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Perry Rhodan Nr. 2671: Das Weltenschiff

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Sholoubwa holt Alaska Saedelaere und Eroin Blitzer zu seiner Techno-Pyramide, denn er kann ihre Hilfe brauchen. Um wieder zu alter Größe und Genialität zurückzufinden, so erklärt er seinen "Gästen", muss er den Freien Raum erschaffen. Er steht kurz vor dessen Vollendung, und danach wird der Hyperwiderstand im Nahroin-System auf den normalen Wert absinken. Gleichzeitig muss das Weltenschiff, das als Ersatz für Sholoubwas in einer Asteroidenbasis befindliche Großpositronik dienen soll, aus seinem Versteck in den Freien Raum geholt werden. Eroin Blitzer soll diese Aufgabe übernehmen, wofür ihm die SCHRAUBE-B zur Verfügung gestellt wird. Als Gegenleistung will Sholoubwa bei der Suche nach Samburi Yura helfen.

Während Eroin Blitzer mit der SCHRAUBE-B unterwegs ist, unterhält sich Saedelaere mit Sholoubwa. Der Terraner wird dem Konstrukteur lästig, aber er muss am Leben gehalten werden, denn Sholoubwa hat erkannt, dass sich zwischen Saedelaere und Blitzer längst eine Freundschaft entwickelt hat. Sholoubwa will nicht riskieren, dass Blitzer im Fall von Saedelaeres Tod irgendwelche irrationalen Reaktionen zeigt. Blitzer erreicht das Versteck des Weltenschiffes, deaktiviert den Antiortungsschirm und steuert die SCHRAUBE-B in einen Hangar. Das Weltenschiff ist ein drei Kilometer durchmessender Kugelraumer, der aus den verschiedensten Bestandteilen besteht. Unter anderem wurde von Evolux gestohlene Technik verbaut.

Der Freie Raum entsteht. Sofort potenzieren sich Sholoubwas Fähigkeiten, aber er erkennt auch, dass sein verkrüppeltes Ich viele Fehler gemacht hat, die bereinigt werden müssen, damit der Freie Raum permanent bestehen bleibt. Der Konstrukteur steht wieder in Kontakt mit all seinen Schöpfungen, unter anderem mit dem BOTNETZ. Er gewährt Saedelaere Einblick in eines der vom BOTNETZ erschaffenen Mini-Universen. Zu seinem Entsetzen erkennt der Terraner, dass die Erde dort gefangen ist, und dass Samburi Yura etwas damit zu tun haben muss. Dann beginnt der Freie Raum zu kollabieren. Das Weltenschiff erreicht das Nahroin-System zu spät.

Beim Zusammenbruch des Freien Raumes steigt die Hyperimpedanz sprunghaft an. Dadurch wird Sholoubwas Intellekt ein weiteres Mal zerstört, diesmal unwiderruflich. Der Roboter ist zwar noch handlungsfähig, aber er wird nie wieder der alte Sholoubwa sein. Er bittet um den "Tod". Blitzer erfüllt ihm diesen Wunsch, nachdem Sholoubwa ihm Samburi Yuras Aufenthaltsort verraten hat. Blitzer hätte Sholoubwa auf jeden Fall unschädlich gemacht, schon um ihn für den Missbrauch von Evolux-Technik zu bestrafen. Saedelaere und Blitzer verlassen den Planeten und stellen die Ordnung im Nahroin-System wieder her, um den Eingeborenen zu helfen.

Kommentar:

Wenn ich einmal von der typisch Montillon'schen Geschwätzigkeit absehe, mit der vermutlich über die relative Inhaltslosigkeit der Handlung hinweggetäuscht werden soll, kann ich doch ganz zufrieden mit dem Abschluss der Geschichte Sholoubwas sein. Seine Existenz als Schatten seines früheren Selbst, auf dessen Erinnerungsspeicher er immer noch zugreifen kann, ohne je wirklich begreifen zu können, wer er damals war, seine irgendwie an ein von Giger erschaffenes Szenario erinnernde Techno-Welt - das finde ich okay. Darum herum gibt es viel Gerede über die Beziehung zwischen Saedelaere und Blitzer. Saedelaere meint, sie seien Freunde, sorgt sich aber darüber, dass sich der Zwergandroide offenbar doch noch eine gewisse Loyalität gegenüber den Hohen Mächten bewahrt hat. In Gesprächen mit Sholoubwa versucht Saedelaere dem Konstrukteur klar zu machen, warum Lebewesen, verglichen mit Robotern, keineswegs irrelevant und minderwertig sind - leider vergeblich; da scheint Montillon auch kein schlagendes Argument eingefallen zu sein...

Zwischendurch begegnet Saedelaere einem Eingeborenen namens Julisch, Sholoubwa sonnt sich für kurze Zeit in der wiedergewonnenen Größe und so weiter und so fort. Besonders schlau kann der Konstrukteur aber nicht sein. Denn wer, so frage ich mich, hätte ihm denn das Weltenschiff bringen sollen, wenn Saedelaere und Blitzer nicht zufällig des Weges gekommen wären? Und warum hat Sholoubwa seine Besucher erst in die Wüste geschickt, wenn ihm doch klar sein musste, dass er ihre Hilfe braucht? Wenn ich den Roman richtig verstanden habe, musste Blitzer das Weltenschiff holen, weil Sholoubwa keine seiner Externitäten schicken konnte. Er hätte sie mangels Nullkanal-Kontakt nicht lenken können. Warum hat Sholoubwa das Schiff eigentlich nicht gleich im Nahroin-System geparkt? Und wie kann der Nullkanal-Kontakt zum Weltenschiff bereits zu einem Zeitpunkt hergestellt werden, als sich das Schiff noch gar nicht im Freien Raum befindet, sondern in einem von der Hyperimpedanz-Erhöhung betroffenen Bereich? Das kommt mir alles etwas unausgegoren vor.

J. Kreis, 28.10.2012


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