PR 2717
© Pabel-Moewig
Verlag GmbH,
Rastatt



Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2716 «
» PR 2718 »
Perry Rhodan Nr. 2717: Vothantar Zhy

Autorin: Susan Schwartz

Inhalt

Die Jaj-Gestaltwandler Gemian Ocary und Vloster Shyogh haben einen klaren Auftrag: Arkon muss fallen!

Dabei hat das Kristallimperium auch ohne die Intervention des Atopischen Tribunals schon genug Probleme. Immer mehr Arkoniden flüchten sich in die Messingwelt, eine virtuelle Realität, in der sie mehr Zeit für alle möglichen Abenteuer und Zerstreuungen haben. Auch im Kristallpalast macht sich der dadurch entstehende Fachkräftemangel deutlich bemerkbar. Tormanac da Hozarius, seit 14 Jahren Vizeimperator, regiert praktisch allein - erst recht, seit Imperator Bostich von der Bildfläche verschwunden ist. Tormanac hat in Eigenregie eine 120.000 Einheiten starke Flotte aus schwer bewaffneten Robotschiffen der EPPRIK-Klasse aufgebaut, die die 50.000 Schiffe umfassende Heimatflotte verstärkt. Ghlesduul, Tormanacs Leibwächter und Berater, ist vor 18 Jahren gestorben. Der Vizeimperator "berät" sich noch immer mit dem in einer Kryogruft aufbewahrten Naat. Er selbst ist zwar erst 130 Jahre alt, wirkt jedoch weit älter. Er leidet unter Morbus Khesdar, einer Krankheit, die außerdem zu schlimmer werdenden Bewusstseinsstörungen führt. Sein Leibarzt Vavcanto gibt ihm zu verstehen, dass er möglicherweise kein Jahr mehr zu leben hat.

Als am 24. August 1514 NGZ etwa 80.000 Onryonenschiffe in mehreren Wellen beim Arkon-System erscheinen, gibt Tormanac sofort den Befehl zur Aktivierung des Kristallschirms und verhängt das Kriegsrecht. Kalosd Xallavor vom Raumvater GOOSPYR meldet sich und behauptet, sein Raumrudel solle die Arkoniden lediglich gegen einen Verbrecher schützen. Er fordert Landeerlaubnis auf Naat und die Auslieferung Bostichs. Tormanac weist dies zurück. Daraufhin wendet sich Xallavor an die Öffentlichkeit und bietet einen Zellaktivator als Lohn für die Ergreifung Bostichs an. Gleichzeitig werden die Jaj im Komplex Subtorcas aktiv, der Leitstelle des Kristallschirms. Kommandantin Yscrou da Scadgasd erkennt, dass ein Saboteur eingedrungen ist, kann die Vernichtung der Leitstelle aber nicht verhindern. Sie und einige Besatzungsmitglieder, darunter die junge Technikerin Thala, retten sich per Transmitter nach Vothantar Zhy. Diese streng geheime Station in einem Fragment des zerstörten Planeten Arkon III ist das eigentliche Verteidigungszentrum des Systems mit Überrangfunktion. Solange Vothantar Zhy steht, bleibt auch der Kristallschirm aktiv. Yscrou hat allerdings das unangenehme Gefühl, etwas Wichtiges übersehen zu haben.

Ronald Tekener ist noch nicht wieder der Alte. Er gewöhnt sich zurzeit an sein neues, aus eigenen Körperzellen gezüchtetes Herz. De-Len Melia aus dem Thai-Khasurn Erestide, eine Gesandte Bostichs, trifft in Quinto-Center ein und fordert Monkey auf, sich als persönlicher Leibwächter des Imperators zur Verfügung zu stellen. Da der Lordadmiral unabkömmlich ist, geht Tekener an seiner Stelle in den Einsatz. Mit seiner ARGO, einem weitgehend automatisierten Schlachtkreuzer der MARS-Klasse, fliegt der Smiler einen Rendezvouspunkt an. Dort wartet bereits die GOS'TUSSAN II, Bostichs 6000 Meter langer Doppelkhasurnraumer. Angesichts der aktuellen Geschehnisse kehrt Bostich persönlich ins Arkon-System zurück - gerade rechtzeitig, um die Ankunft des Richters Chuv am 28. August mitzuerleben. Chuv begehrt Einlass ins System, was ihm natürlich verwehrt wird. Die CHUVANC, das ellipsoide, 8600 lange Schiff des Atopen, steuert direkt auf den Kristallschirm zu und beginnt ihn unbeeindruckt durch die vom Schirm erzeugten Pararealitäten zu durchqueren. Dabei erschafft die CHUVANC einen Tunnel, durch den die Onryonenschiffe folgen können.

