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Perry Rhodan Nr. 2757: Das Sorgenkind

Autorin: Tanja Kinkel

Inhalt

Am 2. Januar 1455 NGZ kommt der Tefroder Caer-Cedvan in Thonoriom zur Welt, einer Kavernenstadt des atmosphärelosen Planeten Gloster im Helitas-System. Der Junge ist missgebildet, denn sein Vater Caer-Vetris leidet an Morbus Schaspander, einem Gendefekt. Der Junge muss sich in den folgenden Jahren vielen Operationen unterziehen und wird dennoch nie ganz gesund. Er ist eine Leseratte; besonders haben es ihm die Lemurer und Perry Rhodan angetan. Caer-Cedvan bewundert den unsterblichen Terraner und eifert ihm nach. Rhodans Kampf gegen die Meister der Insel betrachtet er als Verrat - eine Verirrung, die seiner Meinung nach durch die zu enge Bindung an ES verursacht wurde.

Wie viele andere Bewohner Glosters leidet auch Caer-Cedvans Familie unter der vom korrupten Tamrat Gavac-Semol geförderten Ausbreitung der Jülziish im Helitas-System. Sogar die verbrecherischen Machenschaften des Yü-Cenrik-Clans werden geduldet. Yeyer Gwethry aus diesem Clan hat es besonders auf die nur auf Gloster vorkommenden wertvollen Xhan-Perlen abgesehen. Sie bestehen aus Howalgonium, das in den Mägen der insektoiden Xhan zu einzigartigen Kleinodien umgeformt wird. Als Caer-Cedvan zur Feier seines zwölften Geburtstages an einer Xhan-Jagd teilnehmen darf, stoßen er und sein älterer Bruder Caer-Jusiv mit Yeyer Gwethry und dessen Gefolge zusammen. Caer-Jusiv wird gedemütigt, aber bei dieser Gelegenheit begegnet Caer-Cedvan Yeyer Gwethrys Leibsklaven Ringület, mit dem er sich anfreundet. Die Freundschaft zerbricht einige Zeit später, weil Caer-Cedvan verhindert, dass Ringület an einem lebensgefährlichen Spiel teilnimmt, von dem sich der junge Jülziish die Freiheit erhofft, das ihm aber nur den Tod gebracht hätte. Caer-Cedvans lebenslustige Schwester Caer-Betoo möchte ihren Bruder aufheitern und bittet ihre Liebhaber, die Itidal-Zwillinge, um Hilfe. Diese setzen den jungen Tefroder einem Kristallblitz aus. Dabei werden Hyperkristallsplitter überladen und durch den frei werdenden Blitz erlebt man ein geistiges Hoch. Doch die Sache geht schief: Der größte Teil von Caer-Cedvans Körperoberfläche wird verbrannt.

Caer-Cedvan überlebt. Khorcast-Itidal, der Vater der Zwillinge, kommt zunächst für die kostspielige Behandlung auf, zieht aber bald nach Tefor um und stellt die Zahlungen ein. Im Jahre 1472 NGZ landet das Cheborparnerschiff CZONDROSZ GHASZTORAC auf Gloster. Als Gast des Kommandanten Klasczarnior Vlaszoryn (KlaV) ist Spälneyer an Bord, ein Eyleshion. Das Wesen ist ein Bioarchitekt. Seine Mola'ud - biomechanische skorpionartige Geschöpfe - können jedes Lebewesen von Grund auf neu aufbauen und somit jedes Gebrechen heilen. Das gilt nicht nur für Caer-Cedvans Verbrennungsnarben, sondern sogar für den Gendefekt. Erst später erfährt Caer-Cedvan, dass die Behandlung regelmäßig wiederholt werden muss. Ihm ist nicht klar, ob das der Wahrheit entspricht, oder ob Spälneyer einfach nur den maximalen Profit aus der Sache schlagen will. Die Prozedur ist außerdem extrem schmerzhaft und die Kosten sind so hoch, dass Caer-Vetris gezwungen ist, massenhaft Xhan-Perlen zu sammeln. Damit kommt er Yeyer Gwethry in die Quere. Am Tag von Caer-Cedvans vollständiger Heilung überfällt der Yü-Cenrik-Clan dessen Elternhaus und tötet die gesamte Familie. Ringület hatte zuvor vergeblich versucht, Caer-Jusiv zu warnen. Caer-Cedvan wird vom Ermittlungsbeamten Oc Shozdor benachrichtigt, dessen Vorgesetzte die Sache im Auftrag des Tamrats vertuschen wollen. Da auch Oc Shozdors Familie unter den Jülziish zu leiden hatte, will er dabei nicht mitmachen. Stattdessen schließt er sich Caer-Cedvan an, der jetzt nicht nur körperlich ein völlig neuer Tefroder ist und eine Widerstandsbewegung gründet, deren Ziel in der Vertreibung aller Jülziish aus dem Helitas-System und dem Sturz des Tamrats besteht. Offiziell ist Caer-Cedvan mit dem Rest der Familie ums Leben gekommen. Er nimmt einen neuen Namen an: Vetris-Molaud.

