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Perry Rhodan Nr. 2759: Die Messingspiele

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Die Mental-Dilatationshauben, auch als Messinghauben bezeichnet, erfreuen sich vor allem bei den Arkoniden nach wie vor großer Beliebtheit, aber auch Angehörige anderer Völker beschäftigen sich inzwischen begeistert mit der Gestaltung virtueller Umgebungen, die für manche ihrer "Bewohner" realer sind als die eigentliche Realität. Im Januar 1517 NGZ finden auf Phanwaner, der Hauptwelt der arkonidischen Sternenbaronie Phan, die ersten Messingspiele statt. Die besten Messingspieler der Milchstraße versammeln sich in der Metropole Pohepadh, um in der Arena der Sternenschauer eine perfekte virtuelle Welt zu erschaffen.

Ehrengäste sind Viccor Bughassidow, Hauptsponsor der Spiele, und der tefrodische Maghan Vetris-Molaud. Beide verfolgen mit ihrem Besuch auf Phanwaner eigene Ziele. Bughassidow erhofft sich von den Messingträumern wertvolle Hinweise bei der Suche nach der Dunkelwelt Medusa, insbesondere von den drei posbischen Plasmakommandanten, die an den Spielen teilnehmen wollen. Vetris-Molaud dagegen strebt eine Eingliederung der Sternenbaronie ins Neue Tamanium an. Phan wäre der erste nicht-tefrodische Staat, der sich dem Tamanium anschließt, allerdings ist die Entscheidung noch längst nicht gefallen, zumindest wenn es nach Nert-moas Carost da Stencer und Keon'athor Laalou da Gondh geht, dem Staatschef der Baronie und der obersten Befehlshaberin des Kristallimperiums vor Ort. Bughassidow wird freundlich empfangen und knüpft Kontakte zu den Posbis. Der Plasmakommandant von BOX-20.125 verspricht, er werde als Bughassidows Fürsprecher auf der Hundertsonnenwelt agieren und selbst an der Suche nach Medusa teilnehmen. Vetris-Molaud dagegen muss sich nicht nur Ablehnung seitens der imperialen Kommandantin gefallen lassen - sofort nach seiner Ankunft auf Phanwaner verüben Unbekannte einen Mordanschlag auf den tefrodischen Machthaber, der jedoch fehlschlägt.

Der Tamaron gedenkt ohnehin nicht, auf diplomatischem Wege zum Ziel zu kommen. Neben den drei Begleitern, die Vetris-Molaud zugestanden wurden, schleusen sich insgeheim noch Lan Meota und Satafar ein. Canta Oldoron, der einzige tefrodische Messingträumer und Fachmann für Balpirol-Halbleiter, gehört zu Vetris-Molauds Gefolge. Er nimmt an den Messingspielen teil, die am 3. Januar beginnen und alle Medienberichte beherrschen. Nach einer Woche ist der Zeitpunkt zum Zuschlagen gekommen. Vetris-Molaud schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Fünf Robotraumer der EPPRIK-Klasse werden so manipuliert, dass sie Vetris-Molauds Beiboot TEFOR zerstören, gleichzeitig werden Balpirol-Proteindirigenten - Posbiviren - in die drei BOXEN geschmuggelt. Satafar, dessen Selbstbewusstsein stark angeknackst ist, seit er von der Agentin Ghenis Tay besiegt wurde (sie hat eine künstliche Hand, mit der sie unter anderem Giftpfeile verschießen kann), soll den Großbaron ermorden. Das erweist sich als unnötig, denn Trümmer der von der VOHRATA abgeschossenen Robotraumer richten (nicht ganz planmäßig) schwerste Verwüstungen in Pohepadh an. Der Großbaron stirbt, Satafar wird verschüttet. Der Mutant kann sich befreien, doch er ist taub. Er läuft Amok und wird schließlich erschlagen.

Nun kann Vetris-Molaud mit seinen am Systemrand wartenden Schiffen als Retter auftreten. Die Onryonen schalten sich ebenfalls ein. Die phanarkonidische Abgesandte Niaben da Thoctar, mit der Vetris-Molaud schon vor einiger Zeit Einvernehmen erreicht hat, übernimmt provisorisch die Regierungsgeschäfte und bittet um Aufnahme der Sternenbaronie ins Neue Tamanium.

Die KRUSENSTERN verlässt das System rechtzeitig, bevor ein von den Onryonen verhängtes Flugverbot vollständig greift. Der Plasmakommandant der BOX-20.125 setzt Kurs auf eine geheime Posbiwelt, deren Position er Bughassidow nicht verraten will. Er gestattet der KRUSENSTERN jedoch, einem Leitimpuls mittels Halbraumspürer zu folgen. Die VOHRATA folgt beiden Schiffen heimlich.

Kringels Meinung:

Montillon liefert bessere Storys ab, seit er nicht mehr PR-Hefte am Fließband produziert, und so liest sich der Roman durchaus angenehm. Unschön ist dagegen, dass die Handlung in einigen Punkten jener des Romans der letzten Woche gleicht. Wieder inszeniert Vetris-Molaud eine planetare Katastrophe, um seine Ziele zu erreichen, wieder durchschaut niemand sein Ränkespiel und wieder hat er einfach unverschämtes Glück. Der gute Mann entwickelt sich zu einer Gefahr, die die Bedrohung durch das Atopische Tribunal womöglich noch in den Schatten stellt. Noch wurde er nicht von den Atopen zurückgepfiffen, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass seine Taten der Atopischen Ordo entsprechen. Ich meine mich zu erinnern, in einem früheren Roman gelesen zu haben, dass die Atopen durchaus über Vetris-Molauds Pläne im Bilde sind.

Haben sich die Atopen vielleicht geirrt und der Weltenbrand wird nicht von Perry Rhodan verursacht, sondern von Vetris-Molaud? Oder ist der Weltenbrand ein unausweichliches Ereignis, so dass es immer jemanden geben wird, der ihn in Gang setzt, selbst wenn alle denkbaren Fraktoren matt gesetzt werden?

J. Kreis, 11.07.2014


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