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Perry Rhodan Nr. 2700: Der Techno-Mond

Autor: Andreas Eschbach

Inhalt

Als das Solsystem am 17. Januar 1470 NGZ Terrazeit an seinen angestammten Platz im Standarduniversum zurückkehrt, sind dort bereits 33 Jahre vergangen. Man schreibt das Jahr 1503 NGZ, und aufgrund der langen Abwesenheit der Hauptwelt der Liga Freier Terraner hat sich in der Milchstraße einiges geändert. Die Erde ist nicht mehr Regierungssitz der LFT. Arun Joschannan wurde zum neuen Ersten Terraner gewählt. Die Welten des Solsystems haben ihre eigene Regierung, die im Solaren Haus auf Terra residiert. Regierungschefin ist die Solare Premier Cai Cheung.

Im Jahre 1501 NGZ wurde der Polyport-Hof ITHAFOR-5 aufgrund störender Interferenzen mit dem nahen Nabeg-Sonnentransmitter ins Ghatamyz-System im Einflussbereich der Jülziish verlegt. Das hat zu Konflikten mit den Northside-Tefrodern geführt, die sich sehr für den Polyport-Hof interessieren, weil ihnen der freie Zugang zu diesem Transportsystem bisher verwehrt worden ist. Unter der Führung des Hohen Tamaron Vetris-Molaud sind die Tefroder dabei, ein neues Tamanium aufzubauen. Ihre Macht nimmt stetig zu, und da es schon zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen ihnen und den Jülziish gekommen ist, hat das Galaktikum ein terranisches Kontingent unter dem Kommando von Oberst Anna Patoman zur Beobachtung des Polyport-Hofes abgestellt.

Das Solsystem ist ohne den Erdmond aus der Anomalie zurückgekehrt. Luna bleibt zunächst verschwunden, was zu schwerwiegenden ökologischen Veränderungen auf Terra führt. Erst im Jahre 1512 NGZ erscheint Luna wieder im Erdorbit, aber der Trabant hat sich grundlegend verändert. Die gesamte Oberfläche ist überwuchert von technischen Einrichtungen, die als Technogeflecht bezeichnet werden. Der so genannte Repulsor-Wall verhindert jegliche Annäherung. Gucky hat im Jahre 1512 NGZ vergeblich versucht, den Mond per Teleportation zu erreichen. Seitdem liegt er im Koma. Sein Medotank steht in der Startac-Schroeder-Klinik in Terrania. Es ist unklar, ob der Mausbiber je wieder erwachen wird, ob er dann noch Parafähigkeiten besitzen wird, und welche das sein werden, denn sein Gehirn konfiguriert sich neu. Viele Menschen betrachten den kränklich grün wirkenden Mond als Bedrohung und wandern aus dem Solsystem aus. Bis 1514 NGZ - die Solare Residenz schwebt inzwischen über der Hauptstadt des Planeten Maharani - haben bereits ungefähr eine Milliarde Terraner ihre Heimat verlassen. Verschiedene Sekten wie die Exodisten und die Anhänger des Techno-Mahdi haben sich gebildet.

Getarnt als nebensächliches Projekt der Waringer-Akademie baut die solare Regierung auf dem Raumhafen von Terrania das experimentelle Spezialraumschiff STARDIVER. Sichu Dorksteiger, die Chefwissenschaftlerin der LFT, leitet das streng geheime Vorhaben. Selbst der Erste Terraner ist nicht umfassend über dieses Projekt informiert. Man hofft, den Mond mit der STARDIVER erreichen zu können, denn das Schiff verfügt über den Hypertrans-Progressor, ein Antriebssystem, das eigentlich für den intergalaktischen Flug entwickelt wurde und das es dem 200-Meter-Kugelraumer ermöglicht, aus dem Stand heraus in den Hyperraum zu wechseln. Unmengen von Salkrit werden hierfür benötigt, es befindet sich in zwei spindelförmigen Erweiterungen an den Polen des Schiffes. Der neuartige Antrieb macht aber auch langsame Flüge im Hyperraum möglich, und auf diese Weise soll sich die STARDIVER dem Mond nähern. Die Besatzung des fast vollständig robotisierten und unbewaffneten Schiffes muss sich dabei im Zustand der Suspension befinden. Der Pilot muss quasi mit dem Schiff verschmelzen. Der einzige Mensch, der schon entsprechende Erfahrungen gemacht hat, ist Perry Rhodan, ehemaliger Mentalpilot des Raumschiffes MIKRU-JON.