Bostich zögert kurz und gibt dann den Angriffsbefehl.

Kringels Meinung:

Wow! Uschi Zietsch, die weltbeste Dauer-Gastautorin, schenkt uns einen mit vielen neuen Informationen und Spannung vollgepackten Roman, bei dem trotz der Action, des Aufmarschs gewaltiger Flotten usw. auch die menschliche Seite nicht in Vergessenheit gerät. Ich finde es gut, dass Teks Beinahe-Tod-Erfahrung nicht einfach abgehakt wird und keine Auswirkungen mehr hat. Stattdessen schlägt sich Tek noch mit dem Trauma herum und muss erst wieder zur alten Coolness zurückfinden. Das hindert ihn aber nicht daran, sich für die schöne Botin Bostichs zu interessieren - in diesem Zusammenhang flicht Uschi Rückblicke auf Teks frühere Gefährtinnen ein. Sehr schön! Als neuer Leibwächter Bostichs beobachtet Tek, dass der Imperator manchmal auffallend lange zögert. Was mag das bedeuten? Berät sich der Arkonide vielleicht mit einem unsichtbaren Ratgeber (den Extrasinn meine ich jetzt nicht), oder hat er ähnliche "Aussetzer" wie Tormanac?

Auch Tormanacs Persönlichkeit und seine Probleme im Kristallimperium werden gut herausgearbeitet. Er agiert genauso, wie man es von einem arkonidischen Herrscher erwarten kann, nur leider hat er nicht mehr lange zu leben - es sei denn, er würde zum Verräter werden, seinen Chef ausliefern und dafür den Zellaktivator einheimsen. Dass es so kommen könnte, wird im Roman zwar nicht einmal angedeutet, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Entwicklung in genau diese Richtung geht.

Außerdem erfahren wir ein wenig mehr über Chuv und dessen Machtmittel. 80.000 Schiffe plus die CHUVANC! Wo kommen diese gewaltigen Flotten bloß her? Die können doch nicht alle auf Luna versteckt gewesen sein! Ist der Schacht so etwas wie ein Einfallstor für die Onryonen? Dass sie den Kristallschirm knacken werden, ist klar. Schließlich wurde der zweite Jaj noch nicht enttarnt. Vielmehr dürfte er mit Yscrou nach Vothantar Zhy gelangt sein. Ich habe ja die angeblich so harmlose Thala im Verdacht.

J. Kreis, 15.09.2013


« PR 2716 «
» PR 2718 »






Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


hairybird (15.09.2013):

ich stimme vollinhaltlich bei !!!
Es macht (wieder) viel Spass, Perry Rhodan zu lesen.

Am aktuellen Roman hat mir aber auch das Titelbild gut gefallen, vermutlich soll das Bostich sein, gut, die Augen sind etwas übertrieben rot, aber alles in allem das ist sehr gute Qualität und hebt sich deutlich von den typischen Raumschiff-Planet Kombinationen ab.


Michael (15.09.2013):

In einem Rutsch durchgelesen, sehr schöne Charakterisierung der Figuren, insbesondere von Tormanac da Hozarius, spannend geschrieben von Anfang bis Ende inklusive mysteriöser Andeutungen und Wendungen, die Lust auf das "was steckt dahinter?" machen. Für mich der bisher unterhaltsamste Roman dieses Zyklus. Nach dem schon recht guten Roman letzter Woche, überhaupt dem guten Zyklusstart, den überdurchschnittlich gut zu lesenden Romanen seit 2700 (von wenigen Ausnahmen abgesehen) und dem gut durchdachten Exposee bleibt mir nur noch zu sagen: na bitte, geht doch...



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)