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Perry Rhodan Nr. 2772: Die Domänenwacht

Autorin: Michelle Stern

Inhalt

Am 5. März 1517 NGZ durchquert die RAS TSCHUBAI nach einigen Schwierigkeiten den Repulsorwall, der die Zentrumsregion Larhatoons von der restlichen Galaxie trennt. Sofort nach der Rematerialisation wird das terranische Schiff von zwei Sonden geortet und von einem robotischen Abwehrfort angegriffen. Da die Besatzung nicht gleich wieder einsatzfähig ist, vernichtet ANANSI die Sonden und das Fort im Alleingang. Dennoch bleibt der Vorfall nicht unbemerkt. Velleshy Pattoshar, Kommandantin des zur Domänenwacht gehörenden Raumvaters VOOTHOY, erhält eine entsprechende Nachricht und macht sich mit dem aus insgesamt 35 Kampfschiffen bestehenden Raumrudel auf den Weg zur Durchdringungsstelle. Natürlich ist längst weit und breit kein fremdes Schiff mehr zu sehen, aber für Pattoshar steht fest, dass Feinde in die Domäne Shyoricc eingedrungen sind. Sie nimmt Kontakt mit dem Spochanen Loitmahd auf, um ihn zu warnen. Die zehn Meter großen, vierbeinigen, gehörnten und mit besonderen Sinnen ausgestatteten Spochanen sind die Quartiermeister des Kristallinen Richters und gehören ebenso zur Domänenwacht wie die Neypashi, nichthumanoide Kämpfer mit der Gestalt tentakelbewehrter Räder.

Die RAS TSCHUBAI versteckt sich im Ortungsschutz einer Sonne. Die Terraner haben es auf den Kristallinen Richter oder vielmehr sein Raumschiff abgesehen, mit dem sie die Jenzeitigen Lande erreichen wollen. Die Koordinaten des Planeten Shyor, der als Sitz des Richters gilt, sind ihnen nicht bekannt. Sie haben jedoch die Information aufgeschnappt, dass der Richter am 15. März auf dem Planeten Vlaera im Vlayd-System zum Großereigenis Assaree Dymae erwartet wird, dem "Hafen der Zelte". Teilnehmer aus vielen Völkern sind nach Vlaera unterwegs. Die Terraner machen sich kundig, modifizieren einen leichten Kreuzer der MERKUR-Klasse, so dass er einem Raumschiff der humanoiden Phudphogs gleicht, und mischen sich unter den Besucherstrom. Perry Rhodan lässt sich von Farye Sepheroa überreden, seine Enkelin zu diesem Einsatz mitzunehmen. Gucky und das Venus-Team sind mit dabei. Der Kreuzer landet auf Vlaera, ohne irgendwelches Aufsehen zu erregen. Vor Ort herrscht bereits Feierstimmung. Maskiert als Onryonen ziehen Rhodan und seine Begleiter Erkundigungen ein. Benner hackt verschiedene Systeme und stößt schließlich auf die Koordinaten Shyors.

Farye ist in Phudphog-Maske im Kreuzer zurückgeblieben. Ein echtes Schiff dieses Volkes befindet sich schon auf Vlaera. Dessen Kommandant Uulincold bittet Farye zu einem Besuch bei dem im Sterben liegenden Cuurem-Prinzen. Den Traditionen der Phudphogs zufolge kann sie das nicht verweigern. Aufgrund ihres mangelhaften Wissens über dieses Volk macht sie einige Fehler. Uulincold wird misstrauisch und spricht bei Pattoshar vor. Außerdem meldet die auf Vlaera installierte Ordische Stele eine "Irritation im Strom der Gedanken". Mit anderen Worten: Ungebetene Gäste sind da! Für Pattoshar und Loitmahd ist klar, wo der Feind sitzt. Der Kreuzer wird angegriffen, Neypashi dringen ein. Auch Rhodan und seine Begleiter geraten durch die Attacken dieser merkwürdigen Wesen in schwere Bedrängnis, außerdem nützen ihnen die Deflektoren nichts, denn mit seinem Sinnlot kann Loitmahd sie stets wahrnehmen. Im Kampf gegen die Neypashi wird Patrick St. John getötet. Baucis Fender erleidet lebensgefährliche Verletzungen und gerät in Gefangenschaft. Der Kreuzer startet. Die Besatzung bringt sich mit einem Transmitter in Sicherheit, die Selbstvernichtung wird ausgelöst. Rhodan, Gucky und die verbliebenen Mitglieder des Venus-Teams sitzen somit auf Vlaera fest.

