PR 2672
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Perry Rhodan Nr. 2672: Kosmische Agonie

Autor: Verena Themsen

Inhalt

Am 28. November 1469 NGZ erhält Homer G. Adams Besuch von Delorian Rhodan, mit dem er sich schon am 28. Mai 1463 NGZ erstmals getroffen hat. Damals hat Delorian ihn vor einer von Perry Rhodan ausgehenden Gefahr gewarnt. Delorian war und ist der Meinung, Perry Rhodan werde auf subtile Weise durch den Besitz des Polyport-Controllers manipuliert, und es sei die Aufgabe der Society of Absent Friends, das aufzufangen, was zu fallen drohe. Adams erfährt jetzt vom Umbau der BASIS. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, so verkündet Delorian, beginnt die eigentliche Zukunft.

Am selben Tag wird die erste reguläre Regierungssitzung nach dem Sturz des Umbrischen Rats durch eine beunruhigende Nachricht unterbrochen. Die Besatzung des Schweren Kreuzers HANNER TEKENBECK, zur Erkundung der feindlichen Sternengaleonen-Flotte jenseits des Sextadimschleiers unterwegs, hat herausgefunden, dass die Anomalie instabil wird und sich bereits verkleinert hat. Man nimmt an, dass die Anomalie in absehbarer Zeit zusammenbrechen wird, und dass der Sextadimschleier diese Störungen verursacht. Delorian Rhodan bestätigt diese Vermutung. Da eine Abschaltung des Schleiers nicht in Frage kommt, muss das Solsystem schnellstmöglich ins Standarduniversum zurückversetzt werden. Dazu wird die Hilfe der Sayporaner benötigt. Eine von Verteidigungsministerin Vashari Ollaron persönlich kommandierte Flotte macht sich deshalb auf den Weg ins Weltenkranz-System.

Gleichzeitig trifft sich Reginald Bull mit Chourtaird, denn die Spenta haben ARCHETIMS Korpus immer noch nicht aus Sol entfernt. Sollte ihnen das nicht bald gelingen, steht zu befürchten, dass die Verdunkelung der Sonne nie wieder rückgängig gemacht wird. Chourtaird nimmt Kontakt mit dem Explikator Chourwayrs auf. Nur er kann mit den Spenta sprechen. Der Umbrische Rat gibt seinen Segen dazu, nachdem Bull Anicee Ybarri klar gemacht hat, dass eine Bereinigung der Situation im beiderseitigen Interesse ist. Shanda Sarmotte belauscht die Kommunikation telepathisch. Die Spenta berichten von einem Siegel, das vermutlich seit Jahrmillionen in der Sonne existiert und die Bergung von ARCHETIMS Korpus verhindert.

In der Anomalie herrscht ein noch schlimmeres Chaos als bisher. Vashari Ollarons Flotte wird in kürzester Zeit durch die unterschiedlichsten hyperphysikalischen Katastrophen dezimiert, die Ministerin wird schwer verwundet. Ihr Schiff, die ZHENG HE, bleibt zwar einigermaßen flugfähig, aber eine Rückkehr ins Solsystem scheint illusorisch. Nur elf Schiffe überstehen die in der Anomalie tobenden Gravo-Schockwellen mit mehr oder weniger großen Schäden. Sie stoßen auf eine havarierte Sternengaleone und können sich mit dem Utrofar-Navigator Fernvaters Augerbe verständigen. Um die wichtige Mission vollenden zu können, auf der er sich befindet, braucht der Utrofar die Hilfe der Menschen - genauso wie sie seine Hilfe benötigen, um einen sicheren Weg aus dem Chaos heraus zu finden. Fernvaters Augerbe wird von der ZHENG HE übernommen. Er dirigiert die Galaktiker in eine sichere Region, das Loom-Land. Am 1. Dezember passiert ein Verband aus Sternengaleonen diesen Bereich. Die Schiffe transportieren den Korpus einer toten Superintelligenz. Durch dessen Ausstrahlungen erleiden alle Galaktiker einen Schock. Vashari Ollaron überlebt diesen Vorfall nicht.

