PR 2677
© Pabel-Moewig
Verlag GmbH,
Rastatt



Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2676 «
» PR 2678 »
Perry Rhodan Nr. 2677: Rhodans Entscheidung

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Kaowens 50.000 Einheiten starke Flotte ist unterwegs zum Sammelpunkt des Verzweifelten Widerstandes. Mondra Diamond und Gucky versuchen die RADONJU zu sabotieren und Kaowen zu töten, geraten dabei aber nur selbst in Gefahr und werden gejagt. Sie hätten sich die Mühe sparen können, denn Ramoz verfolgt insgeheim einen rücksichtslosen Masterplan. Als die Xylthen den Sammelpunkt erreichen, lenkt die Seele der Flotte die unbemannten, nicht voll einsatzfähigen Sternraumer als gigantische Bomben mitten in die feindliche Flotte. 30.000 Xylthenschiffe werden ausradiert, der Rest flieht. Dass auch einige Raumer des Widerstands vernichtet werden, betrachtet Ramoz als hinnehmbaren Kollateralschaden. Der Triumph wird ihm etwas vergällt, als sich Högborn Trumeri wieder einmal bei ihm meldet und ihm die Reduktion androht. Für Ramoz steht fest: Der Oracca muss sterben.

Auch Perry Rhodan hat einen Entschluss gefasst. Er will Chanda verlassen und QIN SHI in die Anomalie folgen. Zuvor müssen aber Mondra und Gucky gerettet werden. Ennerhahl ist hierbei keine Hilfe, er begibt sich umgehend zur Anomalie. Es gelingt Nemo Partijan, die nächsten Ziele der Weltengeißel zu ermitteln. Eines davon ist das Obliga-System, eine wichtige Xylthen-Zuchtstätte. Rhodan begibt sich mit MIKRU-JON dorthin. Die RADONJU ist bereits vor Ort. Kaowen erkennt, dass es nur eine Möglichkeit gibt, die lästigen Eindringlinge loszuwerden. Er leitet die Selbstzerstörung seines Flaggschiffes ein und schickt sich an, es mit einem Beiboot zu verlassen. Zu diesem Zweck muss er allerdings aus der durch einen Anti-Psi-Schirm gesicherten Zentrale hervorkommen. Gucky kann ihn espern. Er teleportiert mit Mondra in das Beiboot. Mondra erschießt den Xylthen ohne zu zögern, kurz danach explodiert die RADONJU.

Inzwischen hat Ramoz MIKRU-JONS Systeme gehackt und den Standort der mit Guckys Peilsender bestückten ORA herausgefunden. Sofort fliegt Ramoz das Versteck von Trumeris Schiff an und vernichtet dieses. Somit ist er endlich sein eigener Herr, und mit der Sternraumerflotte hat er das größte Machtmittel Chandas in der Hand. Mit seiner Hilfe kann Rhodan die Weltengeißel aus dem Obliga-System vertreiben. Gucky und Mondra kehren zu MIKRU-JON zurück. Gemeinsam mit der Sternraumerflotte geht es nun zur Anomalie, wo Ennerhahl wartet. Auch die Weltengeißel beabsichtigt offensichtlich, in die Anomalie einzudringen. MIKRU-JON wird von der Lichtzelle aufgenommen, die sich mit der BASIS-Kugel zusammenschließt. Während die Sternraumer die bei der Anomalie versammelten Xylthen in Schach halten, fliegen alle drei Schiffe in die Anomalie ein. Irgendwie scheint QIN SHI mit der Anomalie verschmolzen zu sein. Rhodan und seine Begleiter unterliegen plötzlich einem Fremdeinfluss.

Ramoz plant die Machtübernahme in Chanda. Er weckt Kaowens komatösen Originalkörper, denn er kann die Hilfe des ehemaligen Protektors brauchen, um die Galaxie ganz unter Kontrolle zu bekommen.

Kommentar:

Perry Rhodan überlässt Chanda sich selbst bzw. Ramoz. Das ist zwar mit Sicherheit nicht gut für die bisher von QIN SHI geknechtete Galaxie, aber es ist akzeptabel, denn Rhodan kann hier nichts mehr ausrichten. Er lässt aber auch die Beiboote der BASIS im Stich, die in PR 2600 geflohen sind. Wurde irgendwann geklärt, was aus ihnen geworden ist? In diesem Heft wird jedenfalls mit keinem Wort darauf eingegangen. Egal: Der Viererblock ist zwar noch nicht zu Ende (es folgt zweifellos noch QIN SHIS Lebensgeschichte), aber es besteht wenigstens Hoffnung, dass wir niemals wieder etwas von der Nervensäge Ramoz werden lesen müssen. Das ist doch erfreulich.

