PR 2683
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Perry Rhodan Nr. 2683: Galaxis im Chaos

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Das Multiversum-Okular, Ennerhahls Lichtzelle, MIKRU-JON und die verbliebenen Beiboote der BASIS verlassen die Anomalie. Ungefähr zur selben Zeit erreicht das Weltenschiff das Redondo-System. Die Schlacht zwischen dem Reich der Harmonie und der von den Unharmonischen unterstützten Superintelligenz QIN SHI ist entschieden. Craton Yukks zusammengeschrumpfte Flotte flieht. QIN SHI verleibt sich die Entität SIL ein. Perry Rhodan und die Seinen geraten zwischen die Fronten, denn der Schutz des Multiversum-Okulars hat für Raphael oberste Priorität; die Kugelzellen setzen sich mit einer Nottransition ab, ohne auf die noch nicht flugbereiten anderen Schiffe zu warten. Nachdem Alaska Saedelaere die Beschwerden, die auch ihm das Ritual des Aufbruchs bereitet, überwunden hat, eilt er den terranischen Einheiten zu Hilfe. Das mit Kosmokratentechnik vollgestopfte Weltenschiff hält die gegnerischen Kampfraumer so lange in Schach, bis die Terraner und die Lichtzelle genug Fahrt für den Wechsel in den Überlichtflug aufgenommen haben.

Am vereinbarten Treffpunkt tauschen Perry Rhodan und Alaska Saedelaere Informationen aus. Noch hat QIN SHI die Galaxie Escalian nicht völlig unter Kontrolle, denn in der dezentralen Verwaltungsstruktur des Reiches gibt es keine Hauptregierungswelt, die von der Superintelligenz erobert werden könnte. Es wird angenommen, dass Kanzler Melwai Vedikk QIN SHIS nächstes Angriffsziel sein wird. Um ihn zu schützen, brauchen die Terraner die Hilfe Craton Yukks. Der Flottenkommandant wird kontaktiert, muss aber erst den Schock der Niederlage und das Misstrauen gegen die nicht mit einem Splitter TANEDRARS ausgestatteten Fremden überwinden. In der Zwischenzeit wird klar, dass sich QIN SHIS Truppen in der Teilgalaxie Dranat sammeln. Die Weltengeißel entvölkert einen Planeten nach dem anderen, und offensichtlich hat es die feindliche Superintelligenz auf Sholoubwas Steuerwelt abgesehen.

Landetruppen der Xylthen haben den Verwaltungspalast bereits geentert. Ennerhahl vernichtet über die Hälfte einer kleinen Flotte, die Melwai Vedikks Station belagert. Der Rest flieht. Perry Rhodan ist zwar nicht begeistert über Ennerhahls kompromissloses Vorgehen, aber der Erfolg gibt ihm Recht: Melwai Vedikk wird gerettet und zu Craton Yukk gebracht. Er ist derzeit allerdings nicht handlungsfähig und muss sich in der Krankenstation erholen. Ennerhahl fliegt mit der Lichtzelle davon, denn seine Hauptaufgabe besteht darin, Delorian Rhodan zu finden. Perry Rhodans Ziel ist die Suche nach QIN SHI, auch wenn ihm klar ist, dass er gegen die Superintelligenz nichts ausrichten kann.

Am 9. Januar 1470 NGZ fliegt das Weltenschiff (MIKRU-JON und die SCHRAUBE-B stehen in einem Hangar) zu Steuerwelt I. Unterwegs meldet sich wieder einmal der mit seinem jetzigen Träger unzufriedene Anzug der Universen und sagt, "sie" sei ganz in der Nähe. Der Planet wird von 12.000 Zapfenraumern abgeriegelt. Alle Kristallkugeln QIN SHIS befinden sich im Orbit. Sie sind durch Energiefäden mit Sholoubwas Turm verbunden. QIN SHI erscheint und schickt sich an, die Menschen geistig zu unterjochen. Eroin Blitzer, der gegen die Beeinflussung immun ist, bringt das Weltenschiff in letzter Sekunde in den Hyperraum.

Kommentar:

Viele Schreibfehler, unvollständige Sätze und Verwechslungen (Weltenschiff statt Lichtzelle) schon auf den ersten Seiten. Das war keine gute Einstimmung auf einen an sich schon nicht besonders fesselnden Roman.

