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Perry Rhodan Nr. 2728: Die Gravo-Architekten

Autorin: Michelle Stern

Inhalt

Nachdem sie das Für und Wider einer Zusammenarbeit mit den Onryonen ausdiskutiert haben, treffen sich Pri Sipiera, Shanda Sarmotte, Toufec, Fionn Kemeny und weitere Widerständler mit Kanzler Fheyrbasd Hannacoy, dem Tolocesten Mit dem Gammablitz und weiteren Vertretern der Besatzungsmacht. Nur Antonin Sipiera ist nicht dabei - Leza Vlyoth kann schließlich nicht riskieren, dass die Telepathin Shanda die Wahrheit erfährt. Pri bemerkt in einem Vieraugengespräch mit ihrem vermeintlichen Vater nichts von der Täuschung. Die Onryonen haben inzwischen vergeblich versucht, ein Raumschiff durch den Repulsor-Wall zu schicken. Es wurde sofort vernichtet. Gravophänomene haben weitere Verwüstungen auf Luna angerichtet, bevor die Strukturlücke im Wall geschlossen werden konnte. Immerhin wird festgestellt, dass das Sternengeviert ungefähr 20 Millionen Jahre alt ist, und dass Luna aufgrund der Gravophänomene einer Zeitdilatation unterliegt.

Da klar ist, dass die Konstellation aus vier Neutronensternen (Toufec tauft sie auf den Namen Dhalaam, nach dem arabischen Wort für Finsternis) nicht natürlichen Ursprungs sein kann, besteht die einzige Aussicht auf Rettung in einem Hilferuf an die unbekannten Gravo-Architekten. Zu diesem Zweck soll aus tt-Progenitoren und Pazuzus Nanogenten eine winzige Sonde erschaffen werden, der eine Mentalkopie Toufecs aufgeprägt werden kann. Shanda könnte telepathischen Kontakt mit diesem künstlich erschaffenen Bewusstseinssplitter halten, während sich die Sonde dem Neutronenstern Dhalaam-Delta nähert, der Luna unaufhaltsam anzieht und bald vernichten wird. Mit der Herstellung der Gravo-Taucher-Sonde wird umgehend begonnen.

Pris Leibwächter Raphal Shilo wird von seinem Freund, dem exzentrischen Koko-Interpreter Mathieu Cort, auf eine abwegige, irgendwie aber plausibel klingende Idee gebracht. Cort meint, der Gravo-Abgrund sei nur eine Täuschung der Onryonen. Diese hätten die Absicht, Toufec oder vielmehr dessen Nanogentenschwarm in ihre Gewalt zu bringen. Das muss unbedingt verhindert werden. Da auch Pri misstrauisch ist, stimmt sie zu, dass am Ort des Geschehens ein Käfigtransmitter als Fluchtmöglichkeit aufgebaut wird.

Das Experiment gelingt. Der Gravo-Taucher entdeckt auf Dhalaam-Delta eine kristallin wirkende Struktur. Hierbei muss es sich um die Steuerzentrale handeln, von der aus das Sternengeviert stabil gehalten wird. Der Bewusstseinssplitter dient Shanda quasi als Relais. So kann sie mentalen Kontakt mit dem Kustos aufnehmen, einem wie der griechische Buchstabe Chi geformten Kunstwesen, das als Wächter dient. Der Kustos interessiert sich nicht für das Schicksal der Lunarer, da er annimmt, dass sie zum Imperium der Empörer gehören, die als Feinde der Alten Sternenlande in der Milchstraßen-Southside gelten. Shanda argumentiert vergeblich, zumal sie keine Ahnung hat, wovon der Kustos überhaupt spricht.

