PR 2727
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Perry Rhodan Nr. 2727: Am Gravo-Abgrund

Autorin: Michelle Stern

Inhalt

Als das Transpositor-Netz zum ersten Mal aktiviert wird, so dass Luna aus dem Erdorbit verschwindet, kommt es infolge von Gravophänomenen zu schweren Beben. Menschen und Onryonen geraten in Gefahr, Gebäude werden beschädigt. YLA erklärt den Widerständlern, dass sich Luna auf einer Hyper-Indifferenzspur befindet. Der Mond rollt quasi durch eine Etage des übergeordneten Kontinuums, in der sich Linear- und Hyperraum ununterscheidbar vermischen. Ursache für die Gravophänomene ist die Energiegewinnung des Transpositor-Netzes. Gravitation und Hyperbarie werden im Technogeflecht auf unbekannte Weise aufbereitet. Dabei haben geringste Ungenauigkeiten tödliche Auswirkungen - und die Transposition Lunas war nur der erste von vielen "Zügen", durch die der Mond an sein neues Ziel versetzt werden soll.

Angesichts der von den Onryonen verschuldeten Katastrophe wendet sich der Lunare Resident Antonin Sipiera erstmals gegen Kanzler Fheyrbasd Hannacoy. Er wird prompt durch den Jaj Leza Vlyoth ersetzt, der in einer öffentlichen Kundgebung in Sipieras Gestalt behauptet, die LFT betrachte Luna als Bedrohung und habe die Vernichtung des Mondes vorbereitet. Aus diesem Grund sei der Mond an einen anderen Ort versetzt worden. Luna solle jetzt zur Sicherung des Friedens in der Milchstraße eingesetzt werden.

YLA und Fionn Kemeny entwickeln einen Plan, um dies zu durchkreuzen. NATHAN und das mit ihm verbundene Synapsenpriorat werden vom Genifer Aytosh Woytrom gelenkt. Woytrom ist aufgrund seiner Fähigkeiten unersetzlich. Shanda Sarmotte und Toufec sollen ihn aus Iacalla entführen. Gleichzeitig wird YLA mehrere Gravoprojektoren Lunas zusammenschalten, um ein superschweres und ständig wechselndes Gravitationsfeld zu erschaffen, welches das Synapsenpriorat irritieren und die Hyperbarie-Energiegewinnung stören soll.

Shanda Sarmotte und Toufec dringen bis in Aytosh Woytroms Räume vor, die komplett aus Technogeflecht bestehen - möglicherweise ist dieser Ort sogar eine der Keimzellen des Technogeflechts. Der Genifer kontrolliert das Technogeflecht perfekt, benutzt es als Waffe und bringt die beiden Menschen damit in schwere Bedrängnis. Nur mit Pazuzus Hilfe gelingt ihnen die Flucht, an eine Umsetzung ihres Plans ist nicht zu denken. Der Einsatz des Gravo-Irritators ist dagegen erfolgreich. Luna stürzt in den Normalraum zurück. Der Jubel der Widerständler ist aber nur von kurzer Dauer.

Eine weitere Transposition wird ausgelöst. Diesmal führen die Gravophänomene zu schrecklichen Zerstörungen in Luna-City und Iacalla. Der Gravo-Irritator wird deaktiviert, aber Luna führt mehrere unkontrollierte Sprünge durch und rematerialisiert schließlich 100 Millionen Kilometer von vier Neutronensternen entfernt, die eine künstlich erschaffene Konstellation bilden. Von den Tolocesten erfährt Fheyrbasd Hannacoy, dass eine unbekannte dritte Macht eingegriffen hat. Luna befindet sich innerhalb einer hyperphysikalisch brodelnden Plasmawolke und wird nur durch den Repulsorwall vor der tödlichen Strahlung geschützt. Einer der Neutronensterne zieht den Mond unaufhaltsam an.

In dieser Situation wendet sich Fheyrbasd Hannacoy per Holo-Ansprache an alle Bewohner Lunas - auch an die Widerständler. Luna befindet sich am Gravo-Abgrund. Alle Lunarer müssen zusammenarbeiten, um ihre Heimat zu retten.

Kringels Meinung:

Michelle Stern ist ein Pseudonym der Autorin Stefanie Jahnke (ehem. Rafflenbeul). Ihr erster Beitrag zum Perryversum war ein Atlan-Taschenbuch, seitdem hat sie einige PR-Neo-Romane geschrieben. PR-Extra Nr. 13 stammt ebenfalls aus ihrer Feder. PR 2727 ist ihr erster Beitrag zur Erstauflage. Der Einstand ist gelungen! Spannend, mit recht viel Action, aber auch mit gelungener Figurenzeichnung und guten Dialogen. Toufec zum Beispiel findet die Frauen des 16. Jahrhunderts NGZ unweiblich. Er vermisst die körperbewussteren Damen seiner Zeit. Moderne Frauen, so meint er, haben kein Problem mit der sechsten Dimension, aber die dritte (also die Sinnlichkeit ihres Körpers) ist ihnen abhandengekommen! Shanda findet das lustig und will sich von Toufec zeigen lassen, wie man damals getanzt hat. Leider werden die beiden von den Gravophänomenen unterbrochen. Ich sag' euch: Da geht noch was! Ich mag diese beiden Figuren. Wäre schön, wenn sie zusammenkommen würden.

Der Roman enthält darüber hinaus einige sehr interessante neue Informationen. Da wäre natürlich zunächst einmal das Eingreifen der Unbekannten, die wohl dafür verantwortlich sind, dass Luna jetzt am Gravo-Abgrund steht. Der Titel des nächsten Bandes lässt vermuten, dass es sich dabei um die Gravo-Architekten handelt. Die haben höchstwahrscheinlich nichts mit dem Atopischen Tribunal zu tun. Ein neues Volk also? Oder vielleicht alte Bekannte? Ich bin gespannt!

Es werden noch weitere Infohäppchen eingestreut. So war vorgesehen, dass Matan Addaru Dannoer in der Atopischen Feste auf Luna einzieht. Wir kennen diese Feste unter dem Namen "Schwarzer Palast". Der von Perry Rhodan gestohlene Balg ist ein Ableger Matan Addaru Dannoers. Oder sollte man eher sagen: Der Balg ist ein abgelegter Aktionskörper des wahren Atopen, der jetzt nicht mehr gebraucht, aber immer noch verehrt wird?

J. Kreis, 24.11.2013


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Eckhard Siegert (26.11.2013):

Ein Aspekt wird zu dem Verschwinden völlig verschwiegen. Was passiert auf der Erde, wenn der Mond plötzlich weg ist? Der gemeinsame Schwerpunkt von Erde und Mond wird verlagert, die Flutberge der Ozeane sind plötzlich ohne "Halt" und zerlaufen. Ganze Lanstriche werden überflutet, schlimmer als bei jedem Tsunami und zerstört. Erdbeben in nie gekannter Stärke werden verheerende Folgen haben. Auch bei SF sollte auf so etwas geachtet werden!



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