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Perry Rhodan Nr. 2674: Das Reich der Angst

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Es gibt eine Schwachstelle in der Raumüberwachung des Weltenkranz-Systems. Alle eingehenden Informationen werden über das Thauta Theann (das Informationskabinett) an die Akademie für Logistik auf Druh weitergeleitet. Ein von Shanda Sarmotte geleitetes Team, bestehend aus den Agenten Odo Ollowa und Daniil Veriaso, dem TARA-Kampfroboter Stainless Stan sowie Toufec, soll das Thauta Theann ausschalten. Über das Transitparkett im TLD-Tower werden sie ins Weltenkranz-System versetzt. Gegenstation ist ein Parkett in einem Taychour (einem Meditationszentrum) auf Druh. Der Einsatz wird durch die Mobilität des Informationskabinetts erschwert. Es bleibt nie am selben Ort und muss zunächst einmal gefunden werden. Bei der Suche begegnet das Team mehreren riesigen Mechanopoden. Diese Roboter scheinen Gefühle aufnehmen und verstärken zu können. Als Odo Ollowa einen Mechanopoden näher untersuchen will, stirbt er buchstäblich vor Angst. Auch Veriaso und Shanda werden beeinflusst. Stainless Stan wird allmählich durch gegnerische Nanomaschinen aufgelöst. Nur Toufec bleibt unbeeindruckt.

Das Thauta Theann entpuppt sich als ein in einem Quader mit 80 Metern Kantenlänge untergebrachtes biomechanisches Gehirn. Stainless Stan wird in die Nähe des Quaders gelenkt. Dort löst der Roboter die Selbstzerstörung aus, wodurch auch das Informationskabinett vernichtet wird. Prompt erscheinen mehrere Kampfgleiter. Zofe Irriv spricht die Eindringlinge an. Veriaso versucht zu fliehen und wird abgeschossen. Shanda und Toufec begeben sich in Gefangenschaft. Am 4. Dezember 1469 NGZ stehen sie Paichander gegenüber, dem Dekan der Akademie für Logistik. Jenem Sayporaner also, der die Geschicke seines Volkes seit einiger Zeit zum Schlechteren lenkt und für QIN SHI arbeitet. Der uralte Sayporaner besteht aus Körperteilen verschiedener Wesen und muss sich permanent in einem als Uteral bezeichneten Lebenserhaltungssystem aufhalten. Er ist sehr interessiert an den Körpern seiner Gefangenen, vor allem an ihren Gehirnen. Er würde Teile davon gern inkorporieren. Shanda ist wenig begeistert und lehnt ab.

Shanda und Toufec unternehmen einen Fluchtversuch, werden aber rasch eingefangen und erneut zu Paichander gebracht. Er deutet an, es sei ihm gelungen, QIN SHI so zu manipulieren, dass die Superintelligenz quasi zu seinem Handlanger geworden sei. Er bietet seinen Gefangenen, deren besondere Fähigkeiten er durchaus erkannt hat, eine Zusammenarbeit an. Sie sollen dem Expeditionsleiter Coursterc bei der Bergung einer Superintelligenzen-Leiche helfen. Der Korpus soll dann zur Ephemeren Pforte gebracht werden, einem Schwarzen Loch, über das der Korpus in die Matrix der Anomalie eingespeist werden kann. Nur so kann die Anomalie stabilisiert werden, und das wäre im beiderseitigen Interesse. Shanda und Toufec willigen ein und brechen mit einer Sternengaleone nach Zyorin Zopai auf. Shanda wird das unangenehme Gefühl nicht los, dass dieser scheinbar unerwartete Missionsverlauf von Delorian Rhodan und Toufec geplant war...

Kommentar:

Ich-Erzählerin Shanda Sarmotte gewinnt weiter an Format, aber leider ist das auch schon alles, was ich an Positivem über den Roman vermelden kann. Wahrscheinlich wird aus Shanda und Bully doch nichts (Shanda möchte Fran nicht im Weg sein - die Gute lebt also offenbar immer noch), aber vielleicht geht ja was zwischen ihr und Toufec? Ach wie so trügerisch sind Frauenherzen!

Ansonsten steckt der Roman voller Fragezeichen.

Warum wird eine äußerst unerfahrene junge Frau mit der Leitung einer eminent wichtigen Mission betraut, und warum werden nicht weit mehr Einsatzkräfte über das Transitparkett nach Druh geschickt? Wusste Chourtaird etwa nicht, was dem Team auf Druh bevorsteht? Wenn nein, warum nicht? Wenn er es wusste, warum hat er niemanden gewarnt?

Warum fordert Shanda nicht sofort Kampfroboter-Unterstützung an, nachdem sie erkannt hat, dass nicht nur Lebewesen auf Druh mit ganz besonderen Problemen zu kämpfen haben, sondern auch der einzige Roboter, den das Team dabei hat?

Wenn das Informationskabinett die einzige Stelle ist, von der die Akademie für Logistik Informationen von der Raumüberwachung erhält (und warum ist das überhaupt der Fall? Für eine so wichtige Stelle muss es doch ein Notfall-Backup geben?), warum wird das Ding dann nicht viel massiver geschützt als durch ein paar Riesenroboter, die Angst ausstrahlen?

Wie glaubhaft ist es, dass die Sayporaner auf Druh, einer ja keineswegs unwichtigen Welt, ein Hintertürchen für Eindringlinge offen lassen? Werden die Transportvorgänge nicht zentral überwacht? Offenbar wurde die Ankunft von Shandas Team ja auch durchaus bemerkt - aber warum kommen dann nur ein paar Gleiter, die sich leicht abschütteln lassen? Gut - das Team hat Pazuzu dabei, aber trotzdem...

Warum fällt Zofe Irriv auf den ältesten Trick der Welt herein (Gefangene stellen sich krank), oder war das wirklich nur ein merkwürdiger Test, dem die Gefangenen unterzogen werden sollten? Wenn ja, welchen Sinn sollte er haben?

Warum schickt Choursterc mal eben zwei Gefangene, die ihm kurz zuvor einen empfindlichen Schlag versetzt haben, auf eine superwichtige Mission? Was hätte er denn getan, wenn ihm die zwei Leute nicht in die Hände gefallen wären? Wäre die Bergung des SI-Korpus dann etwa nicht möglich gewesen?

J. Kreis, 18.11.2012


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Gastkommentare

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Gastkommentar von Heribert Pott (18.11.2012):

Die äusserst unerfahrene junge Frau ist bemerkenswert umemotionslos und schnell über den Tod des Spezialisten hinweggekommen, den sie durch eben ihre Unerfahrenheit verschuldet hat.
Alles in allem leider eine vor Unlogik strotzende Handlung. Die Rolle des ständigen Deus-ex-Machina Pazuzu ist dabei auch nur eine Krücke, was können die Nanogenten eigentlich nicht, wenns drauf ankommt?
Und das geheimnisvoll arabische Flair des Toufec durch ein paar erstbeste Zitate von der erstbesten Google-Seite "arabische Sprichwörter" (http://www.bk-luebeck.eu/sprichwoerter-arabische.html) zu erzeugen, heisst es sich doch etwas zu einfach zu machen.
(Von dort: Die Hunde bellen, doch die Karawane zieht weiter.. )



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