Rhodan wohnt in einem ehemaligen Botschaftsgebäude in Terranias Stadtteil Garnaru. Er ist Präfekt des Polyport-Systems und Liga-Beauftragter zur besonderen Verwendung. Seit geraumer Zeit versucht der Milliardenerbe Viccor Bughassidow, der sich viel auf seine russische Abstammung einbildet, die Unterstützung Rhodans für ein ehrgeiziges Forschungsprojekt zu gewinnen. Mit seinem Privatschiff KRUSENSTERN, einem umgebauten Posbiwürfel, sucht er nach dem Irrläuferplaneten Medusa, der - wie Bughassidow zu wissen glaubt - das Solsystem vor langer Zeit auf einem bestimmten Kurs verlassen hat. Rhodan ist zwar zunächst nicht interessiert, lässt den Mann aber vom TLD durchleuchten. Als Attilar Leccore ihm eröffnet, dass die Pilotin der KRUSENSTERN, eine junge Frau namens Farye Sepheroa, vermutlich seine Enkelin ist, erwacht Rhodans Interesse doch noch. Er trifft sich mit Bughassidow in der KRUSENSTERN und erfährt, dass der Multimilliardär auf dem Jupitermond Europa eine 10 bis 20 Millionen Jahre alte, mit fremdartiger Technik gefüllte Kaverne mit Hinweisen auf Medusa gefunden hat. Zur Berechnung des Kurses benötigt Bughassidow Rechenzeit bei der Biopositronik OTHERWISE, die als Ersatz für NATHAN ins Solare Haus gebracht wurde. Rhodan vertröstet Bughassidow. Eine Gelegenheit, mit Farye Sepheroa zu sprechen, ergibt sich nicht.

Im Juni 1514 NGZ, 44 Jahre nach der Entführung des Solsystems durch QIN SHI und elf Jahre nach der Rückkehr, wird bekannt, dass irgendjemand das gesamte Solsystem von Luna aus intensiv beobachtet. Die Tasterimpulse geben aber keinen Aufschluss über diese Unbekannten. Der Start der STARDIVER wird deshalb für den 19. Juni anberaumt. Dies ist der Jahrestag von Perry Rhodans erstem Mondflug. Mit an Bord werden neben Perry Rhodan der Hyperphysiker Fionn Kemeny sowie Shanda Sarmotte und Toufec sein. Die ideale Ablenkung ergibt sich durch Zufall. Bei ITHAFOR-5 ist es zu einer heftigen Raumschlacht zwischen Tefrodern und Blues gekommen. Vetris-Molaud ist mit seinem Flaggschiff VOHRATA persönlich vor Ort. Oberst Patoman hat befehlsgemäß nicht eingegriffen, versucht aber die Überlebenden zu retten. Im Auftrag des Galaktikums soll ein Hilfskonvoi mit 70 weiteren Schiffen aus dem Solsystem nach Ghatamyz aufbrechen.

Somit kann sich die STARDIVER dem Mond unbemerkt nähern. Die 50 Meter hohen Spindeln erzeugen die Transferblase, das Schiff tritt in den Hyperraum ein und durchdringt den Repulsor-Wall. Im selben Moment öffnet sich das Technogeflecht. 32 Kugelschiffe mit Ringen um den Äquator steigen auf. Zwei schießen die STARDIVER ab, der Rest durchquert den Repulsor-Wall. Ein Humanoider mit lackschwarzer Haut und goldenen Augen meldet sich bei den Terranern. Er nennt sich Shekval Genneryc, Kommandant des Raumvaters HOOTRI, Anführer des onryonischen Raumrudels und Sprecher des Atopischen Tribunals. Er meint, die Menschheit habe schon genug Kriege durchleiden müssen und verbietet aus diesem Grund jegliche überlichtschnelle Raumfahrt im Solsystem. Als die Schiffe des Hilfskonvois trotzdem in den Linearflug übergehen, werden sie mit Torpedos abgeschossen, die ihre Ziele sogar im Linearraum verfolgen können. Die Terraner schießen zurück, können die Schutzschirme der Onryonen aber nicht knacken.