Manchmal frage ich mich, ob Christian Montillon auch mal darüber nachdenkt, was er schreibt. Da kotzt Gucky mit geschlossenem SERUN über Mondras Beine, und Kaowen ballt - ebenfalls im geschlossenen Schutzanzug - die Hände, so dass sich die Nägel in die Handflächen bohren. Vielleicht haben Xylthen-Schutzanzüge ja Fäustlinge? Ramoz meint, er habe seine Selbstmordaktion nicht mit den Verbündeten koordinieren können. Dabei hätte es völlig ausgereicht, es ihnen einfach nur zu sagen. Högborn Trumeri bringt nicht mehr zustande, als finstere Drohungen auszustoßen. Sein "ultimatives Machtmittel" erweist sich als Windei. Kaowen verhält sich so unglaublich dumm, dass man meinen könnte, sein Verstand habe durch die mehrfache Wiedergeburt gelitten...

Aber ich will diesen Doppelroman gar nicht weiter kommentieren. Je schneller man ihn vergisst, desto besser. Stattdessen komme ich auf den Kommentar zu PR 2675 zurück. Dort habe ich eine Parallele zur Tefroder-Trilogie erwähnt. Im von Hartmut Kasper verfassten dritten Tefroder-Taschenbuch wird die Galaxie Pau erwähnt. In PR 2675 hat die Ursprungswelt der Zopai denselben Namen. Ich hatte angenommen, hier sei Kasper ein Fehler unterlaufen, d.h. ich war der Meinung, es handele sich um eine zufällige Namensgleichheit. Jetzt bin ich nicht mehr so sicher, denn im selben Taschenbuch heißt es, die Spenta (!) seien ein in der Galaxie Zomoot beheimatetes raumfahrendes Volk. Wenn ich nun noch bedenke, dass ein Volk - oder ein Zusammenschluss vieler Völker/Entitäten - in der Tefroder-Trilogie den Namen "Schema" trägt (das ist ein anderes Wort für "Muster") dann kann ich kaum noch an einen Zufall glauben. Ist das Schema womöglich dasselbe wie das in PR 2675 erwähnte Muster der Superintelligenzen?

J. Kreis, 08.12.2012


« PR 2676 «
» PR 2678 »






Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Gastkommentar von Ulrich Werth (11.12.2012):

@Phil: ich befürchte CM wird Band 2700 als Expose-Autor schreiben. Ich weiß, das ist eine Horror-Vorstellung, aber mein Gefühl trügt mich selten.


Gastkommentar von Phil (08.12.2012):

Hi Jo, ich bin neu hier und habe hier eine Kritik zum letzten Montillon-Band 2677, die ich einfach loswerden MUSS. Wäre cool, wenn du sie online stellen könntest - ich hoffe, sie ist nicht zu hart (und zu lang!), aber das musste einfach mal raus. Bin jetzt noch wütend ... Ok, hier ist sie:

