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Perry Rhodan Nr. 2692: Winters Ende

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Mehr als 35 Millionen Personen werden Anfang Januar 1470 NGZ ins Weltenkranz-System transportiert, um dort in das von Delorian Rhodan versprochene Paradies einzugehen. Familien und Freunde werden auseinandergerissen, denn nicht jeder möchte seine körperliche Existenz aufgeben und in einer irrealen Scheinwelt leben, so perfekt diese auch nach den Wünschen ihrer Bewohner gestaltet sein mag. Die Familie Estmon-Winter erlebt ein solches Familiendrama. Der Terra-Nostalgiker Yugen vertraut Delorian nicht und wird somit bald für immer von seiner Frau Rabienne getrennt sein, die bereit ist, ihn und die achtjährige Aria zurückzulassen, um auf Saypor mit ihrer neu-formatierten Tochter Irmayi wiedervereint zu werden.

Yugen kommt mit nach Saypor, um seine Frau vielleicht doch noch umzustimmen. Von der Imarterin Letriffa Hampton, die ihn zum Treffen einer Selbsthilfegruppe anderer Terra-Nostalgiker einlädt, erhält er einen Thermostrahler, den er nutzt, um Irmayi zur Rückkehr nach Terra zu zwingen. Die verzweifelte Aktion geht katastrophal schief, als ein anderer Neu-Formatierter versucht, Yugen die Waffe zu entringen. Ein Schuss löst sich. Rabienne und Aria werden lebensgefährlich verletzt. Es gibt nur eine Rettungsmöglichkeit: Die beiden müssen sofort auf einer Suspensionsliege vergeistigt werden. Yugen bleibt auf Saypor zurück. Um nicht seine gesamte Familie zu verlieren, wird er Delorians Angebot nun doch annehmen.

Derweil wird die Neuzündung Sols vorbereitet. Wie versprochen geht die Sonne am 11. Januar zur Mittagszeit wieder über Terrania City auf, doch gleichzeitig wird Alarm gegeben. Von Professor Ruaidhri Brszescek, dem swoon'schen Leiter der Abteilung Hyperortung an der Waringer-Akademie, hat Reginald Bull schon zuvor erfahren, dass das Innere der Anomalie inzwischen zwar stabil ist, ihre Außenränder jedoch Auflösungserscheinungen zeigen. Jetzt öffnet sich an einer bestimmten Stelle ein Tunnel zum Standarduniversum. Bull begibt sich mit der LEIF ERIKSSON IV und einer Einsatzflotte aus 100 LFT-BOXEN persönlich dorthin. Inmitten der zehn Millionen Kilometer durchmessenden Perforation erscheint die TOLBA. Delorian verkündet, QIN SHI werde bald angreifen, das Solsystem sei durch den von ihm modifizierten Sextadimschleier jedoch ausreichend geschützt. Mit den Worten, er habe anderswo zu tun, verlässt er die Anomalie.

Reginald Bull bezweifelt nicht, dass Delorian diesen Tunnel schon öfter genutzt hat, um ins Standarduniversum überzuwechseln, und dass QIN SHI nichts von der Existenz der Öffnung weiß. Bulls Flotte fliegt in den Tunnel ein, zieht sich aber bald wieder zurück, denn auf der anderen Seite wartet QIN SHIS aus Abertausenden Zapfenraumern bestehende Kampfflotte. Über zurückgelassene Sonden wird am 13. Januar beobachtet, dass QIN SHI seinerseits einen Durchbruch vorantreibt. Prof. Brszescek äußert die Befürchtung, dass die Anomalie infolge des damit verbundenen hyperphysikalischen Chaos zusammenbrechen könnte…

Kommentar:

…aber welches Interesse könnte QIN SHI denn daran haben, dass die Anomalie vernichtet wird? Wenn ich den ganzen bisherigen Zyklus nicht vollkommen falsch verstanden habe, will sich QIN SHI doch dorthin zurückziehen, um vor dem Zugriff der Höheren Mächte sicher zu sein. Warum hat er dann nicht schon beim Aufbau der Anomalie (die es ja offenbar nicht erst seit gestern gibt) dafür gesorgt, dass er sie betreten kann, ohne sie dabei zu zerstören? Außerdem dachte ich, Sol sei längst von der Fimbul-Kruste befreit worden (siehe PR 2685). Da habe ich mich wohl verlesen.

Wie dem auch sei: Dieser Roman ist nach dem vergangenen Viererblock geradezu eine Wohltat. Aber auch ohne den direkten Vergleich mit den katastrophalen ersten beiden Romanen des Viererblocks kann er rundum überzeugen. Am Beispiel der Familie Estmon-Winter wird deutlich gemacht, welche persönlichen Dramen Delorians Angebot hat. Yugen stellt genau die richtigen Fragen. Delorian antwortet - natürlich - nur mit Fragezeichen und sagt im Prinzip überhaupt nichts. Wie glaubhaft ist sein Versprechen und welche Ziele verfolgt der angebliche Wohltäter der Menschheit wirklich? Er behauptet, in der Suspension bzw. im Neuroversum seien die Menschen absolut sicher. Was von solchen Versprechungen zu halten ist, hat man ja am Beispiel des Stardust-Systems gesehen. Für jedes Schloss gibt es einen Schlüssel - und diesmal ist der Feind ja schon da! QIN SHI wird sich zweifellos sehr bald im Inneren der Anomalie befinden. Die in Suspension befindlichen Menschen werden also in permanenter Gefahr schweben, auch wenn QIN SHI ihre Seelen nicht gleich frisst, weil er sie gar nicht wahrnimmt. Wie soll verhindert werden, dass die feindliche Superintelligenz etwas von der Existenz der Suspensionsliegen erfährt? Was geschieht denn, wenn die Suspensionsliegen zerstört oder einfach abgeschaltet werden? "Leben" die Suspendierten dann trotzdem weiter?

J. Kreis, 24.03.2013


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