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Perry Rhodan Nr. 2738: Domäne des Feuervolks

Autorin: Susan Schwartz

Inhalt

Ein Lare verschafft sich Zutritt zu den Räumen des Greikos Baudencerc. Er gibt sich als Avestry-Pasik zu erkennen und behauptet, Koonepher-Trest habe ihn zu seinem Nachfolger als Erster Hetran bestimmt. Baudencerc muss zugeben, dass das stimmt und dass er die Designation manipuliert hat, um einen Bruderkrieg der Laren zu verhindern. Der alte Erste Hetran hat den Namen des Anführers der Proto-Hetosten schon vor Tagen ins Designatum gesprochen. Doch wie, so will Baudencerc wissen, kann sich Avestry-Pasik seiner Sache so sicher sein? Der Lare behauptet, das Vektorion habe ihn gerufen. Es enthalte eine echte Reliquie, nämlich den Fingerknochen eines parabegabten Ur-Laren. Das Vektorion sei der rechtmäßige Besitz des Ersten Hetrans und es legitimiere diesen in seinem Amt. Avestry-Pasik kann den Ruf des Vektorions immer noch spüren. Er weiß nun, dass Perry Rhodan das Vektorion an sich genommen hat. Von Hass erfüllt folgt er der OVPASHIR, die auf dem Weg zum Lucbarni-Weltraumhabitat LUCVAIT ist.

Rhodan lernt die Flammenzunge Venerayke kennen, eine hochrangige Beraterin Osueos. Sie erkennt, dass Rhodan kein Shetorner ist, dringt aber nicht weiter in ihn. Sie nimmt einen "langen Atem" an ihm und Bostich wahr, vermutlich handelt es sich um die Vitalenergie der Zellaktivatoren. Etwas ähnliches hat Venerayke vor vielen Jahren schon einmal verspürt, als sie an der Untersuchung des Omega-Fragmentariums auf dem Planeten Cautghossor in der Lucbarni-Domäne beteiligt war. Dieses Artefakt muss vor Urzeiten auf dem Planeten abgestürzt sein. Es sind nur noch riesige Trümmer übrig, darunter wurde ein Atopischer Synaptor gefunden. Venerayke glaubt, bei der Untersuchung des Artefakts den Klang des Urknalls vernommen zu haben. Von diesem Erlebnis wird sie immer noch umgetrieben. Es stellt sich heraus, dass das Vektorion auf das Zentrum Larhatoons zeigt, wo sich die den Atopen vorbehaltene Domäne Shyoricc befindet. Der gesamte Bereich wird durch einen gigantischen Repulsor-Wall abgeschirmt und ist somit unerreichbar. Das Haynesser-System, zu dem Cautghossor gehört, liegt auf dem Weg dorthin. Da es sich im Bereich des Hypersturmriffs All-Flammgold befindet, kann es nicht von der OVPASHIR angeflogen werden. In der Flammengondel LUCVAIT gibt es jedoch einen alten Ferntransmitter, mit dem die Strecke bis zu Jacpruna, einem Mond Cautghossors, überbrückt werden kann.

In der Nähe LUCVAITS wird die OVPASHIR von drei larischen Antlitzraumern angegriffen, die das Gesicht Voruder-Paacs zeigen. Die Lucbarni suchen keinen Streit und sind durch ihre Gravolinsen-Schutzsysteme kaum angreifbar, wissen sich aber zu wehren. Mit ihren Hyperkatapulten verpassen sie den Proto-Hetosten einen Denkzettel. Die Antlitzraumer ziehen sich zurück, als die OVPASHIR Verstärkung von LUCVAIT erhält. Bostich nimmt die beeindruckenden Waffensysteme der Lucbarni genauer in Augenschein, während sich Rhodan mit Venerayke, Osueo, dessen Sohn Voanos und Neacue (der eigentlich in der OVPASHIR hätte zurückbleiben sollen) nach Jacpruna transmittieren lässt. In der dortigen Forschungsstation erfährt er, dass aus dem nahe gelegenen Pethpar-System, das von den Vidriten bewohnt wird, eine in ganz Larhatoon empfangbare Funkbotschaft ausgestrahlt wird. Die Nachricht enthält die Zahl Pi sowie eine Millionen-Primzahl und besagt, dass die Vidriten an einem neuartigen Überlichtantrieb arbeiten.