Shekval Genneryc verbreitet eine weitere Botschaft, die in der gesamten Milchstraße empfangen wird. Er verkündet den ersten Tag des ersten Jahres des Atopischen Tribunals. Hauptangeklagte sind Perry Rhodan und Bostich. Rhodan soll sich für den von ihm verursachten DORIFER-Schock, sowie für die Tötung von Superintelligenzen wie Seth-Apophis und KOLTOROC verantworten. Außerdem wird er eines Verbrechens angeklagt, das er erst noch begehen wird. Im 8. Kreis der Gerechtigkeit des Jahres 84.387 wird er einen Weltenbrand verursachen: Die Ekpyrosis von GA-yomaad. Aufgrund der Schwere dieser Tat hat sich der Rat der Atopen entschlossen, präventiv vorzugehen. Rhodan und Bostich sollen umgehend ausgeliefert werden.

Derweil stehen Perry Rhodan und seine drei Begleiter auf der Mondoberfläche. Sie wollen herausfinden, ob hier noch Menschen leben.

Kommentar:

Das war's: Ab sofort kaufe ich keine PR-Heftromane mehr.

Kunstpause. Gemurmel in den hinteren Reihen.

Die Kunstpause dauert an. Unruhe an den Ausgängen.

Die Kunstpause zieht sich quälend in die Länge. Erregte Diskussionen und Handgreiflichkeiten im gesamten Plenum.

Spaß beiseite. Natürlich bleibe ich der Serie treu. Ich kaufe nur keine Heftromane mehr und steige auf die E-Book-Version um. Ich weiß nämlich nicht mehr, wo ich das ganze Papier noch verstauen soll!

Ein Gastautor schreibt einen Jubiläumsband - das hat's noch nicht gegeben! Und wie es nicht anders zu erwarten war, liefert Andreas Eschbach ein solides, spannendes Stück Science Fiction ab, das ich mit großem Vergnügen gelesen habe! Faszinierende neue Ideen, lebensnahe Dialoge und ein bisschen Privatleben für Perry. Hinweise, die erkennen lassen, welche Handlungsebenen der neue Zyklus haben wird, nämlich Perry auf Luna, Suche nach Medusa, Krisenherd neues Tamanium, abgeschottetes Solsystem. Neben sympathischen neuen Figuren wie zum Beispiel Anna Patoman und Viccor Bughassidow (ich hoffe, dass Basil Nunn, Perrys Assistent und Quoten-Jugendlicher, keine größere Rolle spielen wird) sind zwei meiner Lieblingsfiguren aus dem letzten Zyklus mit von der Partie: Shanda und Toufec. Ich hatte befürchtet, die seien mit Zyklusende in der Versenkung verschwunden. Und dann noch die Sache mit Perrys Enkelin. Als Großmutter habe ich Caadil aus der Tefroder-Trilogie in Verdacht. Farye Sepheroa soll ja zum Teil Tefroderin sein. Perry und Caadil hatten etwas miteinander (siehe Die Stadt der tausend Welten), und das war 1458 NGZ, würde also auch zeitlich passen. Ob die Dame wohl weiß, dass sie Perrys Enkelin ist?

In der Milchstraße haben sich interessante Dinge getan. Die Tefroder bauen ein neues Reich auf, gleichzeitig scheint das arkonidische Imperium zu zerfallen. Die Bewohner des Solsystems haben eine eigene Regierung innerhalb der LFT, d.h. sie sind nicht mehr der Mittelpunkt dieses Staatengebildes, sondern dürfen sich wahrscheinlich genauso viel Eigenständigkeit bewahren wie jedes Siedlungssystem. Vielleicht zeichnen sich sogar schon gewisse isolationistische Tendenzen ab. Die Sol-Terraner als Staat im Staate - das bietet einigen Zündstoff!

Ein problematischer Faktor, nämlich der viel zu mächtige Multimutant Gucky, liegt erst einmal auf Eis. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, aber Perry soll Gucky befohlen haben, durch den Repulsor-Wall zu teleportieren, dessen Gefährlichkeit da schon wohlbekannt war? Das kann ich mir kaum vorstellen.

