PR 2746
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Perry Rhodan Nr. 2746: Start der REGINALD BULL

Autor: Marc A. Herren

Inhalt

Im Yogul-System entbrennt eine Raumschlacht zwischen den Onryonen und den terranischen Verteidigern. Beide Seiten taktieren vorsichtig, so dass es zunächst nur zu leichten Verlusten kommt. Um Homer G. Adams die nötige Zeit für die Inmarschsetzung des ZbV-Schiffes zu verschaffen und gleichzeitig die Solare Residenz vor dem Zugriff durch das Atopische Tribunal zu bewahren, leitet Arun Joschannan ein riskantes Täuschungsmanöver ein. Dazu bedient er sich des zweiten Jaj-Gestaltwandlers, der die Rolle des örtlichen TLD-Chefs Mael Tanguy angenommen hat und in dem Glauben gelassen wurde, er sei noch nicht enttarnt worden. Joschannan handelt eine weitere Fristverlängerung für die Übergabe der Residenz aus und lässt die Information durchsickern, dass die Stahlorchidee in eine Bombe verwandelt bzw. mit Kampfrobotern zur Eroberung der HOOTRI gefüllt worden sei. Angeblich wurde LAOTSE entfernt und soll insgeheim ins Wega-System gebracht werden. Joschannan zögert allerdings etwas zu lange, woraufhin Shekval Genneryc den Ekawota-Raumhafen auf Maharani mit einem Linearraumtorpedo vernichtet. Zur Übernahme der Residenz schicken die Onryonen unbemannte und somit weniger schlagkräftige Schiffe, die von PRAETORIA vertrieben werden. Onryonische Schiffe fliegen ins Wega-System, um wenigstens LAOTSE abzufangen. Auch sie gehen natürlich leer aus. Chuv, der sich bei Shekval Genneryc meldet, ist eher amüsiert als verärgert. Kurz danach verkündet Cai Cheung die sichere Rückkehr der Residenz nach Terra.

Auf dem Werftplaneten Talos wird eine weitere Komponente für das Projekt ZbV gefertigt: Das Super-Herbarium Ogygia. ANANSI ist neugierig und möchte wissen, wie es sich anfühlt, einen Planeten zu besuchen. Sie erlebt dies via SEMT-Technik durch die Augen des Kamashiten Shalva Galaktion Shengelaia mit. Er trägt die KI quasi auf seiner "mentalen Veranda" mit sich herum. Anschließend begibt sich die GLASTONBURY zum Kharag-Sonnendodekaeder in Omega Centauri. Die gesamte Region wurde vom Galaktikum zum halutischen Protektorat erklärt. Der Haluter Pacho Doram ist mit der CORNOR LERZ vor Ort und gestattet Sichu Dorksteigers Schiff den Anflug. Dem tefrodischen Kommandanten Penanser-Viriu, der auf der Jagd nach dem ZbV-Schiff, das er erobern oder nötigenfalls vernichten soll, mit einer 2920 Einheiten starken Flotte anrückt, wird dies nicht erlaubt. Er pocht darauf, im Auftrag des Atopischen Tribunals unterwegs zu sein. Pacho Doram beginnt sich aufzuregen. Die Situation droht zu eskalieren.

Da erscheint die REGINALD BULL im Sonnentransmitter, ein insgesamt 7750 Meter hohes, aus drei an den Polen aneinander geflanschten Kugelraumern bestehendes terranisches Schiff, das buchstäblich Segel aus Metallfolie an ausfahrbaren Masten hisst, Transitionen fast aus dem Stand heraus durchführt und aus allen Rohren zu feuern beginnt. Die Tefroder geraten in arge Bedrängnis. Penanser-Viriu ist davon überzeugt, das ZbV-Schiff vor sich zu haben, hält sich jedoch zurück, denn Lan Meota und Satafar teleportieren in das Dreikugelschiff, um einen Peilsender zu installieren und Bomben zu legen. Da die REGINALD BULL nicht erobert werden kann, wird sie von den Tefrodern vernichtet. Vetris-Molaud brüstet sich öffentlich mit diesem Erfolg. Von seinen Mutanten erfährt er später, dass das terranische Schiff menschenleer war, über keinerlei interne Kommunikationssysteme und andere für eine Besatzung unerlässliche Einrichtungen verfügt hat. Die REGINALD BULL war nur eine Attrappe. Vetris-Molaud behält das für sich. Er lässt Penanser-Viriu und dessen Offiziere ermorden, um alle Mitwisser zu beseitigen.

Attilar Leccore besucht Homer G. Adams in dessen Landhaus bei Tunbridge Wells, um ihm vom Erfolg des Projekts ZbV zu berichten. Die beiden stoßen auf die RAS TSCHUBAI an.

