PR 2734
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Perry Rhodan Nr. 2734: Der Wald und das Mädchen

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Als sich die GYUDOON dem Planeten Volterhagen nähert, verursacht Avestry-Pasik Explosionen, die das Schiff schwer beschädigen, so dass es eine Notlandung durchführen muss. Dabei greift der Lare Perry Rhodan an. Dieser schlägt seinen Widersacher mit einem Vae-Metall-Würfel bewusstlos und flieht mit Bostich und Neacue ins Freie. Rhodan kennt Volterhagen nicht aus eigener Anschauung, aber er weiß, dass die Larenstädte früher nicht mit Technogeflecht überzogen waren wie jetzt, und dass irgendwo in der Nähe das Forschungszentrum Narotaak sein muss. Der Weg dorthin führt durch einen Wald voller aggressiver Wesen, deren Gift die Männer nur dank ihrer Zellaktivatoren nicht zum Opfer fallen. Im Wald begegnen Rhodan und Bostich der Larin Than-Deneec. Das Mädchen braucht sich vor nichts zu fürchten, weil es von Yuuper beschützt wird, einem Tier (einem Yazad) mit drei Stielaugen und sechs Extremitäten, das seinen Körper durch Strukturverhärtung unangreifbar machen kann. Rhodan und Bostich geben sich als Shetorner aus, denn dieses Laren-Zweigvolk ist relativ menschenähnlich. Than-Deneec nimmt sie mit in ihr Domizil, das sich im Narotaak befindet. Sie verfügt über medizinische Ausrüstung, mit der sie Bostichs Arm wiederherstellen kann. Dieser Prozess nimmt einige Tage in Anspruch. Rhodan muss Than-Deneec reinen Wein einschenken, denn bei Bostichs Untersuchung stellt sich heraus, dass er kein Shetorner ist. Da Than-Deneec ihre eigene Herrin und darüber hinaus nicht gut auf die onryonischen Besatzer Larhatoons zu sprechen ist, hilft sie ihren Gästen weiterhin.

Rhodan nutzt die Zeit, um mehr über seine Wohltäterin und die aktuellen Verhältnisse in Larhatoon in Erfahrung zu bringen. Than-Deneecs Aufgabe besteht in der Betreuung der Yazad. Niemand sonst ist für diese Aufgabe geeignet, denn die Yazad sind Mischwesen aus dem Erbgut eines Volterhagen-Tieres sowie eines außerirdischen Wesens, das dort gefunden wurde - und Than-Deneec selbst trägt diese DNS in sich. Sie ist kein Kind, sondern mehrere hundert Jahre alt. Rhodan geht ein Licht auf. Die Laren müssen Icho Tolots auf Volterhagen beerdigtes Kind gefunden und für ihre Experimente missbraucht haben! Larhatoon ist in vier Domänen (und zahlreiche Subdomänen) aufgeteilt: Die der Onryonen, der Laren und der Lucbarni, von denen Rhodan noch nie etwas gehört hat. Shyoricc, die vierte Domäne im galaktischen Zentrum, gilt als Sperrzone. Gerüchteweise halten sich dort die Atopen auf. Alle Völker müssen in ihrer jeweiligen Domäne bleiben. Später erfährt Rhodan noch, dass die Tolocesten die Reichweiten aller Raumschiffe zu diesem Zweck drosseln. Erster Hetran der Larendomäne ist Koonepher-Trest. Er residiert auf der Regierungswelt Anphalar.

Nachdem Bostichs Arm wieder wie neu ist, geht die Reise weiter in die Stadt Elesen-Canash. Than-Deneec hat ihre Gäste mit perfekten Shetorner-Masken und Geld ausgestattet. Damit buchen die Galaktiker eine Reise auf dem larischen Raumschiff BLOSSTER-CYV, das demnächst nach Shetor fliegen wird. Während der Wartezeit trifft sich Rhodan mit dem Laren Voruder-Paac, dem Kommandanten der HOPTCHER-VOIC. Voruder-Paac arbeitet mit dem onryonischen Historiker Gesspyr Hocctosser zusammen. Beide suchen Larhat, die legendäre Ursprungswelt der Laren. Rhodan interessiert sich für die Theorien des Historikers, denn er geht davon aus, dass Larhatoon und die Milchstraße nicht zufällig ungefähr gleichzeitig vom Atopischen Tribunal angegriffen wurden - und dass die Milchstraße seinerzeit ebenso wenig aus Zufall als Angriffsziel des Konzils der Sieben ausgewählt worden ist. Durch seine Kenntnisse über die 1500 Jahre zurückliegende Konzilszeit gewinnt Rhodan Voruder-Paacs Aufmerksamkeit. Der Lare fragt Rhodan, ob er die Expedition begleiten möchte. Rhodan muss ablehnen, denn Bostich ist dagegen.