Kringels Meinung:

Die Terraner sind so herrlich unbürokratisch! Zu Beginn des Romans wird erwähnt, dass Perry Rhodan jetzt Einsatzleiter ist. Das war ja einfach! Wenn ich dran denke, wie viele Formalien erledigt werden müssen, bis ich ein Projekt leiten und somit Leuten Anweisungen erteilen darf, denen ich eigentlich gar nichts zu sagen habe! Im Prinzip ist das genau dasselbe wie jetzt bei Perry. Er ist schließlich weder Flottenangehöriger noch hat er irgendwelche Befehlsgewalt. Blöd nur, dass er schon gleich eine grundfalsche Entscheidung trifft, indem er Farye, nachdem die ein bisschen mit dem Fuß aufgestampft hat, zu einem brandgefährlichen Einsatz mitnimmt, denn prompt macht sie dummes Zeug. Gut, wahrscheinlich konnte sie sich wirklich nicht weigern, der Einladung Uulincolds Folge zu leisten (eine arg konstruierte Sache übrigens), und musste schnell handeln. Letzten Endes ist sie Schuld an St. Johns Tod. Fender wird womöglich nicht überleben. Und ein leichter Kreuzer ist verloren gegangen, das ist auch kein Pappenstiel. Mal sehen, wie Farye damit zurechtkommt, sofern die Autoren nicht einfach drüber hinweggehen. Ob Perry & Co. in Gefangenschaft geraten werden? Schneller (und einfacher für die Autoren) als auf diese Weise dürften sie an den Kristallinen Richter jedenfalls nicht herankommen.

Im Böckeschießen macht Baucis Fender der guten Farye aber noch was vor. Wenn ich mich nicht irre, war Fender in Onryonen-Maske auf Vlaera unterwegs, als sie einen Snack gekauft und verspeist hat. In aller Öffentlichkeit. Was ein echter Onryone niemals tun würde. Die koten bekanntlich gern in Gesellschaft, halten es aber für abstoßend, jemandem beim Essen zusehen zu müssen, und würden sich schon gar nicht dabei beobachten lassen. Dieses Tabu scheint schon wieder in Vergessenheit geraten zu sein. Der Witz, der sich vermutlich hinter den Phudphogs verbirgt, ist mir entgangen. Ich verstehe nicht, warum Lebewesen, die zwei Beine haben, auf dem Bauch herumkriechen sollten...

J. Kreis, 04.10.2014


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Friedrich (06.10.2014):

Also langsam türmen sich die Ungereimtheiten der Geschichte zu einem Tsunami von "Was-soll-das-alles-eigentlich" auf.

Ich fange mal an aufzuzählen:

- Wieso fliegt die RAS unvorbereitet in die geschützte Zentrumszone ein? Die Proto-Hetosten - natürliche Verbündete - hätten wichtige Informationen beisteuern können, z.B. Position der Kelosker-Welt, wer/was ist der Kristalline Richter (denn der war ja nicht immer nur in seinem "Privat-Bezirk" tätig), ist sein Richterschiff besser geeignet als das von Saequer (d.h. leichter zu kapern, besser zu fliegen) etc.

- Die RAS ist in unbekanntem Terrain und hat dort nur einen einzigen potentiellen Verbündeten: Die Kelosker. Also? Genau: Sie ignorieren die Kelosker und gehen lieber auf eines der am Besten bewachten Events des Sektors um den Richter zu sehen und vielleicht so nebenbei sein Schiff zu klauen (BTW: Toller Plan - "Da ist der Richter, ne und der hat da so sein Schiff dabei, verstehste. Voll das fette Richterschiff, Alda! Also wir checken den Richter aus, und schnappen uns sein Schiff, ok? Und dann -äh- ja dann geben wir voll Gas, Alda. Verstehste?" Also da hat man Anansi bestimmt bis ans Limit ausgelastet um das auszuhecken).

- Wieso versteift man sich eigentlich immer mehr darauf, dass das Schiff des Kristallinen Richters zu kapern ist? Warum nicht die "Wiege der Liebe"?

- Wieso versucht niemand, Information über die Atopen VON den Atopen zu bekommen? Das Naheliegendste wäre doch, einen Richter zu entführen und zu verhören. Das ist zumindest mal einfacher, als ein Riesenschiff voller exotischer Technik entführen zu wollen, die zu verstehen, man vermutlich selbst nach jahrelanger Forschung höchstens im Ansatz in der Lage ist. Und sie zu beherrschen ist m.E. nicht einfacher. Am Besten lässt man mal einen Richter von den Arkoniden verhören - die verstehen was davon (Bully kann ein Lied davon singen). …immerhin - mit der Entführung der Stele hat man ja schon mal den ersten Schritt in die richtige Richtung getan - wenn auch aus Versehen (hatte ja keiner damit gerechnet, dass die Stele lebt).

Hört man schon heraus, dass ich angenervt bin? Von unlogischen Vorgehensweisen und unprofessionellen Ausseneinsätzen (also echt - es gab eine Million Arten für Sepheroa sich vor der Konfrontation mit dem Kriech-Prinzen zu drücken - wie wär's z.B. mit den guten alten Zahnschmerzen. Überhaupt kommts mir nicht sehr klug vor ein neues Raumschiff umzubauen - man hätte sich besser an einen Besucher "drangehängt". Dann hätte man sich ggf. auch die Kriechorgie sparen können und schneller wär's auch gegangen)? Und dass ein Kreuzer nach dem anderen verheizt wird, als wären es Luftballons auf einem Kindergeburtstag, kommt mir auch nicht so ganz realistisch vor.

Und das Schlimmste ist: Am Ende werden die Terraner damit auch noch Erfolg haben. Oh, Manitu!



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