Dass sich QIN SHI für Sholoubwas Steuerwelt interessiert, verwundert nicht. Der Konstrukteur war ja im Auftrag der Superintelligenz tätig. Diese wird jetzt wohl die Früchte seiner Arbeit ernten wollen. Rhodan sagt selbst, er sei im Reich der Harmonie so ungefähr in derselben Lage wie bis vor kurzem in Chanda. Sehr richtig. Ihm fehlen ganz einfach die Machtmittel, um in irgendeiner Weise gegen QIN SHI vorzugehen. Im Moment kann er nur beobachten. Das wird solange weitergehen, bis die Autoren mal wieder einen Deus ex Machina aus dem Zylinderhut hervorzaubern, irgendeine Superwaffe oder ein sonstiges Mittel, mit dem QIN SHI doch noch bezwungen werden kann. Einen anderen Ablauf kann ich mir nicht vorstellen. Übrigens: Perry Rhodan ist doch - genau wie Ennerhahl - dauernd im Auftrag von ES unterwegs und muss die Kastanien aus dem Feuer holen. Warum überlässt ES ihm nicht auch mal so tolle Spielzeuge, wie Ennerhahl sie offensichtlich erhalten hat?

Apropos Ennerhahl. Der gute Mann sollte sich seine moralische Entrüstung lieber sparen. Er beobachtet, wie die Xylthen beim Angriff auf den Verwaltungspalast all ihre Möglichkeiten ausnutzen, um ihre Gegner schnellstmöglich zu besiegen. Es ist zwar nicht gerade ehrenvoll, einem von den Dosanthi in die Flucht geschlagenen Gegner in den Rücken zu schießen, aber das werden die Xylthen wohl kaum aus schierer Bösartigkeit getan haben. Sie hatten Befehle auszuführen und wollten das Risiko für sich selbst minimieren. Was sonst würde ein Soldat im Krieg wohl tun? Jedenfalls regt sich Ennerhahl mächtig auf und will derartiges nicht dulden. Also nutzt er seine Überlegenheit und vernichtet 89 Xylthenschiffe auf einen Schlag, bei der Befreiung des Kanzlers tötet er jeden Gegner, den er sieht. Warum? Weil er schnell zum Ziel und das Risiko für sich bzw. den Kanzler minimieren will. Wo ist also der Unterschied zwischen ihm und den Xylthen? Wer ist in der moralisch besseren Position? Ennerhahl behauptet, die Verteidiger des Palasts hätten keine Chance gehabt, den Kampf zu vermeiden. Woher will er das wissen? Vielleicht wurden sie vor dem Angriff aufgefordert, sich zu ergeben, haben das aber verweigert?

Wen mag der Anzug der Universen mit "Sie" meinen? Vermutlich Samburi Yura, schließlich war das zickige Kleidungsstück schon einmal der Meinung, in ihr eine bessere Trägerin gefunden zu haben - ein Irrtum, wie sich herausgestellt hat, denn anstelle von Samburi Yura ist Rhodan damals Anaree begegnet. Gut möglich, dass Frl. Samburi ganz in der Nähe ist und gut getarnt beobachtet, was QIN SHI, Rhodan, Ennerhahl und all die anderen in Escalian so treiben. Wenn sie nicht gar die Fäden aus dem Verborgenen heraus zieht...

Sollte Gesil wirklich identisch mit oder ein Bestandteil von SIL gewesen sein, dann hat sie in diesem Roman ihr endgültiges Ende gefunden.

J. Kreis, 20.01.2013


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Claus (22.01.2013):

Dass Ennerhahl eindeutig für ES arbeitet, muss ich in einem früheren Heft wohl überlesen haben.
Ich scheine auch nicht aufgepasst zu haben, was der Unterschied zwischen verschiedenen Superintelligenz- Leichen ist. Gon-Orbhon, die werdende Superintelligenz, fand ARCHETIM recht schmackhaft. Warum nicht QIN SHI die anderen?
Und immer diese merkwürdigen Entscheidungen von ES und seinen Dienern. Für ES scheint ja das Solsystem und ARCHETIM nicht mehr wichtig zu sein. Warum kann der Anzug, Raphael oder Ennerhahl nicht einfach denken "Rhodan ist ein Ritter der Tiefe und die Nummer eins bei ES Dienern. Ich höre jetzt auf ihn"?
Der Anzug ist vor Samburi Yuras Geburt entstanden und wurde für Komplikationen im Arresum Zyklus in Reserve gehalten. Ich halte Samburi Yura als gesuchte für unsinnig. Aber die Autoren haben wohl keine Alternative...
Überhaupt ist Samburi Yura gegen Rhodan und Saedelaere ein junger Hüpfer. Ich finde, dass die älteren ihr mal gehörig den Kopf waschen sollten.
QIN SHI bekommt nicht mit, dass alles was er sucht, unmittelbar in seiner Nähe im Miniaturuniversum ist aber das Weltenschiff schon?



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