PR 2712
© Pabel-Moewig
Verlag GmbH,
Rastatt



Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2711 «
» PR 2713 »
Perry Rhodan Nr. 2712: Die Attentäter von Luna-City

Autor: Marc A. Herren

Inhalt

Die von Perry Rhodan gewonnenen Informationen über Leza Vlyoth und dessen gestaltwandlerisches Schiff XYANGO gelangen via Sichu Dorksteiger zu Cai Cheung. Die Solare Premier gibt die Informationen an die entsprechenden Stellen weiter. Der Jaj kehrt trotzdem unbemerkt ins Solsystem zurück, erstattet seinen Auftraggebern Bericht und verlangt zum Atopen Matan Addaru Dannoer vorgelassen zu werden. Zu diesem Zweck begibt er sich nach Luna, wo er die sich hinziehende Wartezeit nutzt, um den Lunaren Widerstand zu infiltrieren. In der Gestalt Laurence Wus nimmt er an einer Ansprache Antonin Sipieras teil. Der Lunare Resident verkündet öffentlich, dass die Gerüchte über die Rückkehr des Mondes an seinen angestammten Platz wahr sind. Angeblich ist der Anpassungsprozess noch nicht abgeschlossen, so dass niemand den Mond verlassen kann. Außerdem zeichnet sich ein schrecklicher Krieg ab. Zum Beweis zeigt er Bilder einer vernichteten terranischen Flotte - jener Flotte, die in Wahrheit den onryonischen Linearraum-Torpedos zum Opfer gefallen ist. Die mit den Onryonen verbündeten Richter des Atopischen Tribunals, so behauptet Sipiera, werden Luna beschützen.

Vlyoth alias Wu sitzt im Auditorium und protestiert. Er lenkt somit die Aufmerksamkeit Moana Tapus auf sich, einer Rekrutin des Widerstands. Die beiden werden ein Paar. Moana Tapu lässt sich davon überzeugen, dass der Resident beseitigt werden muss. Pri Sipiera, Anführerin des Lunaren Widerstandes, lehnt dies strikt ab, obwohl ihr klar ist, dass ihr Vater wissentlich Fehlinformationen verbreitet und Propaganda für die Onryonen macht. Wu, Tapu und zwei weitere Widerständler unternehmen deshalb am 19. Juli 1514 NGZ einen Alleingang. Das Attentat schlägt fehl, alle außer Tapus Ausbilder Angh Pegola werden getötet - jedenfalls glaubt das Pegola. Wu / Vlyoth überlebt jedoch, schließlich hat er die ganze Sache sorgfältig vorbereitet.

Pri hat sich inzwischen mit Shanda Sarmotte angefreundet und ihr einen von drei Bereichen gezeigt, die Besonderheiten im Technogeflecht bilden. Dazu gehören die Nectarische Struktur, ein schwarzrotes Schachbrett im Mare Nectaris, und der Schwarze Palast im Petavius-Krater. Als sich Pri und Shanda dem Schwarzen Palast nähern, hat die Telepathin äußerst seltsame Empfindungen. Für sie ist es so, als wäre die gesamte Struktur aus der Realität herausgestanzt worden. Nach dem gescheiterten Anschlagsversuch plant Pri eine Expedition ins Mare Nubium. Dort befindet sich die so genannte "Schlangenhaut", und dort gestaltet sich das Technogeflecht derart heftig um, dass nach YLAS Erkenntnissen ein besonderes Ereignis unmittelbar bevorstehen muss.

Auch Leza Vlyoth interessiert sich für diese Besonderheit. In einem Gespräch mit einem Genifer (einem Onryonen, der über einen Genius-Rechner mit NATHAN kommuniziert) erfährt er, dass sich im Mare Nubium das Synapsenpriorat befindet.