Nachdem die Restflotte ins Solsystem zurückgekehrt ist, steht fest, dass das Weltenkranz-System nicht mit Raumschiffen erreicht werden kann. Delorian Rhodan schlägt eine Alternative vor. Im TLD-Tower muss sich ein Transitparkett befinden, das mit dem Heimatsystem der Sayporaner in Verbindung steht. Toufec soll den Terranern dabei helfen, die abgeschottete und unzugängliche unterirdische TLD-Zentrale zu betreten.

Kommentar:

Delorian Rhodan, dieser alte Intrigant, weiß offenbar ganz genau, bei wem er auf welche Knöpfe drücken muss. Wie der Vater, so der Sohn! Wenn ich den Roman richtig verstanden habe, dann wurde Adams von Delorian dazu gebracht, die BASIS wieder in Betrieb zu nehmen. Rhodans Sohn hat alles, was mir in PR 2600 sehr weit hergeholt vorgekommen ist, von langer Hand vorbereitet. Der von mir damals bemängelte Zufall war also gar keiner! Ob Delorian wusste, dass der Sextadimschleier die Anomalie zum Zusammenbruch bringen würde? Vielleicht wollte er die Terraner damit vor vollendete Tatsachen stellen und sie gleichzeitig unter Zeitdruck setzen. Das Ziel scheint in der Rückführung des Solsystems zu bestehen. Wie passt das aber dazu, dass Delorian, wie ich bisher angenommen habe, gemeinsame Sache mit Samburi Yura macht, um Mini-Universen zu erschaffen? Ist die Erde ein Störfaktor, oder soll sie in ein anderes Mini-Universum verfrachtet werden? Merkwürdig. Aber das ist auch gut so: Delorian bleibt undurchsichtig, seine wahren Absichten wurden noch nicht enthüllt. So kann man sich noch eine Weile den Kopf zerbrechen.

Was mag von Delorians Behauptung bezüglich seines Vaters zu halten sein? Ich gehe nicht davon aus, dass er sagen wollte, Perry Rhodan werde im Sinne einer vom anthurianischen B-Controller ausgehenden suggestiven Beeinflussung oder so manipuliert. Er scheint zu glauben, allein der Besitz dieses Geräts und der damit mögliche Zugriff auf das Polyport-Netz sei Manipulation genug. Delorian meint, Perry Rhodan oder vielmehr sein Streben nach den Sternen sei gefährlich. Das ist zweifellos richtig. Viele Gefahren, denen die Terraner in den 50 Jahren der PR-Serie ausgesetzt waren, wären ohne Rhodans Entdeckerdrang und seine Einmischung in "kosmische" Verwicklungen nie akut geworden. Aber ohne sie wäre die Serie vermutlich schon zu Ende. Deshalb sehe ich schlechte Aussichten für Delorians Versuche, all dem Einhalt zu gebieten... Wer mag das Siegel in der Sonne angebracht haben - wann und warum? Hatte Delorian dabei auch seine Hände im Spiel?

In diesem Roman ist einiges über Raumschlachten, hyperphysikalische Phänomene, Havarien und dergleichen zu lesen - viel Technik und Kommandosprache also. Daraus hätte bei bestimmten anderen Autoren ermüdendes Geschwurbel oder unerträglicher Technobabble werden können. Verena Themsen verleiht diesen Kapiteln aber eine andere Note, indem sie zeigt, was dabei mit den Menschen geschieht, wie sie um ihr Überleben kämpfen müssen und so weiter. Und so ist man am Ende tatsächlich ein wenig betroffen, wenn Vashari Ollaron, die in der Serie ja bisher fast überhaupt keine Rolle gespielt hat, doch noch stirbt. Gut gefallen hat mir auch Shanda Sarmotte. Die Figurenzeichnung weicht zwar einigermaßen von dem ab, was wir in PR 2542 über Shanda erfahren haben, aber Menschen entwickeln sich ja schließlich weiter. Ob da noch was geht zwischen ihr und Bully?

J. Kreis, 04.11.2012


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