PR 2747
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Perry Rhodan Nr. 2747: Neu-Atlantis

Autor: Wim Vandemaan

Inhalt

Die Stadt Neu-Atlantis auf Terra ist mehr als nur eine vorübergehende Zuflucht für die aus ihrer Heimat vertriebenen Arkoniden. Sie soll zu einer echten Heimat werden. Zu diesem Zweck arbeitet Chorest da Ragnaari mit der genialen Architektin Nior Carok zusammen, der er bald auch menschlich näherkommt. Niors Pläne sind extrem ehrgeizig. Neu-Atlantis soll einst aus sieben großen Stadtteilen bestehen. Terceira und die anderen Azoren-Inseln sollen durch gigantische Brücken und eine gewaltige Erdaufschüttung vereinigt werden. Auf diese Weise könnte Atlantis wirklich neu entstehen! Die meisten Terraner heißen die Arkoniden willkommen, doch manche betrachten das schnelle Wachstum von Neu-Atlantis und den nicht enden wollenden Zustrom arkonidischer Flüchtlinge mit Misstrauen und Sorge. Nior behauptet, sie habe Atlans Tiefseekuppel erworben - die Besitzrechte waren angeblich unklar, was sie ausnutzen konnte. Am 6. Juli 1516 NGZ taucht sie bei Farye Sepheroa auf, die immer noch das Haus ihres Großvaters Perry Rhodan mit der Adresse 746 Upper West Garnaru Road in Terrania hütet. Die Architektin schlägt eine Verlegung dieses Gebäudes, in dem nicht alles mit rechten Dingen zugeht, nach Neu-Atlantis vor. Die Tefroderin ist nicht interessiert, doch ihre Stimmung ändert sich, als Nior wie beiläufig die Namen von Faryes Eltern fallen lässt: Yanid amya Caadil und Sephero Ceelsen...

Chorest finanziert den Bau von Neu-Atlantis nicht nur mit seinem beträchtlichen Vermögen. Er hat außerdem einige Geldgeber, darunter eine gewisse Unabhängige Hilfsorganisation für Bedrängte, das Syndikat zur Konstruktion planetarer Habitate und das terranisch-aarussche Firmenkonsortium Gen-Vision. Letzteres gehört zur IntOp-Bewegung, die das Ziel verfolgt, die Intelligenz aller möglichen Lebewesen mit Hilfe von Technozyten zu optimieren. Einige hochrangige Vertreter von G-Vision, darunter der Evolutionsdynamiker und IntOp-Wortführer Virgil Fludd, sind darüber hinaus Anhänger des Techno-Mahdi. Militante Gegner der Intelligenzoptimierer, die so genannten Gen-Puristen, führen einen regelrechten Kleinkrieg gegen G-Vision. Das Konsortium wird in Neu-Atlantis ansässig, nicht zuletzt deshalb, weil Fludd bereits illegale Experimente mit Tieren angestellt hat, die vor der Inselküste leben. So sind Lugal Banda und Nin Sun entstanden, zwei intelligenzoptimierte Riesenkalmare der Spezies Architeuthis. Der Aarus Laffandra betreut die beiden gewaltigen Wesen.

Bennyd Paullu, ein Mitarbeiter des Instituts für Biosphärencontrolling, reist mit seinem Kollegen Ellion Mancari im Auftrag des Innenministeriums zu den Azoren, um den Machenschaften G-Visions auf den Grund zu gehen. Nachdem sie mit Fludd gesprochen haben, unternehmen sie eine Tauchfahrt und stoßen prompt auf die intelligenten Riesenkalmare. Es stellt sich heraus, dass Mancari ein Gen-Purist ist. Er handelt eigenmächtig, greift die Kalmare an und tötet Lugal Banda mit einem Desintegrator. Paullu hindert ihn daran, auch den weiblichen (bereits trächtigen) Kalmar zu ermorden. Im Handgemenge kommt es zu einem Unfall, dem Mancari zum Opfer fällt. Paullu überlebt. Er kehrt zu seinem Sohn zurück, der seit einem Transmitterdurchgang am Zesculorschen Fieber leidet und im Koma liegt. Wieder und wieder erzählt Paullu dem Kind dessen Lieblingsgeschichte.

