PR 2742
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Perry Rhodan Nr. 2742: Psionisches Duell

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Matan Addaru Dannoer fühlt sein Ende nahen. Bei der Suche nach einem neuen Körper für seinen Herrn stößt Angakkuq auf den Planeten Yo in der Milchstraßen-Southside, oder vielmehr auf das Psi-Potential einiger Menschen, die dort leben. Sie sind Nachkommen des parabegabten Terraners Jabari Gneppo, dem einzigen Überlebenden eines im Jahre 1481 NGZ durch sein Verschulden auf Yo abgestürzten Diskusraumers der Weltraumnomaden. Gneppo hat seine Fähigkeiten von seinen Vorfahren geerbt. Diese waren Báalol-700-Klone aus den Genfabriken der Cantaro, seine Mutter war ein Funkenkind. Gneppo hat sich zum Herrscher der schon seit viel längerer Zeit auf Yo lebenden Lemurer-Abkömmlinge aufgeschwungen und Kinder mit zahlreichen Frauen gezeugt. Sie alle besitzen Parafähigkeiten, wenn auch längst nicht in so großem Ausmaß wie ihr Vater. Dadurch werden Gneppo und seine Kinder zum Objekt von Dannoers Begierde. Unverzüglich steuert seine 232-COLPCOR das Yoster-System an.

Die Bewohner Yos stehen auf einer prä-astronautischen Entwicklungsstufe und haben keinen Kontakt mit den Zivilisationen der Milchstraße. Gneppo hat nie versucht, das zu ändern, zumal das Nomadenschiff NUR DER LÜGNER IST IN EILE fast nur noch Schrottwert hat. Nicht alle seine Untertanen sind glücklich mit dem neuen Herrscher, dessen Hypnosuggestivkräfte für sie eine Art Magie darstellen. Kaen Emund, ein genialer Techniker und heimlicher Poet, hegt einen besonderen Groll gegen Gneppo, denn seine Mutter ist den Verführungskünsten des sanften Despoten erlegen und hat ihn sowie seinen später an der Trunksucht gestorbenen Vater verlassen. Kaen plant Gneppos Ermordung, wird aber unversehens zu einem seiner wichtigsten Helfer, als Dannoer auf Yo landet und sich anschickt, das Para-Potential Gneppos und seiner Kinder zu absorbieren, vielleicht sogar Gneppos Körper zu übernehmen. Der Atope lässt sich durch nichts aufhalten. Schüsse gehen praktisch durch ihn hindurch, und als einer von Gneppos Söhnen ihn mit Psi-Kräften attackiert, schlägt der Atope zurück und tötet ihn.

Gneppo ist gezwungen, persönlich einzugreifen. Er stellt sich Dannoer zum psionischen Duell. Unerschrocken wirft Gneppo dem allzu selbstsicheren Atopen alles entgegen, was er aufzubieten hat, und lenkt ihn ab, indem er den erheblich verletzlicheren Angakkuq attackiert. In diesem Moment feuert Kaen die von ihm selbst instand gesetzten Impulskanonen der NUR DER LÜGNER IST IN EILE auf die 232-Colpcor ab. Gneppo wird dabei zwar getötet, aber Dannoer und sein Schiff sind nun so schwer angeschlagen, dass sie von Yo fliehen müssen. Diese Information schickt ein Sohn Gneppos mit dem noch funktionsfähigen Hyperfunkgerät des Nomadenraumers in die Milchstraße. Der Funkspruch wird am 26. Mai 1516 NGZ vom Explorerschiff EX-41 BOSTON aufgefangen.

Kringels Meinung:

Böse Zungen könnten behaupten, dass dies überhaupt kein Perry Rhodan - Roman ist, denn abgesehen von der auf wenige Seiten beschränkten Anwesenheit Matan Addaru Dannoers und der Ahnenreihe Gneppos gibt es praktisch keine Berührungspunkte mit dem Perryversum. Dass der Atope entweder ein Wesen ist, das seine Aktionskörper ab und zu wechseln muss, oder das auf die regelmäßige Zufuhr psionischer Energie angewiesen ist, wissen wir ja seit PR 2724, in dem zu lesen war, dass sich Dannoer ganz besonders für Gucky interessiert, und dass Dannoer dem Tode nahe ist. Also keine überraschenden neuen Informationen.

Kritiker könnten außerdem monieren, dass offensichtlich wieder einmal ein Deus ex machina hervorgezaubert werden musste, damit dafür gesorgt werden konnte, dass Dannoer doch noch verwundbar wird. Dass sich die Autoren also wieder einmal mit der Einführung eines übermächtigen Gegners am Beginn des Zyklus selbst ein Bein gestellt haben, weil sie es nicht - oder jedenfalls nicht auf besonders überzeugende Weise - schaffen, diesen Gegner wieder los zu werden. Immerhin nähern wir uns dem Ende der ersten Zyklushälfte, und da werden die Schalter, wie nicht anders zu erwarten war, ganz allmählich umgelegt. Zweifellos wird das Atopische Tribunal am Ende des Zyklus genauso unterliegen, wie es bis jetzt jedem noch so fiesen Gegner der Terraner ergangen ist!

Aber von mir werdet ihr das alles nicht hören, denn ich fand den Roman witzig, ideenreich und äußerst unterhaltsam. Kaen Emund ist übrigens schon die zweite Figur in diesem Zyklus, die etwas mit mir gemeinsam hat. Was es damit auf sich hat, werde ich euch, wenn alles gut geht, in wenigen Wochen verraten können.

J. Kreis, 09.03.2014


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hairybird (09.03.2014):

Wenn es etwas ärgerliches an diesem Roman gab, dann war es nur der Umstand, dass ich ihn in einem Rutsch durchlesen musste und das Lesevergnügen nicht übers Wochenende verteilen konnte.
Ich bin kein Freund von Steampunk in der SF, aber hier war es doch sehr erträglich und im Kontext sinnvoll. Die neu eingeführten Figuren waren plastisch, lebensecht und weit von aller Schwarz-Weiss-Malerei entfernt. Yo ist ein sympatischer Farbtupfer im Perryversum, den wir hoffentlich nicht zum letzten Mal besucht haben.



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