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Perry Rhodan Nr. 2749: Die Stadt Allerorten

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Während sich Reginald Bull mit den Verteidigungssystemen des Raumschiffswracks herumschlägt und dabei in größte Gefahr gerät, kann Quick Silver in aller Ruhe nach dem Mnemotektonischen Steuerwerk suchen und den Zentralrechner unter Kontrolle bringen. So wird Bull in letzter Minute gerettet. Bull zwingt den Rechner zur Deaktivierung der Devitalisierungsstrahlung, lässt ihn dafür weiterexistieren und bringt ihn dazu, den Buquern Zutritt zum Schiff zu gewähren. Das Steuerwerk, das Quick Silver im Auftrag der Universalen Archäologen der Stadt Allerorten hätte bergen sollen (sie interessieren sich für alle möglichen Hinterlassenschaften von Superintelligenzen, Kosmokraten und Chaotarchen), ist jedoch nicht an Bord. Somit kann der Android Bull nicht wie versprochen mit nach Pha Gashapar nehmen, denn dort gelten strenge Gesetze, und eines dieser fünf Protokolle besagt, dass Unbefugte keinen Zutritt haben. Bevor Quick Silver verschwindet, schärft er Bull ein, dass der Identor unbedingt intakt bleiben muss.

Bei seiner Rückkehr zum Luftschiff wird Bull als Held gefeiert, Omye macht ihm einen Heiratsantrag. Er lebt einige Zeit mit ihr zusammen und versucht den technischen Fortschritt der Buquer zu fördern, um den Planeten mit ihrer Hilfe irgendwann verlassen zu können. Dann begreift er, was Quick Silver mit seiner Warnung wirklich sagen wollte. Bull beschädigt die Identor-Folie. Prompt erscheint ein Wesen, das an einen chinesischen Drachen mit vier Beinen, zwei Armen, einem Löwenkopf und einem menschenähnlichen Gesicht erinnert, dessen Körper mit Metallplättchen besetzt ist. Es ist Zhayo Penyyin, ein Yothoy aus der Stadt Allerorten, der den Auftrag hat, den Identor zu überwachen. Er stellt fest, dass Bull eine Signatur trägt, die ihm den Zutritt zu Pha Gashapar erlaubt (später stellt sich heraus, dass Quick Silver Bull ein "vergängliches Passepartout" eingesetzt hat, das allerdings auf Dauer den Geist des Trägers schädigt), und nimmt den immer noch als Buquer getarnten Terraner mit ins Stadtteil Galassanand. Bulls Ankunft wird trotz des Passepartouts registriert. Annthas Athelsam und Ghurlauc Gothoddin, zwei Kommissare des Protokolls für Integrität aus dem Volk der Stover, erhalten den Auftrag, Bull aufzuspüren. Die beiden humanoiden Wesen ohne Beine, die sich auf Sprungarmen fortbewegen und einen schlanken dritten Arm dort haben, wo bei Menschen der Nabel sitzt, machen sich sofort an die Arbeit.

Es dauert eine Weile, bis Bull begreift, wie riesig Pha Gashapar wirklich ist. Die Stadtteile, Viertel und Häuser werden als Breviaturen bezeichnet und sind über unzählige Planeten in zahlreichen Galaxien verteilt. Die von Intotroniken gesteuerten Brevizonen dienen als Verbindungswege. Bull erfährt unter anderem, dass in Pha Gashapar ein Protokolldiener namens Toidha Zyonaro lebt, der als Fachmann für das Atopische Tribunal gilt. Zhayo Penyyin nimmt Bull mit zur Party des Hiegost Chüpa Röljat. Von diesem ehemals reptiloiden Wesen, das aus Fäncher stammt und unbedingt dorthin zurückkehren will, was ihm aber verwehrt wird, ist nur noch das in einer Flugkapsel steckende Gehirn übrig. In Bull sieht der Hiegost den idealen Helfer, denn es geht dem Terraner ähnlich wie ihm, außerdem kennt Chüpa Röljat Bulls Geheimnis und kann ihn somit unter Druck setzen. Gemeinsam fliehen sie vor den anrückenden Kommissaren. Zhayo Penyyin wird als Geisel mitgenommen. Ziel ist der Stadtteil Dhavvao. Dort soll sich das monovalente Petschaft befinden, ein Objekt, mit dem das vergängliche in ein ewiges Passepartout umgewandelt werden könnte. Wer - wie Bull - die mentale Stärke besitzt, das Petschaft zu beherrschen, könnte alle Teile Pha Gashapars aufsuchen, auch gesperrte Stadtgebiete. Das, so meint der Hiegost, ist die einzige Chance für die ungleichen Gefährten, ihre jeweilige Heimat wiederzufinden.

