PR 2736
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Perry Rhodan Nr. 2736: Der greise Hetran

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Koonepher-Trest, der greise Herrscher Larhatoons, fühlt sein Ende nahen. Deshalb tritt der Erste Hetran die Reise des letzten Geheißes an, um auf den von seinem Volk bewohnten Planeten letzte Anweisungen zu erteilen und einen Nachfolger zu bestimmen. Es gibt eine ganze Reihe von Anwärtern für das Amt, unter anderem die Sub-Hetranin Timis-Tiapha. Beide reisen auch zum Kontrafaktischen Museum auf Axxallia-Annor. Dort will der Erste Hetran seinen Nachfolger benennen, indem er dessen Namen ausspricht, während er einen Helm - das Designatum - trägt. Timis-Tiapha trifft zuerst auf Axxallia-Annor ein und veranlasst, dass ein neuer Leibwächter für den Ersten Hetran engagiert wird. Nach entsprechenden Tests fällt die Wahl auf Koccov aus dem Amphibienvolk der Praccic. Er erhält eine Plakette aus Patronit, die ihn als Mitarbeiter aus dem Stab des Ersten Hetran ausweist.

Perry Rhodan und Bostich nutzen derweil Gesspyr Hocctossers Einfluss, um eine Audienz beim Greiko Baudencerc zu erhalten, dem Hauptdirektor des Kontrafaktischen Museums. Rhodan hofft, Informationen über das Vektorion zu erhalten und somit womöglich den Weg zur Ursprungswelt der Laren zu finden. Baudencerc bestätigt, dass das Vektorion existiert, und dass es eine Art Kompass im Besitz des Ersten Hetran ist, der den Weg nach Larhat zeigt. Das Gespräch wird durch das Eintreffen Koonepher-Trests unterbrochen. In Baudencercs Abwesenheit dringen Rhodan und Bostich heimlich in dessen Gemächer ein, denn sie hatten den Eindruck, dass sie - oder vielmehr ihre Zellaktivatoren - während der Audienz irgendwie beeinflusst wurden. Die Erklärung ist ebenso einfach wie verblüffend: In einem gesicherten Raum innerhalb des Museums steht ein Physiotron.

Außerdem finden die Galaktiker einen Sarkophag mit Baudencercs Leichnam. Doch ein quicklebendiger Baudencerc kommt hinzu, wobei er möglicherweise einen Fiktivtransmitter benutzt. Der Greiko erklärt, er sei ein Zeitzeuge der Zukunft und das Physiotron diene nur ihm. Trotz der Verletzung seiner Privatsphäre ist er gesprächsbereit und erklärt seinen "Gästen" sogar den Verwendungszweck eines an einen Beichtstuhl erinnernden Objekts in seinen Räumlichkeiten. Es ist ein Atopischer Synaptor, der die Kontaktaufnahme mit der Heimat der Atopen ermöglichen würde, wenn er nicht beschädigt wäre.

Neacue, der sich schon gelangweilt hat, ist erfreut, als endlich die Action beginnt. Unbekannte (angeblich Proto-Hetosten) verüben einen Anschlag auf den Ersten Hetran. Koccov schlägt die Angreifer zurück, doch als er sich seinem Schützling nähert, explodiert seine Plakette. Bevor der Erste Hetran seinen schweren Verletzungen erliegt, spricht er noch mit Rhodan. Dieser gibt sich als Hetork Tesser zu erkennen, worauf Koonepher-Trest mit unerklärlicher Zufriedenheit reagiert. Er übergibt Rhodan das Vektorion.

Obwohl das Attentat erfolgreich war, hat Timis-Tiapha ihr Ziel nicht ganz erreicht. Koonepher-Trest hat den Namen des Ersten Hetran nicht ausgesprochen, aber das Designatum ist nirgends zu finden.

Kringels Meinung:

Wenn da nicht verschiedene interessante Informationen wären, müsste ich den Roman als Fülltext abhaken, den man schnell wieder vergisst. Unter all den in die Länge gezogenen Schilderungen belangloser Geschehnisse verbergen sich ein paar echte Hämmer. Das Vektorion ist eine erbsengroße transparente Kugel, in deren Innerem ein miniaturisierter Fingerknochen schwebt, der momentan allerdings noch keine klare Richtung anzeigt. Ein Fingerknochen? Da fällt mir doch gleich der versteinerte Finger ein, der in PR 2714 im Polyport-Hof ITHAFOR-5 materialisiert ist und älter als das Universum sein soll. Ob da ein Zusammenhang besteht?

Außerdem, und das ist der eigentliche Knaller, wurde dem Greiko Baudencerc von irgendwem ein Physiotron zur Verfügung gestellt, möglicherweise auch ein Fiktivtransmitter. Es ist mir unbegreiflich, warum Perry nicht einmal den Versuch macht, in Erfahrung zu bringen, woher das Physiotron stammt. Hätte er Baudencerc, der sich ja als erstaunlich mitteilsam erwiesen hat, nicht einfach danach fragen können? Physiotron, Fiktivtransmitter - diese Begriffe bringe ich unwillkürlich mit der Superintelligenz ES in Verbindung. Natürlich könnte es sein, dass solche Geräte auch anderswo zu haben sind als nur auf der Kunstwelt Wanderer. Wir haben aber schon lange nichts mehr von ES gehört, in der PR-Handlung ist sogar noch viel mehr Zeit vergangen. Vielleicht ändert sich das ja bald? Und zu guter Letzt stolpert Perry auch noch über den Atopischer Synaptor. Das ist jetzt eine ganze Menge von "Zufällen", was? Jedenfalls steht für mich fest, dass Perry das Ding an sich bringen und irgendwann reparieren wird. Dann werden wir wohl einige lang erwartete Antworten erhalten.

Ich muss mich über Perrys Leichtgläubigkeit wundern. Nicht nur ist er fest davon überzeugt, im Kontrafaktischen Museum die Wahrheit über die angeblich vom Atopischen Tribunal verhinderte Vernichtung Larhatoons erfahren zu haben, nein, er glaubt auch Baudencercs Geschichte bedenkenlos. Klar, die Greiko-Leiche könnte Baudencercs "Zeitzwilling" sein, was darauf hinweisen würde, dass die Atopen in verschiedenen Zeitlinien herumpfuschen. Aber warum kommt niemand auf die viel einfachere, naheliegende Antwort, dass Baudencerc ein Jaj ist? Perry müsste doch inzwischen über die Existenz dieser Gestaltwandler informiert sein.

J. Kreis, 26.01.2014


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