Pester-Kord, ein Forscher mit Verbindungen zu den Proto-Hetosten, hat von diesen einen Steckbrief Rhodans und Bostichs erhalten. Es ist ihm gelungen, ihre Spur bis nach Elesen-Canash zu verfolgen. Rhodan und Bostich werden in ihrer Kabine in der BLOSSTER-CYV von Proto-Hetosten angegriffen. Doch deren Strahlschüsse prallen wirkungslos an Bostichs neuem Arm ab. Than-Deneec hat für die Rekonstruktion Yazad-DNS benutzt und Bostich kann eine Strukturverhärtung durchführen, wenn er sich konzentriert. Die Proto-Hetosten werden ausgeknockt, aber eine Reise mit der BLOSSTER-CYV kommt nun nicht mehr in Frage. Sie startet ohne die angeblichen Shetorner. Das Schiff ist ein Antlitzraumer. Seine Oberfläche nimmt beim Start die Züge eines larischen Gesichts an. Während es abhebt, wenden sich ihm einige riesige Gebäude der Stadt zu, die ebenfalls Gesichter tragen. Ein seltsames Ritual, dessen Sinn Rhodan noch nicht kennt. Er kommt nun auf Voruder-Paacs Angebot zurück. Ziel der HOPTCHER-VOIC ist das Kontrafaktische Museum auf Axxallia-Annor.

Kringels Meinung:

Die ersten 31 Hefte dieses Zyklus haben in mir die Hoffnung geweckt, die Expokraten und Autoren hätten endlich alte Zöpfe abgeschnitten und einige Schwächen überwunden: Keine starre Einteilung in Viererblöcke. Veränderungen in der Milchstraße, die wirklich Konsequenzen haben und weh tun. Endgültiger Tod von Unsterblichen. Aber seit ein paar Wochen stelle ich einen Rückfall in bestimmte Handlungsmuster fest. So muss Perry keineswegs einen Pakt mit dem Teufel - also mit den Proto-Hetosten - schließen. Es wäre ja noch schöner gewesen, hätte er sich mit Terroristen verbündet, um gegen die noch Böseren vorgehen zu können. Das darf der Gutmensch Rhodan selbstverständlich nicht tun. Nein, es entwickelt sich eine Handlungsebene nach Schema F: Rhodan im fremden Land, ganz auf sich gestellt oder allenfalls mit einzelnen Gefährten unterwegs. Nennt mir einen Zyklus der letzten Jahrmillionen, in dem dieses Szenario nicht vorgekommen ist!

Die Autoren scheinen in der Vergangenheit selbst erkannt zu haben, dass Perrys Mutantenkorps viel zu mächtig ist. Deshalb wurde es abserviert: Second-Genesis-Krise, Verlust von Fellmer Lloyds und Ras Tschubais ZA, Guckys Mentalverbrennung und so weiter und so fort. Aber kaum sind diese Wundertüten geschlossen, wird eine neue aufgemacht. Immer dann, wenn Rhodan und Bostich nicht mehr aus eigener Kraft weiterkommen, muss Neacue eingreifen und irgendwelchen Widersachern irgendwelche falschen Erinnerungen einpflanzen. Er ist der Notnagel zur Rettung aussichtsloser Situationen, wenn den Autoren nichts Besseres einfällt. Neacue wird auch noch höchst inkonsequent eingesetzt. Ausrede: Er spielt nur mit, wenn es ihm Spaß macht. Und jetzt hat Bostl auch noch einen Haluter-Arm...

Trotzdem finde ich die neue Handlungsebene noch gut. Larhatoon ist natürlich schon deshalb ein interessanter Schauplatz, weil wir am Beispiel dieser Galaxie sehen können, was der Milchstraße bevorsteht. Dass es den Bewohnern Larhatoons trotz der aufgezwungenen eingeschränkten Bewegungsfreiheit offensichtlich ganz gut geht, ist positiv hervorzuheben. Wir haben es hier nicht mit armen geknechteten Sklaven o.ä. zu tun, sondern mit Völkern, die sich mit einer neuen Situation arrangiert haben - und die seit Jahrhunderten in Frieden leben. Ich nehme aber an, dass es nicht lange dauern wird, bis Rhodan hinter die Kulissen blicken und doch noch den Wurm im Apfel finden wird.

J. Kreis, 12.01.2014


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Gastkommentare


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Anonym (14.01.2014):

Bei Bostl und Haluter-Arm hat sich mir gleich die Assoziation zu "Wastl" aufgedrängt...ist da was dran ;-) ?


Peter Glasmacher (14.01.2014):

Persönlich, aber nicht böse gemeint :-). Auch wenns nur ein Romancharakter ist, Bostl heisst Gaumarol da Bostich und ich finde es unfair von Kritikern (bei einem Forumstroll mag das ja noch angehen) auf derartige Verballhornungen der Namen von für die Handlung nicht ganz überflüssigen Protagonisten zurückzugreifen.
Ich versuche mir gerade vorzustellen, wenn man anfinge, nur noch von Perrylein und Bullichen zu reden. Wenn man die in letzter Zeit etwas prominentere Platzierung des Charakters nicht mag, soll man es aussprechen. Aber herablassende Verniedlichungen von Namen als Stillmittel sind infantil.



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