Kringels Meinung:

Seit einem Vierteljahr kein krasser Wechsel der Handlungsebenen, keine großen Sprünge zwischen allzu weit entfernten und voneinander isolierten Schauplätzen, sondern eine in sich geschlossene, klar durcherzählte Geschichte ohne Höhere Wesenheiten und mit nur wenig Hypergedöns. Sehr schön! Da ist es gar nicht schlimm, dass wir zuletzt vor zweieinhalb Monaten etwas vom Lunaren Widerstand gelesen haben, tatsächlich kann ich mich noch sehr viel besser an den entsprechenden Roman erinnern, als es im vorherigen Zyklus bei gar nicht so weit auseinander liegenden Heften der Fall war. Das ist ein weiterer Pluspunkt des neuen Zyklus. Ich bin verstört! Ich kann mich gar nicht beschweren!

Auch nicht über den aktuellen Roman. Der fängt zwar gleich auf der ersten Seite mit einem Fehler an (wir schreiben keineswegs das Jahr 1415 NGZ), aber das ist wirklich der einzige Mini-Kritikpunkt, den ich nur erwähne, um überhaupt etwas kritisieren zu können! Schön, dass Pri keineswegs aus verwandtschaftlichen Gründen davor zurückschreckt, den Lunaren Residenten zu töten, sondern weil ihr klar ist, dass sich die Stimmung sehr schnell gegen den Widerstand wenden wird, sobald dieser Morde - erst recht an Lunarern! - begeht. Ich könnte hinzufügen, dass Sipieras Tod gar nichts ändern würde. Die Onryonen könnten problemlos eine neue Marionette installieren.

Ich frage mich nur, warum der perfekte Jäger den lunaren Widerstand nicht nachhaltiger infiltriert und schädigt. Er scheint das wirklich nur zum Zeitvertreib gemacht zu haben. So bleibt ihm die Identität der Führungspersonen wohl verborgen - aber einen entsprechenden Auftrag hatte er ja auch nicht. Oder hat er vielleicht die Gestalt des Psychotherapeuten angenommen, den Pri regelmäßig aufsucht? Das wäre natürlich ein gelungener Coup...

J. Kreis, 11.08.2013


« PR 2711 «
» PR 2713 »






Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


hairybird (11.08.2013):

Wenn es so bleibt, wird dieser Zyklus als einer der großen Würfe in die Geschichte der Serie eingehen...

Mich würde als Leser ja mal interessieren, wie die Expokraten die einzelnen Romane den Auto(r)kraten zuteilen. Rufen die Autoren "Hier!!!", oder geht das nach Themen/Personen - gibt es vielleicht Quoten?


Ulrich Werth (11.08.2013):

Ich finde auch, dass dieser Zyklusbeginn einer der besten seit Jahrzehnten ist. Es sieht so aus als ob sich die Macher (KNF) und das Expokraten-Team (VW+CM) der zahlreichen Fan-Kritiken (siehe diverse Foren) angenommen und endlich die 4er-Blöcke, die vielen Handlungsebenen und das Psi- und SI-Gelabere aus der Serie entfernt haben. Ich hoffe es bleibt auch bei diesem neuen wiederentdeckten erdigen SF-Stil, der vom Feeling und Handlungsaufbau stark an die älteren Hefte erinnert.

Man sieht auch, dass alle Autoren jetzt plötzlich viel bessere Geschichten als in den Vorgängerzyklen schreiben, es muss halt nur ein richtig gutes Expose her. Obwohl das neue Expose-Team auch aus Christian Montillon besteht, meine ich, Hartmut Kaspers (Wim Vandemaan) Handschrift in jedem Heft mehr als deutlich herauslesen zu können. Nur ihm allein ist es auch zu verdanken, dass ich mich nach dem Neuroversum-Zyklus, bei dem ich eh nur die Sol-Ebene gelesen habe, nicht vollständig aus der Serie verabschiedet habe. Solange er Expokrat ist, bleibe ich dabei!



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)