PR 2704
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Perry Rhodan Nr. 2704: Die Rückkehr der JULES VERNE

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Mit Billigung der solaren Premier Cai Cheung entsendet der Erste Terraner Arun Joschannan 2500 LFT-BOXEN unter dem Kommando von Oberst Girma Teshale ins Solsystem, um den Onryonen zu zeigen, mit wem sie sich angelegt haben. Cheung bittet Teshale, für die eine Auslieferung Perry Rhodans an die Onryonen eine denkbare Option wäre, zunächst außerhalb des Systems auf Warteposition zu gehen. Nachdem Cheung von Sichu Dorksteigers neuesten Erkenntnissen erfahren und die Suche nach dem Flugschreiber der HILDEGARD VON BINGEN genehmigt hat, entsendet sie den leicht soziopathischen TLD-Agenten Ghiyas Khosrau via Polyport-Netz nach Andro-Delta. Er soll dort Kontakt mit Reginald Bull aufnehmen. Bull ist mit der JULES VERNE, dem mächtigsten Raumschiff der Terraner, in Andromeda unterwegs, um die Störungen verschiedener Polyport-Höfe und Distribut-Depots zu untersuchen. Der Hantelraumer hat an KO-Selbstlos angedockt, einer Paddler-Werftplattform, die sich im von den Leém bewohnten Apheé-System beim Polyport-Hof DARWAG befindet. Ihr Ansprechpartner in der Plattform ist der spleenige Roboter Quick Silver.

Khosraus Transport nach DARWAG verläuft nicht störungsfrei und dauert ungewöhnlich lang. Ähnliche Probleme bei der Benutzung des Polyport-Netzes treten seit geraumer Zeit öfter auf. Khosraus Gedanken verwirren sich. Seine Minor Globe MORGIANA wird beschädigt und droht über der Eiswelt Laúm abzustürzen. Bull entsendet drei Space-Jets, die die MORGIANA sichern. Bull, der wegen eines länger zurückliegenden unangenehmen Zwischenfalls noch ein Hühnchen mit Khosrau zu rupfen hat, wird von dem Agenten über die aktuelle Lage im Solsystem informiert. Er leitet umgehend die Rückkehr der JULES VERNE ins Solsystem ein - sicherheitshalber per Sonnentransmitter. Kurz vor dem Abflug wird Jawna Togoya von Quick Silver aufgesucht und gewarnt. Der Roboter meint, die JULES VERNE fliege in eine Falle. Außerdem stellt er in einer unbeobachteten Minute irgendetwas im Hantelraumer an.

Inzwischen hat sich Shekval Genneryc erneut bei Cheung gemeldet und die weitere Benutzung des Polyport-Netzes untersagt. Sichu Dorksteiger untersucht die immer noch nicht ganz toten Überreste des Balgs und wird von diesen angegriffen. Das Ding zerfällt zu Staub, bevor es Schaden anrichten kann. Die JULES VERNE erreicht das Solsystem am 28. Juni 1514 NGZ und wird sofort von zahlreichen onryonischen Schiffen angegriffen. Bull testet die Leistungsfähigkeit der gegnerischen Waffensysteme aus. Drei Raumväter werden mit den Paratronwerfern des Hantelraumers vernichtet. Die Onryonen bringen die JULES VERNE in so große Bedrängnis, dass sie per Trafitronflug aus dem Solsystem fliehen muss. Da sie nicht im Linearraum fliegt, sind die Linearraumtorpedos wirkungslos. Shekval Genneryc fordert prompt die Auslieferung der JULES VERNE. Da Cheung nicht darauf eingeht, klinkt er sich in das solare Nachrichtennetzwerk ein und erklärt die JULES VERNE für vogelfrei. Wer den entscheidenden Hinweis zur Einbringung des Schiffes liefert, soll zur Belohnung einen Zellaktivator erhalten.