Am Ziel angekommen werden Bull und seine Begleiter von den Kommissaren angegriffen. Der Hiegost und Annthas Athelsam werden im Kampf getötet. Das Petschaft fällt Bull im Durcheinander buchstäblich in die Hände. Er erkennt sofort, um was es sich dabei wirklich handelt: Es ist ein Memoring. Das Objekt kommuniziert auf mentalem Wege mit Bull und bestätigt dessen Annahme. Allerdings ist es ein Memoring der Chaotarchen! Der Memoring bietet Bull die Umprägung des Zellaktivators an. Dieser hätte dann die Funktion eines ewigen Passepartout, würde Bull aber für immer als Beauftragten der Chaotarchen ausweisen. Bull hat keine andere Wahl als zuzustimmen. So können Bull und Zhayo Penyyin eine ganz bestimmte Breviatur Pha Gashapars erreichen - Perry Rhodans Haus mit der Adresse 746 Upper West Garnaru Road in Terrania!

Farye Sepheroa und Avan Tacrol halten sich gerade dort auf. Man schreibt den 11. Juli 1516 NGZ. Der Haluter wird von Ghurlauc Gothoddin verwundet, der Bull auf dem Fuße folgt. Noch jemand kommt an: Quick Silver. Er beendet den Kampf und vermittelt zwischen den Kontrahenten. Der Stover zieht sich zurück, nachdem Bull ihm den Memoring und den Identor übergeben hat. Der vergängliche Passepartout wird dem Terraner ebenfalls entnommen. Zhayo Penyyin darf nach Pha Gashapar zurückkehren und wird nicht weiter behelligt. Die Breviatur in Terrania soll final versiegelt werden. Bull kann trotzdem jederzeit nach Pha Gashapar zurückkehren. Dorthin hat Quick Silver auch den aus der JULES VERNE geborgenen Weißen Raum gebracht. Bull begreift, dass der Android von Anfang an aus dem Hintergrund die Fäden gezogen und Bull den Memoring in die Hände gespielt hat. Bull verhaftet Quick Silver.

Kringels Meinung:

Zum Roman selbst will ich gar nicht so viel sagen. MMT tobt sich richtig aus, indem er mit merkwürdigen Orten, bizarren Kreaturen und seltsamen Situationen nur so um sich wirft. Das ist wie ein Kaleidoskop: Schön bunt, immer anders, aber irgendwie formlos und ohne greifbaren Inhalt. Der Schauplatz Buq wird schnell abgehakt, dann geht's ratz-fatz weiter zum nächsten exotischen Ort. Der Deus ex Machina Quick Silver richtet am Ende alles zum Guten. Dazu noch ein bisschen Namedropping: Intotroniken und ein Memoring. Dass Homunk, ein künstlich erschaffener Gehilfe der Superintelligenz ES, mit einem halborganisch-intotronischen Gehirn ausgestattet ist, wird im Roman erwähnt. Wurde die Stadt Allerorten also von Superintelligenzen gebaut? Im Inneren des Memorings der Kosmokraten wurden Justierungsdaten für Zellaktivatoren aufbewahrt. ES hatte vom Kosmokraten Tyrik die beiden für Atlan und Perry Rhodan bestimmten ZAs erhalten, mit dem Memoring wurden diese dann auf ihre Träger "geeicht". Danach waren sie nicht mehr übertragbar. Das gilt für die neuen ZA-Chips ja sowieso.

