PR2673
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Perry Rhodan Nr. 2673: Das 106. Stockwerk

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Flemming Burnett ist Koko-Interpreter für AGENT GREY, die Zentralpositronik des TLD. Sein Arbeitsplatz ist der TLD-Tower. Ab 1458 NGZ arbeitet er mit Fydor Riordan zusammen, dem damaligen stellvertretenden Leiter der "Abteilung Terra Intern". Er verfolgt Riordans Aufstieg und wird von ihm mit der Halbferronin Ve Kekolor zusammengebracht, in die er sich verliebt. Burnett erkennt nicht, dass beide ihn nur ausnutzen und für ihre eigenen Zwecke einspannen. Attilar Leccore tritt im Jahre 1465 NGZ die Nachfolge des verstorbenen TLD-Chefs Noviel Residor an. Riordan behauptet, die Terminale Kolonne TRAITOR sei dabei, die Milchstraße mit Koda Ariel zu unterwandern. Viele Menschen in wichtigen Positionen seien bereits durch Gestaltwandler ersetzt worden. Er äußert den Verdacht, Leccore sei einer von ihnen und übergibt Burnett ein Haar, das angeblich vom TLD-Chef stammt. Tatsächlich weist das Haar eine unbekannte DNS auf. Burnett ist nun davon überzeugt, dass er nur noch Riordan vertrauen kann und ihn im Kampf gegen die Invasoren unterstützen muss. Dabei sollen befreundete Fremdwesen helfen, die vor einiger Zeit im Solsystem erschienen sind: Die Sayporaner. Burnett erhält einen Datenkristall mit einem Programm, das er in AGENT GREY einspeist. Es sorgt dafür, dass die Positronik zwar Meldungen über die Aktivitäten der Sayporaner entgegennimmt, dann aber verändert und unterdrückt. So können die Fremden in aller Ruhe ihre Pläne durchführen.

Am 1. Dezember 1469 NGZ infiltrieren Reginald Bull, Shanda Sarmotte und Toufec und zwei Agenten den TLD-Tower, um die Rückeroberung einzuleiten und das Transitparkett sicherzustellen. Sie werden von Attilar Leccore unterstützt, der nach dem Fall der TLD-Zentrale in den Untergrund gegangen ist. Der Zugang zum Tower wird durch einen "mobilen Raum" möglich, der zurzeit als Toilette des Restaurants Nachtasyl in Sub-Terrania dient. Es gibt drei derartige Räume, die sich durch Stollen zum TLD-Tower bewegen können, aber nur dieser eine ist AGENT GREY nicht bekannt. Nachdem sich die Einsatzgruppe dort versammelt hat, setzt sich der Raum in Bewegung und dockt schließlich am legendären 106. Stockwerk des TLD-Towers an. Als Leccore versucht, eine Tür im TLD-Tower mit seinen persönlichen Codes zu öffnen, wird Alarm ausgelöst. Fagesy und Roboter greifen an, aber auch die Infiltratoren sind bewaffnet und haben einen umgebauten TARA-Kampfroboter namens Stainless Stan dabei. Sie wehren sich erfolgreich und entdecken einen Raum, in dem Klonkörper Riordans und Kekolors heranwachsen. Offenbar wurde den beiden Verrätern jene Art der Unsterblichkeit versprochen, die bereits Kaowen gewährt wurde.

Als Leccore zu Bulls Missfallen mit der Zerstörung der Klone beginnt, erscheinen wenig später erwartungsgemäß Riordan und Kekolor mit weiteren Truppen. Mit Pazuzus Hilfe bleiben Bulls Leute siegreich. Kekolor wird getötet, Riordan schwer verwundet. Burnett nimmt sich das Leben. Jetzt können terranische Einsatztruppen den TLD-Tower betreten. Nachdem die Situation unter Kontrolle gebracht wurde, besucht Leccore Riordan in dessen Sterbezimmer. Die beiden unterhalten sich über das bewusste Haar. Riordan nimmt sein Wissen über die Herkunft des Haares mit ins Grab. Leccore veranlasst, dass AGENT GREY das aufgezeichnete Gespräch löscht.

