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Perry Rhodan Nr. 2733: Echo der Apokalypse

Autor: Michael Nagula

Inhalt

Die GYUDOON reist über eine aus fünf Sternenportalen bestehende Transmitterbahnhofstrecke nach Larhatoon. Bostich ist aufgrund seiner schweren Verletzung nicht handlungsfähig. Avestry-Pasik macht sich immer wieder im Lagerraum zu schaffen, in dem der Container mit Vae-Metall steht, den die Blinden Passagiere als Versteck nutzen. Die Proto-Hetosten haben gute Vorarbeit geleistet. Avestry-Pasik kann auf unzählige winzige Drohnen zurückgreifen, die als Spionsonden benutzt werden können und außerdem als Masken einsetzbar sind. Sie umhüllen ihren Träger und täuschen ein anderes Erscheinungsbild vor. Perry Rhodan nutzt erneut seinen Ruf als Hetork Tesser, um Avestry-Pasik zu beeindrucken. Er will mit dem Laren zusammenarbeiten, um gegen das Atopische Tribunal vorzugehen, denn die offensichtlich von Avestry-Pasik befehligten Proto-Hetosten könnten wertvolle Verbündete sein.

Nachdem Avestry-Pasik die Drohnen aktiviert hat, können er und Rhodan sich ein Bild von den Verhältnissen in der GYUDOON machen. Getarnt als Onryonen verlassen sie den Frachtraum. Der Raumvater hat inzwischen das Sternenportal AIKKAUD erreicht. Es stellt eine Besonderheit in der Transmitterstrecke dar, denn es wird nicht von den Onryonen kontrolliert, sondern von den Aiunkko. Diese drei Meter großen und sehr massigen Wesen mit weißer, schwammiger Haut, kahlem Schädel und einem schwarzen Auge halten alle ankommenden Schiffe - so auch die GYUDOON - auf AIKKAUD fest, um Wegzoll zu erheben. Drei Zöllner durchkämmen das ganze Schiff und nehmen scheinbar wahllos alle möglichen Gegenstände mit, was von den Onryonen geduldet wird. Rhodan und Avestry-Pasik folgen den Zöllnern. Der Terraner hilft bei der Schlichtung einer brisanten Situation, als einer der drei Aiunkko eine Pyzhurg-Statue konfiszieren will.

So erhält Rhodan Kontakt zu dem Zöllner Galdkaut, den er später in einem zwielichtigen Etablissement im Sternenportal trifft. Er erfährt, dass die Aiunkko ursprünglich aus der Galaxie Lajaspyanda stammen, der Heimat der Greikos. Vorher, in der Epoche der Verdunkelung, hatten sie unter den Laren zu leiden, die ganze Sektoren der Galaxie mit dem Gravokompressor heimgesucht haben. Unter den Laren war ein Bruderkrieg ausgebrochen, Völkerwanderungen waren die Folge. Erst durch das Eingreifen des Atopischen Tribunals war Ruhe eingekehrt. Seitdem leben die Aiunkko in AIKKAUD im Exil und leiden immer noch unter dem alten Trauma. Wenn sie die Droge Splinter nehmen, können sie eine Art Kollektivbewusstsein entwickeln. Mit Hilfe der von ihnen erhobenen Zölle wollen sie irgendwann zu neuer Größe aufsteigen. Im Moment sind sie trotz der Freiheiten, die sie in AIKKAUD genießen, nicht mehr als Sklaven. Rhodan erfährt, dass die heute von den Tolocesten verwaltete Transmitterstrecke einst verschiedenen Völkern gehört hat, von den Onryonen nur übernommen wurde und aus weit mehr als den fünf Regie-Portalen besteht.

Rhodan will nun versuchen, einen Funkspruch in die Milchstraße abzusetzen. Der von Neacue beeinflusste Galdkaut führt Rhodan zu dem in der Zentralkugel des Sternenportals beschäftigten Onryonen Passtar Loccolur. Dieser ist ein "Geschäftspartner" Galdkauts. Rhodan tischt Loccolur eine wilde Geschichte auf und erhält den Zugangscode für die Steuerzentrale, muss dann aber entsetzt feststellen, dass die GYUDOON abgeflogen ist. In der Zentrale schaltet Rhodan die Sicherheitskräfte mit Dagor-Kampftricks aus. Plötzlich erscheint Loccolur und erschießt Galdkaut. Rhodan schlägt Loccolur bewusstlos. Er kann nun endlich einige Sonden mit einer Botschaft programmieren und zur Milchstraße schicken. Da tauchen drei weitere Onryonen auf. Es kommt zu einer Schießerei. Rhodan tötet zwei Widersacher, dann allerdings gibt sich der dritte als Avestry-Pasik zu erkennen. Die anderen beiden waren getarnte Proto-Hetosten. Avestry-Pasik hatte befürchtet, Rhodan wolle ihn an die Onryonen ausliefern, und war ihm gefolgt, zumal er ihn für den Widerstandskampf in Larhatoon braucht. Gemeinsam rufen sie nun die GYUDOON zurück. Neacue kümmert sich um die Augenzeugen des Vorfalls. Danach geht die Reise weiter. Ziel ist der Forschungsplanet Volterhagen in der Larendomäne.