Jedenfalls hat Eschbach seine Aufgabe, nämlich das Skizzieren der Ausgangssituation, mit Bravour gemeistert. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Diese Ausgangssituation ist - natürlich mit Variationen im Detail - fast genau dieselbe wie im letzten Zyklus. Eigentlich passiert im Prinzip schon wieder dasselbe wie seit vielen, vielen Jahren. Das von mir im Kommentar zu PR 2600 vorgeschlagene Rezept für einen PR-Zyklus wird zum x-ten Mal verwendet: Bedrohung (incl. Abschottung) des Solsystems durch weit überlegene Unbekannte. Perry mehr oder weniger allein in unbekannten Regionen unterwegs. In Rätseln sprechende Fremde. Neue Wundertüten (STARDIVER, KRUSENSTERN) und Superwissenschaftler (Fionn Kemeny, Sichu darf man auch nicht vergessen). Die STARDIVER ist wieder einmal so ein Hilfsmittel zur Umgehung der Hyperimpedanz. Ihr Antrieb ist mit dem Dimesextatriebwerk vergleichbar. Die Autoren haben also aus alten Fehlern immer noch nichts gelernt. Aber vermutlich wurde das Schiff ja schon wieder vernichtet. Ganz eindeutig ist der Roman an dieser Stelle nicht, es bleibt unklar, wie Perry und seine Gefährten der Vernichtung entgangen sind. Warum eigentlich die strenge Geheimhaltung? Nur damit die Onryonen nichts davon mitkriegen, dass Perry den Mond erreicht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich der Erste Terraner, der die exorbitanten Baukosten genehmigen musste, nicht umfassend über das Projekt informiert haben soll.

Es gibt aber noch mehr Kritikpunkte außer der Wiederholung des Kochrezepts. Warum zum Beispiel wird ITHAFOR-5 mitten in ein Krisengebiet verlegt? Diese Entscheidung ist absolut nicht nachvollziehbar. Schließlich dürfte das Verhältnis zwischen den neuerdings großmannssüchtigen Tefrodern und den Blues schon vor der Verlegung nicht besonders gut gewesen sein. Es gab offensichtlich schon Zusammenstöße auf mindestens einer umstrittenen Siedlungswelt. Jetzt wird den Tefrodern auch noch einer jener Polyport-Höfe genau vor die Nase gesetzt, die sie, wie in diesem Roman zweimal gesagt wird, bisher nicht nutzen durften. Da muss man sich nicht wundern, wenn es Ärger gibt.

Und zu "guter" Letzt das Gefasel von Shekval Genneryc. Erst tönt er sinngemäß "nie wieder Krieg", um im nächsten Moment einen Hilfskonvoi zu vernichten, der den strikten Befehl hatte, sich nicht in Kämpfe einzumischen! Perry wird dafür angeklagt, dass er Bedrohungen kosmischen Ausmaßes entschärft hat, die wohl kaum von ihm angezettelt wurden. Damit hat er unermessliches Leid verhindert, und im Grunde hat er sich nur verteidigt. Dass ihm eine Tat vorgeworfen wird, die er erst noch begehen muss, ist vollends lächerlich. Kennt der Rat der Atopen die Zukunft oder kommt er gar aus der Zukunft? Gibt es nur eine mögliche Zukunft? Dann ist die präventive Anklage sinnlos, denn dann muss Perry das Verbrechen auf jeden Fall begehen. Ist die den Atopen bekannte Zukunft nur eine von vielen Möglichkeiten? Dann entbehrt die Anklage jeglicher Grundlage. Wenn Perry verurteilt wird, wird er die Tat wohl nicht mehr begehen. Somit wird sich das Verbrechen nie ereignen und der Prozess wird ad absurdum geführt. Was Bostich vorgeworfen wird, bleibt unbekannt. Nun gut, wir wissen nicht, was hinter der ganzen Sache steckt. Vielleicht erlaubt sich da jemand einen besonders grausamen Scherz oder will seine wahren Absichten verschleiern.

Ich hoffe übrigens, dass bald ein paar Romane kommen werden, in denen auf die menschlichen Schicksale infolge der langen Abwesenheit des Solsystems eingegangen wird. Dieser Aspekt wird für meinen Geschmack in Eschbachs Roman bei weitem nicht ausreichend gewürdigt.

Der Zyklusauftakt lässt mich ein wenig ratlos zurück. Zweifellos ist dieser Roman der beste Jubiläumsband seit Jahren und er hat bei mir definitiv den Appetit auf mehr geweckt. Das jetzt schon erkennbare ewig gleiche Handlungsmuster stößt mir jedoch übel auf. Aber erst mal sehen, was die Autoren daraus machen.

