PR 2719
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Perry Rhodan Nr. 2719: Enterkommando GOS'TUSSAN

Autorin: Verena Themsen

Inhalt

Bostich ist bereit, Vothantar Zhy zu opfern, um zu verhindern, dass das Arkon-System zur uneinnehmbaren Festung des Atopischen Tribunals wird. Sein Angriff wird jedoch abgewehrt und die GOS'TUSSAN II wird von der CHUVANC mit einer Waffe außer Gefecht gesetzt, die aufgrund ihrer Wirkung den Namen "Babylonischer Blender" erhält. Sie unterbricht durch Rückkopplungseffekte mit dem Paratronschirm die gesamte schiffsinterne Kommunikation des Ziels, was zum Ausfall aller nicht durch HÜ-Schirme geschützten Systeme führt. Onryonische Enterkommandos dringen in den wehrlosen Doppelkhasurnraumer ein. Sie haben den Auftrag, Bostich festzunehmen. Dieser flieht gemeinsam mit seinem Leibwächter Ronald Tekener in eine geheime Ausweichzentrale.

Währenddessen trifft sich Tormanac da Hozarius mit Chuv zu Verhandlungen auf dem Planeten Naat. Der Richter verkündet, dass der Atopischen Ordo Geltung verschafft werden müsse. Aus diesem Grund müsse das Baag-System an dessen wahre Kinder, die Naats, zurückgegeben werden. Die Arkoniden sollen das System binnen eines Jahres räumen, sonst droht ihnen die Auslöschung. Der Vizeimperator hält eine so schnelle Evakuierung für unmöglich, aber es gelingt ihm lediglich, eine Fristverlängerung auf fünf Jahre auszuhandeln.

Der Jaj Gemian Ocary nutzt erneut seine Thala-Gestalt, um in die Nähe des Imperators zu gelangen. Bostich und Tekener durchschauen die Täuschung und töten den Gestaltwandler. Wenig später werden sie von Onryonen in die Zange genommen. Dabei wird Bostich erschossen - ein unglückliches Versehen, denn er sollte lebend gefangen genommen werden. Tekener schlägt sich allein zu seiner ARGO durch, wird in der Nähe des Schlachtkreuzers aber von einer Übermacht angegriffen. Plötzlich erscheinen Katsugo-Kampfroboter und paralysieren die Onryonen. Ein Mann im Kampfanzug mit verspiegeltem Helm führt die Roboter an. Es ist Bostich! An seiner Stelle ist ein mit organischem, aus Bostichs Zellen gezüchtetem Material überzogenes Robotdouble "gestorben". Tekener hatte während seines gesamten bisherigen Aufenthalts in der GOS'TUSSAN II ausschließlich mit diesem Double zu tun. Es wurde von Bostich aus der Ferne über eine Mental-Dilatationshaube gesteuert, was die von Tekener beobachteten verzögerten Reaktionen erklärt. Weitere Exemplare dieses aus dem Vario-1000 weiterentwickelten Modells tauchen zur Verwirrung der Onryonen inzwischen überall in der GOS'TUSSAN II auf.

Bostich gibt die GOS'TUSSAN II verloren und erteilt Has'athor Famai den Befehl zur Kapitulation. Er selbst und Tekener verlassen das Schiff mit der ARGO, durchqueren den Kristallschirm über den immer noch aktiven Paratunnel und fliegen das Solsystem an.

Kringels Meinung:

So langsam wäre mal eine vernünftige Reaktion der Milchstraßenvölker auf die vom Atopischen Tribunal ausgehende Gefahr fällig. Es mag ja sein, dass das Galaktikum durch interne Zwistigkeiten gelähmt ist, wie in PR 2714 erwähnt wurde, und dass der Erste Terraner sowie die Solare Premier kein Risiko eingehen möchten, sondern lieber abwarten. Nachdem nun ein Fünftel des Zyklus hinter uns liegt, wäre es aber an der Zeit, dass die Milchstraßenvölker endlich ihre Schockstarre überwinden und - am besten gemeinsam - irgendwas unternehmen. Oder wenigstens mal zusammen über das Problem beraten. Wozu das Aussitzen der Probleme führt, haben wir ja am Beispiel des Solsystems und des Arkon-Systems gesehen: Der Kristallschirm bietet keinen echten Schutz, Luna wurde entführt und das Arkon-System ist nun wohl endgültig gefallen. Es gab zwar Einzelaktionen, aber die konnten nicht überzeugen, waren zu zögerlich, nicht koordiniert und wenig zielführend. Über die unglaublich dämliche Kommandoaktion der USO breiten wir mal lieber den Mantel des Schweigens - sie richtete sich ja noch nicht einmal gegen das Tribunal, sondern gegen ein anderes Milchstraßenvolk, also nicht nur gegen einen Schutzbefohlenen der USO, sondern auch gegen einen mächtigen potentiellen Verbündeten.