Kommentar:

Flemming Burnett wurde zwar getäuscht, aber das Haar stammt wirklich nicht von einem Menschen. Das beweist aber nicht, dass Leccore ein Koda Ariel ist, denn wir wissen ja nicht, ob es sein Haar ist. Höchstwahrscheinlich war Riordans Geschichte von der Unterwanderung der Menschheit durch TRAITOR-Gestaltwandler reine Erfindung. Eine Verschwörungstheorie, mit der er Burnett gefügig machen wollte, weil er jemanden brauchte, über den er an AGENT GREY herankommen konnte. Somit ist endlich die unerklärliche Blindheit des TLD gegenüber den sayporanischen Umtrieben auf Terra erklärt. Die Autoren scheinen einige Lücken im Handlungsgerüst des Zyklus erkannt zu haben - die werden jetzt nach und nach geschlossen.

Die DNS ist nach der Beschreibung auf Seite 45 komplex und verschachtelt, sie passt zu keinem der bekannten Milchstraßenvölker. Diese Beschreibung ist so ungenau, dass sie auch auf einen Sayporaner zutreffen würde. Warum veranlasst Leccore die Löschung des Gesprächs mit Riordan, wenn er kein Koda Ariel ist? Gibt es vielleicht noch ein weiteres, bislang nicht in Erscheinung getretenes Volk, das im Solsystem aktiv ist?

Abgesehen von diesen Informationen kann ich dem Roman nicht allzu viel abgewinnen. Es war vorherzusehen, dass der TLD-Tower erobert werden würde. Wie sonst sollten die Terraner ins Weltenkranz-System gelangen, wo sie zweifellos die alte Ordnung bei den Sayporanern wiederherstellen werden, so dass diese bereit sind, ihnen zu helfen? Flemming Burnetts Geschichte wird in Rückblenden erzählt. Es ist kaum zu glauben, dass sich ein TLD-Agent so leicht an der Nase herumführen lässt wie er. Aber er hatte es ja auch mit einer Telepathin zu tun. Um Ve Kekolor und Fydor Riordan ist es zwar ein bisschen schade, aber diesen beiden Figuren wurde ja sowieso nicht mehr allzu viel Aufmerksamkeit gewidmet.

J. Kreis, 11.11.2012


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Gastkommentare

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Gastkommentar von kidgforce (19.11.2012):

Schade, die Geschichte um Ve Kekolor und Fydor Riordan wurde total verschenkt. In einem halben Absatz bei einem Gefecht abgeknallt, ohne dass die lange aufgebauten Figuren irgendein Profil gewinnen. Hätte ich gerne aus deren Perspektive gelesen. Wenigstens bei dem naiven Kybernetiker konnen wir miterleben, aber auch da wird am Ende weggeblendet. Hat er echt geglaubt, jetzt kommt TRAITOR anmarschiert? Und woher hatte er ein Samuraischwert?
Interessant die Geschichte mit dem extragalaktischen Haar. Woher hatte Riordan das? Wahrscheinlich von den Sayporianern. Aber Moment, Sayporianer-Gene können es nicht sein, die haben ja keine spezifischen Gene, sondern einen wirren Mix. Haben die überhaupt Haare über ihren Porzellanschädeln?
Oder Fagesy-DNS? Müsste inzwischen bekannt sein.Und die Spenta dürften gar keine materiellen Gene haben. Also Leccore doch ein übriggebliebener Koda Ariel auf Tauchstation? Oder ganz was Neues? Merkwürdiges Verhalten Leccores am Ende jedenfalls. Gab es aber schon öfter, dass solche Schlüsse, die mordsmäßig was angedeutet haben, später einfach vergessen und unter den Tisch gekehrt wurden. Da war doch mal was mit einem jungen Offizier, dem Rhodan alle Eskapaden durchgehen ließ und der sich allein in seiner Kabine als Roboter herausstellte. Jemals wieder von dem gehört?



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