PR 2744
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Perry Rhodan Nr. 2744: An Arkons Wurzeln

Autorin: Verena Themsen

Inhalt

Die Zeit läuft den Arkoniden davon. Vizeimperator Tormanac da Hozarius erkennt, dass der vom Atopischen Tribunal geforderte Abzug aus dem Arkon-System nicht innerhalb der ausgehandelten drei Jahre zu schaffen ist. Während die Evakuierung von den Onryonen mit teils unnötiger Härte vorangetrieben wird - eroberte Trichterbauten von Adelsfamilien, die noch Widerstand leisten, werden vor den Augen der ehemaligen Besitzer gesprengt, wer nicht freiwillig ausreist, wird paralysiert und abtransportiert - ersucht Tormanac den Atopen Chuv um eine Fristverlängerung. Die Bitte wird rundweg abgelehnt. Da sich der Vizeimperator als Puffer zwischen seinem Volk und dem Atopischen Tribunal instrumentalisieren lässt (mancher Arkonide betrachtet ihn sogar als Kollaborateur), wird ihm ein Zellaktivator als Belohnung in Aussicht gestellt. Noch darf er ihn nur ab und zu für kurze Zeit anlegen, und das reicht nicht, um den Fortschritt der Krankheit Morbus Khesdar endgültig aufzuhalten. Tormanac flüchtet sich in Gespräche mit seinem toten Freund, dem Naat Ghlesduul, und in die virtuelle Welt der Messingträumer.

Fürst Alhos Ta-Amonte ist einer jener Adligen, die ihren Khasurn nicht freiwillig verlassen wollen. Seine Streitkräfte sind der onryonischen Übermacht jedoch nicht gewachsen. Der Fürst muss fliehen, nur begleitet von Pellindor da Shamonay, dem Freund seines rebellischen Enkels Rafir. Pellindor stammt aus einem Adelshaus, das aus jetzt nicht mehr bekannten Gründen vor Jahrtausenden in Ungnade gefallen ist. Der Fürst betrachtet Pellindor als Parasiten, ist aber auf seine Hilfe angewiesen, denn er wurde tödlich verwundet und will auf den Entrückten Feldern bei den Ruinen von Rakkalin zur letzten Ruhe gebettet werden. Obwohl Alhos Ta-Amonte bis zu seinem Tod nur Beleidigungen für Pellindor übrig hat, hält dieser trotz eines gegenteiligen Befehls des Fürsten die Totenwache, angeleitet von Docer Botest, dem Hirten der Abwesenden.

Am nächsten Tag erscheint das onryonische Raumschiff QOSTOR, dessen Besatzung in den Ruinen nach Material für die kontrafaktische Forschung sucht. Botest wird zur Räumung des Friedhofs aufgefordert, Pellindor muss befürchten, verhaftet zu werden. Die beiden erhalten unerwartete Hilfe von der alten Arkonidin Gissilin, die sich schon seit geraumer Zeit auf den Entrückten Feldern herumtreibt und keineswegs, wie Botest angenommen hatte, geistig verwirrt ist. Sie gehört zu einem Forschungsteam unter der Leitung von Marnik dom Troghar, das ein unter den Ruinen verborgenes Archiv untersucht. Die Anlage war schon in der Zeit des Vereinten Imperiums und der alten USO Gegenstand geheimer Untersuchungen, ist aber noch viel älter. Dorthin werden Pellindor und Botest von Gissilin geführt. Im Archiv sind Daten über den Grund der Ächtung des Khasurn da Shamonay gespeichert. Zur Zeit der Methankriege ist einer von Pellindors Vorfahren zum Verräter geworden, aber nur, um sein Volk zu retten.

Als die Onryonen in die Anlage eindringen, fliehen die meisten Forscher. Botest wird festgenommen und abgeführt. Die Onryonin Ai Coulonn lässt sich von Gissilin tiefer in die Anlage führen, Pellindor darf sie begleiten. Kontra-Historiker wie Ai Coulonn versuchen, entscheidende Wendepunkte in der Geschichte ausfindig zu machen und alternative Entwicklungen zu extrapolieren, damit das Atopische Tribunal anschließend negative Ergebnisse eliminieren kann. Im Herzen des Archivs werden uralte Aufzeichnungen abgerufen, aus denen hervorgeht, dass die Naats vor der Ankunft der Arkoniden keineswegs primitiv waren, sondern eine hoch entwickelte Kultur entwickelt hatten. Fremde Raumfahrer, die zunächst auf Iprasa durch genetische Manipulationen an Insekten das Volk der Taas erschaffen hatten, waren verantwortlich für den Rücksturz der Naats in die Primitivität. Um der vollständigen Vernichtung ihrer Zivilisation zu entgehen, hatten sich die Naats in eine unterirdische Stadt zurückgezogen, waren dann aber ausgestorben.

Ai Coulonn ist erfreut, dass die Thesen des Atopischen Tribunals, was die Besitzverhältnisse im Arkon-System angeht, nunmehr bewiesen sind, und ist abgelenkt. Gissilin nutzt die Gunst der Stunde, sticht die Frau nieder und verabreicht ihr ein Wahrheitsserum. Sie zwingt die sterbende Onryonin zu verraten, warum sich das Atopische Tribunal gegen die Annektierung Terras und für die Eroberung Arkons entschieden hat. Ai Coulonn sagt, nur auf Arkon I sei der Atopische Konduktor, das Rückgrat jeder Operation des Atopischen Tribunals, wirklich sicher. Naat soll zur Steuerwelt werden. Gissilin bleibt zurück, um Pellindor die Flucht zu ermöglichen. Der holografische Führer Nathan Kreisz weist dem jungen Arkoniden den Weg nach draußen. Pellindor muss nun dafür sorgen, dass andere den wahren Grund für die Besetzung des Arkon-Systems erfahren.

