PR 2715
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Perry Rhodan Nr. 2715: Einsatz im Polyport-Hof

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Der SERUN implantiert die Cybermed-Einheit in Ronald Tekeners Brust und erhält ihn damit am Leben. Die anderen drei Mitglieder des Einsatzteams - Ellendea Lon, Mathis de Veer und der Jülziish Cheprijl - leiden wie Tekener unter verschiedenen Organschäden und Krankheiten, die sie sich offenbar während des verzögerten Polyport-Transfers zugezogen haben. Sie erreichen WOCAUD zwar, aber erst am 3. August 1514 NGZ. Somit bleiben ihnen nur noch knapp drei Tage bis zum Ablauf des Ultimatums der Onryonen. Lon muss auf die medizinische Unterstützung ihres Kampfanzuges verzichten, als sie sich auf den Weg macht, um die alte Positronik der Jülziish ausfindig zu machen, über die das "Poltergeist"-Programm in die Schiffe der tefrodischen Flotte eingeschleust werden soll. Ihr Äußeres gleicht dem einer Tefroderin, deshalb kann sie sich einigermaßen ungehindert im Polyport-Hof bewegen. Sie leidet unter Halluzinationen, verursacht durch die Medikamente, die ihren Zustand stabilisieren. Dennoch ist sie erfolgreich. Nachdem sie beinahe enttarnt wurde, ruft sie Tekener und die anderen per Funk herbei.

Die Anwesenheit der Fremden bleibt den Tefrodern nicht verborgen. Sie nehmen allerdings an, dass es sich um Onryonen handelt. Vetris-Molaud hat den Hof bereits verlassen. Er hat Order gegeben, jegliche Konflikte mit den Onryonen zu vermeiden. Er will kooperieren, um sich den Zellaktivator zu verdienen. Gornen Kandrit entsendet das tefrodische Mutantenkorps, um die Eindringlinge unschädlich zu machen. Gleichzeitig wird der Empfang einer onryonischen Delegation vorbereitet. Als Tekener hiervon erfährt, entscheidet er sich für einen Alternativplan. Während seine Kameraden das Computervirus installieren, lauert er der Delegation auf und tötet einen Onryonen. Es soll so aussehen, als sei der Mann von den Tefrodern ermordet worden.

Danach beginnt die Jagd auf Tekeners Team erst richtig. Die Mutanten sind den USO-Spezialisten immer dicht auf den Fersen. Die Mission wird trotzdem erfolgreich abgeschlossen. Der tefrodischen Flotte wird ein Angriff der Onryonen vorgegaukelt. Kommandant Maalun befiehlt den Gegenangriff, und so entbrennt erneut eine Raumschlacht im Ghatamyz-System. Tekener hat einen tefrodischen Jäger startklar gemacht, doch der liegt jetzt unter einem Energieschirm. Die Mutanten greifen an. Lan Meota setzt seine Gabe ein, um Lon das Herz aus dem Körper zu entfernen. Die Sterbende bringt den Schutzschirmprojektor zur Explosion, so dass die drei anderen fliehen können. Der Jäger wird von Anna Patomans Schiff GALBRAITH DEIGHTON aufgenommen.

Ghonvar Toccepur kündigt wie erwartet die Inmarschsetzung Lunas an. Die onryonische Flotte verlässt das Ghatamyz-System. Daraufhin gibt Vetris-Molaud den Mutanten einen neuen Einsatzbefehl. Ihr Ziel ist das Solsystem.

Am 9. August 1514 NGZ um 17:37 Uhr verschwindet Luna aus dem Erdorbit. Das Solsystem hüllt sich in den Kristallschirm.

Kringels Meinung:

Beinahe-Tode von Hauptfiguren. Man müsste mal eine Liste davon erstellen. Die wäre vermutlich ziemlich lang. Gibt es einen Leser da draußen, der solche Verarschungen gut findet? Ich kann es mir nicht vorstellen. Für mich ist diese Auflösung des Cliffhangers jedenfalls der erste richtige Tiefschlag des neuen Zyklus. Ich hatte allerdings nur geringe Hoffnung, dass es anders hätte ausgehen können. Aber warum gerade auf diese Weise? Ein SERUN, der in seinem eigenen Inneren eine Operation am offenen Herzen des Trägers durchführen kann? Wer soll das glauben? Liebe Autoren! Wenn ihr schon nicht den Mut habt, Hauptfiguren wirklich zu töten, dann erspart uns solch sinnlose Aktionen doch bitte.

Als wäre Teks Einsatz nicht schon bescheuert genug. Damit meine ich nicht einmal die Ungeheurlichkeiten, die sein Team anstellt: Mord und Kriegshetzerei, welche zu noch mehr Toten führt. Man bedenke: Das Team reist per Polyport-Netz nach WOCAUD! Und das, obwohl längst feststeht, dass mit diesem Transportmittel etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Wenigstens macht sich Uwe Anton die Mühe, eine Erklärung dafür zu liefern, warum die Mission nicht im Ansatz scheitert. WOCAUD ist angeblich unterbesetzt. Soso. Aber wenn ich in einem Polyport-Hof irgendwas bewache, dann doch wohl die Transferkamine, also die wichtigste Einrichtung und das wahrscheinlichste Einfallstor für einen Gegenangriff? Erst recht, wenn sich diese Dinger in letzter Zeit, wie im Roman gesagt wird, öfter mal von selbst aktivieren?

Jedenfalls stellt sich Teks Team mit unfassbarer Dämlichkeit an. Auch hier gibt es natürlich eine Ausrede. Der eine hat Hirnschäden, die andere nimmt halluzinogene Medikamente. Warum müssen diese Mittel eigentlich solche Nebenwirkungen haben? Na, egal. Es mag sein, dass Tek eine Spielernatur ist, aber dass er es riskiert, in seinem angeschlagenen Zustand und mit seinem im Grunde nicht einsatzfähigen Team trotzdem weiterzumachen, ist schwer zu glauben. Und erst ganz am Ende macht er sich Gedanken darüber, wie man wohl wieder aus WOCAUD rauskommen soll. Dabei ist das genauso entscheidend wie das Einspeisen des Computervirus. Wäre das Team aufgeflogen, d.h. wäre es den Tefrodern gelungen, Tek nur ein einziges Mal zu filmen, dann hätte der Bluff nicht gewirkt. Man hätte das Bild nur den Onryonen zeigen müssen. Die hätten sofort Bescheid gewusst.

J. Kreis, 01.09.2013


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Leonhard Gonozal (04.09.2013):

Ich muss sagen, dass ich Deine Meinung leider voll und ganz teile. Warum dieser Firlefanz mit solchen Schäden überhaupt - ein "normales" Agentenabenteuer ohne Organschäden wäre gegen das Tefrod Mutanten Ensemble vieeeel glaubwürdiger gewesen. Dann bei der Flucht den Polyporttransfer als letztes Mittel und DANN die Schäden... wäre geradezu elegant gewesen! Auf der einen Seite den fast unerträglich guten Grübler Perry (Sofortgrübler past ja nun leider...) und dann hier den Killer Tekener - passt eigentlich auch nicht.



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