Infolge einer chronischen und höchstwahrscheinlich nicht mehr heilbaren Montillon-Verstimmung muss ich mir jetzt auch mal Luft machen: Ich kann diesen Schreiber nicht mehr lesen. Ich kann es nicht mehr. Unmöglich. Deswegen hier, um ein Lieblingswort von CM zu verwenden, mein "Requiem" bzw. "Abgesang" auf ihn; PR 2677 war mein letztes Heft, auf dem sein Name steht. Das war's. Reiner Selbstschutz. Aber vorher muss ich mich erleichtern:
Montillon ist wohl die Bild-Zeitung unter den heutigen PR-Autoren: Knackige Titel ("Rhodans Entscheidung", "Das Schema des Universums", "Requiem für das Solsystem" etc.) und reißerische Kapitelüberschriften ("Abgesang", "Konfrontation", "Die Choreografie des Untergangs" in diesem Roman oder auch sehr beliebt "Endspiel" in unzähligen vorherigen) versuchen den Leser zu fangen, und dann erwartet selbigen doch nur belangloses Reißbrett-Geschwafel. Ich kann das Wort "Requiem" nicht mehr hören!
Und dann die Dialoge. Guter Gott! Diese Rede-Zeilen aus den tiefsten Tiefen der Schema-F-Pulp-Hölle würden jedem B-Movie-Drehbuchautoren die Schamesröte ins Gesicht treiben, keine Frage. Warum hört es sich bei CM immer so an, als würden sich gerade Moses und Rambo unterhalten? Oder Gandalf und Graf Dracula?
Und dann diese Inneren Monologe! Warum bestehen bei CM immer zwei Drittel jedes Romans aus inneren Reflektionen, aus Gedankenspielen der Figuren, die sowohl für die Handlung als auch die Figurenzeichnung als auch die Dramaturgie noch nutzloser sind als ein gestauchter Zeigefinger? Und schon mal jemandem aufgefallen, dass bei diesen Inneren Monologen fast jeder Satz mit einem Fragezeichen endet? Das Schema ist immer das gleiche: Was war hier los? Konnte es sein, dass ...? War vielleicht doch ...? Oder irrte er sich, und es war vielmehr ...? Aber selbst wenn, konnte er nicht ...? Etc. Des Weiteren finden diese Monologe meist an Stellen statt, an denen selbst der oberflächlichste Leser längst weiß, was Sache ist, was die Sinnlosigkeit dieses Stilmittels noch himmelschreiender macht.
Als Nächstes: Warum muss CM immer alles erklären? Warum kann er seine Figuren nicht einfach mal handeln lassen, ohne danach in einem genau! Inneren Monolog alles noch mal durchzukauen? Traut CM seinem Leser nichts zu? Schreibt er zu viele Kinder- und Jugendromane nebenher (bei denen diese Erklärwut verständlich ist), dass er bei PR nicht mehr die Kurve zu einem anderen Stil kriegt? (Habe ich so viel CM gelesen, dass meine Inneren Monologe jetzt auch alle mit einem Fragezeichen enden? Allmächtiger!) Ebenso ärgerlich ist dies bei seinen Dialogen. Nicht genug, dass sie, wie oben bereits gesagt, an Plattheit nicht zu überbieten sind, nein, auch diese muss er im Anschluss noch mal erklären! (Als Beispiel sei hier der Dialog zwischen PR und Ramoz auf den Seiten 8 und 9 des aktuellen Hefts genannt, bei dem sich mir vor Widerwillen Achtung, CM-Vergleich vor Wut die Fingernägel in die Heftseiten gekrallt haben.)
Womit wir beim nächsten Thema wären: Vergleiche und Metaphern. Jesusmariamuttergottes. Jeder weiß, dass gute und passende Vergleiche nicht einfach sind; das Gute ist aber, dass sie ein rein fakultatives Stilmittel sind, das heißt, man hat als Autor die Wahl, mit ihnen zu arbeiten oder nicht. Deswegen hier der Appell: CM, lass es sein! Bitte! Oder denkst du wirklich, dass das hier lesenswert ist? "Das Geräusch erinnerte an das Brechen eines Knochens. Es tropfte in die Stille wie Blut in den Schmutz eines Schlachtfeldes." (Zur Erinnerung: Es geht hier um das simple Knacken eines Gelenks, als sich Kaowen umdreht ...) Oder auch sehr schön: "Er schlug auf und spürte es kaum, weil seine Beine nach wie vor wie Maden im Feuer verdorrten. Himmel, hab ich gelacht! Oder: ...die Gliedmaßen streckten sich, als würden unfassbare Gewichte an ihnen ziehen." Unfassbare Gewichte! Guter Gott! Und abgesehen von der unfreiwilligen Komik: Schon mal jemandem aufgefallen, dass nahezu alle Vergleiche von CM aus dem Bereich Blut/Gewalt/Schleim/Ekel/Krieg kommen? Nicht, dass ich hier als Gewaltverächter verstanden werde, gegen gut gesetzte Schocks habe ich überhaupt nichts, aber vielleicht sollte mal jemand CM das Wort "inflationär" erklären. Oder das Wort "plakativ" Oder den Vergleich: "so platt und substanzlos wie das Erbrochene eines Wiederkäuers auf der viel befahrenen Ausfallstraße ins Nichts."
Und dann seine immer wiederkehrenden Hau-Drauf-Floskeln. Warum habe ich bei CM immer den Eindruck, jeden Ausdruck/jeden Vergleich/jede Formulierung schon hundertmal irgendwo gelesen haben, vorzugsweise zur Schulzeit in den 80ern bei Stephen King/Peter Straub, Clive Barker? Und was soll neuerdings sein Bibelsprech? Warum sagen Leute so Dinge wie "So sei es!"? Warum schreibt CM ZWEImal in PR 2677 "Und er sah, dass es gut war."?
Auf die ganzen logischen Fehler (Kotzen bei geschlossenem SERUN etc.) will ich jetzt gar nicht eingehen, das hast du schon in deiner Rezension gemacht. Bleibt mir nur zu sagen, dass ich keine Lust mehr auf diesen Kleinkinder/Bild-Zeitungs/C-Movie-Stil von CM habe, und hoffe, dass er infolge seiner neuen Tätigkeit als Expose-Autor tatsächlich weniger Romane schreibt. (Warum eigentlich schreibt der schlechteste Autor des Teams die meisten Romane? Oder hängt das gar zusammen?)
Und dass die Könner Themsen, Vandemaan oder Herren diese Hefte übernehmen.
Himmel, jetzt geht es mir besser.



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)