (darunter einige von Quick Silver erbeutete wertvolle Artefakte) in Mitleidenschaft. Bull und seine Begleiter fliehen, Agenten des PD sind ihnen auf den Fersen.

Auf Tann angekommen, muss Bull feststellen, dass die Nachkommen der dortigen LFT-Botschafter seit geraumer Zeit ihre technische Überlegenheit missbrauchen, um die Eingeborenen (die Laameres - Tefroder-Abkömmlinge) gegeneinander aufzuhetzen, so dass sie sich nicht weiterentwickeln, und sich an ihnen zu bereichern. Da Tann seit dem Hyperschock völlig von der Liga isoliert ist, konnten die Terraner nach Belieben schalten und walten. Bull bringt es nicht über sich, einfach weiterzureisen, ohne diesen Zustand abzustellen. Das gefällt Botschafter Keylor Aloshad gar nicht. Er will die Neuankömmlinge beseitigen lassen, wird aber von seinem Sekretär Gaizka Arribachea abgesetzt, der sich von einer Kooperation mit Bull Straffreiheit erhofft. So kann Bull die Angelegenheit doch noch bereinigen. Da dringen Bulls Verfolger durch die Breviatur nach Tann vor. Arribachea verschafft seinen Gästen eine Passage auf einem Handelsraumer der Apukamuy, der gerade auf Tann gelandet ist. Eine zurückgelassene Spionsonde stellt sicher, dass Arribachea nicht einfach genauso in die eigene Tasche wirtschaftet wie sein Vorgänger, sobald Bull abgereist ist.

Kringels Meinung:

Der Roman enthält das bei diesem Autor zu erwartende etwas wilde Sammelsurium absonderlicher Figuren mit bizarren Eigenheiten (ich frage mich, woher MMT immer wieder neue abgedrehte und meist einfach köstliche Ideen dieser Art holt), sowie eine zwar etwas aufgepfropft wirkende, aber ganz amüsante Nebenhandlung mit korrupten Diplomaten und den obligatorischen Anspielungen auf die reale Welt, außerdem einige launige Dialoge mit Bully und Toio Zindher. Die Dame wird mir allmählich sympathisch. Vielleicht etwas zu sympathisch, will sagen, sie verliert allmählich ihre Undurchschaubarkeit. Als ambivalente Figur gefällt sie mir besser als in der Rolle eines warmherzigen Gutmenschen, der sich für das Schicksal biomechanischer Kreaturen interessiert - sie bringt Quick Silver in Allerorten dazu, im Sterben liegende neu "geborene" Hybridwesen zu retten. Toio Zindher hat ein Herz? Na, vielleicht kann Bully es gewinnen! Dann würde ich mich auf den Catfight zwischen der tefrodischen Mutantin und Bullys alter Flamme Fran Imith freuen...

Jedenfalls bietet das Heft gute Unterhaltung für eine lange Bahnfahrt an einem Streik-Wochenende. Allerdings zeichnet sich jetzt schon ab, dass sich Bulls Reise nach Wanderer in die Länge ziehen wird. Mal ehrlich: So richtig vorangetrieben wird die Handlung diese Woche ja nicht. Und zwei Romane MMTs zum selben Thema folgen noch!

J. Kreis, 09.11.2014


« PR 2776 «
» PR 2778 »






Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


hairybird (10.11.2014):

Die Figur der Toio Zindher verändert ihren Charakter für mein Empfinden zu übergangslos und ohne begründete Entwicklung.

Zitat aus perrypedia:
Aufgrund ihrer Fähigkeiten als Vitaltelepathin entwickelte Toio mit der Zeit eine ausgeprägte Neigung, Wesen anhand ihrer Vitalität zu beurteilen. Diese Neigung wurde mit der Zeit immer stärker und treibender. Kranken Wesen begegnete sie zunehmend mit kaum verhohlenem Abscheu, gesunde und vor Vitalität strotzende Wesen suchte sie hingegen.
Zitat Ende.

Im vorliegenden Roman wird sie dagegen geradezu als Lebensschutz-Aktivistin dargestellt. Sie wird Bull demnächst selbstlos das Leben retten und damit ganz auf die Seite der Sympathieträger gelangen. Spätestens dann wird Atlan entdecken dürfen, dass sie eine direkte Nachfahrin von Mirona Thetin ist, wenn nicht gar eine ihrer schon immer vermuteten Klone.

Der Roman ist sehr guter und unterhaltsamer Lesestoff, wobei ich finde, dass solche political-correctness-Gesten, wie die der Überwachungs-Spionsonde am Ende eigentlich nicht sein müssen und deshalb ein wenig unglaubhaft wirken.



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)