PR 2740
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Perry Rhodan Nr. 2740: Griff nach dem Galaktikum

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Eineinhalb Jahre nach dem Fall des Kreit-Systems herrscht relative Ruhe in der Milchstraße. Nach und nach wird die Atopische Ordo etabliert. Manche Völker, so auch die Arkoniden, kooperieren mit dem Atopischen Tribunal. Die Arkoniden verlassen die von ihnen besiedelten Planeten, viele siedeln sich auf Terra an. Vetris-Molaud, Maghan des Neuen Tamaniums, ist nach wie vor bestrebt, die letzten freien Tefroderstaaten in sein Reich zu integrieren. Widerstand regt sich allerorten, zum Teil organisiert von der Neuen USO, die von den Atopen zur terroristischen Vereinigung erklärt worden ist. Die Onryonen verlegen riesige Raumschiffscluster von ihren immer noch nicht entdeckten Basen zu verschiedenen Brennpunkten des galaktischen Geschehens, unter anderem nach Aurora. Penccas Khelliod, Kommandant des Raumvaters SHOYOO, erhält den lang erwarteten Auftrag, die erste für die Milchstraße bestimmte Ordische Stele auf der Zentralwelt des Galaktikums zu installieren.

Die Vorbereitungen zu dieser Aktion bleiben natürlich nicht unbemerkt. Uldormuhecze Foelybeczt, Vorsitzender des Galaktikums, gibt Alarm, als sich 11.500 Onryonenschiffe nähern. Ihnen stehen 42.000 Einheiten der Galaktischen Flotte gegenüber, hauptsächlich Posbi-BOXEN unter dem Befehl des Plasmakommandanten Catalan Zahlenfreund. UFo trifft sich insgeheim mit Monkey. Der USO-Chef ist in der Maske des Mehandor Tenkroden mit der Kogge SINCLAIR MAROUT KENNON ins Halo-System gekommen. Zu Monkeys auf Aurora tätigen Spezialisten gehören die Akonin Khys tan Nephtar, Tochter des Ratsmitgliedes Osyr tan Nephtar, und ihr Geliebter, der Terraner Zahran Ushindi. Mit Ushindi, der in seiner Tarnexistenz als freischaffender Künstler täuschend lebensechte Hologramm-Installationen herstellt, hat Monkey etwas ganz besonderes vor. Für ihn steht fest, dass aus der von LFT und Galaktikum verfolgten Hinhaltetaktik schon bald ein echter Krieg werden wird. Monkeys oberstes Ziel besteht in der Erbeutung eines Linearraumtorpedos, denn mit diesem Waffensystem steht und fällt die derzeitige Übermacht der Besatzer.

Am 16. Mai 1516 NGZ verkündet Khelliod seine Absichten, erhält von UFo jedoch eine Abfuhr. Daraufhin stellt der Onryone ein dreitätiges Ultimatum, nach dessen Ablauf er seine Drohung wahr macht und Auroras Nachbarplaneten Noros vernichtet. Trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit haben die Posbis den Onryonen nichts entgegenzusetzen, denn diese können ihre Torpedos sogar aus dem Linearraum heraus absolut zielsicher abfeuern. Mit Noros gehen auch die Erinn-Flugschlangen unter, eine Spezies, deren Intelligenz gerade erst von Ushindi entdeckt und den Onryonen mitgeteilt worden ist. Diesen Völkermord prangert UFo in einer milchstraßenweit ausgestrahlten Sendung an. Die SHOYOO nähert sich Aurora. Khelliod setzt UFo eine letzte Frist. Er wird die Ordische Stele um jeden Preis auf Aurora errichten - oder auf dessen Trümmern.

Bis jetzt ist alles genau so abgelaufen, wie es von Monkey erwartet wurde. Nun kann sein Plan greifen.

Kringels Meinung:

Die Handlung kehrt in die Milchstraße zurück, und prompt gewinnt sie jene Dynamik und Dramatik zurück, gewürzt mit Politik und Intrigenspiel, die ich in der anderen Handlungsebene bis jetzt vermisst habe. Dazu noch etwas Exotik in Gestalt der Erinn von Noros und einer schönen akonische Agentin - was will man mehr? Nun: Bei Arndt Ellmers Schreibe frage ich mich manchmal, ob er besonders geschickt darin ist, Verschachtelungen und Andeutungen einzusetzen, oder ob sein Schreibstil einfach nur klarer sein müsste...

