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Perry Rhodan Nr. 2739: Die Sternenrufer

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Die Vidriten betreiben seit einigen Generationen Raumfahrt innerhalb der Grenzen ihres Sonnensystems. Sie stehen vor einem epochalen Durchbruch: Der Start des ersten bemannten überlichtschnellen Raumschiffes findet statt. Khild und Thiajin, die einzigen Besatzungsmitglieder der mit einem Transitionstriebwerk ausgestatteten PATHADD, absolvieren die Transition erfolgreich, aber das Schiff explodiert kurz nach der Rematerialisation. Die Vidriten glauben an einen Unfall, doch Perry Rhodan und seine Begleiter wissen es besser. Sie haben mit dem kleinen Lucbarni-Beiboot KOLOSHO, geschützt durch ein leistungsfähiges Antiortungssystem, Warteposition im Pethpar-System bezogen. Sie beobachten unbemerkt, wie der Onryonenraumer OUKEVOY das völlig wehrlose Vidritenschiff vernichtet. Ein Überlebender wird von der OUKEVOY geborgen, dann nimmt der Kugelraumer Kurs auf Vi, den Heimatplaneten der Vidriten.

Durch die Anwesenheit der Onryonen nimmt die ganze Angelegenheit eine völlig neue Dimension an, doch die Lucbarni unterstützen Rhodan weiterhin. Als der Terraner die Botschaft des Onryonen Vassanar Ghesscy an die Vidriten mithört, ist ihm klar, dass er eingreifen muss. Ghesscy behauptet, Transitionstriebwerke seien lebensgefährlich, was ja durch die Vernichtung der PATHADD eindrucksvoll demonstriert wurde. Im Namen des Atopischen Tribunals bietet er den Vidriten einen Technologietransfer an, durch den das Volk - was er natürlich verschweigt - in die Atopische Ordo eingegliedert werden soll. Die Vidriten wären dann genau wie alle anderen Völker Larhatoons abhängig von den Atopen und ihren Hilfsvölkern. Chanpaja, der Vhemej (Regierungschef) von Vi, ist zwar skeptisch, lässt sich aber allmählich von Ghesscy einwickeln.

Um die Lucbarni nicht zu kompromittieren, lässt sich Rhodan allein auf Vi absetzen. Da die Vidriten bis auf ein Zyklopen-Stirnauge absolut menschenähnlich sind, ist es für Rhodan kein Problem, sich verkleidet unters Volk zu mischen und Informationen zu sammeln. Sein Hauptziel ist das Cedejat, eine Funkanlage, von der die überall in Larhatoon empfangbare Botschaft ausgeht. Diese besitzt eine Art paramechanisches Wasserzeichen, dem Rhodan eine eigene Signatur ("SOS PR" in Morsezeichen) aufprägen will. Damit sollen die Helfer aus der Milchstraße, deren baldige Ankunft Rhodan aus bestimmten Gründen erwarten zu dürfen glaubt, auf seine Spur gebracht werden. Die Zeit drängt, denn Ghesscy hat bereits die Abschaltung des Cedejat verlangt. Um die ahnungslosen Vidriten vor den Onryonen warnen zu können, muss Rhodan den Überlebenden der PATHADD befreien, denn der kennt die Wahrheit. Mit Neacues Hilfe ist das ein Kinderspiel. Rhodan holt die schwer verletzte Thiajin aus der OUKEVOY. Sie ist noch lange genug bei Bewusstsein, um den Geheimdienst zu Hilfe zu rufen. So erhält Rhodan Kontakt zu Chanpaja, dem er die Lage in Larhatoon erklärt.

Chanpaja vertraut Rhodan und widersetzt sich Ghesscys Forderung. Das Cedejat bleibt aktiviert. Rhodan erhält die Erlaubnis, seine Signatur einzuspeisen. Die jungen Vidriten Kathapor und Vhicia führen ihn zum Cedejat. Das paramechanische Wasserzeichen wird der Sendung von einem psi-begabten Vidriten aufgeprägt. Neacue erklärt sich bereit, auf Vi zurückzubleiben und Rhodans Helfer zu erwarten. Inzwischen hat Ghesscy Verdacht geschöpft und die KOLOSHO geortet. Er vernichtet das Lucbarnischiff mit einem Kampfgleiter, der aber kurz danach ebenso wie die OUKEVOY von drei larischen Antlitzraumern abgeschossen wird. Avestry-Pasik ist angekommen.

Kringels Meinung:

Nach den Lucbarni schon wieder so ein sympathisches neues Völkchen! Die Vidriten erinnern Perry (und mich) an die Terraner in den Anfangsjahren des Solaren Imperiums. Ansonsten fällt mir wenig zu dem Roman ein. Gutes Lesefutter, und wem bis jetzt noch nicht klar war, dass die Onryonen im Auftrag der Atopen ein falsches Spiel treiben, den dürfte die Art und Weise überzeugen, wie sichergestellt wird, dass niemand Antriebssysteme benutzt, mit denen er sich den Linearraumtorpedos entziehen könnte. Aber irgendwie kommt mir der gesamte Verlauf dieser Handlungsebene zu konstruiert vor, mit zu vielen herbeigezwungenen "Zufällen", die Perry in die Hände spielen. Perrys "Plan" kommentiere ich lieber nicht selbst, sondern mit einem Zitat aus dem Roman. Dort steht wörtlich: "Sein Freund Reginald Bull hätte seinen Plan [...] mit zwei harschen Worten abgekanzelt. Absoluter Schwachsinn."

Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass Perry ganz schön dumm dagestanden hätte, wenn Neacue nicht von selbst auf die Idee gekommen wäre, auf Vi zurückzubleiben. Weil er die Vidriten für lustiger hält als den alten Miesepeter und Moralapostel Perry. LOL!

Nur eins noch: Am Ende des Romans denkt Perry darüber nach, dass Avestry-Pasik vom gestorbenen Ersten Hetran als Nachfolger bestimmt worden sei. Ich glaube, das ist ein Kontinuitätsfehler. Perry kann das gar nicht wissen, oder?

J. Kreis, 16.02.2014


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Gerhard Neubert (26.02.2014):

Im Larenuniversum geschahen in der lfd. Handlung so viele nicht nur glückliche, sondern so unwahrscheinliche Zufälle, dass es mir eher wie "Märchenlotto-Fiction" statt Science-Fiktion vorkommt.
Mein Eindruck: So richtig ausgefeilt erscheint der grobe Handlungsrahmen derzeit nicht zu sein.
Vorgabe: Perry allein nackt auf einem Planeten und entdeckt das "Volk der Wunderrütlis", welches hilft, eine Fortsetzung auf gleichem Level zu schreiben - nur helfen jetzt die "Runderwütlis". Oder parodieren sich die Autor/Innen derzeit selbst?



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