Kringels Meinung:

Erinnerungen an alte Zeiten (auf Volterhagen hat Icho Tolot einst sein Kind verloren) und einige interessante Informationen machen den Roman lesenswert. Wir wissen jetzt, dass Larhatoon seit 500 Jahren vom Atopischen Tribunal kontrolliert wird. Larische Historiker gehen davon aus, dass erste Brückenköpfe des Tribunals schon kurz nach dem Zusammenbruch der Konzilsherrschaft entstanden sind. Die Sternenportale haben früher ein ganzes Netz gebildet, jetzt wird nur noch die Verbindung Milchstraße - Larhatoon genutzt. Es wird angedeutet, dass dem Tribunal nicht nur eine gewaltige Flotte zur Verfügung steht, sondern auch eine ganz besondere Waffe, über die wir aber sonst nichts erfahren.

Die etwas wirre Story überzeugt mich dagegen nicht. Die Duldung irgendwelcher Völker in einer kriegswichtigen Einrichtung wie dem Sternenportal ist schon schwer zu akzeptieren. Aber dass die Aiunkko den Betrieb mit ihren "Zollforderungen" stören dürfen? Das halte ich für kompletten Unfug. Und wieder muss die Wunderwaffe Neacue als Problemlöser herhalten. Aber wenn der Benetah schon mal mit von der Partie ist, muss ich mich fragen, warum Rhodan seine Fähigkeiten nicht noch konsequenter genutzt hat. Hätte Neacue auch Loccolur beeinflusst, was kein Problem gewesen wäre, dann hätte Galdkaut nicht sterben müssen.

Leider ist der weitere Verlauf dieser Handlungsebene ziemlich vorhersehbar. Natürlich wird Rhodans Botschaft empfangen und verstanden werden. Das mit dem Hypertrans-Progressor ausgerüstete ZbV-Schiff (ich nehme an, dass es sich um die KRUSENSTERN handelt) wird Rhodan nach Larhatoon folgen. Man wird sich mit den Proto-Hetosten verbünden, von ihren in den letzten 500 Jahren gemachten Erfahrungen / technischen Errungenschaften profitieren und somit in der Milchstraße zum Gegenschlag ausholen können.

J. Kreis, 05.01.2014


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Gastkommentare


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Holger (16.01.2014):

Nachdem Uwe Anton im vorhergehenden Band noch geschildert hatte, dass Bostichs Armwunde durch den abrupten Abbruch des Transports kauterisiert wurde, beginnt Michael Nagula gleich mit einer heftig blutenden Wunde des Aktivatorträgers, die erst einmal versorgt werden muss.

Avestry-Pasik, bisher voller unversöhnlichem Hass dem Hetork Tesser Rhodan gegenüber, beugt sich plötzlich Rhodans Führungsanspruch und lässt sich alle Zügel aus der Hand nehmen. Da die Drohnenrtechnik, ohne die kein weiterer Fortschritt für Rhodan zu erwarten ist, in den Händen des Laren liegt, wird für mich dieser Wechsel nicht nachvollziehbar genug geschildert.

Später läuft Rhodan in einer Onryonenverkleidung einem der Zöllner hinterher, der dann plötzlich entscheidet, Rhodan sei interessant, und ihn deshalb einfach so in seine Lieblingskneipe einlädt. Äh, wie bitte?

Natürlich findet Rhodan problemlos zur Kneipe, das sicher nicht auf dem schnellsten Weg, überhaupt warum hat er nicht viel früher und konsequenter den Benetah eingesetzt? Rhodan kann problemlos das Kneipenschild in einer fremden Sprache lesen. Respekt! Das wird zwar erklärt, ist aber dennoch ziemlich schwach, wie die gesamte Story.

Immerhin ist die Anspielung auf Star Wars mit dem Blonden und dem goldenen Roboter ganz gelungen.

Wir erleben Action-Rhodan, der Bruce Lee mit seinen Nahkampffähigkeiten locker in den Schatten stellt. Das wirkt dann schon fast unfreiwillig komisch.

Über das unglaubwürdige Ende der kruden Story decke ich lieber den Mantel des Schweigens...

Für mich war das einer der bisher schwächsten Romane des gesamten Zyklus. Ich hoffe sehr, J., dass Du mit Deiner Prognose der weiteren Handlung daneben liegst und sich die Storyline nicht so einfach in Richtung Lösung bewegt.

Ich wünsche mir im Gegenteil, dass die Milchstrasse noch weiter demontiert wird! Ich wünsche mir auch inspiriertere Gastromane! Ich wünsche mir ebenfalls, dass Rhodan nicht zur albernen Actionfigur verkommt.



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