Bei der Verteidigung des Arkon-Systems, namentlich beim Schutz Vothantar Zhys, wurden Fehler gemacht, die am Verstand der verantwortlichen Arkoniden zweifeln lassen, und Tormanac hat hunderte Robotschiffe bewusst in den Untergang geschickt. Warum hat er sie in den Linearflug gehen lassen, obwohl die Pötte auch über Transitionstriebwerke verfügen? Ich glaube nicht, dass sich ein Feldherr auf diese Weise selbst schwächen würde, wenn er keinen Grund dafür hätte. Und Tormanac hatte keinen, d.h. die Stärke des Feindes musste nicht erst getestet werden, die ist längst bekannt. Wenn mit dieser Episode deutlich gemacht werden sollte, dass die Arkoniden so mächtig sind, dass sie solche Verluste ohne mit der Wimper zu zucken abhaken, dann halte ich das für unglaubwürdig. Jetzt ist bekannt, wie man sich gegen den "Babylonischen Blender" schützt. Warum gibt Bostich diese Information nicht an Tormanac weiter? Warum wird das Galaktikum nicht um Hilfe gegen die Belagerer des Arkon-Systems gebeten? Zusammen mit der Robotflotte müsste es doch möglich sein, den Belagerungsring zu knacken, den immer noch aktiven Paratunnel zu durchqueren und Chuv ordentlich in den Hintern zu treten?

J. Kreis, 29.09.2013


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Gastkommentare


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Michael (01.10.2013):

Habe ich da was falsch verstanden? Beim Angriff auf Vothantar Zhy weiß Bostich und seine Mannschaft der GOS'TUSSAN II bereits, dass der "Babylonischer Blender" einen Rückkopplungseffekt auf Paratronschirme hat. Nur HÜ-Schirme halten offenbar dieser Waffe stand. Wieso nähert sich dann die GOS'TUSSAN II mit aktiviertem Paratronschirm und nicht mit aktiviertem HÜ-Schirm Vothantar Zhy? Und wenn der effektivere Paratronschirm für den Angriff genutzt wird, wieso wird dieser dann nicht zugunsten des HÜ-Schirms deaktiviert als die CHUVANC langsam in Sicht kommt? (Unter der Voraussetzung, dass Schirmfeldstaffelung seit der Hyperimpedanzerhöhung nicht mehr möglich ist, was ich glaube irgendwo gelesen zu haben). Im übrigen- der paar Kilometer große Brocken Vothantar Zhy kann durch massiven Transformbeschuss nicht gesprengt werden? Wirklich? Noch nicht einmal, wenn die Bomben im INNERN der Anlage zünden?
Auch wenn es sich bis jetzt nicht so angehört hat, bis auf diese Ungereimtheiten ein schön zu lesender Roman von Frau Themsen. Und Ronald Tekener wird mir von Roman zu Roman immer mehr sympathisch...


Wolfgang (30.09.2013):

Der Roman war so unglaublich unlogisch! Da ballert das neue Superschiff von Bostich auf einen nicht durch einen Schutzschirm geschützten Asteroiden und dem bricht nur eine Zacke weg! Ein kranker Vize akzeptiert ohne weitere Rücksprache die Vertreibung eines kompletten Volkes. Ich fühle mich durch die Handlung für dumm verkauft, sorry.


Dirk (30.09.2013):

nun, ich denke, dass die Exposé-Schreiber Arkon als Platzhirsch wegschreiben wollen. Arkon war ja das Steckenpferd von Rainer Castor, daher hat er es damals wieder stärker in die Handlung eingebracht, denke ich.
Aber vielleicht wurde er ja überstimmt? Nach dem Motto: Ein Mensch ist der Erbe des Universums (Rhodan), nicht die Arkoniden.
Und so wird Arkon mit diesen Romanen wieder in die Mülltonne bugsiert, wo es ja seit Band 199 eigentlich immer war. Degenerierter Pöbel, der den Menschen im Wege steht.


Chris (29.09.2013):

aber aber, klar wäre es vernünftig das alles zu tun was du in deinem Kommentar sagst, aber dann wäre ja in 5 Heften die Geschichte zu Ende...
Das muss man also strecken... schade, die PR Autoren sollten mal Game of Thrones lesen um eine vernünftig aufgebaute Welt hinzubekommen, in der logisch gehandelt wird.



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