Da schlägt Shilo zu. Er versucht Toufec zu entführen. Bonthonner Khelay, militärischer Oberbefehlshaber der Onryonen, hat Shilo beobachtet und nimmt ihn bzw. den Käfigtransmitter unter Beschuss. Etwas explodiert. Shanda wird von einem kleinen Trümmerteil lebensgefährlich verletzt und muss behandelt werden. Als sie wieder einigermaßen wohlauf ist, nimmt sie noch einmal Mentalkontakt mit dem Kustos auf. Tatsächlich ist der Kontakt nie ganz abgebrochen. Der Kustos hat alles miterlebt. Er ist beeindruckt von Shandas Lebenswillen und hat erkannt, dass das Imperium der Empörer schon längst nicht mehr existiert. Von seinen Herren erhält er die Erlaubnis, Luna zu retten. Der Mond wird in eine stabile Umlaufbahn gebracht.

Jetzt kann mit den Reparaturarbeiten an den Städten und am Transpositor-Netz begonnen werden. Sie werden einige Zeit in Anspruch nehmen. YLA deutet an, dass sie bzw. NATHAN die dritte Macht gewesen sind, die für die Versetzung Lunas zum Gravo-Abgrund verantwortlich war. Damit wurde Zeit gewonnen, außerdem kann der Repulsor-Wall jetzt vorerst auch nicht mehr von Luna aus durchquert werden!

Nach einer Woche der Schonung hat sich Shanda wieder vollständig erholt. Toufec bittet sie zu sich, denn etwas stimmt nicht mit Pazuzu. Der Nano-Dschinn erscheint nicht, wenn Toufec ihn ruft. Shanda beginnt zu espern und erfährt, dass Pazuzu noch immer Toufecs Mentalkopie in sich trägt. Pazuzu ist nun ein denkendes, fühlendes Lebewesen...

Kringels Meinung:

Auf dem Titelbild ist der am 19. September 2013 verstorbene PR-Autor H.G. Ewers abgebildet - der letzte von der alten Garde, könnte man sagen. Inzwischen ist eine ganz andere Generation von Autoren am Werk, aktuell das neue Teammitglied Michelle Stern. Einige Autoren sind jünger als ich! Und trotz allem ist dies immer noch "mein" Perry Rhodan. Das finde ich ganz erstaunlich.

Dieser Doppelroman ist ein sehr guter Einstand der neuen Teamautorin. Die Sache mit Toufecs Entführung oder vielmehr die Gründe, die dazu geführt haben, kommen mir jedoch einigermaßen an den Haaren herbeigezogen vor. Aber immerhin wird endgültig klar, dass Shanda und Toufec zusammengehören. Seine Reaktion angesichts ihrer schweren Verletzung lässt da keinen Zweifel mehr zu. Eine richtig schön gemachte Situation, ganz nach dem Motto "show, don't tell"!

Leider sieht es in Bezug auf die Gravo-Architekten etwas anders aus. Ich hatte gedacht, hier sei eine neue Macht auf den Plan getreten, die im Zyklus ein Wörtchen mitzureden haben werde. Aber womöglich ist das nicht so. Jedenfalls hatten die Gravo-Architekten mit der Versetzung des Mondes ins Dhalaam-System wohl gar nichts zu tun, und sie interessieren sich überhaupt nicht für die Lunarer. Es könnte sein, dass diese Episode nur gebraucht wurde, damit Luna einige Zeit lang aus der Handlung herausgenommen werden konnte, und damit neue Machtkonstellationen unter Menschen und Onryonen entstehen konnten. Aber abwarten! Noch hat Luna das Sternengeviert ja noch nicht verlassen.

Wenn YLA und/oder NATHAN die ominöse "Dritte Macht" waren, die Lunas Versetzung ins Dhalaam-System verursacht hat: Woher wussten sie von der Existenz des Sternengevierts? Ohne dieses Wissen hätte die ganze Aktion doch gar keinen Sinn gehabt, wenn ich den Roman richtig verstehe. Oder sind YLA/NATHAN nur Handlanger? Hat ES seine immateriellen Finger im Spiel? Für diese Theorie würde sprechen, dass hunderte oder tausende Todesopfer in Kauf genommen wurden. ES war ja noch nie zimperlich, wenn es um die Verwirklichung seiner Pläne ging. Hoffentlich nicht! Der Zyklus gefällt mir unter anderem deswegen so gut, weil bis jetzt noch keine Superintelligenzen mitgemischt haben.

J. Kreis, 01.12.2013


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