Kringels Meinung:

Wie sagte doch "Hannibal" Smith so schön? "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!" In diesem Roman gibt es Pläne und Gegenpläne, Bluffs und Täuschungen, geschickte Tricks und dreiste Manöver. Wunderbar! Und noch schöner wird es natürlich dadurch, dass die Terraner die lachenden Sieger bleiben. Großes Lob an Marc A. Herren - Dramatik und Humor, großmaßstäbliche Action und menschliche Einzelschicksale machen den Roman zu einem echten Lesevergnügen. Anders als Uwe Anton in der letzten Woche kupfert Marc nicht einfach seitenweise Datenblätter ab (oder Passagen aus der Perrypedia, die euer Kringel geschrieben hat, wie mir neulich bei der Lektüre einer Textstelle in PR 2745 aufgefallen ist, in der die TARA-X-T-Roboter beschrieben werden), sondern beschränkt sich auf das absolut Nötigste und präsentiert uns z.B. die Leistungsfähigkeit der REGINALD BULL lieber nach dem altbewährten Prinzip "show, don't tell." So passt dann auch der Spannungsaufbau.

Ein vernichteter Raumhafen mit Dutzenden Todesopfern, eine immer noch im Yogul-System präsente Onryonenflotte, die sich jetzt wohl kaum mehr davon abhalten lassen wird, die drei Stelen zu errichten... War es das wert? Die Solare Residenz befindet sich nicht in den Händen des Atopischen Tribunals, sondern auf Terra in Sicherheit. Das ist natürlich ein Erfolg. Das Atopische Tribunal glaubt, das Projekt ZbV sei vernichtet - solange jedenfalls, wie es Vetris-Molaud für besser hält, die Wahrheit nicht zu verraten, um nicht das Gesicht zu verlieren - und die RAS TSCHUBAI kann in Ruhe starten. Ich frage mich: War das alles nötig? Anscheinend weiß doch sowieso niemand, wo sich das echte ZbV-Schiff befindet oder wo es in den Einsatz gehen soll. Es könnte doch klammheimlich von dort aus starten, wo auch immer es jetzt in aller Stille zusammengeschraubt wird, und unbemerkt verschwinden. Ich gehe davon aus, dass die Milchstraße nicht der Einsatzort des Schiffes sein soll. So gut die Vorbereitungen auch in den letzten beiden Romanen rübergebracht wurden - ich halte die Aktion für überflüssig. Was die als Köder eingesetzte REGINALD BULL gekostet haben mag, möchte ich mir gar nicht ausmalen.

Außerdem frage ich mich, welchen Nutzen wohl ein Superrechner mit der Persönlichkeit einer Minderjährigen haben soll. ANANSI verhält sich jetzt schon andeutungsweise unberechenbar mit ihren persönlichen Wünschen. Was soll daraus noch werden, wenn sie erst in die Computerpubertät eintritt?

J. Kreis, 06.04.2014


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Gastkommentare


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Chris (06.04.2014):

Hoffentlich wird ANANSI kein zweiter ESCHER, das damals war schon kaum erträglich, was man alles von ihm hingenommen und ihm durchgehen gelassen hat.

Überhaupt gibts defintiv viel zu viele Rechner (auf der terranischen Seite), die machen was sie wollen, ohne dass sie formatiert und neu programmiert werden.... wenn das heute auch so wäre... ohje^^

Übrigens, die *bösen* in PR haben wahnsinniges Glück, dass alle ihre *Mannen* offenbar für die Idee, Luft und warmen Händeschlag arbeiten... ebenso die Technik.
Sonst ist mir nicht ganz klar, wie man sich all die hunderttausende Onryonen Schiffe+Besatzung leisten kann, so ohne Bezahlung, ohne Unterhaltung, ohne Nahrungsmittelnachschub (sind wohl alles Fans von Trockennahrung-Konzentraten, vakumverpackt, garantiert geschmacksfrei) ohne Ersatzteile-Nachschub, ohne Freizeitprogramm... nein hunderttausende Raumschiffe hängen einfach geduldig in Space, Jahrhunderte und warten... naja^^


B. Kunst (06.04.2014):

Bis zur Vernichtung der "Reginald Bull" habe ich diesen Roman genossen, ab da mich dann nur noch geärgert: Ein 7,7km-Gigant, der dem Feuer der tefrodischen Flotte mühelos widersteht, diese nach Belieben dezimiert, aus dem Stand transistiert, um dann einfach als "Attrappe" vernichtet zu werden? Oben beschriebene Eigenschaften konnte der Raumer offensichtlich auch noch ohne jedes Zutun bewerkstelligen, die Entwicklung und Produktion dürfte also hunderte Milliarden Galax verschlungen haben, auch wenn noch ein paar "Bordtelefone" fehlen...
Diese Expokratenvorgabe ist so absurd und abstrus, dass ich mich an dem Rest des Romans nicht wirklich erfreuen konnte, wobei mir die Schreibe von M.A. Herren auch diesmal wieder ausgesprochen gut gefiel.
Gruß
Bernd



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