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Perry Rhodan Nr. 2684: Ein Pfand für die Spenta

Autor: Marc A. Herren

Inhalt

Chourtaird ist bereit, bei den Spenta für die Terraner zu sprechen. Die Sonnenbewohner sollen die Fimbul-Kruste entfernen und Sol neu zünden, im Gegenzug soll ARCHETIMS Korpus entfernt werden. Reginald Bull, Shanda Sarmotte und der Sayporaner fliegen mit dem 800-Meter-Schlachtschiff LAERTES ins Lichtwirt-System, das sie am 14. Dezember 1469 NGZ erreichen. Oberst Prester Jellicoe, wegen seiner Körpergröße von 2,20 Metern auch "Giraffe" genannt, ist Kommandant des APOLLO-Raumers. Er begleitet Bull, Sarmotte und Chourtaird persönlich in die aus Ephemerer Materie bestehende Plasmastadt, die die Spenta im Inneren der von ihnen bewohnten Sonne zur Kontaktaufnahme mit anderen Lebewesen errichtet haben. Die Menschen werden dort von Zofe Isgrud und Junker Algamad begrüßt.

Zur selben Zeit trifft Paichander, Dekan der Akademie für Logistik, Vorbereitungen für die Versetzung von Terra und Luna ins Weltenkranz-System. Terra soll von Sphäromorphen Maschinen und einem gigantischen Transitparkett vorerst zwischen Palädon und Jädvanas, den 12. und 13. Planeten des Systems, positioniert werden. Später soll Terra die Bahn des dritten Planeten einnehmen. QIN SHI soll die restlichen solaren Planeten entvölkern, damit die Menschen von Terra glauben, das bessere Los gezogen zu haben. Sie sollen zufrieden damit sein, in der Sicherheit des Weltenkranz-Systems leben zu dürfen.

Inspektor Paitäcc soll die Aktion durchführen. Er befindet sich in seinem Flaggschiff KOKOLLUN im Methanozean von Neptun und wartet nur auf das Signal zum Losschlagen. Dieses Signal wird durch eine kleine Flotte von Sternengaleonen und Zapfenraumern gegeben, die den Sextadim-Schirm beschießen und dadurch eine bestimmte Energieresonanz erzeugen. Paitäcc erwacht aus der Stasiskonservierung und überzeugt sich von der Einsatzbereitschaft seiner Streitmacht. 40.000 Zapfenraumer mit jeweils 2000 Dosanthi unter dem Oberkommando von Chular Sairett sind auf Neptun versteckt. Gegen die von ihnen erzeugte Panikstrahlung wäre die Menschheit machtlos. Paitäcc muss nur dafür sorgen, dass von den Dauererregten an Bord der Schiffe keine Gefährdung für die eigenen Leute ausgeht.

Im Lichtwirt-System nehmen Bull und seine Begleiter über das "Große Sprachgitter" Kontakt mit den Spenta auf. Die Energiewesen erweisen sich als nicht sehr umgänglich. Sie argwöhnen, dass die Terraner ihre Sonne nach der Entfernung von ARCHETIMS Korpus mit weiteren Superintelligenzen-Leichen verunreinigen werden. Bull ist auf diese Situation vorbereitet. Er lässt die Spenta seine Gedanken lesen und teilt eine Erinnerung mit ihnen, die eigentlich von Perry Rhodan stammt und die er sich via Hypnoschulung hat "implantieren" lassen. Es geht um den ersten Einsatz des Hyperinmestrons am 9. Juli 2405. Damals wurden der Sonnensechseck-Transmitter von Andromeda und zahlreiche weitere Sterne durch eine Antisonne vernichtet. Bull lässt durchblicken, dass die Terraner genauso mit dem Lichtwirt-System verfahren könnten. Daraufhin gehen die Spenta auf seine Forderungen ein. Bull muss jedoch ein Pfand zurücklassen: Einen Terraner. Die Wahl fällt auf Prester Jellicoe, dessen Gehirn durch den Mentalkontakt irreparabel geschädigt wurde. Bull erkennt, dass Chourtaird den Mann aus genau diesem Grund mitgenommen hat. Kurz vor der Abreise erfährt Bull von Isgrun, dass ARCHETIM in diesem Moment aus Sol entfernt wird.

Durch ARCHETIMS Extrahierung entsteht eine emotionale Flutwelle, die alle Bewohner des Solsystems mit unendlichem Schmerz erfüllt. Auf diesen Moment hat Paitäcc nur gewartet.

Kommentar:

Man merkt sehr deutlich, dass die Endphase des Zyklus begonnen hat. Die Dinge geraten endgültig in Bewegung. Die Solsystem-Handlungsebene ist sowieso mein Favorit, und jetzt wird's richtig spannend. Ich frage mich nur, wie die 40.000 Zapfenraumer es geschafft haben, unbemerkt ins Solsystem einzufliegen und sich auf Neptun zu verstecken.

Mir scheint, die Protagonisten sind Marc A. Herren wichtig. Es ist ihm daran gelegen, ihnen Tiefe und Profil zu verleihen, ihnen neue Aspekte abzugewinnen und sie damit dem Leser näherzubringen. Ich finde, das gelingt ihm in diesem Roman wieder einmal gut. Die Art und Weise wie Bully mit Prester Jellicoe umgeht ist ein sehr schönes Beispiel dafür. Mit seiner Lebenserfahrung und seiner etwas kumpelhaften Art gelingt es Bully problemlos, den mit Vorbehalten und Ängsten ringenden Jellicoe auf seine Seite zu ziehen. Solche Momente, bei denen sich der Autor an den Grundsatz "show, don't tell" hält, lassen Hauptfiguren erst so richtig lebendig werden.

Dazu gehört auch das Geplänkel zwischen Bully und Shanda. Ich glaube ja immer noch, dass zwischen den beiden was gehen könnte. Aber da ist ja noch Fran Imith. Es wäre schön, wenn bald mal zu erfahren wäre, was aus ihr geworden ist und wie Bully zu ihr steht.

Prester Jellicoe, der Mikromanager, wird von Marc kunstgerecht gevoltzt. Das war mir irgendwie von Anfang an klar. Dem Mann stand das Wort "Redshirt" geradezu auf die Stirn geschrieben. Ich kenne solche Vorgesetzten, die nicht delegieren können, sich in das Tagesgeschäft einmischen, dabei nur für Ärger sorgen und ihre eigentlichen Aufgaben vernachlässigen, nur zu gut! Ich frage mich, zu welchem Zweck die Spenta ihn als Pfand haben wollen, d.h. wozu sie überhaupt ein Pfand brauchen. Ein Pfand hinterlässt man, wenn man eine Bedingung erfüllen soll, um das Pfand später wieder auslösen zu können. Meinen die Spenta etwa, die Terraner würden darauf verzichten, das Lichtwirt-System zu zerstören, nur weil sich einer von ihnen noch dort befindet? Das wäre ganz schön naiv.

Kleiner Gag am Rande: Bully blufft mit den in der Datei KHS-54-58/0288-PR gespeicherten Erinnerungen Perry Rhodans über den Einsatz der RAWANA...

J. Kreis, 26.01.2013


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Gastkommentar von B. Kunst (01.02.2013):

Nur eine kleine Anmerkung: wie die Zapfenraumer nach Neptun kamen, wird in einer Erinnerung von Paitäcc auf Seite 43 erwähnt: nachdem die KOKOLLUN unbemerkt abgetaucht war, hatten die Baddak ein Transitparkett installiert, über das die Zapfenraumer wechseln konnten.
Sie müssten dort also schon seit der Versetzung des Sol-Systems "ruhen".



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