Das Omega-Fragmentarium ist eine über mehrere Kilometer hinweg verstreute Ansammlung bizarrer fraktaler Trümmer, die sich einer genaueren Analyse entziehen. Der Atopische Synaptor ist unbeschädigt. In seiner Nähe verspüren alle eine ganz besondere Aura, doch erst als Rhodan im Synaptor Platz nimmt, reagiert das Objekt. Rhodan blickt in die Unendlichkeit und nimmt Gesichter wahr, deren Anzahl er merkwürdigerweise genau kennt - es sind 10 hoch 123, eine Vigintilliarde. Die Gesichter sehen buchstäblich alles. Sie nehmen jedes Elementarteilchen wahr, das je existiert hat, und sie kennen alle Ereignisse bis zurück zum Urknall. Rhodan vernimmt zwei Botschaften: "Fürchte dich nicht. Alles hat eben erst begonnen", und "Wir sind in den Jenzeitigen Landen". Rhodan ist tiefer beeindruckt als damals, als er die Antwort auf die Dritte Ultimate Frage am Berg der Schöpfung abgewiesen hat. Seinen Gefährten verheimlicht er, was er erlebt hat.

Kringels Meinung:

Wow, was war das denn? Hatte Rhodan eine Gottesbegegnung? Oder hat er "nur" die Atopen gesehen? Oder sind die 10 hoch 123 Gesichter vielleicht alle Lebewesen, die je im Universum existiert haben und je existieren werden? Und vor allem: Ist das alles nicht eine Nummer zu groß? Noch mehr kosmischer Mystizismus, wo sich die Autoren doch schon in der Vergangenheit immer wieder über den kosmischen Überbau beklagt haben, der sie angeblich so sehr beim Schreiben bodenständiger SF stört? Oder war das, was Rhodan gesehen hat, wieder nur ein Zaubertrick der Atopen, eingesetzt zu dem einzigen Zweck, Primitivwesen wie zum Beispiel Menschen in Ehrfurcht erstarren zu lassen? Eine geschickt gemachte Holo-Show, verbunden mit sanfter suggestiver Beeinflussung und ein paar kryptischen Worten - das dürfte für atopische Hightech kein Problem sein. Das würde sogar ein ganz normaler terranischer Illusionist hinkriegen.

A propos Hightech. Ich frage mich allmählich, ob die Atopen vielleicht nur ein Hilfsvolk sind. Eines der Kosmokraten zum Beispiel. Denn was streben die Atopen denn - wie man am Beispiel Larhatoons schön erkennen kann - eigentlich an? Doch wohl die totale Ordnung im Sinne von absoluter Stagnation. Durch den vollständigen Stillstand, die immerwährende Bewahrung des Status quo, sind Ruhe und Frieden gesichert. Und ist das nicht dasselbe Ziel, dem sich die Kosmokraten verschrieben haben? Sind die Atopen also womöglich das kosmokratische Gegenstück zur Terminalen Kolonne TRAITOR? Das würde so einiges erklären. Für unwahrscheinlich halte ich es nicht. Es wäre viel unwahrscheinlicher, wenn TRAITOR keinen Widerpart auf Seiten der Ordnungsmächte hätte.

Eine letzte Frage: Wenn schon vor Tagen entschieden wurde, dass Avestry-Pasik neuer Erster Hetran werden soll, und wenn das Vektorion quasi als Ausweis für dieses Amt dient, warum hat Koonepher-Trest das Vektorion dann nicht behalten, sondern es Perry Rhodan gegeben? Es ist schon seltsam genug, dass er ausgerechnet den Anführer der Proto-Hetosten ausgewählt hat, denn damit ist eine Eskalation des Konflikts mit dem Atopischen Tribunal vorprogrammiert. Ich könnte mir vorstellen, dass das nie geklärt wird. Das Vektorion musste halt einfach in Rhodans Besitz gelangen. Ein merkwürdiger "Zufall" führt zum nächsten, so wie jetzt die Begegnung mit der einzigen Person in ganz Larhatoon, die Rhodan zum Atopischen Synaptor führen konnte...

Übrigens: Baudencerc ist kein Jaj, wie ich vor zwei Wochen vermutete. Er wollte nur genau den Ärger vermeiden, den es jetzt sicherlich bald geben wird.

J. Kreis, 08.02.2014


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