PR 2765
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Perry Rhodan Nr. 2765: Das genetische Kunstwerk

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Um nicht ihre ganze Stärke zu offenbaren, fliegen Reginald Bull und Gucky mit dem MARS-Schlachtkreuzer RALPH SIKERON zur Flammengondel LUCVAIT. Die verletzten Lucbarni werden ihren Artgenossen übergeben. Die Terraner werden freundlich aufgenommen. Bostichs Freude über die Ankunft der vermeintlichen Retter erhält einen herben Dämpfer, als Bull klarstellt, dass er den Arkoniden nicht mitnehmen wird. Bostich kann mit einer überraschenden Information auftrumpfen: Perry Rhodan ist per Transmitter in die LUCVAIT zurückgekehrt! Er hat beim nicht abgeschirmten Transmitterdurchgang jedoch schwere Hyperenergie-Verbrennungen erlitten. Unterstützt durch den Zellaktivator erholt sich Rhodan schnell. Es fällt ihm nicht ganz leicht, Reginald Bull als Expeditionsleiter anzuerkennen. Er argwöhnt sogar, nicht Bull sei aus der Stadt Allerorten zurückgekommen, sondern ein Jaj. Bull wiederum ist sich nicht sicher, ob die Vorbehalte, die er gegen seinen alten Freund empfindet, nicht etwa durch die Umpolung seines Zellaktivators bedingt sind, die er noch verschweigt.

Rhodan erzählt von seiner erfolgreichen Flucht mit Hilfe der Siwives und berichtet, was er in der CHEMMA DHURGA erfahren hat. Während Bull lieber in Larhatoon aktiv werden und die onryonischen Nachschubwege zur Milchstraße sabotieren würde, ist Rhodan davon überzeugt, dass man die Atopen in den Jenzeitigen Landen angreifen muss. Zu diesem Zweck muss ein Richterschiff gekapert und ein Pilot gefunden werden, der bereits einmal hinter den Materiequellen war - und da kommt nur Atlan in Frage, der sich vermutlich immer noch bei ES auf Wanderer aufhält.

Icho Tolot äußert den Wunsch, auf Volterhagen nach den Yazad zu sehen, jenen Wesen, die aus der Leiche seines toten Kindes gezüchtet worden sind, und diese Überreste zu bergen. Hierfür wird ihm der Schwere Kreuzer FANCAN TEIK II zur Verfügung gestellt. Tolot nimmt Bostich mit, denn dessen neuer Arm stammt aus demselben Genmaterial wie die Yazad. Es wird festgestellt, dass der Arm einem Umwandlungsprozess unterliegt. An der Übergangsstelle zum Körper haben sich Mikro-Hirne ausgebildet, deren mentale Stimmen Bostichs Extrasinn wahrzunehmen glaubt. Auf Volterhagen stellt sich heraus, dass Than-Deneec gefangen genommen wurde. Sofort wird eine Rettungsaktion vorbereitet, an der sich die Haluter, Rhodan, Bostich und Gucky beteiligen. Während Avan Tacrol auf seine etwas ungestüme Art für Ablenkung sorgt, dringen die anderen in eine onryonische Forschungseinrichtung ein, in der bereits mehrere Klone der Larin gezüchtet worden sind. Dabei wurde erneut halutisches Erbgut verwendet. Der Anblick bringt Tolot zur Raserei. Er vernichtet das gesamte Labor und alle Klone. Than-Deneec wird mitgenommen.

Zurück in der FANCAN TEIK II spricht Bull in Abwesenheit Rhodans mit seinen Freunden. Tolot hat während des Einsatzes eine Episode aus dem Jahre 2436 erwähnt, die sich im Dusty Queen - System ereignet hat. Es wurde aber vom "Rusty Queen - System" gesprochen, und Rhodan hat das so hingenommen. Farye Sepheroa fügt hinzu, dass Rhodan ihr seit seiner Rückkehr immer mit Unbehagen und Unsicherheit begegnet ist. Bull gesteht, dass er Rhodan beobachten lässt. Er fragt sich, wer dieser Mann wirklich ist.

Kringels Meinung:

Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Der Mann - nennen wir ihn "Rhodan II" - trägt einen Zellaktivator. Außerdem werden einige Kapitel des Romans aus seinem Blickwinkel erzählt, und zwar so, als sei er wirklich davon überzeugt, Perry Rhodan zu sein. Das alles muss aber nichts heißen. Als wir zuletzt etwas vom echten Rhodan ("Rhodan I") gelesen haben, war er in der Gewalt Saeqaers. Siehe PR 2756. Es gab keinerlei Hinweise darauf, dass eine Flucht noch möglich gewesen wäre. Rhodan II behauptet nun, er habe einen Transmitter geklaut und diesen für die Flucht benutzt. Das kann die Wahrheit sein, ebenso gut kann den Terranern aber der Schwarze Bacctou untergeschoben worden sein. Um die Täuschung perfekt zu machen, könnte man ihm falsche Erinnerungen eingepflanzt haben. Und dass die Atopen auf Zellaktivatoren zugreifen können, wissen wir ja schon lange. Rhodans Plan zur Eroberung eines Richterschiffes wäre dann wahrscheinlich eine Falle für die RAS TSCHUBAI...

Das ist eine interessante Ausgangssituation. Anscheinend sind die Atopen unseren armen Terranern immer um eine Nasenlänge voraus, sie haben immer noch ein As im Ärmel. Bull und seine Freunde haben jedoch Verdacht geschöpft und der Titel des Romans der nächsten Woche ist "Ein Rhodan zu viel". Wird es also zu einem Zusammentreffen von Rhodan I und Rhodan II kommen?

Nach wie vor finde ich Bulls Verhalten Bostich gegenüber dumm. Vor dem Hintergrund dessen, was der Imperator Bully angetan hat, ist es durchaus verständlich, aber kindisch. Im muss doch klar sein, dass jemand wie Bostich gerade in der aktuellen Situation dringend in der Milchstraße gebraucht wird. Den Arkoniden fehlt eine starke Leitfigur. Wer, wenn nicht Bostich, soll sie durch die schwerste Krise ihrer Geschichte führen? Der im Messingtraum gefangene Vizeimperator wohl kaum.

J. Kreis, 17.08.2014


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Neuntau (21.08.2014):

Die Mär vom (cleveren) Staatsmann oder dem gleichnamigen Handeln hält sich IMHO ohne dass es dafür eine tragfähige Grundlage gäbe:
Realität:
- Kriegstreiber erhalten den Friedensnobelpreis
- Kanzler geben ihr "Ehrenwort" in Tateinheit mit illegalen Handlungen
- ...
Fiktion:
- sogn. Richter morden aus purem Egoismus
- Retardierte Tamarone gehen über Leichen
- ...
Ein messinghäubiger Vize und ein reservierter Bull sind glaubwürdiger und realistischer als das Festhalten an Wunschvorstellungen.

Aber unter uns: was solls... ;)



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