Der Griff des Atopischen Tribunals nach Aurora war zu erwarten und die Reaktion des Galaktikums ebenfalls, wenn man UFos Charakter berücksichtigt. Ein anderer Vorsitzender, selbst Bostich, hätte vielleicht nicht mit einem Gegenangriff reagiert, sondern erst einmal weiter abgewartet. Noch weiß man ja nicht, was die Ordischen Stelen überhaupt bewirken. Sind sie nur Symbole, oder haben sie eine bestimmte - womöglich zerstörerische - Funktion wie die Dunklen Obelisken, mit denen sie in diesem Roman verglichen werden? Was diese Dinger anrichten, könnt ihr in PR 2355 nachlesen. Jedenfalls ist UFos Reaktion nicht abwegig, schließlich kann er sich auf eine riesige Übermacht stützen, und er konnte nicht wissen, dass die Onryonen aus dem Schutz des Linearraums heraus feuern können. Das ist ein gar nicht so unwichtiges neues Detail. Die Linearraumtorpedos waren ja schon schlimm genug, aber vor denen ist man mit Transitionstriebwerken relativ sicher. Jetzt wissen wir, dass die Onryonen jederzeit praktisch aus dem Nichts heraus angreifen und dabei nicht aufgehalten werden können. Da helfen keine noch so großen Flotten. Somit müssen die Galaktiker auf andere Weise gegen die Besatzer arbeiten, und genau das hat Monkey offensichtlich vor. Tarnung und Täuschung werden jetzt wohl die Mittel der Wahl sein.

Aber auch die Galaktiker haben noch ein paar Trümpfe in der Hinterhand, zum Beispiel die Hasproner. Dieses Völkchen hat in der Erstauflage noch keine besonders große Rolle gespielt, aber das könnte sich ändern. Sie sind Rechenkünstler und haben ein absolutes Gedächtnis. Deshalb werden sie gern als lebende Computer eingesetzt, so auch auf Aurora. Der Hasproner Schahid-Felah Arom-Neb-Luba Basba VII, genannt Luba Sieben, hat alle wesentlichen Basissätze, Protokollelemente und Kodefolgen im Kopf. Wenn die Onryonen auf die Computersysteme Auroras zugreifen wollen, werden sie also eine Überraschung erleben. Luba Sieben ist der Sohn eines Hasproners, der in PR 2513 vorkommt. Im damaligen Kommentar habe ich meinen Zweifeln an der Rechtmäßigkeit des Handelns der Neuen USO Ausdruck verliehen. An diesen Zweifeln hat sich nichts geändert.

"Schahid-Felah Arom-Neb-Luba Basba" ist übrigens ein Anagramm. Ob ihr herausfindet, welche beliebte Figur aus Karl Mays Romanen gemeint ist, ohne in der Perrypedia nachzulesen?

J. Kreis, 23.02.2014


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Gastkommentare


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Chris (27.02.2014 - Antwort auf Michaels Kommentar vom 26.02.2014):

PR Autoren haben es nicht so mit Militär und Taktiken....die *Schlachten* in PR Universum sind von kindischer Naivität und Unkenntnis geprägt...deswegen auch so schwachsinnige Aktionen wie in vorliegenden Roman.
Leider holen sie sich aber keine professionelle Hilfe (man vergleiche nur die Raumkämpfe in der verschollenen Flotte) und verschwenden lieber 10 Seiten damit uns wieder und wieder zu Erzählen, wie groß die Gewisssenbisse der Beteiligten sind, weil Feinde ins Gras beißen


Michael (26.02.2014):

Hmm, wenn knapp drei Dutzend Fragmentraumer der Posbis einen Paratronschirm um eine Stadt legen und damit die Linearraumtorpedos erfolgreich abwehren können, würden es dann nicht Zehntausende von Fragmentraumern schaffen einen planetenumspannenden Paratronschirm zu erzeugen? Mag sein, dass sich im Endeffekt nichts geändert hätte aber einen Versuch wäre es doch Wert gewesen?


Peter Glasmacher (24.02.2014):

Auch wenns von der professionellen Episodenkritik nicht so geteilt wird. Die Episode war gut informativ und unterhalten. Passt!


Rainer (24.02.2014):

Das kann doch nur der berühmt berüchtigte Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Ibn Abbas Darwuhl Al Gossarah...oder so ähnlich sein.... ;)


hairybird (23.02.2014):

Nun: Ich liebe die Schreibe von Arndt Ellmer!
Zu seinem 60 Geburtstag (Gratulation) hat er für mein Empfinden einen ausgezeichneten Roman geschrieben. Die neuen Charaktere und Spezies sind überzeugend und plastisch dargestellt und die Handlung ist mit leichter Hand sehr routiniert erzählt. Da wirkt nichts gezwungen oder an den Haaren herbeigezogen, es liest sich wunderbar flüssig und macht viel Lust auf die weitere Entwicklung in dieser Handlungsebene. Es hätte gern ein Doppelband sein dürfen.



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