PR 2730
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Perry Rhodan Nr. 2730: Das Venus-Team

Autor: Oliver Fröhlich

Inhalt

Major Bruce Cattai, Nachkomme von Aboriginies (ein Aranda), der aufgrund seines unfehlbaren "Bauchgefühls" als Intuitionist bezeichnet wird, ist Einsatzleiter eines Teams von Elite-Raumlandesoldaten des TLD. Seine Kameraden sind Sergeant Tacitus Drake (ein Oxtorner), der Swoon Benner, Sergeant Patrick St. John und Leutnant Baucis Fender. Im Januar 1515 NGZ erhalten sie von Attilar Leccore den Auftrag, die Erstürmung des auf der Venus in der Nähe der Huo-LaFayn-Klinik geparkten und unter Quarantäne stehenden Linguiden-Raumschiffes GATOIR BUTINNY vorzubereiten. Man geht davon aus, dass der Eigner keineswegs ein Linguide namens Yoanu Quont ist, sondern der Jaj Leza Vlyoth, und dass es sich bei dem Raumschiff um die XYANGO handelt. Aufgrund eines verdächtigen Holo-Funkspruches und aufgefangener Energiesignaturen, die auf den Einsatz eines Transmitters hindeuten, wird außerdem angenommen, dass Vlyoth das Schiff schon vor Monaten verlassen hat.

Da Leccore ebenfalls ein Gestaltwandler ist, gelingt es ihm, den Bordrechner WISTER zu täuschen. Er betritt das Schiff mit fünf "Gefangenen" - dem Venus-Team - und gibt vor, die anrückenden terranischen Sicherheitskräfte mit diesen Geiseln unter Druck setzen zu wollen. Drake wird als erste Geisel "erschossen", überlebt dies wie geplant aufgrund seiner oxtornischen Kompaktkonstitution, wird nun insgeheim aktiv und befreit die anderen Gefangenen. WISTER kann jedoch nicht gehackt werden und ist obendrein dezentralisiert. Leccore und die Mitglieder des Venus-Teams müssen all ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einsetzen, um wenigstens den Zentraleknoten WISTERS außer Gefecht zu setzen. Cattai liegt mit seinem Bauchgefühl wieder einmal richtig. Er zeigt Leccore den Zentraleknoten an, so dass dieser vernichtet werden kann. Zuvor löst der Rechner jedoch die Selbstzerstörung der XYANGO aus. Nur 158 Bauteile können vor der Explosion sichergestellt werden, einige davon sogar unbeschädigt.

In den ersten Januarwochen macht der Techno-Mahdi in Terrania von sich Reden. Farye Sepheroa, die mit ihrem Dodo Oxford in Perry Rhodans Haus Nr. 746 in der Upper West Garnaru Road eingezogen ist und sich mit Gucky anfreundet, beobachtet Ameisen an der Hausfassade. Die für die Jahreszeit ungewöhnlich aktiven Tierchen sondern ein biolumineszentes Sekret ab, das den Satz "Technik ist Erlösung" bildet. Derselbe Satz erscheint auf dieselbe Weise auf unzähligen Gebäuden in der ganzen Stadt. Es wird festgestellt, dass die Ameisen genmanipuliert wurden. Die Schrift lässt sich nur schwer entfernen, und am 10. Januar erscheinen weitere Worte darunter: "Erste technomahdische Losung". Die Sekte des Techno-Mahdi, der selbst nie in Erscheinung tritt, erhält danach immer mehr Zulauf. Angeblich verfolgt der Techno-Mahdi das Ziel, dass sich die Menschheit durch Technik von der Last des Lebens befreit, um zu einem neuen Leben zu finden, frei von den Manipulationen durch Superintelligenzen und deren Agenten - Agenten wie Bostich und Perry Rhodan. Am 30. November weilen Farye Sepheroa und Gucky in der stetig wachsenden Stadt Neu-Atlantis. Inzwischen leben dort nicht mehr nur Arkoniden, sondern unter anderem auch Topsider und Ferronen. Plötzlich zieht ein schweres Gewitter auf. Blitze bilden eine weitere technomahdische Losung: "Wissen ist Heil".

In den Monaten nach der Vernichtung der XYANGO untersucht ein von Sichu Dorksteiger und Professor Wesserhaven (einem multidisziplinären Genie) geleitetes Forschungsteam die geborgenen Überreste. Dorksteiger hat ihre Versuche, einen Schutz gegen die onryonischen Linearraumtorpedos zu entwickeln, ohne Ergebnis einstellen müssen. Die eroberte Fremdtechnik, zu der auch Datenspeicher gehören, bietet einen neuen Ansatz. Die Daten sind allerdings bestens gesichert. Eine Speichereinheit nach der anderen zerstört sich selbst, sobald die Forscher in brisante Bereiche vorstoßen. Das Team wird deshalb durch Arkoniden unter der Leitung Caraners und des Tu-Ra-Cel-Wissenschaftlers Matrinar verstärkt. Leccore zieht den TLD-Mann Clermont Bricio hinzu. Im Oktober werden erstmals Daten ausgelesen. Neben Wartungsprotokollen fallen den Forschern die Namen und Koordinaten dreier Gefängnisplaneten des Atopischen Tribunals in der Milchstraße in die Hände: Gorgesd, Onuper und Bootasha. Alle drei sind Dunkelwelten.