Kommentar:

Die Onryonen besitzen einen Zellaktivator. Woher könnten sie den haben? Es kann eigentlich keiner der 25 Aktivatoren sein, die ES einst in der Milchstraße verteilt hat, denn die wurden alle gefunden oder spätestens von den Laren vernichtet. Aber es gibt ja auch andere, etwa die von Levian Paronn angefertigten Nachbauten (siehe Lemuria-Taschenbuchzyklus) oder die des Zweiten Galaktischen Rätsels im Stardust-System. Außerdem wissen die Onryonen über die Störungen im Polyport-Netz Bescheid, wenn sie nicht sogar selbst dafür verantwortlich sind. Wie können die Onryonen so gut informiert sein und wie sind sie in den Besitz des ZA gekommen? Das spricht dafür, dass sie keineswegs immer nur im Schacht oder auf Luna festgesessen haben.

Als sollte bewiesen werden, dass die Perry Rhodan - Serie auch anders kann als bisher, darf Michael Marcus Thurner eine Trilogie schreiben. Drei aufeinander folgende Romane vom selben Autor - wann hatten wir das zuletzt? Das dürfte ruhig öfter so gemacht werden, denn Thurner kann sich viel Zeit lassen, und das gefällt mir. Die Hauptpersonen werden vorgestellt und in die Ausgangspositionen gebracht. Wir erfahren, dass die JULES VERNE ein mehr als ernstzunehmender Gegner für die Onryonen ist, sofern die nicht gleich mit einer x-fachen Übermacht anrücken. Es wäre übrigens schön, wenn bald noch mehr von den Leém zu lesen wäre. Diese Lemurerabkömmlinge machen einen sympathischen Eindruck, und die Werftplattform KO-selbstlos ist ein interessanter Ort.

Terra bzw. das Solsystem ist nicht identisch mit der LFT. Das wurde noch nie so klar wie jetzt. Auch im vorliegenden Roman wird die völlig neue Konstellation thematisiert. Bisher war Terra das Herz der LFT; jetzt ist Maharani die Hauptwelt der Terraner. Das Solsystem ist quasi nur ein Teilstaat der LFT unter vielen, und die dort lebenden Terraner müssen sich mit dem Gedanken anfreunden, nicht mehr im Zentrum der Macht zu sitzen.

Eins ist mir nicht klar geworden. Warum muss Reginald Bull durch einen Boten über die Lage im Solsystem informiert werden - warum wusste er nicht längst Bescheid? Seit Gennerycs Drohung ist doch schon über eine Woche vergangen. Gibt es keine Kommunikationsverbindungen zwischen Milchstraße und Andromeda? Über Funkrelais oder so? Das kommt mir komisch vor.

J. Kreis, 16.06.2013


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Gastkommentare


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Chris (21.06.2013):

Atlan steckt irgendwo bei ES/Tallin wo er, welche auch immer, Hilfe *leistet*

Kurzgesagt, atm auf Eis gelegt


Eric (20.06.2013):

Mal was ganz anderes: Was macht eigentlich Atlan?


Reiner (15.06.2013):

Na ja, allzu viel war's nicht. Der erste Teil zog sich doch sehr hin, die eigentliche Rückkehr war dann doch noch lesenswert. Bei den PR Stammautoren kommen wieder die typischen Schreibfloskeln durch, aber das kennen wir ja. Insgesamt scheint aber die Losung ausgegeben worden zu sein "es muß lesbar sein, auch für Neulinge". Das halten sie jetzt schon 5 Bände durch. Weiter so. Wie immer am Anfang eines neuen Zyklus müssen erst die Szenarien aufgebaut werden, das dauert. Aber diesmal freue ich mich jedes Mal auf den nächsten Band, das war in den letzten Jahren nicht so. Lustig fand ich die Alternative ob man von Andromeda zur Erde die schnelle Verbindung nimmt (6 Stunden) oder die langsame, die 2 Tage dauert.



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