J. Kreis, 19.05.2013


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Gastkommentare


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Gerhard Neubert (08.10.2013):

Lieber Jo,
Deine Kritik macht mich zuversichtlich, weiter PR treu bleiben zu können (siehe mein Statement zu 2653). Bis PR 2679,3 hab ich - mit Unterbrechungen - "durchgehalten", dann hatte ich die Schnauze voll und fand Bücher über den emeritierten Papst spannender.
Von meinem "Restestapel" lasse ich mal bis PR 2699 die Finger, sonst überleg ich mir doch noch mal...
;-)
Ich werde jetzt PR 2700 lesen.
Ganz großes Dankeschön für Deine Arbeit hier!!!


hannes (04.08.2013):

frage wie konnte der mond sich einhüllen ohne dass man der sache nachgegangen ist bin gerade bei band 40 aber habe alle hefte ausser ein paar von der 400er serie mfg


wob (23.05.2013):

Als enttäuschter Ex-Leser habe ich die diversen Zyklen lediglich in der Zusammenfassung verfolgt, gelegentlich mal einen oder mehrere Romane gekauft, aber leider meist enttäuscht weg gelegt.
Nun, mit Band 2700, neuen Figuren mit Potenzial (Russia 10 Points) sowie einem ausbaufähigen Handlungsauftakt (trotz wiederholender Elemente) hat es mich wieder "erwischt". Sehr schöner Roman, guter Mix aus PR-spezifischem Sprech und "Natürlichkeit". Werde also (vorerst) wieder einsteigen.


"grenzdebiler Asozialer" (21.05.2013):

Schreiberische Leistung von Andreas Eschbach = super.

Sich abzeichnende Handlungsebenen = interessant, ausgenommen Handlungsebene Atopisches Tribunal, auf die ich gerne verzichten wuerde.


Joe (21.05.2013):

"Das jetzt schon erkennbare ewig gleiche Handlungsmuster stößt mir jedoch übel auf."

So ist es. Genauso ging es mir bei der Lektüre des Spoilers. Die theoretisch denkbare Möglichkeit, mit 2700 wieder einzusteigen, ist damit wohl (auch aus anderen Gründen) gestorben.


so what (20.05.2013):

Nach den letzten 10 Seiten (lese den Roman zuerstmal von hinten, anschließend von vorne) bleibt ein unangenehemer Nachgeschmack: 84.387 Jahre aus der Zukunft? Da stellt sich die Frage:

a) das AT kommt aus der Zukunft (bitte nicht)
b) das AT kennt die Zukunft und kommt aus der Gegenwart (will ich mal auschließen)
b) das AT glaubt aus der Zukunft zu kommen - also jemand manipuliert (SI, Kosmo??? - nicht schon wieder)
c) was sonst (die letzte Hoffnung!)

Hätte man das AT weggelassen, wäre das ein vielversprechender Auftakt. So bleibt die Sorge, daß das ganze SI- und Kosmo-Geschwafel weitergeht.

Leider gilt die Regel: Bestehendes bleibt, Änderung sind nur marginal. Für mich gilt:: Die nächsten 5 bis 10 Romane lese ich, ansonsten informiere ich mich über deinen Blog.

LG
so what


Reiner (19.05.2013):

Mir hat er gut gefallen, der Band 2700. Die bekannte "Schreibe" von Herrn Eschbach, dessen Bücher ich fast sämtlich gelesen habe. Endlich gibt es einen Einblick in das Leben auf der Erde, natürlich auch eine Bedrohung, aber nicht gleich so schicksalsschwer wie in der Vergangenheit. Ich denke, das kann interessant werden. Die Frage, was mit dem Mond passiert ist, entlockte mir schon ein Grinsen, als ich letzte Woche den Vorab-pdf-Auszug des Verlags gelesen hab. Ungewöhnliche Struktur der Oberfläche und Autor Eschbach, das hatten wir doch schon. Wer den Roman "Herr aller Dinge" von Eschbach gelesen hat, der hat direkt den Verdacht, dass hier eine geniale Idee recycelt wird. Eigentlich gehört diese Technik in die PR Welt, das habe ich seinerzeit beim Lesen des Romans gedacht. Wenn dem so wäre, wären die Möglichkeiten immens. Ich bleibe erst Mal dabei.
Glückwunsch übrigens zur Veröffentlichung Deines Leserbriefes im Jubiläumsband. Das waren sie Dir aber auch schuldig.



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