Warum fügen die Autoren der Kosmologie des Perryversums, die sie doch nach eigenem Bekunden als zu komplex, zu aufgeblasen, zu mystisch und zu störend empfinden, immer wieder neue Aspekte hinzu, die womöglich noch komplexer, noch aufgeblasener und noch mystischer sind? Erst das Atopische Tribunal, jetzt die Stadt Allerorten. Eine über viele Planeten und Galaxien verteilte Stadt, eine Bühne also, die für zahlreiche Abenteuer gut wäre, wenn sie denn sinnvoll genutzt werden würde, mit Sicherheit aber ebenso bald wieder in der Versenkung verschwinden wird wie das neue Transportsystem (die Brevizone, mit der man in einem Augenblick von einem Ende des Universums zum anderen reisen kann), weil die Autoren irgendwann erkennen, dass diese Konzepte, die bei den Konferenzen vielleicht irre toll geklungen haben mögen, doch ein paar Nummern zu groß für das Erzählen bodenständiger Science Fiction sind.

Das klingt jetzt alles schon wieder zu negativ. Man kann den Roman ja durchaus mit Vergnügen lesen, zumal der Humor nicht zu kurz kommt und interessante Informationen vermittelt werden. In der Stadt Allerorten gibt es jemanden, den Bull über das Atopische Tribunal befragen könnte. Das Geheimnis von Perry Rhodans Haus wird auf verblüffende und schlüssige Weise gelöst. Und die Idee, Bully quasi zum Beauftragten der Chaotarchen zu machen, ist geradezu genial. Perry Rhodan zum Beispiel hatte ja durch seine Ritteraura oft Vorteile, warum sollte es Bully nicht mal genauso ergehen? Wenn auch mit ganz anderen Vorzeichen! Sollte TRAITOR je wieder auftauchen, könnten sich interessante Konsequenzen ergeben...

J. Kreis, 27.04.2014


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Gastkommentare


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Holger (01.05.2014):

Ich gehöre nicht zur Fraktion der Leser, die sich an der oft seitenlangen Beschreibung technischer Gerätschaften begeistert oder jemals begeistern konnte.

Ich mag Geschichten. Die überbordende Fantasie der Autoren hat mich über Jahrzehnte bei PR gehalten. Ob hier ein Bogen überspannt wurde, mag jeder für sich entscheiden. Auf jeden Fall wurde eine tolle Geschichte erzählt, die interessante Möglichkeiten für zukünftige Entwicklungen eröffnet. Das ziehe ich einem der - für mich - oft so langweiligen Technokraten-Romane sicher vor.

Daumen hoch für Michaels Doppelband. Auch sprachlich liegt hier ein exzellenter Roman vor.


Gerhard Neubert (29.04.2014):

Kringel hat recht: Zitat: "Warum fügen die Autoren der Kosmologie des Perryversums, die sie doch nach eigenem Bekunden als zu komplex, zu aufgeblasen, zu mystisch und zu störend empfinden, immer wieder neue Aspekte hinzu, die womöglich noch komplexer, noch aufgeblasener und noch mystischer sind?" Zitatende.
Mit dem atopischen Tribunal, Larengalaxis usw. ist das ein spannungsgeladener Bogen, der nun - s.o. - für mich jetzt endgültig überspannt wurde (auch von der überspannten Kreativität einiger Autoren).
Es geht auch anders - PR 2748 seit langem in einem Zug gelesen!
Sind die Autoren denn immer noch seit den 2650 'er Bänden (meist) auf der gleichen schlechten Droge?
Ich habe (b.a.w.) nach ca. 2400 gekauften Heften keine Lust mehr auf diese für mich ziemlich wirre und z.T. irre umgesetzte Storyline.
Und Tschüss, Perry und all ihr liebgewonnenen Figuren!!!
Mein außerterristischer "Liebling" war Douc Langur, "Hassfigur" war Boyt Margor.
Dir, lieber "Kringel" weiterhin viel Freude im Perryversum!



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