PR 2698
© Pabel-Moewig
Verlag GmbH,
Rastatt



Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2697 «
» PR 2699 »
Perry Rhodan Nr. 2698: Die Nekrophore

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Der Kommandant der LEUCHTKRAFT lässt sich zu Verhandlungen herab, die in MIKRU-JON stattfinden. Passend zum Erscheinungsbild lässt sich das Wesen März nennen - wie der verrückte Hase aus "Alice im Wunderland". März ist offensichtlich ein Gestaltwandler. Als Perry und Delorian Rhodan wagen, ihm zu widersprechen, nimmt er vorübergehend andere Körperformen an. März erneuert seine Drohungen, zeigt sich aber bemerkenswert schlecht informiert. So scheint er zu glauben, Delorian arbeite mit QIN SHI zusammen. Er setzt seinen Verhandlungspartnern eine mehrstündige Frist, innerhalb derer sie seine Forderungen erfüllen sollen. Delorian hat einen anderen Plan, informiert seinen Vater und präsentiert März beim nächsten Treffen die Koordinaten von Evolux. Delorian versichert glaubhaft, er könne die Nekrophore mit dem BOTNETZ aus der LEUCHTKRAFT direkt zum Werftplaneten der Kosmokraten versetzen. Als März seinem Schiff den Befehl gibt, das BOTNETZ zu vernichten, tut sich nichts - Rhodan erfährt später, dass Samburi Yura den Bordrechner DAN mit Hilfe von Nanogenten umprogrammiert hat. März zieht sich zurück. Rhodan gratuliert seinem Sohn zu dem gelungenen Bluff. Delorian behauptet jedoch, dass er keineswegs geblufft hat.

In dieser Pattsituation erscheint Samburi Yura. Die Diskussionen drehen sich wieder einmal im Kreis. Rhodan stellt fest, dass er nicht mehr vernünftig mit Mondra Diamond reden kann. Sie denkt nur noch an ihren Sohn und macht Rhodan Vorwürfe. Alaska Saedelaere bittet Samburi Yura um ein Gespräch unter vier Augen. Er liebt die Enthonin immer noch, ist des Lebens überdrüssig und hat ihr einen Vorschlag zu machen, den sie annimmt.

In der Zwischenzeit dringen QIN SHI, ARDEN und das Multiversum-Okular in die Anomalie ein. Reginald Bull befiehlt den Rückzug der zusammengeschrumpften Flotte in die vermeintliche Sicherheit des Sextadimschleiers. Das Multiversum-Okular und das Totenhirn folgen. Nachdem sich QIN SHI an der Bevölkerung des Fa-Systems gelabt hat, rennt sein kilometergroßer Avatar gegen den Sextadimschleier an. Er wird zwar immer wieder zurückgeschleudert, saugt dabei aber Unmengen von Energie auf. Die Stationen, von denen der Schutzschirm erzeugt wird, drohen allmählich zu versagen. Da stellt sich ARDEN der parasitären Superintelligenz zum Kampf. QIN SHI ist allerdings nur vorübergehend abgelenkt; er verschlingt ARDEN und wird noch mächtiger.

Saedelaere bietet sich März als Kommandant der LEUCHTKRAFT im Austausch für Samburi Yura an. Der Hase hält den "kosmischen Menschen" für geeignet und sieht ein, dass die Enthonin ohnehin nur widerwillig für die Kosmokraten arbeiten würde. Als sich Saedelaere von seinen Freunden verabschiedet, begreift Rhodan, was der Maskenträger getan hat - er hat Samburi Yura seinen Zellaktivator überlassen und wird somit in 62 Stunden - am 20. Januar 1470 NGZ, zu Staub zerfallen.