Kringels Meinung:

Ein sehr schöner Arkoniden-Roman. Nicht nur die Rückblicke in die Vergangenheit der Arkoniden und in deren jetzige Kultur sind interessant, von der Tatsache ganz zu schweigen, dass sich im Archiv unschätzbar wertvolle Informationen befinden, unter anderem Aufzeichnungen Lordadmiral Atlans, die Stoff für eine neue Atlan-Serie bieten könnten... Ich finde es darüber hinaus sehr lobenswert, dass der Exodus der Arkoniden aus ihrer Stamm-Heimat genauer betrachtet wird. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, welche wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen diese Völkerwanderung haben mag! Es dürften ruhig noch einige Romane mit dieser Thematik folgen. Tormanac hat einen Zellaktivator in Aussicht. Mich würde wirklich mal interessieren, woher die Atopen diese Dinger nehmen. Sofern es sich nicht nur um Attrappen handelt!

Und wieder wird klar, dass die Hilfsvölker des Atopischen Tribunals von der Rechtschaffenheit ihrer Taten überzeugt sind. Die kontrafaktische Forschung hinkt allerdings auf sämtlichen Beinen. "Was-wäre-wenn", fragen die Atopen. Sie kennen die Zukunft also nicht genau, sondern picken sich einfach eine mögliche Entwicklung heraus. Ich bezweifle, dass die Ergebnisse der kontrafaktischen Forschung wirklich eindeutig sind - und ob die Alternative, die die Atopen zu bieten haben, überhaupt die bessere Version ist! Der Atopische Konduktor ist vermutlich ein Superrechner, der die entsprechenden Extrapolationen liefert.

Verena Themsens Roman musste um ein Kapitel gekürzt werden. Darin verfolgt Tormanac eine Rede Vetris-Molauds. In der E-Book-Version ist dieses Kapitel enthalten. Der neue Maghan möchte offenbar alle lemuriden Völker der Milchstraße und Andromedas zusammenschweißen. Was mit den nicht-humanoiden Zivilisationen geschehen soll, lässt er unerwähnt, aber man kann es sich vorstellen. Das ist für das Atopische Tribunal in Ordnung? Da muss nicht regulierend eingegriffen werden? Hatte der Atopische Konduktor vielleicht eine Fehlfunktion, und die Ekpyrosis wird nicht von Perry Rhodan verursacht, sondern von Vetris-Molaud? Wenn Vetris-Molaud (wie man spekulieren könnte) Perry Rhodans Sohn ist, dann wäre die Fehlfunktion gar nicht so gravierend. Denn durch Vetris-Molauds Zeugung hätte Perry ja wirklich in gewisser Weise Schuld an der Entwicklung.

So, und jetzt zur Auflösung des kleinen Rätsels, das ich euch in den letzten Wochen gestellt habe. Richtige Antworten habe ich schon erhalten. Axa Akianda, die Feuerflüsterin der Lucbarni (PR 2737/2738), Kaen Emund vom Planeten Yo (PR 2742), Restan Feresch, Kommandant der EX-823 (PR 2743) und Nathan Kreisz - das sind Figuren, für die es reale Vorbilder gibt. Diese Vorbilder sind Enthusiasten, die seit Jahren daran arbeiten, die Perrypedia zu einem umfassenden Nachschlagewerk für das Perryversum zu machen. Diese Bemühungen sind schon so weit gediehen, dass die Perrypedia sogar von den PR-Autoren bereits für unverzichtbar gehalten wird. Dafür wollten sie sich bedanken. Eine sehr nette Geste! Stellvertretend für alle Perrypedianauten wurden einige Repräsentanten ausgewählt, die sich etwas wünschen durften. Einige hatten den Wunsch, in einem PR-Roman verewigt zu werden, ich bin einer davon. Dies ist mein zweiter "Auftritt" im Perryversum. Nathan Kreisz ist der Urururgroßneffe von Johnny Kreisz - und was es mit dieser Figur auf sich hat, könnt ihr in meinem Kommentar zu PR Action 14 nachlesen. Ich hatte mir gewünscht, Johnny Kreisz möge irgendwie wiederauferstehen. Das war zwar nicht möglich, aber wenn das so weitergeht, etabliert sich die Familie Kreisz zumindest in der Perrypedia...

Nathan Kreisz


J. Kreis, 23.03.2014


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hairybird (23.03.2014):

Ja, dieser Roman hat von der ersten bis zur letzten Zeile gefesselt! Auch ausserhalb der Kernhandlung waren viele sprachliche und psychologische Feinheiten, die mich sehr angenehm überrascht haben. Ein Beispiel: Seite 32...
"Die Toten leben auf so viele Weise weiter in dem, was sie uns hm, hinterlassen. In unserem Kopf, unserem Herzen.Sie leben mehr als mancher von denen, die behaupten, am, äh, Leben zu sein....Mancher Lebende ist in Wirklichkeit ein Toter, und mancher Tote sehr lebendig."
Erschreckend wahr! Das ist Literatur!



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