Somit bietet sich die KRUSENSTERN geradezu für die Suche nach Perry Rhodan und Bostich an. Das Schiff wird von der LFT modernisiert und mit Elitetruppen bemannt. Jawna Togoya ist die neue Kommandantin. Icho Tolot und Avan Tacrol gehen ebenfalls an Bord. Gucky kommt kurz vor dem Abflug und bringt Toio Zindher mit. Auch Farye Sepheroa und Oxford, dem es weder in Perry Rhodans Haus noch in Neu-Atlantis gefallen hat, kehren in die KRUSENSTERN zurück.

Kringels Meinung:

Oliver Fröhlich hat bereits zwei PR-Neo-Romane und ein Atlan-Taschenbuch geschrieben. PR 2730 ist sein erster Beitrag zur Erstauflage. Wird Neo zur Autorenschmiede für die PR-Serie? So wie damals die Taschenbücher und die klassische Atlan-Serie? Ich hätte nichts dagegen, wenn die neuen Autoren immer so gute Romane abliefern wie jüngst Michelle Stern und Oliver Fröhlich!

Der Roman deckt ein ganzes Jahr ab. Das ist ungewöhnlich. Ist es in der PR-Serie überhaupt schon einmal vorgekommen? Jedenfalls scheint es wirklich die Absicht der Autoren zu sein, Perry Rhodan für längere Zeit aus der Handlung zu nehmen. Auch das ist ungewöhnlich, aber ich finde diese Idee gar nicht schlecht. Die Serie trägt Perry Rhodans Namen, aber muss er denn immer im Mittelpunkt stehen, immer in entscheidender Position mit dabei sein? Ich halte die jetzige Konstellation für durchaus reizvoll - und je länger Perry nicht "anwesend" ist, desto gespannter bin ich natürlich darauf, endlich zu erfahren, was er in der Zwischenzeit erlebt hat. Die Autoren sollten es nur nicht so übertreiben, wie sie es mit Atlan getan haben. Der Arkonide war schon im letzten Zyklus nicht mit von der Partie. Er sollte so bald wie möglich zurückkehren. Dann darf Perry ruhig noch ein bisschen Pause haben.

Die Gefängniswelten sind also Dunkelplaneten, wie Viccor Bughassidow sie sucht. Dieser Zusammenhang kommt mir allzu herbeigezwungen vor, vor allem frage ich mich: Na und? Ob man jetzt mit der KRUSENSTERN nach den Dunkelplaneten sucht oder mit einem beliebigen anderen Schiff, ist doch völlig egal? Warum nimmt man nicht das von Homer G. Adams gebaute ZbV-Schiff… oder ist die KRUSENSTERN gar dieses Schiff? Dass man dem bisherigen Kommandanten einfach Jawna Togoya vor die Nase setzt, die ja Leiterin des Projekts ZbV-Schiff werden sollte, spricht für diese Annahme. Wir werden es vielleicht nächste Woche erfahren.

Ein bisschen was habe ich noch zu bekritteln. Attilar Leccore hatte doch gar nicht die Möglichkeit, Leza Vlyoth so zu kopieren, wie ein Koda Aratier das normalerweise macht (zuletzt wurde es in PR 2724 beschrieben). Wie ist es ihm also gelungen, den Jaj so perfekt nachzubilden, dass selbst WISTER getäuscht werden konnte? Warum hat WISTER die XYANGO nicht sofort vernichtet, sondern mit einer Zeitverzögerung, durch die es den Terranern erst ermöglicht wurde, Teile des Schiffes zu erbeuten - was WISTER ja unbedingt verhindern wollte? Wie kann der Techno-Mahdi die terranische Wetterkontrolle unbemerkt unterlaufen und Blitze (!) zu Buchstaben formen? Warum verzichtet Fröhlich nicht auf das Klischee des zerstreuten Professors bzw. des verrückten Genies? Mit Sichu Dorksteiger haben wir doch schon eine Superwissenschaftlerin, da brauchen wir nicht noch einen Mad Scientist namens Wesserhaven.

Jedenfalls werden wir sicher bald noch mehr vom Techno-Mahdi hören, der seit Band 2700 ab und zu mal erwähnt wurde. Sein Ziel klingt ein bisschen nach Delorian und dem Neuroversum. Aber ich glaube nicht, dass da ein Zusammenhang besteht.

J. Kreis, 15.12.2013


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