PR 2763
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Perry Rhodan Nr. 2763: Mondlicht über Naat

Autorin: Verena Themsen

Inhalt

Das Atopische Tribunal hat versprochen, dass das ehemalige arkonidische Haupt-Sonnensystem den Naats gehören soll, doch das waren offenbar nur Lippenbekenntnisse. Die Schaltstellen der Macht sind jetzt nicht mehr von Arkoniden besetzt, sondern von den Handlangern der Atopen - die Naats haben somit nur einen Besatzer gegen einen anderen eingetauscht. Anfang 1517 NGZ erscheint Luna im Baagsystem und wird zu einem neuen Mond des Planeten Naat. Die Kriegswelt Arkon III wird seitdem immer mehr vom Technogeflecht überzogen und durchdrungen. Tormanac da Hozarius lässt nicht erkennen, ob er überhaupt noch daran interessiert ist, gegen die Herrschaft des Tribunals vorzugehen. Er weilt stattdessen immer öfter in der Messingwelt, wo er die Hinfälligkeit seines Körpers vergessen kann.

Sholtan Perlvin, ein als Journalist getarnter Ex-Agent der Neuen USO, gehört zu den noch nicht ausgewanderten Arkoniden. Er entwickelt einen Plan zur Ermordung des Atopen Chuv, handelt dabei aber auf eigene Faust. Er nutzt alte Verbindungen zur arkonidischen Flotte und zur Tu-Ra-Cel sowie das von der USO auf Naat zurückgelassene Material. Perlvin besucht die Terranerin Yaren Yildiz, die den verwaisten Naat Galgkar großzieht. Dieser wurde von seinem Clan ausgestoßen, weil er eine "Bleichhaut" ist und für minderwertig gehalten wird. Perlvin nutzt seine eigene Entstellung (sein Körper ist verwachsen und der Schädel ist grausig deformiert), um das Vertrauen des Albino-Naats zu gewinnen. Galgkar träumt von einer Teilnahme am Muathamen, einem heiligen Kampfritual, dem sogar der Vizeimperator als Zuschauer beiwohnen soll. Das bleibt ihm aber verwehrt, denn kein Naat wird mit einem "Behinderten" kämpfen. Perlvin bringt dieses Unrecht bei der Ordischen Stele vor. Er richtet es so ein, dass Chuv sich bereiterklärt, am Muathamen teilzunehmen und Galgkar herauszufordern. Das, so meint Perlvin, sei der einzige Weg, das Dilemma ohne Ehrverlust für die Naats aufzulösen.

Galgkar soll nur nahe genug an Chuv herankommen, damit eine in seinem Körper versteckte Bombe zur Explosion gebracht werden kann. Vom All aus soll dann die ganze Halle in Schutt und Asche gelegt werden. Während des gemeinsamen Trainings freundet sich Perlvin allerdings mit Galgkar an und entwickelt Gefühle für Yildiz. Außerdem kommen ihm Gewissensbisse angesichts der zu erwartenden unzähligen Todesopfer. Im letzten Moment vereitelt er deshalb seinen eigenen Plan. Chuv wird zwar von Perlvins Kameraden unter Beschuss genommen, doch die richten damit rein gar nichts aus. Als Yildiz erfährt, dass sie und Galgkar nur benutzt wurden, droht Perlvin sie zu verlieren. Ein kleiner Erfolg wurde dennoch erzielt. Während des Kampfes hat Galgkar den Atopen gekratzt, ein wenig Zellmaterial ist unter seinen Fingernägeln zurückgeblieben. Bei der Untersuchung wird festgestellt, dass Chuvs DNS völlig fremdartig ist. Sie besteht aus einer Ansammlung kompletter Gensätze verschiedener Völker - auch der Naats.

Chuv wendet sich per Trivid an die Naats. Er verkündet, die Arbeit der Tolocesten auf Gor'Ranton sei abgeschlossen. Gemeinsam mit Luna werde die Kriegswelt einen einzigartigen Schutz für das Baagsystem erschaffen: Eine Verschmelzung des Repulsor-Walls mit dem Kristallschirm. Thantur-Lok soll eine eigenständige Domäne werden und das Baagsystem soll das schlagende Herz einer galaktischen Friedensgemeinschaft sein.