In den nächsten Jahren wird Vetris-Molaud zur Untergrund-Legende. In der Flottenangehörigen Ashya Thosso findet er eine wichtige Helferin (und zeitweilige Geliebte), die es ihm ermöglicht, am 5. August 1475 NGZ den ersten großen Schlag zu führen. Vetris-Molaud lässt sich von Schergen des Yü-Cenrik-Clans gefangen nehmen und foltern, um Yeyer Gwethry davon zu überzeugen, dass in der CZONDROSZ GHASZTORAC Massen von Xhan-Perlen gelagert werden. Er bemerkt nicht, dass Ringület ihn dabei wiedererkennt. Vetris-Molaud hat Yeyer Gwethrys Gier nach Xhan-Perlen richtig eingeschätzt. Der Jülziish führt persönlich ein Enterkommando an, das ein Gemetzel unter den Cheborparnern anrichtet. Dies wird von Vetris-Molauds Leuten gefilmt und später öffentlich ausgestrahlt. Damit soll die Bevölkerung zum Aufstand angestachelt werden. Dass Vetris-Molaud und seine Freunde eingreifen, KlaV und den anderen Cheborparnern aber nicht helfen und alle Jülziish töten, wird natürlich herausgeschnitten. Vetris-Molaud verschont nicht einmal Ringület, der ihm gegen Yeyer Gwethry beisteht. Es darf keine Mitwisser geben.

Der Jülziish-Botschafter Acyer Cyyth setzt den Tamrat unter Druck. Er will Vetris-Molaud und dessen Spießgesellen um jeden Preis haben.

Kringels Meinung:

Ich habe noch keinen Roman von Gastautorin Tanja Kinkel gelesen. Vielleicht sollte ich das mal ändern, denn ihr erster Beitrag zum Perryversum hat mir wirklich gefallen. Sorgfältige Figurenzeichnung und einprägsame Darstellungen der tefrodischen Kultur sind die größten Stärken. Die Besonderheiten dieses Volkes werden gut in die Story eingebunden, und damit meine ich nicht nur die lemurische "Kontinuität", von der Caer-Cedvan öfter spricht. Auch Kleinigkeiten wie der besonders ausgeprägte Geruchssinn der Tefroder werden berücksichtigt. Die "Kontinuität" wurde in dieser Form noch nicht erwähnt, glaube ich. Unterschwellig hat für mich aber schon immer festgestanden, dass die Tefroder glauben, die Zivilisation der Lemurer sei nie untergegangen, sondern existiere in ihnen fort. Vor diesem Hintergrund wird die von Vetris-Molaud in PR 2724 geäußerte Forderung nach einer Räumung der Milchstraße verständlicher.

Tanja Kinkel profitiert davon, dass eine der faszinierendsten Figuren des aktuellen Zyklus, deren Vergangenheit bis jetzt ja ein großes Geheimnis war, im Mittelpunkt der Story steht. Ansonsten hätte ich wahrscheinlich missbilligend gesagt: "Ach, schon wieder mal eine Lebensgeschichte" und ich hätte den Roman womöglich nicht allzu aufmerksam oder mit wenig Begeisterung gelesen. Lebensgeschichten sind bekanntlich nicht so sehr mein Ding. Dieser Fall liegt anders! Mir war schon klar, dass Vetris-Molauds Herkunft thematisiert werden würde, aber dass er mit Caer-Cedvan identisch ist, wurde erst bei der Erwähnung der Mola'ud-Skorpione deutlich. Ich finde es gut, dass Vetris-Molaud weiterhin nicht als eindimensionaler Bösewicht aufgebaut wird, tatsächlich gewinnt er interessante weitere Facetten. Somit sind jedoch all meine Spekulationen hinfällig. Perry Rhodan war zwar so etwas wie ein Vorbild für Vetris-Molaud, aber er ist nicht mit ihm verwandt, wie ich gemutmaßt hatte. Schade eigentlich! Als nette Beigabe erfahren wir, woher der spätere Geheimdienstchef Oc Shozdor und die spätere Sorgfaltsministerin Ashya Thosso kommen. Der Name wird hier Aysha geschrieben - ein kleiner Kontinuitätsfehler.

Egal - Tanja Kinkels erster Beitrag zum Perryversum ist ein Highlight des Zyklus. Gern mehr davon!

J. Kreis, 20.06.2014


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