Kommentar:

Als ich das gelesen habe, hat sich mir das Phantasiebild aufgedrängt, wie die Damen und Herren Autoren alle paar Jahre in einer Konferenz zusammensitzen und überlegen, welchen Unsterblichen sie im nächsten Zyklus loswerden können. Die Wahl fällt natürlich immer auf denjenigen, dessen Verschwinden am wenigsten weh tut. Deshalb ist Julian Tifflor im letzten Zyklus aus der Handlung herausgeschrieben worden (obwohl er ja noch lebt), diesmal erwischt es Alaska Saedelaere, dem immerhin eine komplette Handlungsebene dieses Zyklus gewidmet war. Wenigstens ist sein (vermeintliches?) Ende weit sinnvoller und nachvollziehbarer als Tifflors Jahrmillionenmarsch mit anschließender Zuckergussglasur. Saedelaere tot? Abwarten. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Im Inneren der LEUCHTKRAFT gibt es bekanntlich keinen normalen Zeitablauf, und wir wissen nicht, welche Verhältnisse dort sonst noch herrschen! Genau wie Tifflor kann sicherlich auch Saedelaere jederzeit wieder aus der Mottenkiste hervorgezaubert werden, sobald Bedarf besteht.

Die endlose, zum Teil nicht mehr nachvollziehbare Streiterei zwischen den Mitgliedern der Familie Rhodan beginnt zu nerven. Mütterliche Gefühle gut und schön. Ich habe schon öfter erlebt, dass (vor allem junge) Mütter in gewisser Hinsicht nicht hundertprozentig zurechnungsfähig sind. Aber welche Beziehung sollte Mondra nach all diesen Jahren zu einem so seltsamen Wesen wie Delorian haben, das sie seit dem Babyalter praktisch nicht mehr gesehen hat? Ihre Reaktion kommt mir übertrieben und unrealistisch vor, oder besser gesagt: Sie passt nicht zu der Figur, die ich zu kennen glaubte. Aber wenn die Beziehungskrise dazu führt, dass auch Mondra aus der Serie verschwindet, dann soll es mir recht sein.

Abgesehen von den vielen Abschnitten, in denen längst bekannte Daten und Fakten erneut heruntergebetet werden - und zwar mit genau denselben Formulierungen, die schon x-mal verwendet wurden - und von dem unsäglichen Gerangel zweier Superintelligenzen (was wurde eigentlich aus TAFALLA?) ist der Roman eigentlich ganz gut lesbar, besonders an den Stellen, die mir so vorkommen, als wolle sich Uwe Anton für die Böcke entschuldigen, die im zu Ende gehenden Zyklus geschossen wurden...

Mal was anderes. Was haben die Sayporaner eigentlich von der Neu-Formatierung der terranischen Jugendlichen? Stand etwa nicht von Anfang an fest, dass die Jungs und Mädels von Delorian "suspendiert" werden würden? Wozu also der Aufwand, wenn die Menschen nicht zur "Auffrischung" des sayporanischen Volkes herangezogen werden können? War die Aktion gar genauso sinnlos wie das Hin und Her mit der BASIS und dem Anzug der Universen? Ich verstehe es nicht.

J. Kreis, 05.05.2013


« PR 2697 «
» PR 2699 »






Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Gastkommentar von "grenzdebiler Asozialer" (07.05.2013):

Uwe Anton schliesst mit 2698 und 2699 diesen sehr leseunfreundlichen Zyklus schluessig ab.

Interessant zu wissen waere, wie hoch der Anteil von Robert Feldhoffs Nachlass am Zyklus Neuroversum ist.

Die Leseprobe von Andreas Eschbachs 2700 weckt Hoffnungen auf einen erfreulicheren Zyklus.


Gastkommentar von Reiner (05.05.2013):

Ha, diesmal war ich schlauer, hab mir das Heft (ich sage Heft und nicht den Roman) erst gar nicht gekauft, nach der Schlappe von letzter Woche. Wenn allerdings dieser elende, uninteressante und völlig überflüssige Alaska uns endgültig verlassen würde, dann kaufe ich mir das Heft doch noch. Erst mal die nächste Woche abwarten, da schlage ich natürlich wieder zu.
Zur Handlung kann ich natürlich nichts sagen, habs ja nicht gelesen.



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)