Kringels Meinung:

Ich sag's ungern, denn ich schätze Verena Themsens Romane eigentlich sehr, aber diesmal bin ich nicht so richtig in die Story "hineingekommen". Tatsächlich musste ich mich ziemlich durchquälen. Vielleicht liegt es daran, dass der Roman etwas dialoglastig ist und viele Beschreibungen enthält, aber relativ wenig Handlung, und dass die Handlung größtenteils um die Naats kreist. Leider interessiere ich mich nicht besonders für diese Wesen, ihre Ehrbegriffe und Rituale. Der Attentatsversuch überzeugt mich nicht. Die ganze Aktion wirkt von Beginn an völlig überzogen. Der Atopen-Job muss wirklich traumhaft sein, denn offensichtlich hat Chuv viel zu viel Freizeit. Anders lässt es sich nicht erklären, dass er sich zur Teilnahme am Muathamen herablässt. Er hätte irgendwen schicken können. Nein, stattdessen begibt er sich persönlich in Gefahr. Warum macht er das? Leichtsinn wird ja wohl nicht dahinterstecken. Wenn er sich aber der eigenen kämpferischen Überlegenheit derart sicher ist, dass seiner Meinung nach überhaupt keine Gefahr besteht - bedeutet das dann nicht gleichzeitig, dass er seine Gegner entehrt?

Die Umwandlung des ehemaligen Zentrums arkonidischer Macht schreitet weiter voran. Mittlerweile kann man die Umwälzungen als so gewaltig bezeichnen, dass mir eine Rückkehr zum alten Status Quo unwahrscheinlich vorkommt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Autoren / Expokraten zutraue, dass sie in dieser Hinsicht konsequent genug bleiben, um nicht jegliche Glaubwürdigkeit zu verlieren. Aber sie haben ja auch schon Tekeners Tod gegen die Entrüstung der Ewiggestrigen durchgezogen, also besteht Hoffnung!

J. Kreis, 03.08.2014


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Gastkommentare


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Peter Glasmacher (04.08.2014):

Also, diejenigen Leser, die mit der "Hinrichtung" Tekeners, aus welchen Gründen auch immer, nicht so richtig einverstanden waren, "ewig gestrig" zu titulieren ist ja schon ziemlich arrogant. Soviel zu der vielgepriesenen Toleranz unter Perry Rhodan Lesern.

Könnte es vielleicht sein, dass man nur mit der Art und Weise, wie hier ein doch schon recht lange zum Ensemble gehörender Charakter erlegt wurde?

Schade.


Phil (02.08.2014):

Wie immer bei V.T. trifft ein guter Stil auf ausgefeilte Formulierungen und auf gut ausgearbeitete Chraraktere... wobei ich diesmal allerdings mit dem Romanaufbau nicht zufrieden bin; dieses lange Anhängsel ("Schlussgong") wirkte dann doch arg aus der Not geboren, um die nötigen zyklusrelevanten Infos noch irgendwie unterzubringen.
Weshalb ich aber eigentlich schreibe, ist meine immer weiter wachsende Hoffnung, dass dieses Mal der Zyklus tatsächlich NICHT mit 2799 enden könnte. Wir haben nun bald zwei Drittel "Atopisches Tribunal" hinter uns und immer noch wird die Handlung weiter aufgebaut - nicht abgebaut. Sollte ich es tatsächlich noch erleben, dass es ENDLICH mal wieder KEINEN Komplett-Kehraus bei 2799 gibt? Dass es ENDLICH mal wieder einen fließenden Übergang gibt? Die Parallelen zur Hochzeit der Serie (650 bis ca. 850) werden ja auch immer deutlicher: Atopisches Tribunal=Konzil, Onryonen=Laren, Tolocesten=Kelosker, Atopen=Koltonen, Tefroder=Überschwere, und die Promi-Terraner sind in einer anderen Galaxie mit der RAS TSCHUBAI (=SOL), um die Bedrohung von außen aufzurollen.
Im Grunde bleibt den Expokraten ja auch nichts mehr anderes übrig, als - wie damals - einen längeren Weg zu gehen, denn es wäre ja schon eine ziemliche Unverfrorenheit, in dem verbleibenden letzten Drittel alles wieder schnell auf den Status Quo von 2700 hinzubiegen.
Ich kann nur sagen: Ich hätte überhaupt nichts gegen diesen langen Weg. Denn so viel Spaß hat mir die Handlung (vor allem das bigger picture in der Milchstraße) schon seit Ewigkeiten (eben seit 650 bis 850) nicht mehr gemacht.



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