Farye bekommt am 11. Juli Besuch von Gucky. Der Mausbiber lädt sie ein, mit der RAS TSCHUBAI auf große Fahrt nach Larhatoon zu gehen. Sie willigt ein, stellt aber die Bedingung, dass der Jung-Haluter Avan Tacrol mitkommen darf. Gucky bleibt über Nacht und träumt, wie er von etwas oder jemandem aus einer Art Labyrinth geleitet wird. Anderswo auf Terra erwacht Paullus Sohn aus dem Koma.

Chorest da Ragnaari unterhält sich mit seinem Freund, dem Bauchaufschneider Vonnertrost, über die bevorstehende Geburt seines Sohnes. Vonnertrost weist ihn auf ein interessantes Detail hin. Ordnet man die Buchstaben von Nior Caroks Namen anders an, dann wird daraus "Rico Arkon"...

Kringels Meinung:

Das Anagramm kann natürlich zufällig oder aus einer Laune der Architektin heraus entstanden sein, aber ich glaube es nicht. Der Roboter Rico, Atlans ältester Gefährte, war in der Vergangenheit schon oft außerhalb der Tiefseekuppel unterwegs. Immer in verschiedenen Tarnidentitäten, und oft mit Namen, die Anagramme für "Rico Arkon" waren. Chorest da Ragnaari wäre also mit einem Roboter im Bett gewesen… Wenn Nior Carok mit Rico identisch ist - handelt der Roboter dann eigenmächtig? Oder eventuell in Atlans Auftrag? Und mit welchem Ziel? Wer erst mit PR 2600 in die Serie eingestiegen ist, wird womöglich gar nicht wissen, wer Atlan überhaupt ist. Seit drei Jahren warten wir auf seine Rückkehr. Vielleicht wird ja jetzt bald was daraus!

Ricos Pläne zur Umgestaltung der Azoren gehen sehr weit und der Status von Neu-Atlantis scheint noch nicht geklärt zu sein. Ich finde es verwunderlich, dass all dem von Seiten der terranischen Regierung nicht mehr Widerstand bzw. Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Wie man sieht, wird der unsichere Status quo bereits für illegale Machenschaften (die IntOp-Bewegung birgt einigen Sprengstoff) ausgenutzt. Jedenfalls zeichnet sich hier eine äußerst interessante Entwicklung ab. Vielleicht wird aus Neu-Atlantis eine Keimzelle für ein neues arkonidisches Reich, unbelastet von der Vergangenheit und ohne einen unsterblichen Despoten an der Spitze. Oder - noch besser - es kommt zu einer Verschmelzung von Arkoniden und Terranern. Platz genug sollte da sein für die Einwanderer; zu Beginn des Zyklus wurde ja gesagt, dass Terra nach der Rückkehr des veränderten Mondes von einer Auswanderungswelle ergriffen worden ist. Vielleicht ist die terranisch-arkonidische Allianz ja das von Rico (oder Atlan?) angestrebte Ziel.

Nior Carok ist erstaunlich gut über Farye Sepheroa informiert. Perry Rhodan hat es bisher noch nicht für nötig gehalten, nach Faryes Eltern zu fragen. Jetzt erfahren wir ihre Namen. Faryes Mutter heißt Yanid amya Caadil ("Yanid, Tochter von Caadil"), also kann man davon ausgehen, dass sie Perry Rhodans Tochter ist. Der Name des Vaters lautet Sephero Ceelsen. Da klingelt bei mir nichts.

Ich mache ja selbst genug Fehler und sollte mich also nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber diesmal fand ich die überdurchschnittlich große Anzahl von Rechtschreibfehlern echt störend. Kaspers Figurenzeichnung wird oft als emotionslos bezeichnet. Das kann ich nachvollziehen, würde jedoch eher Begriffe wie "subtil" oder "lakonisch" verwenden. Und einige Passagen dieses Romans sind geradezu poetisch - man muss sie laut lesen, damit sie richtig wirken. Der Subplot mit Paullus Sohn schrammt für meinen Geschmack aber hart an der Grenze zum Kitsch entlang. Ob das Erwachen des Jungen mit Guckys Traum zusammenhängt, ist mir nicht klar geworden.

J. Kreis, 13.04.2014


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