PR 2708
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Perry Rhodan Nr. 2708: Vier gegen ITHAFOR

Autoren: Arndt Ellmer / Christian Montillon

Inhalt

Der Polyport-Hof ITHAFOR-5 wird nominell von den Schattenmaahks kontrolliert, ist aber de facto im Besitz der Blues. Der Weddone Ghöllrysch verwahrt den einzigen vorhandenen A-Controller in seinem Büro. 550 Schiffe der Jülziish sichern den Hof vor der tefrodischen Flotte, deren Kommandant Maalun zurzeit keine Aktivitäten entfaltet, weil sonst die Onryonen intervenieren würden. Der Hohe Tamaron Vetris-Molaud bereitet jedoch insgeheim die Eroberung des Hofes vor. Sein Mutantenkorps soll den bereitgehaltenen Landetruppen den Weg bereiten. Die vier Agenten erhalten ihre Anweisungen im Stern von Apsuma, dem Regierungssitz des neuen Tamaniums auf dem Planeten Tefor. Das Mutantenkorps besteht aus:

Teamleiter Satafar. Er hat das Gesicht eines Greises, den Körper eines zehnjährigen Kindes und die Kraft eines Ertrusers. Mit der Droge Gholen kann er seine Gesichtshaut vorübergehend glätten, so dass er wirklich wie ein Kind aussieht.
Vitaltelepathin Toio Zindher. Sie kann die Vitalenergie und Stimmungen von Lebewesen wie eine Aura sehen. So kann sie erkennen, ob jemand gesund oder krank ist, ob er lügt oder die Wahrheit sagt.
Schmerz- bzw. Paradoxteleporter Lan Meota. Er kann sich und eine andere Person auf eine bislang völlig unbekannt gewesene Art teleportieren. Für ihn ist es so, als durchquere er eine fremdartige Landschaft. Der Transportvorgang dauert stets zwei Minuten und neun Sekunden. Dies ist für ihn mit starken Schmerzen verbunden, so dass er sich anschließend erholen muss. Er kann außerdem Objekte, die bis zu vier Meter weit entfernt sind, zu sich hin versetzen, ohne sie sehen oder berühren zu müssen. Er kann nicht durch mehrdimensionale Schirme oder Parafallen aufgehalten werden.
Superwissenschaftler Trelast-Pevor. Er hat zwar keine echte Parafähigkeit, aber kein technisches System ist vor ihm sicher.

Kurz vor dem Mutantenkorps treffen die mit Kokonmasken als Blues getarnten tefrodischen Agenten Benjuber-Wocaud und Holoter-Lyst im Polyport-Hof ein. Sie ahnen nicht, dass sie geopfert werden sollen, um für Ablenkung zu sorgen. Ihre Kameraden sorgen selbst dafür, dass die beiden Agenten auffliegen und getötet werden. Toio und der mittels Gholen "verjüngte" Satafar geben sich als Mutter und Kind aus. Satafar ist angeblich todkrank und benötigt B-Hormon, welches Toio von einer hochschwangeren Jülziish-Frau erwirbt. Lan Meota gibt sich als terranischer Mittelsmann aus, während Trelast-Pevor die Stationssysteme hackt. Toio, Satafar und Lan lassen sich absichtlich festnehmen.

Als auch noch ein Schreckwurmei auftaucht (natürlich nur eine Nachbildung), schrillen bei Ghöllrysch und seinem akonischen Sicherheitschef Berháan ter Pikour sämtliche Alarmglocken. Ghöllrysch nimmt die Gefangenen mit in sein Büro, so dass Lan den Controller aus dem Safe teleportieren kann. Mit seiner gewaltigen Körperkraft tötet Satafar die im Büro befindlichen Sicherheitsleute, Lan teleportiert Berháan ter Pikours Gehirn aus dessen Schädel, und Trelast-Pevor sorgt aus der Ferne dafür, dass niemand sonst das Büro betreten kann. Ghöllrysch hat keine Wahl mehr und muss aufgeben. Somit ist ITHAFOR-5 ab dem 9. Juli 1514 NGZ in der Hand der Tefroder. Zu Ehren der "im Kampf gefallenen" Agenten benennt Vetris-Molaud den Hof in WOCAUD um.

Kringels Meinung:

Das ist der bisher schwächste Roman des Zyklus, was allerdings angesichts der sehr guten bisherigen Bände eigentlich keine schlimme Negativkritik ist. Durchschnittliches Lesefutter, mit dem immerhin einige sehr interessante Figuren eingeführt werden, von denen man vermutlich noch so einiges hören wird. Ich habe mich schon immer gefragt, warum es nur bei den Terranern ein Mutantenkorps gibt. Jetzt haben die Tefroder so ein Team. Allerdings sind die Fähigkeiten der vier Eroberer nicht sonderlich beeindruckend, wenn man etwa Toio Zindher mit Fellmer Lloyd oder Lan Meota mit Ras Tschubai vergleicht. Die tefrodischen Mutanten müssen sorgfältig mit ihren Kräften haushalten. Sie müssen ihre Fähigkeiten ganz gezielt nach sorgfältiger Planung einsetzen. Das halte ich für eine gute Sache, denn übermächtige Mutanten sind natürlich Spannungskiller.

Leider wirkt der Plan zur Eroberung des Polyport-Hofes ziemlich wirr. Wozu braucht man eine Ablenkung in Gestalt zweier getöteter Agenten, wenn das Hauptteam sowieso beabsichtigt, sich festnehmen zu lassen? Diese ganze Aktion scheint mir vollkommen sinnlose Seitenschinderei zu sein. Und dass Kommandant Ghöllrysch auf genau die Weise reagiert, die benötigt wird, damit der Plan überhaupt funktionieren kann, überzeugt mich absolut nicht. Warum sollte er die Gefangenen in sein Büro bringen, selbst wenn er ihre Parafähigkeiten nicht kennt? Das kann ich nur als "plotdriven" bezeichnen.

J. Kreis, 14.07.2013


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Gastkommentare


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Claus (26.07.2013):

Ich finde gleichfalls die bisherigen Hefte, auch "Vier gegen ITHAFOR" ausgezeichnet. Ich bin nicht so ganz sicher woran das liegt.
Das einzige, was mir bei den zwei toten Agenten einfällt, ist, dass die Mutanten zumindest allgemein nicht bekannt werden.


hairybird (18.07.2013):

ich bin leider etwas im Verzug mit dem Lesen, gebe Ihnen völlig recht: Der schwächste Roman in einer Kette von 7 überdurchschnittlichen bis hervorragenden Romanen. Welch eine Entwicklung! Ich hätte nicht mehr geglaubt, dass ich mich wieder wie früher Woche für Woche auf das neue Heft freuen kann.
Ich bin überzeugt davon, dass Ihre Kritiken mit dazu beigetragen haben, dass man auf das SI-Geschwurbel und auf verblasste und ausgelutschte Personen verzichtet hat.
Dem Expokraten HaKa sei Dank für einen phantasievoll angelegten und offenbar gut durchgeplanten Zyklusentwurf.



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